Dürfen Fahrradfahrer in der Mitte durch die Autos fahren? Brauche Euren Rat!

Hallo liebes Forum!

Bin echt wütend. Fahre ich gerade zur Arbeit, stehe an der Ampel, kommt eine Radfahrerin von hinten und fährt durch die Autos in der Mitte durch (zweispurig je Richtung). Es handelt sich nicht um eine Linksabbiegerspur oder sonst was und die Radfahrerin ist auch nicht abgebogen, sondern geradeaus weiter gefahren.

Sie ist nicht wie so oft vor das Auto gefahren, dass man sie hätte gut sehen können, sondern (ich stand links) auf Höhe meines rechten Spiegels zum stehen gekommen. Hätte ich jetzt nur zur linken Ampel geguckt wäre ein Unfall sogar wahrscheinlich gewesen beim losfahren.

Da ich das nicht ok und gefährlich fand, habe ich gehupt und dafür einen Mittelfinger der Radfahrerin kassiert.

Bin ihr dann noch ein Stück nach gefahren und wollte sie eigentlich, als sie an einem Geschäft gehalten hat, zur Rede stellen. Da sie sicher gemerkt hat, dass ich ihr nach gefahren bin, habe ich gedacht: Vielleicht reicht das ja für sie um über das Verhalten nachzudenken und bin dann weiter gefahren ohne irgendwas zu machen. Ihr wars aber auch scheinbar völlig egal, denn sie ist auch nicht zu mir gekommen (hatte da kurz geparkt), sondern ging seelenruhig einkaufen.

Meine Frage nun: War ich im Recht? Ich kann mir echt nicht vorstellen das man Autos in der Mitte überholen darf und dann noch so gefährlich neben dem Spiegel stehen bleiben darf. Ich hätte an der Ampel nur ganz leicht rechts eingeschlagen sein müssen (mit dem Lenker) um sie beim losfahren mitzunehmen 🙁.

Ist doch Mist so ein Verhalten. Bin froh mich beruhigt zu haben und sie nicht angesprochen zu haben. In der Situation war ich echt wütend und dann bekommt man noch einen Mittelfinger.

Habe ich auch etwas falsch gemacht???

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@System schrieb am 22. Juli 2017 um 14:06:53 Uhr:


(...)
Habe ich auch etwas falsch gemacht???

Meiner Meinung nach ja: Du hast Dich aufgeregt.

Ob Sie das durfte oder nicht, wäre mir egal. Ich rege mich nicht über Dinge auf, die ich nicht ändern kann. 😁

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Ironie?

Gruß,
Frank

Radfahrer anzuhupen ist eine Unverschämtheit, denn für einen neben dem Auto stehenden Radfahrer ist eine Autohupe sehr laut und unerwartet. Gerade in Deutschland sind die Hupen so ausgelegt, dass man sie noch bei sehr hoher Geschwindigkeit in einem anderen Fahrzeug hören kann. Wenn Du dieses Gefahrensignal zur Verkehrserziehung von Radfahrern verwendet, hast Du für mich bereits jedes Maß anständigen Verhaltens überschritten.

Ob die Radfahrerin dort fahren durfte oder nicht, wäre mir als Autofahrer vollkommen gleichgültig. Roller- und Motorradfahrer machen das im Berufsverkehr jeden Tag. Die "überholen" wartende Fahrzeuge sogar auf der Gegenfahrbahn, dem Fahrradstreifen neben der Fahrbahn (auf dem nur nicht motorisierte Fahrzeuge fahren dürfen) oder Abbiegespuren. Wenn man sich über all das aufregt, sollte man dringend an seiner Fahrpraxis in dichten Großstädten arbeiten.

Der Mittelfinger der Radfahrerin war absolut nicht ok. Verdient hattest Du ihn trotzdem für Dein Verhalten. Über das "Hinterherfahren" wollen wir gar nicht reden, das hast Du ja nicht zu Ende geführt. Meiner Meinung nach war das der direkte Weg zur Nötigung und hoffentlich hätte sich die Radfahrerin auch angemessen zur Wehr gesetzt.

