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Elektro-hydraulisches Bremssystem: Toyota besser als Mercedes?

Themenstarteram 12. Mai 2004 um 18:53

Wie diverse Autozeitschriften melden, hat Mercedes Probleme mit den elektro-hydraulischen SBC-Bremsen bei der E-Klasse / SL-Klasse und ruft weltweit rund 680.000 Fahrzeuge zurück. http://www.autobild.de/aktuell/neuheiten/artikel.php?artikel_id=6218

Auch der Toyota Prius-II hat ein elektro-hydraulisches "by wire" Bremssystem, bekanntlich zusätzlich mit regenerativer Zurückgewinnung eines Teiles der Bremsenergie. Also jede Menge Elektronik an Bord.

Man darf gespannt sein, ob Toyota diese neue Technologie besser in den Griff bekommt als Mercedes bzw. Bosch als Entwickler. Da dieses System bereits seit 2001 im Estima (nur in JP) verbaut wird, ist der Prius zumindest nicht der Erstkandidat und es liegen bereits einige Erfahrungen vor.

Schau'n mer mal ... ich würde fast darauf wetten, dass Toyota die Sache im Griff hat. Bisher jedenfalls nix Gegenteiliges gehört.

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11 Antworten

Re: Elektro-hydraulisches Bremssystem: Toyota besser als Mercedes?

 

Zitat:

Original geschrieben von gs-hybrid

Wie diverse Autozeitschriften melden, hat Mercedes Probleme mit den elektro-hydraulischen SBC-Bremsen bei der E-Klasse / SL-Klasse und ruft weltweit rund 680.000 Fahrzeuge zurück. http://www.autobild.de/aktuell/neuheiten/artikel.php?artikel_id=6218

Hast du überhaupt gehört ob Toyota als Welthersteller Nr. 2. in den letzten 2 Jahren größere Rückrufe hatte. Auf ADAC-Seite ist nichts eingetragen.

Moin,

So ... liest man das ganze beim Spiegel (www.spiegel.de) sieht die Sache gleich ein GANZES Stück anders aus.

Laut Spiegel versagen unter bestimmten Umständen (werden nicht näher charakterisiert) einzelne Prozessoren. Diese schalten das System in den Notmodus.

Der Notmodus besteht aus einem normalen hydraulischen System (wie bei einem herkömmlichen Auto). In diesem sind bis auf 1 Meter die gleichen Bremswerte möglich, wie mit dem SBC System. Man benötigt nur mehr Pedalkraft und der Weg des Pedals muss verlängert werden.

Gravierende Bremswegverlängerungen werden bei Spiegel.de NICHT erwähnt, sofern die Bremse richtig betätigt wird. Wer das Teil nur antippt, hat die Sache eh nicht verstanden. Ebenso werden dort keine bereits verursachten Unfälle erwähnt.

So unterscheiden sich Berichte über ein und die selbe Sache. Bei Autobild klingt es katastrophal, bei Spiegel wie eine lästige Lapalie.

Das Zurückgerufen wird, ist richtig. Die Art und Weise der Berichterstattung, ist UNTER ALLER Sau.

Welche Quelle Seriöser ist, darf jeder für sich selbst entscheiden.

MFG Kester

@Rotherbach:

Na dann viel Spaß, wenn just bei einer Notbremsung das SBC ausfällt und man noch nicht auf höhere Pedalkräfte und -wege gefasst ist.

Ich finde bei solchen Sachen eine leicht "schreierische" Berichterstattung gut, um die Autohersteller zu besserer Qualität zu motivieren.

Themenstarteram 12. Mai 2004 um 22:02

Re: Re: Elektro-hydraulisches Bremssystem: Toyota besser als Mercedes?

 

Zitat:

Original geschrieben von landcruiser707

Hast du überhaupt gehört ob Toyota als Welthersteller Nr. 2. in den letzten 2 Jahren größere Rückrufe hatte. Auf ADAC-Seite ist nichts eingetragen.

Für 2002 hab ich keine Statistik gefunden.

In 2003 waren Toyota und Honda nicht dabei, siehe: http://www.auto-motor-und-sport.de/d/49720

Im 1. Quartal 2004 war auch nix, siehe:

http://www.auto-motor-und-sport.de/d/56940

Interessant, dass gerade Honda und Toyota als eigenständige jap. Hersteller keine Rückrufe hatten. Anders dagegen Mitsubishi (DC), Nissan (Renault) und Mazda (Ford), die rückrufmäßig auch nicht besser sind als ihre Pendants aus EU und USA. Ob das wohl Zufall ist oder vielleicht doch den negativen Einfluss euro-amerikanischer Konzerne signalisiert?

Re: Re: Re: Elektro-hydraulisches Bremssystem: Toyota besser als Mercedes?

