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Erste Eindrücke meines neuen Zafira Tourer

Opel Zafira C Tourer
Themenstarteram 18. Dezember 2015 um 23:42

Will diesen Thread eröffnen, um meine ersten Eindrücke zum Zafira Tourer mitzuteilen. Zur Langzeitqualität kann ich bisher natürlich noch nichts sagen.

Im Grunde war meine Maxime bei allen bisherigen Fahrzeugen: Hauptsache günstig in Anschaffung und Unterhalt. Bin also nicht gerade Luxus-verwöhnt, was Autos angeht und brauche das auch nicht. Nach einem Ford Escort Benziner aus 1992 mit 71 PS bin ich zuletzt einen 2005er Peugeot 206 SW(Kombi) gefahren. 68 Diesel-PS, gekauft 2010 mit 100.000 km, verkauft 2015 mit 210.000 km, weil die Reparaturkosten der defekten Hinterachse den Restwert bei weitem überstiegen hätten.

Da wir mittlerweile zwei Kinder haben (und ein Drittes geplant ist), sollte das nächste Fahrzeug eine oder zwei Nummern größer werden. Zu Beginn standen auch normale Kombis (Skoda Oktavia) und Hochdachkombis (Citroen Berlingo, Ford Tourneo Connect) zur Debatte. Haben uns dann für einen Van als Kompromiss zwischen Beiden entschieden (Zafira, Grand C-Max, Carens, Grand C4 Picasso). Einsatzzweck: Alles von Fahrt zur Arbeit (8 km) bis zum Großelternbesuch (550 km) und Urlaubsfahrten.

Aus Kosten- und Umweltaspekten waren weder Benziner noch Diesel optimal, deshalb sollte es ein Autogasantrieb werden. Leider hieß es dann überall, dass die modernen Benziner nicht so problemlos auf LPG umzubauen sind. Haben dann durch Zufall einen EU-Importeur gefunden, der den Zafira C mit Autogas ab Werk in der Edition-Ausstattung ab 19.000 EUR angeboten hatte. Rund 4.000 EUR mehr als anfangs als Budget geplant, aber genauso teuer bzw. zum Teil deutlich günstiger (VW Touran!!) als die 1-2 jährigen gebrauchten Benziner-Vans der örtlichen Händler (auf die noch 2.500 EUR Umbaukosten auf LPG hinzugekommen wären). Also haben wir uns für den Zafira entschieden.

Nach „nur“ 7 Monaten Wartezeit (in der Zeit war der Toyota Aygo meiner Frau unsere Familienkutsche) sind wir nun seit einigen Wochen Besitzer eines Zafira C 1.4 LPG Edition. Aufgrund des sowieso schon gesprengten Budgets ohne viele Extras. Haben uns die Parksensoren gegönnt (bei den schmalen Fenstern zwingend nötig), sonst nur einige wenige Kleinigkeiten. Am Ende haben wir 20.600 EUR gezahlt. Mein erster Neuwagen - zwei Klassen größer und viermal so teuer wie durchschnittlich meine bisher gekauften Gebrauchtwagen. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung.

Jetzt also zum ersten Eindruck:

Wenn man bisher die o.g. Fahrzeuge gewöhnt ist, ist der Zafira schon riesig. Passt kaum in die Garage. Beim fahren wesentlich geräuschärmer als bisher gewohnt und im Innenraum mit luxuriöser Anmutung. Beim Beschleunigen konnte allerdings mein Peugeot mit halb so viel Diesel-PS gefühlt locker mithalten. Toll finde ich die einzeln verschieb- und umklappbaren Rücksitze sowie den (Sonderzubehör) komplett vorklappbaren Beifahrersitz. Positiv auch die LPG-Anlage. Auch bei Temperaturen um 0°C wird nach spätestens 1,5 km in den Gasmodus geschaltet, oft schon wesentlich früher. Ich merke davon, wenn überhaupt, nur ein ganz kurzes Ruckeln. Der Durchschnittsverbrauch lag allerdings laut Bordcomputer auf der Autobahn (ca. 120-150 km/h) bei 12-13 Liter. Werde die nächste Tankfüllungen mal genau nachrechnen. Bestätigt sich der Verbrauch, wäre das natürlich deutlich zu viel.

Erster Negativpunkt: Die Preise der Winterräder. Kleinste erlaubte Dimension sind die 225/50 R17, dazu kommen die Pflicht-Reifendrucksensoren. Gesamt rund 1.000 EUR. Mehr als das Doppelte dessen, was ich zuvor für meinen Peugeot für Winterräder ausgegeben hatte.. Hier kam schon erstmals der Gedanke, ob ich das mit den Haltungskosten ausreichend durchkalkuliert habe, wenn nach ein paar Jahren dann wieder neue Reifen und Sensoren (leere Batterien!) nötig werden und ob es z.B. ein Diesel-Berlingo (vergiss doch den Umweltaspekt...) aus der Vor-Pflichtsensoren-Zeit nicht doch auch getan hätte.

