Brauche guten Rat
Guten Tag liebe User
ich werde jetzt fertig mit meinem Motorradführerschein und kann auf die "kleinen" Machinen verzichten und direkt eine beliebige fahren.
Meine frage ist nun : Was für eine Maschine würdet ihr mir da so empfehlen?
Da ich nicht grade DER Top Verdiener bin und mir nach ein 2 monaten wieder ein Motorrad leisten kann, sollte es sich schon Lohnen und ich würde sie dann auch für längere Zeit fahren.
ich habe mir schon viele Maschinen angesehen und welche mir sehr gut gefällt ist z.B. die Kawasaki ZZR 1100 oder eine Suzuki GSX-R 750
Geld genug habe ich gespart =)
Überschätze ich mich mit einer ZZR 1100 / GSX-R 750 oder ist das als Fahranfänger auch schon fahrbar?
Danke für die Antworten
/edit : Ob ein Gerbauchtfahrzeug oder Neufahrzeug, da bin ich mir noch nicht sicher
30 Antworten
Hast du mal die Suche bemüht ? Oder einfach mal so ein paar Seiten im Biker-Treff durchgeklickt ? Dann haettest du genug antworten zu der Sache. Ich geh mal davon aus, das du noch auf 34 PS fahren musst. Fahrbar ist es sicherlich, nur man hat eben dann doch schnell einen Unfall gebaut. Daher du ja nicht der "Top-Verdiener" bist, könnte es da doch schon Probleme geben, oder ? Wenn du die 2 Jahre (oder darüber hinaus) mit einer gebrauchten CB500 durchhälst, kannst du diese praktisch ohne Wertverlust wieder verkaufen. Und meiner Meinung nach wäre das die beste Maßnahme, daher du viel aufrechter und bequemer sitzt, das Motorrad an sich handlicher ist und selbst mit Drossel noch akzeptabel beschleunigt. Dafür ist der Showfaktor nicht so gross ...
Es kommt drauf an was du / ihr als Top verdiener versteht.. also über 3.500 netto komme ich nicht. Ich habe keine begrenzung was die Leistung angeht, da ich schon über 25 bin.
Und ein wenig Leistung sollte das Motorrad schon haben 😉
Verstehe. Naja im Endeffekt bist du ja alt genug. Aber meiner Meinung nach ist z.b. eben ein CB500 durchaus ein vollwertiges Motorrad und mit über 50 PS schon ziemlich flott in der Beschleunigung. Du würdest nix falsch machen es erstmal ruhig anzugehen. Sicherlich kannst du dir kaufen wozu du lustig bist, hier werden dir auch viele sagen "immerhin steuerst du das ja mit der rechten Hand, musst ja nicht soviel Gas geben am Anfang". Ich denke halt das dass eben Quatscht ist. Weil wenn ich die Power hab, dann will ich es wissen. Vor allem gerade am Anfang. Doch da sollte man sich in erster Linie aufs fahren konzentrieren ohne Angst haben zu müssen in der Kurve einen unfreiwilligen Highsider hinzulegen.
Aber es muss ja auch nicht zwingend etwas passieren.
erstmal vielen dank für deinen Tip 🙂
So als Idee : Wie wäre es denn wenn ich mir jetzt die ZZR 1100 kaufen würde, aber die erstmal vorab drosseln würde um Fahrgefühl zu entwicklen und nach genügend Fahrpraxis ( vllt 2 jahre ) die Drosselung heraus nehme ? dann müsste ich nicht 2 Machinen kaufen.
Du scheinst dich ja schon sehr auf die ZZR eingeschossen zu haben. Ich sag mal so, als blutiger Anfänger ist dass schon nen ziemlich heftiger Einstieg. Es ist jedenfalls erst mal äuserste Vorsicht und Umsicht geboten. Ein all zu stürmiches Gemüt ist hier fehl am Platz. Ich kenn dich nicht und kann daher nicht einschätzen ob du dass hinbekommst dass must du schon selber wissen, aber ich habe in meinem Freundeskreis ein paar Leute die ebenfalls mit Motorrädern ähnlichem Kalliebers angefangen haben und es in den Griff bekamen. Dass sind aber auch besonnene geschickte Leute die nicht all zu extrovertiert sind und sich Zeit genommen haben sich langsam ranzutasten.