Mein Rat ist, gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern grundsätzlich ein sehr hohes Maß an Rücksicht und Toleranz walten zu lassen. Es ist ausgesprochen großzügig von der Gesellschaft, dass wir 2 Tonnen Blech mit 200 PS bewegen dürfen, während sich direkt neben uns Kinder, Fußgänger, Radfahrer etc. bewegen. Wenn sich alle so rüpelhaft benehmen, wird diese Großzügigkeit langsam schwinden.

Ich bitte die MT-Moderation mein Thema zu schließen. Hier kommt nichts Neues mehr bei raus, es wurde alles gesagt und jeder weitere Beitrag, sowohl von Anderen als auch von mir selbst, wären nur noch Wiederholungen oder Spam. Danke für die konstruktive Antworten.

Lieber TE: Dein Anliegen wurde behandelt. Teilweise - was hier durchaus einen gewissen Seltenheitswert hat - sogar seriös.

Nun sind wir aber schon seit einiger Zeit im Blödelbereich. Ironie, die man als solche kennzeichnet (hast Recht, selbst das gibt es hier) vedient ihren Namen nicht.

Lass es einfach gut sein und ein bisschen Spaß zu. Man muss auch Antworten erdulden, die nicht ins eigene Weltbild passen (und letzeres an der täglich erlebten Realität ausrichten; auch wenn diese nicht der StVO entspricht).

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"Der Mittelfinger der Radfahrerin war absolut nicht ok. Verdient hattest Du ihn trotzdem für Dein Verhalten. Über das "Hinterherfahren" wollen wir gar nicht reden, das hast Du ja nicht zu Ende geführt. Meiner Meinung nach war das der direkte Weg zur Nötigung und hoffentlich hätte sich die Radfahrerin auch angemessen zur Wehr gesetzt."
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Nun bin ich schon 64 Jahre auf dieser Welt, aber dass jemand den Mittelfinger verdient hätte (ist Beleidigung keine Straftat mehr???) oder dass das Hinterherfahren der direkte Weg zur Nötigung wäre, ist mir tatsächlich neu. Schon mal in § 240 StGB geschaut? Und vielleicht auch mal in § 127 StPO?

Zitat:

@Beethoven schrieb am 23. Juli 2017 um 14:24:38 Uhr:


Über das "Hinterherfahren" wollen wir gar nicht reden, das hast Du ja nicht zu Ende geführt. Meiner Meinung nach war das der direkte Weg zur Nötigung und hoffentlich hätte sich die Radfahrerin auch angemessen zur Wehr gesetzt.

Ich würde das so gerne verstehen, kann es aber nicht. Die Radfahrerin hat kein Kennzeichen. Um sie anzusprechen oder hätte man die Polizei rufen wollen, sah ich keine andere Möglichkeit. Klar man kann das einfach ignorieren, den Mittelfinger hinnehmen und weiterfahren. Nun war sie aber eh auf meinem Arbeitsweg. Ich kann einfach das Argument mit der Nötigung nicht verstehen. Das macht mir Angst und ich denke einige hier erfreuen sich auch daran das es mir seit Stunden nicht mehr gut geht. Wenn ich es verstehen würde ok.

Vorfall an der Ampel -- nächste Ampel fährt sie über rot und ist weg -- ich sehe sie später durch Zufall auf meinem (nachweisbaren, da jeden Tag gefahren) Arbeitsweg wieder, folge ihr in eine Straße wo ich sonst nicht lang fahre -- sie hält und ich möchte sie ansprechen?

WO BITTE(!!!!!) ist die Nötigung?? BITTE ich will es verstehen!

Vergess doch einfach das Gerede mit der Nötigung. Blödsinn. Du bist hier in einem Forum, wo jeder schreiben darf und es auch tut, was ihm so einfällt. Es macht keinen Sinn, jeden kruden Gedanken seitenweise zu widerlegen.