Zweiter, großer Negativpunkt: Die Vordersitze. Wir haben nicht die AGR, sondern die Standardsitze. Ich muss sagen, gerade auf der Langstrecke saß ich in meinem 10 Jahre alten Kleinwagen bequemer. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Standardsitze eines Autos dieser Preisklasse so unbequem sein können. Hier kommt schnell der Gedanke auf, ob das Absicht ist, um die teuren AGR-Sitze zu verkaufen... Die Polster sind für meinen Geschmack viel zu hart. Verstellbar ist der Sitz nur vor-zurück und hoch-runter. Nicht einmal die Kopfstützen lassen sich nach vorn/hinten neigen (eigentlich in jedem Kleinwagen seit langem Standard – oder nicht?) Jedenfalls führen die für mich zu weit vorn liegenden Kopfstützen dazu, dass man in eine unbequeme vorgebeugte Haltung gezwungen wird. Zudem ist die Beinauflage zu kurz (dabei bin ich nur 1,78m groß), was auf Langstrecken auch für die Oberschenkel unbequem wird. Sorry Opel, aber hier habt ihr mal so richtige schlechte Arbeit geleistet!

Was ich auch alles andere als gut gelöst finde, ist die Platzausnutzung. Warum muss der Laderaumboden so hoch sein und damit Platz in der Höhe verschenken? Das können Hochdachkombis wesentlich besser. Ich habe mir u.a. auch deshalb einen Van gekauft, damit mal ein Kinderwagen, ein Mountainbike, ein kleines Möbelstück etc. herein passen. Also alles, wofür ein normaler Kombi zu niedrig ist. Platz verschenken auch die Rücksitze, die zwar umzuklappen sind, aber nicht herauszunehmen. Wieder Platz in der Höhe verschenkt, wieder unnötiges Gewicht, das herumgefahren werden muss, ob genutzt oder nicht..

Auch das wuchtige Armaturenbrett und die ausladende Mittelkonsole verstärken das Gefühl, dass das äußerlich riesige Auto den Innenraum viel zu ineffizient nutzt. Zusammen mit der hohen Fensterlinie und den schmalen Fenstern gibt einem der Zafira ein irgendwie beengtes Gefühl. Man meint, in einem schwerfälligen, engen Panzer zu sitzen. (Geht schon fast in Richtung der SUV, die ich weniger mit Sportlichkeit assoziiere, sondern eher mit Adipositas) Die hohe Fensterlinie macht den Wagen zudem so unübersichtlich, dass Parksensoren, wie oben erwähnt, eine Pflicht-Ausstattung sind. Ebenfalls nicht optimal: Die vielen, aber zu kleinen Ablagefächer. Selbst das größte unter ihnen kann nicht einmal einen A4-Hefter aufnehmen.

Und noch ein Kritikpunkt: für ein Fahrzeug, das Familien zur Zielgruppe hat GEHT ES GAR NICHT, dass nur zwei Rücksitze Isofix-Halterungen haben bzw. der mittlere Sitz gar nicht für alle Kindersitze zugelassen ist, meines Wissens nach. Sorry, aber Kleinfamilien mit nur 1-2 Kindern reicht in der Regel der Meriva. Wer schon den großen Zafira kauft, hat vielleicht mehr vor..

So, das wars mit meinen ersten Eindrücken. Man sieht, mehr Kritik als Lob. Ich will nicht sagen, dass ich gänzlich unzufrieden mit dem Zafira bin, aber in vielen Punkten verstehe ich einfach nicht, wen sich Opel als Zielgruppe für diesen Wagen vorstellt. Wobei viele Kritikpunkte nicht Opel-spezifisch sind, sondern auf viele andere Vans ebenfalls zutreffen.

Also Opel: Beim Zafira-Nachfolger BLOSS NICHT noch mehr in Richtung SUV (Adipositas-Autos - außen groß, innen eng) gehen, sondern lieber etwas mehr von den funktionalen Hochdachkombis abschauen und mit einer eleganten Linie verbinden.

Beste Antwort im Thema

Meine erste Frage wäre, wieso der Zafira in dieser Austattung überhaupt gekauft wurde? Gab es keine Probefahrt in der man mal das Auto auf Herz und Nieren testen konnte? Warum kauft man einen Neuwagen, wenn man mit dem Autotyp nicht zufrieden ist? Ich verstehe auch nicht diese Vergleiche zu Ford und Peugeot. Das sind völlig andere Autovarianten die übrigens auch andere Reifendimensionen haben. Sowas erfährt man auch bei der Probefahrt und beim netten Verkäufer des Vertrauens. Also, es gibt viele Fragen zu beantworten.