Ich kenn aber auch Leute die selbst mit ner gedrosselten 600'er überfordert scheinen und es noch nicht mal mitbekommen! Die bolzen mit den Dingern rum wie kaputt und haben dabei ne Fahrtechnik mit der ich mich nicht mal auf nen Fahrrad trauen würde! (überspitzt dargestellt gelle) ;-) Da wird einem angst und bange!
Auf jeden Fall kann ich dir, wie jedem anderen Fahranfänger, nur sehr zu einem Sicherheitstraining mit dem neuen Moppet raten. Gerade ein starkes Moppet muss eventuell vor der nächsten Kurve auch kräftig wieder eingefangen werden! Das Bremsen sollte im Prinzip richtig sitzen bevor man Gasgeben übt! ;-)
Hallo,
ich bin ebenfalls Fahranfänger und hatte die gleichen Überlegungen wie Du.
Mir hats die Kawasaki ZRX 1100 angetan, allerdings ist das schon nen ganz schöner Brocken von Motorrad. Vielleicht einfach zu groß und stark für den Anfang... schließlich soll das Testament ja noch nicht greifen !
Ich hab mir dann Kräder zwischen 600 und 750 ccm angesehen und Probegefahren. Das ist auch die Größe die die meisten Fahrschulmaschinen haben. Und mit ca 75 PS bin ich absolut ausreichend bedient.
Bandit, ZR, Fazer, Sevenfifty, das sind schon absolut vollwertige Maschinen und auch alles andere als klein.
Davon mal ganz abgesehen, totfahren kann man sich auch mit nem Fahrrad.
Von den 500ern würde ich die Finger lassen, die wirken irgendwie wie etwas bessere Mofas...ist nur meine Meinung.
Gruß
Frogger79
Ich würde auch eine Maschine in der 600er Klasse empfehlen. Die Dingen sind einfacher zu Fahren, vor allem als Anfänger. Die 1000er sind schon Brocken und wollen beherrscht sein 😉
Ich denke jeder sollte bei solchen Überlegungen über seinen inneren Schweinhund springen und seinen eigenen Fahrstil ehrlich bewerten. Auch Freunde fragen. Wer sich selbst beherrschen kann - der kann auch gleich mit einer 1100er anfangen. Aber wie gesagt ehrlich mit sich selbst sein...
Ach ja, wenn man sich mal wieder selber beim Rasen erwischt, einfach diese Seite sich mal reinziehen!
Also ne ZZR ist eher nen Tourer, ne GSX-R nen reiner Sporthobel. Das sollte mal so als erste Info bedacht werden.
Ich selber bin mit ner 1200er angefangen. Ist ne reine Kopfsache. Wenn du was haltbares suchst, und von der Größe hinko,mmst kann ich für 3500 ne FJ vvon Yamaha empfehlen. in dem Preisrahmen ist das letzte Modell zu bekommen, mit ABS und die ist sehr robust. (Laufleistungen über 400.000 km problemlos möglich).
OK ich glaub ich habs kapiert ...
In den "Welches Motorrad soll ich mir kaufen" Threads antworten die die eigentlich keine Ahnung haben aber schon 3-6 Monate fahren und daher den Fragestellern etwas voraushaben. Sie geben sich als alte Biker und beraten die Newcomer.
Könnten wir da nicht eine eigene Abteilung dafür einrichten wie z.B. "Newcomer fragen - Anfänger antworten"?
Dann wären vielleicht diese ewigen Wiederholungen weg - ich komm mir schon vor wie im Fernsehen welches ich aus genau diesem Grund seit Jahren größtenteils aufgegeben habe.