Ein bisschen muss man auch seinem eigenen Urteilsvermögen etwas zutrauen - sonst ist man nicht nur hier verloren.

Nochmals: Lass gut sein und vergiss es (sowohl den Vorfall selbst als die Elefantenschüsse hier).

Es wurde alles gesagt - nur halt leider noch nicht von jedem.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 23. Juli 2017 um 14:52:55 Uhr:


Nun bin ich schon 64 Jahre auf dieser Welt, aber dass jemand den Mittelfinger verdient hätte (ist Beleidigung keine Straftat mehr???) oder dass das Hinterherfahren der direkte Weg zur Nötigung wäre, ist mir tatsächlich neu. Schon mal in § 240 StGB geschaut? Und vielleicht auch mal in § 127 StPO?

Schon mal auf dem Fahrrad grundlos von einem Autofahrer angehupt worden? Das ist LAUT. Wer sowas macht, verdient moralisch gesehen den Stinkefinger. Juristisch gesehen nicht, da gebe ich Dir Recht.

Zitat:

@System schrieb am 23. Juli 2017 um 14:53:14 Uhr:


Ich würde das so gerne verstehen, kann es aber nicht. Die Radfahrerin hat kein Kennzeichen. Um sie anzusprechen oder hätte man die Polizei rufen wollen, sah ich keine andere Möglichkeit. Klar man kann das einfach ignorieren, den Mittelfinger hinnehmen und weiterfahren. Nun war sie aber eh auf meinem Arbeitsweg. Ich kann einfach das Argument mit der Nötigung nicht verstehen. Das macht mir Angst und ich denke einige hier erfreuen sich auch daran das es mir seit Stunden nicht mehr gut geht. Wenn ich es verstehen würde ok.

Ich habe geschrieben "auf dem besten Weg zur Nötigung". Nicht, dass Du eine Nötigung begangen hättest. Ich habe Deinen Ansatz lediglich zu Ende gedacht. Du folgst der Radfahrerin mit dem Auto. Irgendwann hast Du sie eingeholt. Was machst Du dann? Hältst Du am Straßenrand an, steigst aus, rennst ihr hinterher, rufst "halten Sie bitte mal an, ich möchte Ihnen was sagen", sie hält an, Du sprichst sie an? Ist ok, keine Nötigung. Ein anderes Szenario hätte aber sein können: Du verfolgst sie mit dem Auto, schneidest ihr den Weg ab, nutzt dabei eventuell sogar die größere Masse Deine Autos, was eventuell auch zu einer brenzligen Situation führen kann, weil sie vielleicht zu Fall kommt. Eventuell blockierst Du mit dem Auto auch den Radweg und gefährdest andere. Das wäre dann für mich Nötigung.

Zitat:

Vorfall an der Ampel -- nächste Ampel fährt sie über rot und ist weg -- ich sehe sie später durch Zufall auf meinem (nachweisbaren, da jeden Tag gefahren) Arbeitsweg wieder, folge ihr in eine Straße wo ich sonst nicht lang fahre -- sie hält und ich möchte sie ansprechen?

WO BITTE(!!!!!) ist die Nötigung?? BITTE ich will es verstehen!

Nein, das von Dir beschriebene Szenario wäre keine Nötigung. Es kommt eben immer drauf an, wie es letztendlich weitergeht.

Ich würde allerdings empfehlen, zukünftig stärker auf mein eigenes korrektes Verhalten zu achten als auf das der anderen. Wenn ich jedem Verkehrsrowdy mit dem Auto hinterherfahren würde, käme ich gar nicht zur Arbeit. Da müsste ich schon morgens um 7 direkt dem ersten Motorradfahrer nachfahren, der mit guten 80 durch Stuttgart ballert und erst kurz vor dem Blitzer runterbremst. Um sowas muss sich die Polizei kümmern, nicht die anderen Autofahrer.