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Meine erste Frage wäre, wieso der Zafira in dieser Austattung überhaupt gekauft wurde? Gab es keine Probefahrt in der man mal das Auto auf Herz und Nieren testen konnte? Warum kauft man einen Neuwagen, wenn man mit dem Autotyp nicht zufrieden ist? Ich verstehe auch nicht diese Vergleiche zu Ford und Peugeot. Das sind völlig andere Autovarianten die übrigens auch andere Reifendimensionen haben. Sowas erfährt man auch bei der Probefahrt und beim netten Verkäufer des Vertrauens. Also, es gibt viele Fragen zu beantworten.

Hallöchen, mit deinen Negativpunkten hätte ich mir nie im Leben das Auto gekauft!!

Das Auto kann was und hat sehr viel Möglichkeiten zu bieten.. In deinem Fall (meine Meinung) hättest dir nen Jahreswagen gesucht mit ordentlich Ausstattung als 2.0CDTI 165-170PS und gut ist! ;)

Wirklich toller Bericht darüber, wie eine Entscheidungsfindung mit folgender "Aufwachphase" eben NICHT erfolgen soll!

Du schreibst, du seist nicht luxusverwöhnt oder -bedürftig. Dann hätte es aber ein guter neuerer Gebrauchter mit zumindest *etwas* an Ausstattung auch getan. Die "Ausstattung" eines ZT zu 19000 Euro Neupreis will ich mir jetzt gar nicht näher vorstellen.....

Nun zu deinen Negativpunkten: Was es kostet, wenn ich mal neue Reifen brauche erfordert keine spezielle Kalkulation sondern lässt sich durch eine Frage beim Händler sehr schnell klären.

Die Sitze: Natürlich ist das alles Geschmackssache aber die Standard-Sitze sind sicher nicht schlechter als irgendwelche anderen Sitze aber - oh Wunder - die AGRs sind wesentlich besser! Das kann man aber schon beim ersten Probesitzen in der Ausstellungshalle und erst recht bei einer Probefahrt leicht feststellen.

Ebenso ist bei einer Besichtigung feststellbar ob einem die Platzausnutzung, Mechanik der Rücksitze, Höhe der Ladekante usw gefällt bzw ausreicht oder eben nicht. Hohe Fensterlinie ist heutzutage sowieso überall Standard (- damit wird der "Luxus" einer Rückfahrkamera zur Notwendigkeit relativiert) und genauso wie die Anzahl und Größe der Ablagefächer sofort feststellbar.

Das mit den Kindersitzen steht im Prospekt und wird hierorts in diversen Threads lang und breit diskutiert - dürfte also mit ein wenig Interesse und Beschäftigung vor dem Kauf auch keine wirkliche Überraschung darstellen.

Es scheint so, als ob das Einzige, was dir am Auto gefällt und womit du dich vor dem Kauf beschäftigt hast, der LPG-Umbau ist!

Ich kann dir nur empfehlen dich in Zukunft VORHER genauer zu informieren und das Objekt des Interesses genauer unter die Lupe zu nehmen, Fragen beim Händler zu stellen und eine ausgiebige Probefaht zu unternehmen. Das alles scheinst du diesmal NICHT gemacht zu haben. Ebenso solltest du dir die Frage stellen, ob du etwas Luxus oder ein paar PS mehr nicht vielleicht DOCH benötigst und dann ein Paar Euro dahingehend anstatt in einen schweinsteuren LPG-Umbau investieren.

Meiner Meinung nach klingt der Kauf bei dem angesprochenen Eu-Importeur einfach unüberlegt und falsch, oder garnicht beraten. Wer weiss, was er sich da aufschwatzen lassen hat. Da sieht man mal wieder, wie durch Falschberatung und Fehlkauf die Marke Opel durch den Dreck gezogen wird. Dann kommen bestimmt noch die typischen Aussagen wie.....scheiss Opel.......die haben keine Ahnung vom Autobau......So viel Geld und so wenig Qualität.... oder zumindest so ähnlich.

Wer sich für nen Neuwagen entscheidet, sollte nicht so blauäugig an die Sache herangehen. Und 20.000 € für nen Zafira C mit Einbau einer Gasanlage als Neuwagen, da stimmt doch was von Haus aus nicht.

Zitat:

Meiner Meinung nach klingt der Kauf bei dem angesprochenen Eu-Importeur einfach unüberlegt und falsch, oder garnicht beraten. Wer weiss, was er sich da aufschwatzen lassen hat.

