carbongewebe laminieren..wie gehts genau?!
hat von euch schonma einer autoteile mit cfkgewebe laminiert?
ich hab vor mir nen paar teile zu machen, nur weiss ich nich mit welchem harz ich die matten am besten verklebe, ausserdem sollte das harz klar sein (will ja was sehn von ^^).
kann mir einer helfen?????
24 Antworten
werde mal pics machen,sollte ich am we zu kommen.
bei AZSOL bekommt man doch elektronikbauteile, wir reden hier von doch von cfk laminieren. die koennen mir vielleicht sagen, wo sie ihrer teile machen lassen, aber selber machen die bestimmt nix.....
Hallo zusammen!
Die Firma LS Chemie GmbH in Wuppertal bringt in Kürze ein Set auf den Markt, in dem alle erforderlichen Komponenten enthalten sind um nach dem Prinzip des Folientransfer-Druck-Verfahrens dreidimesionale Gegnstände mit einem sehr realistischen Karbon oder Kevelaer-Look selber zu beschichten. Im Prinzip wird in einem Behälter mit warmem Wasser eine entsprechend große Folie auf die Wasseroberfläche aufgelegt und mit einem Aktivator besprüht. Dann wird der zu bechichtende Gegenstand, z. B. ein Luftfilterdeckel, der vorher entfettet grundiert und mit schwarz lackiert wurde(alles im Set) von oben durch die Folie ins Wasser getaucht. NAch einer Trocknungszeit wird Klarlack aufgesprüht und dadurch eine gewisse Tiefenwirkung erzielt. Mit etwas Übung erzielt man optisch fantastische Oberflächen, die mit Klebefolien nicht annähernd erreicht werden können, speziell bei Teilen mit Wölbungen. Die Sets werden über den Autoteilefachhandel vertrieben. Start etwa Mitte November. Preis ca. 129 Euro, Foliengröße 100cm x 60 cm, alle Komponenten sind einzeln nachkaufbar. Im nächsten Jahr wird es auch Wurzelholzdekore geben.
Eine schöne Alternative zu dem aufwändig zu verarbeitenden Echt-Karbon.
Viele Grüße
Martin
Von Foliatec gibts auch sowas in der Art nur eben mit Echt Carbon. Alles nur mehr für Kleinteile und nichts womit man richtig was anfangen könnte.
is doch alles nich das wahre, und sieht vorallem nich aus wie echter CFK!
und bei den LS Chemie preisen wird ECHTES CARBON laminieren ja zum schnaeppchen.. ^^
PS: sry, ich hab die bilder vergessen, reiche ich noch nach.
Also lese das hier durch zufall!!! Also als erstes ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und zum anderen dauert es ne Weile bis man das drauf hat und es supie aussieht!! Das andere ist das sich das ganze nicht lohnt wenn man nur ein Spiegel beziehen möchte!! Ist der Aufwand zu hoch!! Zum Anderen kann ich euch gerne anbieten Zeug zu besorgen natürlich mit Anleitung, wie Ihr das alles am besten macht!! Ich verkaufe das Carbongewebe in allen Stärken und Formen mit einen besonderen Harz der an der Luft zu 100% aushärtet und eine Klarlack optik hinterlässt!!! Anleitung zum selber machen lege ich immer bei meinen Verkäufen dazu!! 🙂 Also bei Interesse einfach melden!!! Ist kein Hexenwerk aber man muss üben!!!
Bei Fragen einfach eine PN!!
Gruss Ralf
Hi,
also ich empfehle Dir: Dicke 200g/m² Carbon + Harz / Härter !!
Carbon bekommst Du den m² für 40.-Euro in der Dicke die ich oben beschrieben habe!! Und das Harz/Härter - Set bekommst Du für 25.-Euro 800g!!
Schreib mir einfach eine PN wenn Du noch Fragen hast!! 🙂
Habe natürlich noch andere Dicken an Carbongewebe!! von 80g/m² ---> 560g/m²
Gruss Ralf
@ r@lf: ich will dir nich dein geschaeft mies machen, aber ich hab die materialien fuer weit weniger bekommen -> gewebe auch 200er hab ich gute 3qm fuer 35€ bekommen(ohne webfehler etc.) - und das harz war mit haerter bei 32€ fuer 5kg eimer; auch transparentaushaertend.
ABER respekt das du ueberhaupt endlich mal diese nische versorgst, versuchen sich immer wieder welche dran ohne jedes grundwissen....
ganz einfach ist es am anfang nich, geht aber scho mit nen bischen geschick - vielleicht nich grade am handschuhfachdeckel ueben.
bei scharfen ecken und beigungen is es ein bischen gefummel, da muss ich dir recht geben.
der aufwand haelt sich auch im rahmen, is sicher nich schneller/einfacher als die LS technik.
