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Breitband - Lambdasonde prüfen

Themenstarteram 10. Februar 2009 um 0:30

Hallo, kann ich eine Breitband-Lambdasonde mit Multimeter einfach prüfen?Das die Sonde eine Spannung bis 5 Volt erzeugen sollte ist mir klar. Die Frage ist, ob mir diese Spannug ein Multimeter auch einfach anzeigen würde, oder müsste ich noch irgendwelche Adapter bzw. Regler vorschalten. Bei der Sprungsonde reicht nur ein Multimeter,das habe ich schon ausprobiert. Ist das mit der Breitbandsonde auch so ähnlich? Danke und Gruß

Beste Antwort im Thema

Nö ;)

Erstmal es gibt 2 Unterschiedliche Arten von Sprung- oder Zweipunktsonden.

Zirkoniumdioxid-Keramik-Sonden sind aktiv und erzeugen eine Spannung durch das Konzentrationsgefälle. (etwa <0,3V mager und >0,8V fett)

Passive Widerstandssonden (Titanoxidkeramik) benötigen ein Spannungsversorgung (5V) und geben über einen Spannungsteiler mit nem Widerstand im Steuergerät einen Wert von <0,4V mager und >3,85V fett aus.

Für eine Kennlinie müsstest du schon einen zeitlichen Verlauf mit einem Oszilloskop aufnehmen. Was du da mit einem Multimeter machst weiß ich nicht (mit einem analogen sieht man ja noch was, aber ein DMM...)

Oder eben einer IC-Schaltung mit Sample-Hold, ADC und Speicher

 

So nun zur Breitbandlambdasonde.

Es handelt sich um eine Kombination aus normaler Nernstzelle und einer als Sauerstoffionen-Pumpe. Ein IC detektiert mager bzw fett der normalen Zweipunktsonde und regelt den Pumpstrom so, dass Lambda=1 zustande kommt.

Diesen Pumpenstrom wertet das Steuergerät aus und keine Spannung - es sei denn, der IC wandelt den Strom in eine Spannung, Frequenz oder gar digitales Signal.

Die 5V sind zur Versorgung des IC! Der kann natürlich ein 0-5V Signal ausgeben... macht die Bosch aber z.B. nicht...

Den Strom kannst du natürlich über einen Messwiderstand als Spannung messen.

In einem Datenblatt einer Sonde (sollte beiliegen) ist die Kennlinie immer abgebildet. Findet man sogar für die Bosch LSU4.2 bei google...

Wieviel Geld willst du denn ausgeben?

Hier findest du ein bisschen Spielzeug

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Hi,

hab gehört das Diesel Motoren garkeine Lambdasonden haben weil die ja sowieso immer mit Sauerstoffüberschuss laufen und somit keine Sonde brauchen, regelt dann quasi der luftmassenmesser.

Stimmt das??

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Wie du schon vermutest - es gibt keine Sensoren. Geregelt wird auch nichts, d.h. der Luftüberschuss ist ganz unterschiedlich. Geregelt wird die Leerlaufdrehzahl und der Rundlauf (ungleiche Einspritzeigenschaften der Einspritzventile). Der LMM begrenzt aber ggf. die Dieselmenge, so dass immer ordentlicher Lufüberschuss besteht. AFAIK machen sich die Möchtegern-Box-Tuner das zu Nutze und täuschen eine größere Luftmenge als die tatsächliche vor, so dass beim Gasgeben eine größere Dieselmenge eingespritzt wird. Das hat natürlich unmittelbar negativen Einfluss auf das Abgas...

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Danke für deine Antwort hast mir sehr weiter geholfen.

 

MFG

Hellrasor

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

am 16. Januar 2005 um 19:13

Lambda-sonden nicht,aber die neuen Modelle haben Temperatursonden

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Allgemein haben Diesel Motoren keine Lambdasonde. Aber die mit Kat teilweise ja.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Also ich hab nen 1,7DTI Bj. 24.11.00 also erst 4 jahre alt und hat die D3 Norm, also schätze ich mal der hat nen Oxikat, also hat der jetzt auch ne Lambdasonde hinterm Kat oder??