...das wäre dann die Kurzfassung :)

Anscheinend hat er das Auto blind und ahnungslos beim Importeur gekauft. Da spricht ja prinzipiell nichts dagegen wenn man vorher mal irgendwo besichtigt oder gar probegefahren hat.

Wer weiß wo der Importeur das Auto hergezaubert hat?? Bei 7 (!!!) Monaten Lieferzeit?? Der Zafira meines Vaters war innerhalb von 8 Wochen gebaut, bestellt im Juli 2015- unserer hat 9 Wochen bis zum Händler gebraucht, bestellt September 2015...

Der Zafira ist eben kein Auto von der Stange, wie man es z.B. von den Japanern gewohnt ist, sondern, wenn man ihn in der niedrigsten Ausstattungsvariante bestellt, ist er eben billig, aber nackt... Man muss es jetzt nicht, wie ich, übertreiben , und den Zafira an den Rand der Vollausstattung bringen, aber deine Wehwehchen, die du hast, hätte man durch sinnvolle Features aus der Aufpreisliste beseitigen können.

Und 12 Liter Gas / 100km bei einem 1,7-Tonnen-Schiff ist meiner Meinung nach nicht zu viel. Je nach Fahrweise versteht sich.

Mein Gebrauchter war ein Jahr alt und hatte nen Neupreis von 48k € gekauft habe ich ihn für 24800 Euro. Ist ein ZT BiTurbo Innovation mit allem ausser Frontkamera und FlexFit Fahradträger.. Hab OPC-Line... Km bei kauf 23000km Erstbesitz Opel Adam AG. Bin dafür einmal durch Deutschland gefahren... Und bin mega GLÜCKLICH wie Frau und beide Kids.!!!

Hallo Gemeinde,

was regt Ihr euch so auf? Der Themenstarter hat doch richtig geschrieben: "Erste Eindrücke meines neuen Zafira Tourer"

Wir holen uns eben halt unsere "Ersten Eindrücke" bei einer Probefahrt, er eben erst nach dem Kauf.

P.S. Ich habe mich für meinen (ZT Innovation, EZ April 2015) nicht ohne Grund, nach vielen Probefahrten entschieden.

Es waren dabei: Golf Sportsvan (gutes Auto, aber angegebenes Kofferraumvolumen von 500 l - ein schlechter Witz von VW) Toyota Verso (schlechter als sein Ruf) Citroen c4 Picasso (auch ein gutes Auto - wäre meine 2. Wahl gewesen).

Der Opel hat zwar auch seine kleinen Schwächen (die eierlegende Wollmilchsau ist leider noch nicht erfunden) aber für meine Bedürfnisse die beste Alternative.

Hallo Wooody,

ich geb auch mal meinen Senf dazu, ich versuche es aber konstruktiv zu gestalten :)

Als erstes, auch wenn Du nicht ganz zufrieden bist, trotzdem einen herzlichen Glückwunsch zum neuen Auto, viel Spaß damit und allzeit gute Fahrt ohne Pannen.

Zitat:

Im Grunde war meine Maxime bei allen bisherigen Fahrzeugen: Hauptsache günstig in Anschaffung und Unterhalt. Bin also nicht gerade Luxus-verwöhnt, was Autos angeht und brauche das auch nicht. Nach einem Ford Escort Benziner aus 1992 mit 71 PS bin ich zuletzt einen 2005er Peugeot 206 SW(Kombi) gefahren. 68 Diesel-PS, gekauft 2010 mit 100.000 km, verkauft 2015 mit 210.000 km, weil die Reparaturkosten der defekten Hinterachse den Restwert bei weitem überstiegen hätten.

Ok, das sind natürlich als Vorgänger ganz andere Autos und deren Alter hat auf einige Deiner nachfolgenden Beschreibungen durchaus Einfluss. Ich hatte einen 97er Escort, wegen großer Probleme aber schon 98 gegen einen Mondeo getauscht, den kenne ich also. Beim Peugeot kenne ich nur den 306er SW.

Zitat:

Da wir mittlerweile zwei Kinder haben (und ein Drittes geplant ist), sollte das nächste Fahrzeug eine oder zwei Nummern größer werden. Zu Beginn standen auch normale Kombis (Skoda Oktavia) und Hochdachkombis (Citroen Berlingo, Ford Tourneo Connect) zur Debatte. Haben uns dann für einen Van als Kompromiss zwischen Beiden entschieden (Zafira, Grand C-Max, Carens, Grand C4 Picasso).