@VR6
Ne ist ja kein Thema aber ich bekomme das zeug ja noch nicht mal für den Preis wie Du geschrieben hast!! Hammer sag ich da nur!! Respekt!! 🙂 Darf ich fragen wo her du das Gewebe hast?? Adresse??? Wäre Dir zu dank verdammt!! Oder sooo 🙂
Dank Dir schon Mal....
Man soll ja keine neuen Threads aufmachen, deswegen beantworte ich die Frage jetzt hier mal letztendlich. Auch wenn es schon lange her ist, ist das Thema ja noch aktuell. Habe über die Suche auch sonst nichts gefunden.
Ablauf
Das Verfahren zur Beschichtung ist das Handlaminieren. Hierbei wird eine Schicht aus Kohlenstofffasergewebe auf das Bauteil aufgelegt und mit Epoxidharz getränkt. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass durch das Laminieren eine Schichtdicke von ca 0,25–0,5 mm aufgetragen wird. An Übergängen zu anderen Bauteilen muss entsprechend die Stärke des Werkstückes durch Schleifen etwas reduziert werden.
Für eindimensionale, einfache Geometrien kann das Leinwandgewebe genutzt werden. Für dreidimensionale Bauteile mit komplexer Geometrie eignen sich das Köper- oder Atlasgewebe besser, da sich die Rovings bedingt durch die Webart besser an die Konturen anpassen lassen. Je nach Anwendungsbereich, sind UV-stabile Harze und Lacke bzw. Additive zu nutzen, um ein langfristiges Ausgilben des Werkstücks zu verhindern. Für die Beschichtung wird in der Regel ein Gewebe mit ca 200-250g/m2 Flächengewicht genutzt. Je höher das Flächengewicht, desto gröber die Rovings. Achtung: Atemschutz und Brille nutzen. Kohlenstofffasern sind elektrisch leitend.
1. Anschleifen des Untergrunds.
2. Reinigung mit Silikonentferner.
3. Auftragen einer schwarzen Haftgrundierung für saugende (bspw. Holz) oder nicht saugende (bspw. Kunststoffe, Metall) Untergründe mit einem Pinsel/rolle. Die Grundierung muss vor den nächsten Arbeitsschritten getrocknet sein.
4. Auftragen einer dünnen Harzschicht (Pinsel/Rolle) und auflegen des Kohlenstofffasergewebes. Das Gewebe muss mit einem Überstand von ca 1-2 cm gegenüber dem Werkstück aufgebracht werden.
5. Das Gewebe ist ordentlich an das Bauteil anzulegen, Lufteinschlüsse und Bridging sind zu vermeiden.
6. Tränken des Gewebes mit Harz und anschließendes entlüften mit einem Entlüftungsroller.
7. Auflegen eines Abreißgewebe, dieses nimmt überschüssiges Harz auf und sorgt für eine einheitliche, raue Oberfläche. Das Abreißgewebe muss ca 2-5 cm gegenüber dem Gewebe überstehen.
8. Austrocknen bei Raumtemperatur (24 Stunden), anschließend ablösen des Abreißgewebes in einem spitzen Winkel.
9. Wiederholen der Schritte 6 bis 8. Anschließend anschleifen der Oberfläche bis eine homogene Oberfläche entsteht. Inhomogene Flächen führen zu einer schlechten Lichtbrechung. Eine inhomogene Fläche ist wie bei der Entfernung der Orangenhaut eines Klarlacks anhand der dunklen Täler zu erkennen. Es darf nicht zu viel abgeschliffen werden, da sonst die Kohlenstofffasern beschädigt werden könnten. Wenn notwendig, kann eine weitere Schicht Harz (ohne das Entflüften) aufgetragen werden.
10. Abtrennen von überschüssigen Kanten und Anpassung der Beschichtung an die Bauteilform mittels Multifunktionswerkzeug und Feile.
11. Tempern des Bauteils um die Hitzebeständigkeit durch eine besser Vernetzung des Harzes zu erreichen, das Datenblatt des Harz unbedingt beachten.
12. Reinigung mit Silikonentferner.
13. Auftragen eines 2-Komponenten Polyurethane (PUR) Klarlack.
Nun kann das Bauteil wieder in das Fahrzeug eingebaut werden. Achtung: Wenn es schief geht ist das Originalteil kaum noch zu retten. Noch mehr Infos zur Carbonveredelung bzw Carbon an sich gibt es hier. Ich hoffe das war hilfreich.
Es sei aber angemerkt, komplexe Geometrien wie Spiegel oder stark dreidimensionale Teile sehen einfacher aus als es wirklich ist.