Brandgefahr durch Batterieerwärmung

Hallo,

hab mich schon im Opel-Forum über den Brandfall vom Volt/Ampera schlau gelesen. Leider komme ich da mit der gemachten Aussage von Opel nicht klar. (Brand durch fehlende Kühlung der Akkus)
Da dies technisch aber jedes E-Auto betrifft, stelle ich jetzt hier meine Fragen:

1. Wie ist es möglich, das ein LiIon-Akku nach mehreren Tagen so warm wird, das Dieser zu brennen anfängt? (Strom fließt ja keiner)
2. Passiert das auch bei anderen E-Autos (Auch selbst Umgebaute)?
3. Was passiert, wenn das Auto eine Woche nicht an der Steckdose steckt? Brennt es dann auch ab?
4. Was passiert mit einem Laptop/Handy wenn Dieses länger ausser Betrieb ist? (Auch LiIon)

Wer kann diese Fragen beantworten?
Oder, ist die Batterieerwärmung einfach nur ein Gerücht, das in Umlauf gebracht wird?

Grüße
Bruno

Beste Antwort im Thema

Jedenfalls sollte man den Kriterienkatalog, nach dem offensichtlich nur einzelne Zellen geprüft werden (siehe
Prüfung von DBM Batteriezellen durch die BAM), bzw. seine Anwendbarkeit für die Sicherheitsüberprüfung von Elektroauto-Batterien, überdenken. So ein Akku-Pack scheint Risiken zu beinhalten, die man mit solchen Tests nicht erkennen kann.

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http://www.google.com/.../ALeqM5hlNdwkzxfJfLkga43u5leHSuierg?...

GM bastelt seine Volts um - freiwillig, für die NHTSA würde es wohl reichen wenn man vorschreibt, dass nach Unfällen die Akkus innerhalb von 48h entladen werden müssen.

http://www.heise.de/.../Voltenhancement.jpg-af926799a3f4d1ae.jpeg

So nun ist es amtlich, ein Kurzschluss durch Kühlwasser, das muss nichts mit der Zellchemie zu tun haben.

Im Tunnel gibt es ein Schottblech genau zwischen den Sitzquerträgern, das verstärken die.

http://images.thecarconnection.com/med/...evrolet-volt_100375660_m.jpg

Dieses Schottblech hatte ich bei dem etwas anderen Euro NCAP Pfahlcrash auch schon verknickt gesehen. (Nur bei Euro NCAP waren sofort die Gms da und haben die Batterie ausgebaut 😉 )

Andreas

Das Kühlwasser allein kann bei unbeschädigten Zellen keinen Kurzschluss verursachen, dazu ist die Leitfähigkeit von Wasser, auch mit Frostschutzmittel versetzt, zu gering. Dingt das Wasser in die Zellen, dann natürlich JA!
@IMIEV:
Im Stand auf heißer Fläche fächelt das System dem Akku Luft zu? Gut durchdacht, aber wieviel Leistung wird dafür dem Akku entnommen?
Ich Grüße Dich 🙂
Hellmuth

Zitat:

Original geschrieben von he2lmuth


Das Kühlwasser allein kann bei unbeschädigten Zellen keinen Kurzschluss verursachen, dazu ist die Leitfähigkeit von Wasser, auch mit Frostschutzmittel versetzt, zu gering. Dingt das Wasser in die Zellen, dann natürlich JA!

Moin, denk mal etwas langfristiger.. so 3 Wochen lang.

Etwas leitfähig ist das Kühlmittel doch (gealtert dann noch mehr). Ein büschen Strom fließt also und macht leichte Elektrolyse an den Polen, Elektrokontakten (meist Kufper und Zinn) .Die dabei gelösten Metalloxide schwimmen dann in der Kühlflüssigkeit und machen diese immer leitfähiger. Der Wasseranteil verdunstet mit der Zeit und der Rest wird immer "dicker" und auch leitfähiger, da Metallsalze drin sind. Irgendwann wird es heisser und ein richtiger dicker Stromfluss kommt zustande. Das kann auch auf einer Platine statfinden, wo ständig Gleichspannung ansteht, z.B. auf den Zellüberwachenden Platinen.

Die Standkühlung ist auch ein Thema für das Schnelladen, da hat man dann ja Energie genug dazu. So ein Lüfter mag 250 Watt haben, das ist nicht viel, aber wenn der Klimakompressor an gehen muss, um kalte Luft zu machen, der hat ja 2000 bis 5000 Watt..