Das ist schon mal sinnvoll, drei Kinder machen in einem "normalen" Auto wenig Spaß. Ich habe derer vier, wobei der älteste mittlerweile sein eigenes Auto hat. Aber bis vor 3 Monaten bin ich seit 2011 einen Astra Sportstourer gefahren, die Probleme, da drei Kinder unterzubringen kenne ich. Leider brauchte ich damals einen neuen Wagen, den Zafira B gabs nicht mehr mit einer annehmbaren Motor/Getriebe-Kombi und den Zafira C noch nicht.

Grundsätzlich ist dabei zu sagen, Hochdachkombis und Vans sind unterschiedliche Klassen (dazu später nochmal). Ein Hochdachkombi ist rustikaler und bietet mehr Gepäckraum, ein Van ist die komfortablere Variante, hat aber je nach Modell auch nicht viel mehr Kofferraumvolumen als ein klassischer Kombi. Da muss man einfach entscheiden, was einem wichtiger ist.

Zitat:

Einsatzzweck: Alles von Fahrt zur Arbeit (8 km) bis zum Großelternbesuch (550 km) und Urlaubsfahrten.

Aus Kosten- und Umweltaspekten waren weder Benziner noch Diesel optimal, deshalb sollte es ein Autogasantrieb werden. Leider hieß es dann überall, dass die modernen Benziner nicht so problemlos auf LPG umzubauen sind. Haben dann durch Zufall einen EU-Importeur gefunden, der den Zafira C mit Autogas ab Werk in der Edition-Ausstattung ab 19.000 EUR angeboten hatte. Rund 4.000 EUR mehr als anfangs als Budget geplant, aber genauso teuer bzw. zum Teil deutlich günstiger (VW Touran!!) als die 1-2 jährigen gebrauchten Benziner-Vans der örtlichen Händler (auf die noch 2.500 EUR Umbaukosten auf LPG hinzugekommen wären). Also haben wir uns für den Zafira entschieden.

Wie ist denn die durchschnittliche Strecke und die Jahresfahrleistung? Nur weil man ab und an mal weite Strecken fährt, heisst das ja nicht, dass ein Benziner direkt unwirtschaftlich wäre. Da muss man halt den günstigeren Anschaffungspreis gegenrechnen. Ein Diesel wäre bei einer Strecke zur Arbeit von nur 8 km ziemlich sicher die falsche Wahl. Grundsätzlich ist der Schritt zu einem Auto mit Gas da nicht unvernünftig, das bietet einen ganz guten Kompromiss, wenn gleich es eben auch teurer ist. 19T € für den 1.4 LPG finde ich erstaunlich niedrig, der hat einen Listenpreis als Edition von knapp 29 T €. Kommt mir spanisch vor, genauso wie die lange Lieferzeit. Echt neu und keine Kurzzulassung oder sowas?

Ihr habt Euch nur an Hand des Preises entschieden oder auch Kataloge gewälzt, Autos angesehen oder Probe gefahren?

Zitat:

Nach „nur“ 7 Monaten Wartezeit (in der Zeit war der Toyota Aygo meiner Frau unsere Familienkutsche) sind wir nun seit einigen Wochen Besitzer eines Zafira C 1.4 LPG Edition. Aufgrund des sowieso schon gesprengten Budgets ohne viele Extras. Haben uns die Parksensoren gegönnt (bei den schmalen Fenstern zwingend nötig), sonst nur einige wenige Kleinigkeiten. Am Ende haben wir 20.600 EUR gezahlt. Mein erster Neuwagen - zwei Klassen größer und viermal so teuer wie durchschnittlich meine bisher gekauften Gebrauchtwagen. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung.

Echt eine sehr lange Wartezeit. Die Parksensoren sind echt nicht schlecht, mit Übung gehts aber auch ohne. So unübersichtlich ist er nach einer gewissen Eingewöhnungsphase gar nicht. Allerdings sprichst Du hier schon Deinen nächsten Fehler an, die hohe Erwartungshaltung. Ich glaube, Du erwartest einfach zu viel, bzw. Dinge, für die Du ein Auto der falschen Klasse gewählt hast.

Zitat:

Jetzt also zum ersten Eindruck:

Wenn man bisher die o.g. Fahrzeuge gewöhnt ist, ist der Zafira schon riesig. Passt kaum in die Garage. Beim fahren wesentlich geräuschärmer als bisher gewohnt und im Innenraum mit luxuriöser Anmutung.

Ja, unserer 1985er Doppelgarageneinfahrt ist auch zu klein, ich käme mit dem Zafira so gerade eben rein. Das erspar ich mir da lieber, so parkt mein Sohn eben darin. Gerade die Breite des Zafira ist schon enorm. Wenn ich mir meinen ansehe (ich fahre den 1.6er SIDI-Benziner mit 200 PS), müsste er eigentlich massiv leiser sein als Deine Vorgänger und auch erheblich komfortabler federn.