Ben
Hm, wär vielleicht ne Lösung. Die ganzen schlauen und ach so weisen, alten Hasen sind ja leider meist bei den Thema nicht sehr Mitteilungsfreudig! Oder wenn dann nicht unbedingt hilfreich. Gelle? ;-)
Aber zum Glück bin ich ja auch noch da und lasse jeden erbarmungslos an meiner unendlichen Weisheit teilhaben. ;-)
Liebe Anfänger, nochnichtmal-Anfänger, Späteinsteiger,
bitte lest euch mal den nachfolgenden Text von Ulf Penner (einfach mal bei google eingeben, wenn Ihr wissen wollt, wer das ist), wird im neuen "Gaskrank" erscheinen, durch.
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„Ihrem Meister dient sie, den Knecht tritt sie in den Staub“.
So ähnlich hat sich Klacks mal geäußert.
Das ist schon lange her und es ging – selbstverständlich - um Motorräder und einen Grundgedanken, der immer noch aktuell ist, wenn auch mit anderen Vorzeichen. Damals war es schwer, eine starke Maschine zu beherrschen. Die Fahrwerke und die Bremsen waren von der Motorleistung hoffnungslos abgehängt worden.
Heute sind auf den Straßen 180 PS starke Rennmotorräder unterwegs, die fast schon überirdisch gut funktionieren.
Ich hatte mein Aha-Erlebnis 1994 oder 95 am Bremer Kreuz, als ich auf einer Vorführer-Fireblade die langgezogene Auffahrt Richtung Osnabrück mit gut 200 Km/h in heldenhafter Schräglage runterbretterte und das Motorrad wie auf Schienen lief. Dabei gab es keine Sekunde, in der das Fahrwerk nicht zurückmeldete, daß es immer noch völlig unterfordert war. Ein tolles Gefühl, wenn du vorher an der gleichen Stelle auf deiner XS 400 schon mit 150 Km/h allen Mut und nach jeder Querfuge zwanzig Meter gebraucht hast, die Karre wieder in den Griff zu bekommen. Oder die Kurven, in denen die alte 450er Honda bei nur mäßig sportlicher Schräglage laut und bis in die Lenkerenden spürbar mit den Auslegern der Fußrasten weiße Schrammen in den Asphalt kratzte. Bei gleicher Geschwindigkeit signalisierte mir die Fireblade, ohne sich groß um Diskretion zu bemühen, bestenfalls Langeweile. Und schlimmstenfalls Mitleid. Also habe ich nochmal alles gegeben, eine persönliche Bestzeit nach der nächsten aufgestellt und es ist mir trotzdem nie gelungen, sie in Bedrängnis zu bringen.
Das soll natürlich nicht heißen, daß es nicht eine Menge großartiger Jungs gäbe, die es schaffen, einen aktuellen Supersportler am Limit zu fahren und mit allem Recht der Welt darüber diskutieren, ob die Zugstufe am Federbein sieben oder acht Klicks zugedreht werden muß, damit das Hinterrad beim Rausbeschleunigen ein bißchen weniger pumpt. Sie holen sich ihren Kick, indem sie im Kurvenscheitel mit dem Ellenbogen über die Curbs rattern, am Kurvenausgang lange schwarze Striche malen und dabei das Vorderrad konstante zehn Zentimeter über der Straße halten. Respekt. Obwohl eine solche Fahrweise wahrscheinlich vollkommen bescheuert ist - die sind auf dem richtigen Motorrad unterwegs.
Mir persönlich wird bei so etwas Angst und Bange. Und ich bin offensichtlich nicht der einzige.
Im Sommer erlebe ich es fast täglich, daß Fahrer mit modernem Sportgerät die Kurven zuparken. Wenn ich meinen fiesen Tag habe, gönne ich mir den Spaß und ziehe mit meinem alten Geraffel innen vorbei. Auf der folgenden Geraden teilen sich die Überholten dann in zwei Gruppen. Die einen geben jetzt richtig Gas und zeigen dem dreisten Sack, was ne Harke ist.. Die nächste Kurve durchfahren sie dann mit zwei Grad mehr Schräglage und zusammengekniffenen Arschbacken. Wenn sie Pech haben, ist die Gerade aber nicht lang genug. Die anderen bleiben zurück und halten konzentriert Ausschau nach dem nächsten Parkplatz.