Andreas

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Zitat:

Original geschrieben von Oggynator2


http://images.thecarconnection.com/med/...evrolet-volt_100375660_m.jpg

Von unten sieht der Chevy aber ganz schön "gestrippt" aus, ich nehme an, der Batterieboden eingesetzt "cleant" etwas den Unterboden, das würde locker 2-3kWh auf 100km einsparen.

Aber bei gecrashten E-Fahrzeugen würde ich dennoch drauf drängen, daß die Akkuzellen entbrückt und entladen werden, denn niemand schmeißt auch einen Verbrenner mit vollem Benzintank in den Schredder, es sei denn, es wird gerade wieder eine Folge von Cobra 11 gedreht. Da brennen ja Benzinfahrzeuge nicht nur sondern explodieren ja gleich reihenweise 😁

Zitat:

Original geschrieben von he2lmuth



@IMIEV:
Im Stand auf heißer Fläche fächelt das System dem Akku Luft zu? Gut durchdacht, aber wieviel Leistung wird dafür dem Akku entnommen?
Ich Grüße Dich 🙂
Hellmuth

Kann ich nicht exakt sagen. Als sehr groben Anhaltspunkt: die Sicherung zum Kühlerventilatormotor der Traktionsbatterie zeigt den Wert 15A. Ist jedoch wenig zielführend, weil viele Verbraucher mit 15A abgesichert sind, z.B. die auch die Bremsleuchten!

Der Saft dafür kommt wahrscheinlich aus dem 12V-Zusatzakku (27Ah). Bei mir ist dieser Kühlventilator vergangenen Sommer nie angelaufen.

Gruss Walter

Zitat:

Aber bei gecrashten E-Fahrzeugen würde ich dennoch drauf drängen, daß die Akkuzellen entbrückt und entladen werden, denn niemand schmeißt auch einen Verbrenner mit vollem Benzintank in den Schredder, es sei denn, es wird gerade wieder eine Folge von Cobra 11 gedreht. Da brennen ja Benzinfahrzeuge nicht nur sondern explodieren ja gleich reihenweise 😁

Das Zerlegen kann aber nur eine speziell geschule Elektrofachkraft mit ein paar Spezialscheinen. Solche Fachkräfte gibt es kaum. Wenn die Batterie dann im Auto eingeklemmt ist, was macht man dann?

Ich würde die ganze Karre in einen Container mit Salzwasser werfen und später schreddern.

Andreas

Zitat:

Ich würde die ganze Karre in einen Container mit Salzwasser werfen und später schreddern.

Das geht rein statistisch nicht weil "statistisch" der erste Unfall (mit Batteriebeschädigung) mit einem Volt in Deutschland erst im Jahre 2083 auftreten wird. 😉

Gruss, Pete

So viele Fachkräfte braucht man ja auch nicht. Mercedes hat(te) ja auch ein mobiles Eimnsatzteam das zu den ganz schweren Unfällen kommt, bei denen ein Mercedes beteiligt war - und da braucht auch nicht jede Mercedeswekstatt einen Spezialisten im Bereich Unfallforschung die kommen aus irgendeiner Zentrale.

Maximal 4-5 Spezialisten werden auch bei Opel bundesweit reichen um bei jedem Ampera/Volt Unfall innerhalb von 24h vor Ort sein zu können - gibt ja Flugzeuge, Autos, Bahn und Co. So viele hunderttausend Amperas wird Opel ja nun auch nicht gleich verkaufen 😁 und die dann täglich verunfallen.

Wie auch in anderen Industrie Bereichen üblich wird man halt die Spezialisten von irgendwoher dann dorthin schicken, die Fahrzeuge melden die Unfälle ja eh selbstständig, Abschleppdienste, Feuerwehr etc. vermutlich zusätzlich auch.

Schlage analoges Vorgehen zu Solardächern vor:

........wenns brennt: brennen lassen ! 😁

Danach Asche zusammenkehren und in der Opel Geschenkbox für nur 14,99 zum mit nach Hause nehmen verpacken 😉

Ob das allerdings genauso ein Werbegag wird wie der Stoffelch von Mercedes bei der A-Klasse ?

.....warten wirs ab.