Zitat:

Beim Beschleunigen konnte allerdings mein Peugeot mit halb so viel Diesel-PS gefühlt locker mithalten.

Der Zafira zieht in 11.8s von 0 auf 100, der 206SW mit 1.4 HDI braucht dafür 14.7 s. Da täuscht das Gefühl also ganz erheblich. Die Elastizität dürfte der Zafira ebenso deutlich für sich entscheiden. Oder ist das gar kein Werks-LPG-Zafira sondern was vom Händler nachgerüstetes? Selbst bei der ab-Werk-Ausstattung verliert er ja z.B. 1 s von 0 auf 100 gegenüber dem nicht-LPG, ein nachgerüsteter verliert da vielleicht noch deutlich mehr. Ansonsten dürfte Dir der Zafira auf keinen Fall so langsam vorkommen.

Zitat:

Toll finde ich die einzeln verschieb- und umklappbaren Rücksitze sowie den (Sonderzubehör) komplett vorklappbaren Beifahrersitz. Positiv auch die LPG-Anlage. Auch bei Temperaturen um 0°C wird nach spätestens 1,5 km in den Gasmodus geschaltet, oft schon wesentlich früher. Ich merke davon, wenn überhaupt, nur ein ganz kurzes Ruckeln. Der Durchschnittsverbrauch lag allerdings laut Bordcomputer auf der Autobahn (ca. 120-150 km/h) bei 12-13 Liter. Werde die nächste Tankfüllungen mal genau nachrechnen. Bestätigt sich der Verbrauch, wäre das natürlich deutlich zu viel.

Bedenke dabei, dass der Verbrauch im LPG-Modus höher ist, weil Autogas pro Liter weniger Energie liefert als Benzin. Je nach Anlage liegt der LPG-Mehrverbrauch bei bis zu 20% gegenüber Benzin. Dann ist dabei noch zu berücksichtigen ob die Fahrt gleichmäßig und mit wenig Beschleunigungsphasen war oder nicht. Da können 12 Liter LPG schon ok sein, ist ja auch kein kleines und leichtes Auto.

Zitat:

Erster Negativpunkt: Die Preise der Winterräder. Kleinste erlaubte Dimension sind die 225/50 R17, dazu kommen die Pflicht-Reifendrucksensoren. Gesamt rund 1.000 EUR. Mehr als das Doppelte dessen, was ich zuvor für meinen Peugeot für Winterräder ausgegeben hatte.. Hier kam schon erstmals der Gedanke, ob ich das mit den Haltungskosten ausreichend durchkalkuliert habe, wenn nach ein paar Jahren dann wieder neue Reifen und Sensoren (leere Batterien!) nötig werden und ob es z.B. ein Diesel-Berlingo (vergiss doch den Umweltaspekt...) aus der Vor-Pflichtsensoren-Zeit nicht doch auch getan hätte.

Das kannst Du dem Zafira aber nicht negativ anrechnen. Die Sensoren sind gesetzlich vorgeschrieben, die hätte ein anderer Neuwagen auch. Die kleinste Reifengröße wird bestimmt von der Größe der Bremsanlage, hast Du ein großes und schweres Auto, so muss auch die Bremsanlage entsprechend dimensioniert werden. Da der Zafira eine 16 Zoll-Bremse hat sind eben 17 Zoll die kleinstmögliche Reifengröße. Das ist bei vergleichbaren Autos auch nicht anders. Der Peugeot hatte vermutlich kleine 15 Zoll-Räder, die sind natürlich ganz erheblich günstiger.

Zitat:

Zweiter, großer Negativpunkt: Die Vordersitze. Wir haben nicht die AGR, sondern die Standardsitze. Ich muss sagen, gerade auf der Langstrecke saß ich in meinem 10 Jahre alten Kleinwagen bequemer. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Standardsitze eines Autos dieser Preisklasse so unbequem sein können. Hier kommt schnell der Gedanke auf, ob das Absicht ist, um die teuren AGR-Sitze zu verkaufen...

So schlecht finde ich den nicht. Ich habe bei mir als Fahrer den AGR, Beifahrer ist normal, einfach weil ich es eh mit dem Rücken hab und vorne nicht immer jemand sitzt. Klar, der AGR ist bequemer, aber für einen Standardsitz ist der normale schon gut.

Zitat:

Die Polster sind für meinen Geschmack viel zu hart. Verstellbar ist der Sitz nur vor-zurück und hoch-runter.