 

Zitat:

Original geschrieben von gs-hybrid

Interessant, dass gerade Honda und Toyota als eigenständige jap. Hersteller keine Rückrufe hatten. Anders dagegen Mitsubishi (DC), Nissan (Renault) und Mazda (Ford), die rückrufmäßig auch nicht besser sind als ihre Pendants aus EU und USA. Ob das wohl Zufall ist oder vielleicht doch den negativen Einfluss euro-amerikanischer Konzerne signalisiert?

Bei Nissan hat man offen gesagt, es sei negativer Renaulteinfluß.

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach

So unterscheiden sich Berichte über ein und die selbe Sache. Bei Autobild klingt es katastrophal, bei Spiegel wie eine lästige Lapalie.

Das Zurückgerufen wird, ist richtig. Die Art und Weise der Berichterstattung, ist UNTER ALLER Sau.

Welche Quelle Seriöser ist, darf jeder für sich selbst entscheiden.

MFG Kester

Also ich weiß nicht auf welchen Beitrag der Auto-Bild du dich beziehst. Sollte es der verlinkte sein, verstehe ich nicht ganz was du meinst. Die Artikel unterscheiden sich doch wohl nur ganz geringfügig.

Nicht das wir uns mißverstehen, ich hasse die gefärbte, unseriöse, reiserische Berichterstattung die die Bildzeitung normalerweise auszeichnet.

Aber hier kann ich nix erkennen.

Abgesehen davon, liest sich das im W211 Forum oft reißerischer...;-) Und die müßens schließlich wissen.. *g

Gruß

Ralf

Moin,

Also nur mal so eine Anmerkung ... in einer Notsituation steige ICH jedenfalls mit aller möglicher Kraft ins Bremspedal und trete es auch soweit wie Möglich.

So hat man MIR das sowohl in der Fahrschule, als auch im Fahrertraining für die Rennlizenz beigebracht.

Und da spielt es IN MEINEN Augen absolut keine Rolle, was für einen Bremsentypus Ich IM Auto habe. Meine letzten Autos hatten teilweise NICHT MAL einen Bremskraftverstärker und sie standen IMMER unter 45 Metern (Für ältere Autos hervorragende Werte)

Daher, wer das Bremspedal in einer Notsituation nur streichelt ... sorry, aber der darf sich nicht wundern, wenn der Wagen 80 Meter Bremsweg hat. Technik ist schön, aber TECHNIK ENTBINDET einen FAHRER nicht seiner EIGENVERANTWORTLICHEN Fahrweise,

Unterschiede in der Berichterstattung zwischen Spiegel (informativ und sachlich) und der Autobild sind durchaus vorhanden. Bei Autobild heißt es ... es gab deshalb schon Unfälle ... der Bremsweg verlängert sich dramatisch ... Die Schilderung im Autobild-Artikel impliziert, das die Bremsanlage komplett versagt.

Dagegen der Spiegel : Es können Steuerungsprozessoren ausfallen. Das System bremst dann nur noch herkömmlich. Dies bedeutet höhere Betätigungskräfte. Es ergibt sich ein minimal verlängerter Bremsweg.

So ... Wer informiert hier und wer macht Wind, der Schlagzeile wegen ?

Ich finde NICHT Falsch das darüber berichtet wird, aber das WIE finde Ich absolut scheiße. Hier brüllt Ihr gerade ins gleiche Rohr, und beim nächsten mal, wenn ein Japaner wieder einen Test verliert, heißt es wieder Scheiß-Journalisten, sind nur PRO Deutsch. Das passt nicht zusammen, oder doch ??? Kritik an Journalisten muss IMMER sein, egal wie gut oder schlecht euch das Thema passt. Und ein Schlecht geschriebener Artikel bleibt ein schlecht geschriebener Artikel, egal um was es geht.

Ich will schließlich in ALLEN Punkten sachliche und korrekte Informationen haben. Und solche Punkte findet man in der Autobild in der letzten Zeit IMMER mehr. Ein Grund für mein derzeitiges Automobil Revue Abo. Deutsche Autozeitungen sind einfach schlecht und unsachlich.

MFG Kester

Themenstarteram 13. Mai 2004 um 9:03

Bin auch nicht unbedingt ein Freund von Auto-BILD, daher hier noch'n anderer Link zum Thema, wieder ein bisschen anders formuliert:

http://www.automotorundsport.de/d/59771

Das mit dem bei Gefahr "voll in die Eisen steigen" ist sicher richtig. Problem ist nur, dass viele Autofahrer sich scheuen genau dieses zu tun und damit den möglichst kurzen Bremsweg oft gar nicht erreichen.