Gruß SRAM

Meines erachtens Elektroautos sind genauso sicher wie Autos mit Benzin. Beide kriegst du ohne Probleme zum Abfackeln und es wird in Zukunft brennende Elektroautos geben genauso wie es hin und wieder brennende Benzinautos gibt.

Man kann nichts zu 100% sicher machen. Man muss den Mittelweg finden zwischen tolerierbarem Risiko und Nutzen.

Die Voltbatterie ist meiner Meinung nach noch eine halbe Bastellösung: hunderte Dichtstellen für das Kühlmittel, Verschraubte Modulverbinder, wenig robustes Gehäuse aus einer Art GFK, und und und.... aber schonmal auf einem guten Weg!

Gebt der Sache noch ein paar Jahre Entwicklungszeit und die Sache läuft! Bleibt ja auch eigentlich nicht viel anderes übrig (Öl geht aus, Gas hält nur ein wenig länger, Ökosprit wird wohl für den Luftverkehr und Sonderanwendungen drauf gehen, bleibt nur die Batterie fürs Auto übrig.).

Viele Grüße
Daniel

P.S.: Was mir noch aufgefallen ist: Hier wird immer mal wieder etwas verwechselt: Lithium-Ionen-Akkus ist der Oberbegriff. Es gibt unterschiedliche Chemien und Weiterentwicklungen: Lithium-Titanat-Akku, Lithium-Eisen-Phosphat-Akku, Lithium-Polymer-Akku, Lithium-Luft-Akkumulator, Lithium-Mangan-Akku, Lithium-Eisen-Phosphat-Akku, der Lithium-Eisen-Mangan-Phosphat-Akku, uvm.....
alle haben unterschiedliche Vorteile, Betriebsspannungen, Aufbauten, Sicherheiten und Einsatzgebiete - funktionieren aber ALLE mit Lithium als ION! und Graphit bzw. Übergangsmetalle als Speicher dieser Ionen.

so hier alle Details zu den Crashs: http://www.nhtsa.gov/staticfiles/nvs/pdf/Final_Reports.pdf
Seite 13, der Sitzquerträger hat in den Tunnel reingestochen.
Seite 88, Elektrolyse durch das Kühlwasser war der Zeitzünder.
Andreas

Zitat:

Original geschrieben von bondiol


Meines erachtens Elektroautos sind genauso sicher wie Autos mit Benzin. Beide kriegst du ohne Probleme zum Abfackeln und es wird in Zukunft brennende Elektroautos geben genauso wie es hin und wieder brennende Benzinautos gibt.

Man kann nichts zu 100% sicher machen. Man muss den Mittelweg finden zwischen tolerierbarem Risiko und Nutzen.

Die Voltbatterie ist meiner Meinung nach noch eine halbe Bastellösung: hunderte Dichtstellen für das Kühlmittel, Verschraubte Modulverbinder, wenig robustes Gehäuse aus einer Art GFK, und und und.... aber schonmal auf einem guten Weg!

Gebt der Sache noch ein paar Jahre Entwicklungszeit und die Sache läuft! Bleibt ja auch eigentlich nicht viel anderes übrig (Öl geht aus, Gas hält nur ein wenig länger, Ökosprit wird wohl für den Luftverkehr und Sonderanwendungen drauf gehen, bleibt nur die Batterie fürs Auto übrig.).

Viele Grüße
Daniel

P.S.: Was mir noch aufgefallen ist: Hier wird immer mal wieder etwas verwechselt: Lithium-Ionen-Akkus ist der Oberbegriff. Es gibt unterschiedliche Chemien und Weiterentwicklungen: Lithium-Titanat-Akku, Lithium-Eisen-Phosphat-Akku, Lithium-Polymer-Akku, Lithium-Luft-Akkumulator, Lithium-Mangan-Akku, Lithium-Eisen-Phosphat-Akku, der Lithium-Eisen-Mangan-Phosphat-Akku, uvm.....
alle haben unterschiedliche Vorteile, Betriebsspannungen, Aufbauten, Sicherheiten und Einsatzgebiete - funktionieren aber ALLE mit Lithium als ION! und Graphit bzw. Übergangsmetalle als Speicher dieser Ionen.

Wiederholung 😉 :

http://batteryuniversity.com/learn/article/types_of_lithium_ion

Danke für den link, die Seite kannte ich noch nicht 🙂

Besser spät als gar nicht, frohe Weihnachten 🙂

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