Kann es nicht vielleicht sein, dass nach 210 TKm die Sitze im Peugeot, die ja schon neu franzözisch-typisch weich waren, einfach zu weich waren so dass Dir jetzt im Vergleich die neuen Sitze einfach hart vorkommen? Ansonsten ist die Verstellbarkeit für einen Standardsitz so auch normal, auch bei Nicht-Opel-Autos ;)

Zitat:

Nicht einmal die Kopfstützen lassen sich nach vorn/hinten neigen (eigentlich in jedem Kleinwagen seit langem Standard – oder nicht?)

Ne, eher nicht. Hatte noch keines meiner Autos, nicht mal der Astra Sportstourer in Innovation-Ausstattung. Beim Zafira hats der AGR-Sitz dabei, der normale nicht.

Zitat:

Jedenfalls führen die für mich zu weit vorn liegenden Kopfstützen dazu, dass man in eine unbequeme vorgebeugte Haltung gezwungen wird. Zudem ist die Beinauflage zu kurz (dabei bin ich nur 1,78m groß), was auf Langstrecken auch für die Oberschenkel unbequem wird. Sorry Opel, aber hier habt ihr mal so richtige schlechte Arbeit geleistet!

Das hätte eine Probe vor dem Kauf aber aufgezeigt, Deine Probleme hätte der AGR-Sitz für vergleichsweise wenig Geld alle behoben.

Zitat:

Was ich auch alles andere als gut gelöst finde, ist die Platzausnutzung. Warum muss der Laderaumboden so hoch sein und damit Platz in der Höhe verschenken? Das können Hochdachkombis wesentlich besser.

Es ist auch, s.o., ein Van und kein Hochdachkombi, andere Klasse, andere Bauweise.

Zitat:

Ich habe mir u.a. auch deshalb einen Van gekauft, damit mal ein Kinderwagen, ein Mountainbike, ein kleines Möbelstück etc. herein passen. Also alles, wofür ein normaler Kombi zu niedrig ist. Platz verschenken auch die Rücksitze, die zwar umzuklappen sind, aber nicht herauszunehmen. Wieder Platz in der Höhe verschenkt, wieder unnötiges Gewicht, das herumgefahren werden muss, ob genutzt oder nicht.

Die dritte Sitzreihe muss man ja nicht mitkaufen ... Für den, der sie will und braucht, ist sie so, wie sie ist aber super. Wenn man nämlich ein- und ausbauen müsste, nervt das nach einer Weile nur noch und wenn man mal spontan einen Platz mehr braucht, z.B. weil mal ein Freund eines Kindes mit will, ist es super, einfach nur den Sitz ausklappen zu müssen. Der Kofferraum des Zafira bei versenkter dritter Reihe ist recht groß und gut nutzbar. Zafiras hatten die Sitze schon immer versenkbar und auch die Konkurrenz macht es mittlerweile so, weil kaum jemand die schweren Sitze ein- und ausbauen will.

Zitat:

Auch das wuchtige Armaturenbrett und die ausladende Mittelkonsole verstärken das Gefühl, dass das äußerlich riesige Auto den Innenraum viel zu ineffizient nutzt. Zusammen mit der hohen Fensterlinie und den schmalen Fenstern gibt einem der Zafira ein irgendwie beengtes Gefühl. Man meint, in einem schwerfälligen, engen Panzer zu sitzen. (Geht schon fast in Richtung der SUV, die ich weniger mit Sportlichkeit assoziiere, sondern eher mit Adipositas) Die hohe Fensterlinie macht den Wagen zudem so unübersichtlich, dass Parksensoren, wie oben erwähnt, eine Pflicht-Ausstattung sind. Ebenfalls nicht optimal: Die vielen, aber zu kleinen Ablagefächer. Selbst das größte unter ihnen kann nicht einmal einen A4-Hefter aufnehmen.

Relativ zu den Außenmaßen ist der Zafira kein Raumwunder das stimmt schon, ein Nachtteil der GM-Plattform, den Insignia und Astra J teilen. Absolut gesehen ist der Platz aber klassenüblich, der Eindruck täuscht da. Da z.B. die Türen dicker sind, weil stabiler und besser gedämmt, hast Du im Vergleich zum alten Auto ein leicht engeres Gefühl. Ob man dann die Fenster so mag oder nicht ist eben Geschmackssache, ich mag es so wie es ist. Ich fühle mich aber auch trotz 1.85m und aktuell (Leider) 100 kg nicht beengt, im Gegenteil. Ich finde ja auch das das Armaturenbrett und die dadurch weit vorne liegende Frontscheibe eher ein Gefühl von Weite vermittelt.