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

am 17. Januar 2005 um 20:38

Dieselmotoren haben im allgemeinen keine Lambda-Sonde (alles wo Euro3 und früherdrinsteckt sowiso nicht). In Zulunft werden die Dieselmotoren aber verstätkt mit Lambda-Sonden ausgerüstet, um die Lankzeitstabilität der Emissionen zu verbessern(Stichwort Mengenmittelwertadaption). So hat z.B. der 3.0V6 TDI von Audi eine Lambdasonde. Stand der Technik bei im Feld befindlichen Fahrzeugen ist aber die angesprochene Regelung über den Luftmassenmesser.

Gruß,

DJW

P.S.: Für den Oxikat braucht man keine Lambdasonde, da der ungeregelt ist .

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Jeder neuere diesel hat eine Lambdasonde.!!!!!

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

am 17. Januar 2005 um 21:23

Aber nur die katalysatorüberwachung

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Eine lambdasonde misst den Restsauerstoff im abgas. Dadurch wird wie du schon sagst der kat überwacht. aber eine andere funktion hat er im benziner auch nicht. Das gemisch wird aber auch danach eingestellt.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

DJW hat recht.

Der Benziner benutzt die Sonde zur Gemischregelung auf Lambda 1, da hier der 3-Wege Kat (HC/CO/NOx) den höchsten Wirkungsgrad hat.

Dieselmotoren haben nur einen Oxikat und laufen systembedingt in Lambdabereichen von 20 bis ca 1.2, aber nie mit 1.

Die Lambdasonde hat nur die Aufgabe der Einspritzmengenkorrektur, zB. durch Alterungseffekte der E-Düsen.

Mit dem Kat hat das jedenfalls nix zu tun.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Die Frage hat sich zwar schon erledigt aber nochmal vielen Dank für deine Antwort.

 

MFg

Hellrasor

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Haben Diesel Motoren Lambdasonden?' überführt.]

Ist mir nichts bekannt,

schau mal hier nach!

http://www.tt-eifel.de/index.php?id=82,113,0,0,1,0

Mir ist kein Prüfverfahren für Breitbandsonden bekannt.

Bei Toyota gibt es

den Gemischsensor (AF-Sensor)

Bei einigen Motoren (z.B. 1 AZ-FE / 2 AZ-FE) wird ein Gemischsensor verwendet. Dieser Gemischsensor unterscheidet sich in seinem grundsätzlichen Aufbau nicht von einem Sauerstoffsensor (O2-Sensor).

Der grundsätzliche Unterschied besteht darin; dass der OX-Sensor erzeugt eine Spannung erzeugt, wo hingehend bei einem Gemischsensor zwei unterschiedliche Spannungen an den Gemischsensor angelegt werden.

An dem Anschluss AF1A+ liegt U: 3,3V

und AF1A- liegt U: 3,0V an.

Wenn die Gemischzusammensetzung nahe an dem theoretisch idealen Wert (Lambda 1) liegt erzeugt die Sonde eine Spannung von ca. 0,3 Volt. Diese Spannung gleicht die Differenz zwischen den Anschlüssen AF1A+ und AF1- aus. Dadurch entsteht kein Stromfluss zwischen den Anschlüssen.

Betrachten wir die Funktionsweise bei fettem Gemisch.

Wenn die Restsauerstoffkonzentration im Abgas gering ist, d.h. die Gemischauf-bereitung ist fett, dann erzeugt der Gemischsensor eine Spannung, die größer ist als 0,3 Volt. Dadurch entsteht ein Stromfluss von AF1A- nach AF1A+ von 1 bis 15 mA. Die Motor ECU kann anhand dieses Stromflusses die Gemischzusammensetzung erkennen.

Bei einem mageren Gemisch, d.h. die Sauerstoffkonzentrationen im Abgas sind hoch, erzeugt der Gemischssensor eine Spannung, die kleiner ist als 0,3 Volt. Aus diesem Grund entsteht ein Stromfluss von AF1A+ nach AF1A- in Höhe von 1 bis 10 mA. Somit kann die ECU auch bei magerem anhand des Stromflusses die Gemischauf-bereitung erkennen.

Wenn wir ein Fahrzeug mit Gemischssensoren überprüfen wollen, so kann das nicht mehr mit der herkömmlichen Methode mit einem Voltmeter geschehen.

Bei den 02 Sensoren, die man auch als Sprungsonde bezeichnen könnte, entstand ein stetiger Spannungswechsel zwischen 0,2 und 0,8 Volt. Da bei einem Gemischssensor diese "Sprünge" nicht entstehen, entfällt die Prüfung mit Hilfe eines Voltmeters. Der Sensor kann nur noch mit der Datenliste des IT-Testers überprüft werden.

 

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