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E10

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Themenstarteram 31. Dezember 2010 um 13:33

Hallo

weiß jemand ob die F650 Bj99 E10 bedenkenlos fahren kann?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von bero24

Hallo

weiß jemand ob die F650 Bj99 E10 bedenkenlos fahren kann?

siehe hier, da sind die Moppeds mit aufgeführt:

http://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf

mfg

naidhammel

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In Kettensägen soll man sogar Forstkraftstoff nutzen......

Bislang war ich immer zu faul, wie wahrscheinlich 90 % der Nurtzer, um bei längerer geplanter Stillstandzeit aus irgend welchen Vergasern oder Tanks den Sprit ab zu lassen. Meist weis ich ja gar nicht, dass die Karre länger stehen wird, ergibt sich halt. Wenn ich Pech hatte und der Sprit jahrelang drin war, muste ich mal die Vergaser reinigen sonst gab es keine Aktion. Neu ist, dass sich bei einer meiner Morinis die Düsennadeln nach ca. einem Jahr aufgelöst haben - mit noch 2009´er östereichischem Sprit im Tank, der auch schon Ethanol enthalten hatte - wie viel %? Keine Ahnung.

Das schöne an den Dellortos ist ja, dass die Mopeds nach Jahren mit dem alten Sprit problemlos anspringen - meine Honda Dominator kann das schon nach einer Woche nicht.

Der VW war ein vier Jahrer Golf Diesel tdi unter 150.000 km. Mir geht es darum, dass die Hersteller immer alles schön frei geben, sieht ja auch gut aus - unsere tollen Produkte können das.... Der Kunde muss dann aber trotzdem selbst bezahlen. Die Garantiezeit, vielleicht auch die Gewährleistungszeit funktioniert das noch. Wenn die Beweislastumkehr eingetreten ist (teilweise schon nach nach 6 Monaten) muss der Kunde erst mal nachweisen, das der Schaden am Ethanol gelegen hat.

Der mir bekannte Golf war vom Besitzer eines VAG Autohauses. Da hat es der Papa für seine Tochter nicht geschafft, für den 4 Jahre alten Golf auf Kulanz die Einspritzanlage bezahlt zu bekommen. Es ist auch egal ob Ethanol die Dichtungen in einer Einspritzung oder in einem Vergaser auflöst - ist beides doof.

Die Amis haben auch Probleme mit Ethanol. Für alte Mopeds gilt auch da, nur wenn sie regelmäßig bewegt werden, können sie den Sprit ab. Erst die Dinger der Neuzeit sind speziell für Ethanol angepasst und dann teilweise zeitgleich auch für Europa mit entsprechenden materialien aufgebaut - darum können ja viele Modelle mit Ethanol tatsächlich ohne Einschränkung (Stillstandszeiten) betrieben werden.

Wer bei seinen älteren Fahrzeugen sicher gehen will muss etwas teurer ethanolfrei oder mit max 5% Ethanol fahren - Punkt.

Aus einem anderem Forum geklaut:

BMW hat geantwortet!!!

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

Kraftstoffe mit Ethanolbeimischung (E10)

Die Motorräder der aktuellen Modellpalette von BMW Motorrad und alle älteren Modelle, können problemlos auch mit Ottokraftstoffen betrieben werden, die einen zehnprozentigen Ethanol-Anteil (E10) haben.

Der E10-Kraftstoff wurde zum Beispiel in den USA bereits im Jahr 1998 eingeführt. Wir konnten aufgrund der langjährigen Erfahrung mit diesem biogenen Kraftstoff die E10-Tauglichkeit von BMW Motorrädern unmittelbar attestieren. Die Auswertung der bisherigen Felderfahrungen und weiterführende Untersuchungen unserer Motorenentwicklung haben darüber hinaus gezeigt, dass sämtliche BMW Motorräder aller Baujahre mit E10-Kraftstoff betrieben werden können.

Zu beachten ist, dass die in der entsprechenden Betriebsanleitung empfohlenen Kraftstoffqualitäten (z.B. 95 oder 98 ROZ/RON) eingehalten werden.

E10-Kraftstoffe enthalten einen bis zu 10 prozentigen Bio-Ethanolanteil, der lackierte Flächen an Tank- und Verkleidungsteilen beschädigen könnte. Wir empfehlen daher beim Tanken sehr sorgfältig zu sein und verspritzte Treibstoffreste sofort sorgfältig zu entfernen. Dies gilt insbesondere auch für die Verkleidungsscheibe, das Motorradgepäcksystem, aber auch für die Fahrerausstattung.

Bei klassischen Motorädern mit Vergasern haben wir die Erfahrung gemacht, dass bei längeren Standzeiten, zum Beispiel über den Winter, die Schwimmerkammern, Schwimmer und Schwimmernadeln korrodieren. Dies liegt unseres Erachtens an den hygroskopischen Eigenschaften der höheren Alkoholanteile im Kraftstoff, die bei längeren Standzeiten Wasser binden. Dies gilt auch für die aktuell erhältlichen Kraftstoffe mit 5% Ethanolanteil (E5).

Alter, überlagerter und mit Wassereinlagerungen versehener Treibstoff in den Schwimmerkammern kann zudem dazu führen, dass das Motorrad nach einer längeren Standzeit sehr schlecht oder gar nicht startet.

Wir empfehlen daher gerade bei der Einlagerung von Oldtimermotorrädern den Treibstoff aus den Vergasern und zu entfernen.

Mit freundlichen Grüssen

Helmut Rasper

 

Michi

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