Weil die Hersteller das wussten, entwickelten sie intelligente Bremsassistenten (BAS), die eine Vollbremsung auslösen, wenn Sensoren eine "Notsituation" zu erkennen glauben. So auch Mercedes und andere. Damit ergibt sich bei den Fahrern immer mehr das Gefühl, ihre super-duper vollautomatischen Systeme würden's auch in einer kritischen Situation schon irgendwie richten.

So, jetzt versagt aber eines dieser intelligenten Systeme plötzlich, der Pedalweg verlängert sich und der Kraftaufwand beim Treten vergrößert sich. Zusätzlich blinken noch irgendwelche Warnlampen im Display. In einer sowieso schon kritischen Situation besteht dann die akute Gefahr, dass der Fahrer irritiert bis panisch reagiert und eben nicht voll in die Eisen steigt. Und schon hat's rumms gemacht ...

Dass Mercedes den Ernst der Lage erkannt hat, zeigt die hohe Zahl an zurückgerufenen Fahrzeugen (680.000). Man will da nix anbrennen lassen. Es ist bekannt, welche Schadenersatzforderungen in solchen Fällen z.B. in USA üblich sind ...

Es besteht auf alle Fälle absolut kein Anlass zur Schadenfreude, sondern man kann nur hoffen und wünschen, dass das eigene Fahrzeug nicht auch eines Tages eine solche Macke hat.

Moin,

So sehe Ich das auch. Es ist richtig, es zu kontrollieren und den Fehler einzudämmen.

Aber wie gesagt, als Fahrer ist man verantwortlich, wer sich auf sein Auto verlässt, egal wieviel Hilfsmittel es an Bord hat, darf sich nicht beschweren, wenn er selbst sich falsch verhält, das was passiert.

Wer in diesem Glauben lebt, tut mir leid, der hat es nicht anders verdient.

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach

Unterschiede in der Berichterstattung zwischen Spiegel (informativ und sachlich) und der Autobild sind durchaus vorhanden. Bei Autobild heißt es ... es gab deshalb schon Unfälle ... der Bremsweg verlängert sich dramatisch ... Die Schilderung im Autobild-Artikel impliziert, das die Bremsanlage komplett versagt.

Dagegen der Spiegel : Es können Steuerungsprozessoren ausfallen. Das System bremst dann nur noch herkömmlich. Dies bedeutet höhere Betätigungskräfte. Es ergibt sich ein minimal verlängerter Bremsweg.

Du mußt das immer komplementär sehen.

Der Spiegel hat recht, wenn er sagt"Es ergibt sich ein minimal verlängerter Bremsweg" - wahrscheinlich aber nur, wenn der Fahrer voll aufs Bremspedal tritt.

Da die Fahrzeuge bereits bei geringem Pedaleinsatz sehr gut verzögern (im Normalzustand), wird bei einem Ausfall in einer Notsituation dies zum Verhängnis des Fahrers: er reagiert zu spät! ..... und das u. U. schon bei normalen Situation mit stärkerem Bremseinsatz.

Und klar, der Fahrer denkt im ersten Augenblick: die Bremse versagt komplett.... bis er merkt, daß er nur viel stärker treten muß (vielleicht gabs dann schon den Unfall = Aussage des Fahrers: Totalausfall der Bremse).

Und bei einer Reaktionszeit (bis zur endgültigen Registrierung, bzw. Einschätzung der Reaktion und verstärktem Pedaleinsatz) von mehreren Sekunden .... bei 200 km/h ..... ist der Bremsweg überproportional verlängert ....... RUMMS (=Autobild) !

Am besten immer soviel Infos wie möglich aus vielen unterschiedlichen Quellen.

Hab übrigens schon von Fahrzeugen (anderer Hersteller) gehört, bei denen das ABS/ESP die Bremse gelöst hat .... auf Dauer. :(

Im übrigen werden alle Medien von Ihrer Auflagenstärke regiert.

Je höher die ist, umso stärker wird meist mit den Säbeln gerasselt ;)

Gruß

TT-Fun

Themenstarteram 24. Mai 2004 um 19:37

Ausfall der SBC-Bremse verdoppelt Bremsweg

 

Bei Ausfall des SBC-Systems beträgt der Bremsweg aus 100 km/h 77,8 Meter, mit intaktem SBC-System beträgt er dagegen nur 38,4 Meter. "Kleiner" Unterschied ...

Dazu kommt dann noch die Reaktionszeit, die durch Panik wg. des Systemausfalls noch zusätzlich verlängert sein dürfte. Da der Wagen bei 100 km/h in jeder Sekunde 27,80 Meter zurücklegt, kann so der Anhalteweg deutlich über 100 Meter betragen, vor allem, wenn dann nicht voll durchgetreten wird.

Bei den heutzutage üblicherweise gefahrenen Minimalabständen hat es dann längst geknallt ...

Näheres siehe:

http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,301293,00.html

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