Übrigens sieht man es mit etwas Aufmerksamkeit im Rückspiegel, wenn einspurige Fahrzeuge sich den Weg durch den Berufsverkehr bahnen. In den meisten Fällen löst sich so etwas ohne große Konsequenzen auf. Kein Grund, andere Menschen anzuhupen.

Das Problem ist, dass mir das Thema mittlerweile echt an die Substanz geht. Ich habe nur 3 Stunden geschlafen, kann überhaupt nicht mehr abschalten. Dazu kommt, dass ich eben das Gefühl habe das sich einige daran regelrecht erfreuen. Ich bin kein Schwerverbrecher. Und auch kein schlechter Autofahrer weil ich einmal ungerechtfertigt gehupt habe.

Da mich das echt mitnimmt habe ich darum gebeten das Thema zu schließen. Zwei meiner "Anfragen" dazu an die Moderation wurden kommentarlos ignoriert, weshalb ich mich jetzt an den Kontakt im Impressum wenden werde.

Wer sich im Straßenverkehr bewegt, muss wohl ertragen können, Hupen - auch nahe - zu hören. Können auch alle Fußgänger und Radfahrer und erleben es in der Großstadt täglich. Ich auch - als Fußgänger , Radfahrer und Autofahrer mit offenem Fenster.

@ TE und Mod: Wenn dich dieser Blödsinn hier so mitnimmt, wie du schreibst, dann brauchst du Hilfe. Die wirst du hier im Forum nicht finden. Und dann sollte ein Mod tatsächlich die Notbremse ziehen und das Ganze löschen.

Zitat:

@Beethoven schrieb am 23. Juli 2017 um 15:07:46 Uhr:


Du folgst der Radfahrerin mit dem Auto. Irgendwann hast Du sie eingeholt. Was machst Du dann? Hältst Du am Straßenrand an, steigst aus, rennst ihr hinterher, rufst "halten Sie bitte mal an, ich möchte Ihnen was sagen", sie hält an, Du sprichst sie an? Ist ok, keine Nötigung. Ein anderes Szenario hätte aber sein können: Du verfolgst sie mit dem Auto, schneidest ihr den Weg ab, nutzt dabei eventuell sogar die größere Masse Deine Autos, was eventuell auch zu einer brenzligen Situation führen kann, weil sie vielleicht zu Fall kommt. Eventuell blockierst Du mit dem Auto auch den Radweg und gefährdest andere. Das wäre dann für mich Nötigung.

Aber um Himmels willen was denkt ihr denn was ich für ein Monster bin?? Exakt ersteres hatte ich vor, ich wollte ihr einfach sagen, dass ich es nicht gerne habe den Mittelfinger zu bekommen. Ich habe doch keine Verfolgungsjagd begangen oder mich quer gestellt. Ich habe an dem Laden wo sie hielt in Ruhe rückwärts eingeparkt!!!!

Kannst Du das Thema BITTE schließen? Ich kann nicht mehr!

Cancel doch einfach die Benachrichtigung zum Thema.

Und ja, lieber Moderator, ich weiß, dass eine Autohupe laut ist. Soll ja auch ein Warnsignal sein. Und dass das Hupen hier nicht ok - aber vielleicht moralisch gerechtfertigt? - war. Muss ich deswegen als Radfahrer mit einer Beleidigung reagieren? Weder moralisch noch juristisch in Ordnung. Beide - die Radfahrerin wie auch der TE - müssen einfach lernen, mit Fehlern anderer zu leben und großzügig darüber hinweg zu sehen. Klappt nicht immer in der Sekunde der "Tat", aber kurz danach sollte man sich bereits wieder beruhigt haben.

Die Radfahrerin hätte auch ihr Warnsignal benutzen können. 🙄 🙄

Lieber TE - entschuldige bitte, dass die Moderation nicht ständig auf den Bildschirm geiert, ob jetzt gerade mal jemand eine Befindlichkeitsstörung hat. Man soll es nicht glauben - wir Moderatoren haben tatsächlich ein reales Leben mit Pflichten und Hobbies.

Ansonsten mache ich dann hier eben mal zu

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