Zitat:

Und noch ein Kritikpunkt: für ein Fahrzeug, das Familien zur Zielgruppe hat GEHT ES GAR NICHT, dass nur zwei Rücksitze Isofix-Halterungen haben bzw. der mittlere Sitz gar nicht für alle Kindersitze zugelassen ist, meines Wissens nach. Sorry, aber Kleinfamilien mit nur 1-2 Kindern reicht in der Regel der Meriva. Wer schon den großen Zafira kauft, hat vielleicht mehr vor..

Das ist echt schwach. Ich denke, es liegt daran, dass der Gurt des mittleren Sitzes jetzt aus dem Dach kommt. Früher, ich hatte auch einen Zafira A, war der Gurt in den Sitz integriert, was ich wesentlich besser fand. Wenn jetzt jemand auf dem Mittelsitz sitz, darf links hinten auch nur noch jemand unter 1.50 m sitzen.

Zitat:

So, das wars mit meinen ersten Eindrücken. Man sieht, mehr Kritik als Lob. Ich will nicht sagen, dass ich gänzlich unzufrieden mit dem Zafira bin, aber in vielen Punkten verstehe ich einfach nicht, wen sich Opel als Zielgruppe für diesen Wagen vorstellt. Wobei viele Kritikpunkte nicht Opel-spezifisch sind, sondern auf viele andere Vans ebenfalls zutreffen.

Ich habe einfach das Gefühl, dass ein Van nicht das richtige für Dich ist, ein Hochdachkombi würde die meisten Deiner Kritikpunkte nämlich lösen. Und natürlich, ansehen und Probe fahren, hätte hier vielleicht auch zu einer anderen Entscheidung geführt. Auch wenn ich selbst den Zafira Tourer als den für mich und meine Familie geeignetesten Wagen halte, so muss er deswegen ja nicht jedem anderen auch so gut passen. Deswegen würde ich auch niemanden empfehlen ihn "blind" zu kaufen.

Moin madcat69,

jetzt hast du dir so viel Mühe gegeben den Text zu zerflücken, um deinen "Senf" dazugeben und kommst am Ende zu dem Entschluss, den hier alle Anderen schon auf ihre Art und Weise niedergeschrieben haben. ??

"Hohe Fensterlinie und schmale Fenster" (und damit verbunden die oft bemängelte schlechte Rundumsicht) haben heute fast alle Autos. Schließlich will jeder möglichst die 5 Sterne im Crashtest bekommen - nennt sich 'verbesserter Seitenaufprallschutz' ;)

Wäre es andersrum, will ich nicht wissen, wie groß das Geschrei auch von ADAC und Konsorten dann wäre... :rolleyes:

Zitat:

@jkfor2k schrieb am 20. Dezember 2015 um 00:54:16 Uhr:

Moin madcat69,

jetzt hast du dir so viel Mühe gegeben den Text zu zerflücken, um deinen "Senf" dazugeben und kommst am Ende zu dem Entschluss, den hier alle Anderen schon auf ihre Art und Weise niedergeschrieben haben. ??

Ja sicher, aber ich habe mir eben die Mühe gemacht das zu begründen und dem TE das Ergebnis nicht nur vor den Latz zu knallen. Letzteres führt doch nur dazu, dass er dicht macht und nicht weiter liest und damit ist ihm und Opel nicht geholfen.

Zitat:

.... und dem TE das Ergebnis nicht nur vor den Latz zu knallen.....

Findest du, dass wir, die bisher ihren Kommentar dazu abgegeben haben, das getan haben?

Ich nicht!!

Es hat jeder sachlich argumentiert und Empfehlungen abgegeben, die absolut nicht unfreundlich rüber gekommen sind und schon gar nicht so gemeint waren! Es war halt leider nicht möglich dem Kauf und den "ersten Erfahrungen", so wie er sie geschildert hat, was Positives und Sinnvolles abzugewinnen und ziemlich genauso siehst du das ja auch.

Wenn du allerdings glaubst, dass dein Beitrag besser und "konstruktiver" ist, will ich dir deine Illusion nicht nehmen.......

Ich stimme der Kritik des Themenstarters zu.

Insbesondere dem was die Standardsitze anbelangt.

Sie sind viel zu hart gepolstert und die Beinauflage ist zu kurz.

Die AGR Sitze mögen ja super gut sein,aber die Standardsitze dürfen nicht

saumäßig schlecht sein. Ich wiederhole.....SAUMÄSSIG schlecht.

Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist der Fernlichtassistent.

Der ist nicht zu gebrauchen weil er viel zu spät reagiert.

Ich hab ihn immer ausgeschaltet.

Die Rückfahrkamera ist nur tagsüber zu gebrauchen.Bei Dunkelheit sieht man

Dank der schwachen Rückfahrscheinwerfer nur einen schwarzen Monitor.

Der ZT ist aber nicht nur schlecht,dennoch würde ich keinen mehr haben wollen.

Torks

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