Natürlich könnte ich nach solchen Erlebnissen testosterongeflutet zum nächsten Stammtisch fahren und von meinen Heldentaten berichten. Und es wäre nicht besonders ehrlich und würde nach dem eben Geschriebenen wohl auch kaum glaubhaft klingen, wenn ich bestreiten würde, so etwas jemals getan zu haben. Trotzdem schwingt inzwischen auch immer etwas altersbedingtes Mitgefühl mit, wenn ich mich frage, warum Menschen sich auf Maschinen setzen, die von ihnen etwas verlangen, was sie gar nicht geben können oder wollen. OK, diese Motorräder liegen perfekt, haben perfekte Bremsen, verfügen über unglaublich starke Motoren, sehen schon im Stand wahnsinnig schnell aus und sind Testsieger.
Image? Na klar, Image ist schon wichtig.
Aber ist es auch das richtige? Und was ist ein geborgtes wert? Was nützt es, die Rennstrecke zu besitzen, wenn du dort nie auftauchst und wenn doch, dann keine Sonne siehst und, vor allem, keine Sekunde wirklich Spaß hast? Ist es befriedigend, einen mattschwarzen Chopper zu kaufen, offene Tüten dranzuschrauben, das Halstuch über die Nase zu ziehen und alte Leute zu erschrecken, obwohl du doch eigentlich ein ganz netter Kerl bist? Vielleicht, ab und zu mal.
Aber wie befriedigend ist es, ein Motorrad zu fahren, vor dem du Angst hast? Das dich ständig herausfordert und nie gewinnen läßt? Und wie schön wäre es zur Abwechslung mal anders herum? Wie wärs mit einer Maschine, die du fordern kannst, deren Grenzen du nicht nur aus Zeitungsberichten kennst, auf der du bequem sitzt? Die alles kann, was du brauchst. Die du aber, wenn du möchtest, rannehmen kannst, bis sie nicht mehr weiterweiß?
Wenn auf einmal nicht mehr du der Knecht bist?
Eine Menge Fragezeichen. Und keine Antwort.
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Einfach mal 5 Minuten drüber nachdenken. Schafft Ihr schon...😉
Hey! SUPER!!! Aber dieser Text trifft nicht nur auf die in der Überschrift genannten zu sondern auf FAST alle Motorradfahrer. Ein modernes Bike an seine Grenzen bringen - wenn es nicht gerade eine Harley ist - egal welche Grenzen (Bremsen/Fahrwerk...) gelingt vielleicht 5 - 10% der Motorradfahrer. Heutzutage setzt die obere Hälfte des Motorrads die Grenzen.
Die genannten Erfahrungen und Erlebnisse hatte ich schon auf kurvigen Strecken mit meiner 1 Zylinder KTM - voll beladen mit 2 * 40 Liter Alukoffer + Tankrucksack + Ersatzreifen draufgeschnallt... als ich einer VFR auf einer kurvigen Landstrasse hinterher bin - auf STOLLENREIFEN...
Es ist einfach lächerlich was da teilweise abgeht. Aber wenn man hier im Forum dann mal einem der Frager schreibt: Kauf dir ein Butter und Brot Motorrad - vollkommen egal welches - schwing deinen Arsch drauf und lern erstmal 2 - 3 Jahre das fahren - danach kannst du entscheiden wo du hingehörst - bricht hier die große Entrüstung aus.
Ben
Erstmal vielen Dank für eure Antworten. Hat mich doch nochmal sehr zum nachdenken gebracht und ein bisschen Zeit habe ich ja noch =). Aber ich freue mich schon, wenn ich auf meiner eigenen Maschine sitze und fahren darf. Ob es jetzt um Anfang eine 1000 oder z.B. CB500 ist darüber muss ich noch eine Weile nachdenken. Aber wie gesagt : Vielen Dank für eure Hilfe und euer Verständnis ( hab schon ein paar andere Threads mit selben Fragen gesehen ). tut mir leid🙁