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BMW G20 320d vs Mercedes W205 C300de T

Hiho zusammen,

ich stehe vor der Entscheidung mir einen Dienstwagen mit privater Nutzung zuzulegen. Vorgabe der Firma, neben diverser Ausstattung wie Business Paket und dergleichen ist zwingend eine Diesel-Motorisierung und ein Modell aus dem Hause BMW/Mercedes/VW (+ Konzernmarken). Ich war vor Corona viel unterwegs (Leasing angesetzt mit etwa 40.000km im Jahr), zur Zeit natürlich weniger aber es steht zu erwarten dass ich in Zukunft auch wieder mehr in dem Auto durch die Republik pendle.

Auf die steuerlichen Vorteile eines Plugin-Hybrid will ich an der Stelle nicht eingehen, aber das einzige Modell zur Auswahl ist hier das C300de T-Modell.

Also bin ich bei folgenden Konfigurationen gelandet:

BMW 320d 58.741€

MB C300de 68.144€

Zur Situation:

Ich komme bei BMW auf einen Bruttolistenpreis (BLP) von etwa 58.7k. Der Mercedes, mit entsprechender Mehrausstattung (z.B. elektr. verstellbare Sitze mit Memoryfunktion, da meine Frau das Fahrzeug lt. Arbeitgeber auch nutzen darf und daher wird) kommt auf etwa 68.1k.

Deutlich teurer kommt mich die Zuzahlung zur Leasingrate bei Mercedes, die der Arbeitgeber nicht übernimmt (etwa 245€ vs. BMW 60€), unterm Strich liegt der Mercedes netto allerdings 123 pro Monat günstiger - dank Steuer/Rabatt/etc.

Dabei wäre der BMW mit den monatlichen Gesamtkosten für mich ähnlich wie das Vorgängermodell das ich zur Zeit fahre, der Mercedes günstiger.

Nun ist die Basis des Mercedes von 2014 und die veraltete Technik im Infotainment sowie generell das Mercedes Design mit den kursiven Schriften, überfrachtetes digitales Cockpit, durchwachsenes HUD, aufgesetztes Display in der Mittelkonsole, Gangwahlhebel am Lenkrad sagt mir wenig zu. Der Antrieb hingegen macht großen Spaß, das habe ich selbst schon testen dürfen. Außerdem hat er für meine Verständnisse das bessere Licht (650m vs. 500m BMW) und bessere Autobahn/Langstreckenqualitäten.

Dagegen finde ich den BMW durchweg gelungen, besseres Headup, bessere Venetzung, Instrumente besser ablesbar und funktionaler, anpassbares Speedlimit Assist. Dafür kein Sitzmemory für meine Frau, da das mit den Kosten sonst über mein Limit hinausgeht. Ebenso wie das M Sport Modell, da die Angebetene absolut auf das Winterpaket steht. :( Dazu ist der Wagen meinem Empfinden nach schöner.

Die Wartezeit für den Mercedes liegt laut Aussage des Händlers bei 5-6 Monaten, beim BMW bei etwa 3 Monaten.

Zusammengefasst also in etwa folgende Vor- und Nachteile für die jeweiligen Modelle - ansonsten ist die Ausstattung vergleichbar (z.B. Burmester & Harman/Kardon, Adaptiver Tempomat, Akustikglas, größerer Tank, Nutzbarkeit des Kofferaums wegen Limo 320d/Akku-Stufe im C300de):

AusstattungC300de320d
Motor ++ -
Kosten++-
Platzangebot-+
Head Up-+
Bedienung-+
Sitzmemory+-
Spracherkennung-+
Wireless Carplay-+
Lieferzeit-+

 

Und nun steh ich da und kann mich immer noch nicht entscheiden! Ich bin natürlich biased, ich mag meinen jetzigen 3er sehr und die Probefahrt mit dem neuen hat sich vertraut angefühlt - nur alles einen Tick besser und durchdachter. Andererseits auf 3 Jahre Leasing gesehen sponsort mir der Mercedes ein-zwei Urlaube oder ein Motorrad.

Meine Frage lautet nun: habe ich etwas übersehen, was meine Kaufentscheidung weiter beeinflussen könnte?

Ich habe schon bei Mercedes nachgefragt, ob die neue C-Klasse W206 (2021) ebenfalls wieder als Dieselhybrid angeboten wird aber dazu habe ich noch keine Rückmeldung bekommen - vielleicht wissen die das selbst noch nicht so genau :) Aber in dem Fall wäre auch Warten noch eine Option.

 

Ich weiß, ein Luxusproblem. Danke fürs Lesen! Was würdet ihr tun?

 

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19 Antworten

Wieso ist der BMW eine Limo und der Mercedes ein Kombi?

Der Mercedes als Limo ist dank der Akkustufe imo unbrauchbar. Die BMW Limo ist günstiger und gefällt mir darüber hinaus besser, ich brauche nicht unbedingt einen Kombi.

> Audi/BMW/VW (+ Konzernmarken).

Ich vermute eines davon sollte Mercedes sein.

Jawohl.

Auf Langstrecke sicher nicht relevant, aber für mich (C300deT) war der Aspekt relevant, in der Stadt und auf Kurzstrecke rein elektrisch zu fahren. Keine lokalen Emissionen und leise, auch für andere. Ist aber, wie gesagt, ein rein persönliches Kriterium.

Beim C300deT Serienausstattung solltest du auch kein Problem mit dem Eiskratzen im Winter haben, falls du den zu Hause laden kannst. Weiß nicht, ob das relevant ist.

Verstehe ich jetzt nicht, was ein letztes Jahr neu Vorgestellte Hybrid mit neuer Motortechnik und neu entwickelte Getriebe mit dem Mercedes von 2014 zu tun hat?

Zitat:

@Michael_ohl schrieb am 15. September 2020 um 11:35:29 Uhr:

Verstehe ich jetzt nicht, was ein letztes Jahr neu Vorgestellte Hybrid mit neuer Motortechnik und neu entwickelte Getriebe mit dem Mercedes von 2014 zu tun hat?

Ich würde sagen der Mercedes hat noch jede Menge mit dem Auto von 2014 zu tun. Der Motor hingegen ist doch als klarer Vorzug vermerkt. Comand Online mit dem redundanten Bedienkonzept sowie Cockpit/HUD hingegen nicht - das MBUX System gab es 2018 schon, und es ist schade dass man das nicht bei der Modellpflege mitangeboten hat.

Der Plug-In Hybrid spielt auf Kurzstrecken seine Vorteile aus, auf Langstrecken schleppst du eine leere Batterie mit, wenn du viel Langstrecke fährst und dir der BMW besser gefällt dann nimm den BMW, am besten als Limousine wenn du keinen Kombi brauchst, verbraucht auf der Autobahn spürbar weniger (Luftwiderstand).

Ich würde auch Richtung BMW gehen. Die Vorteile liegen ja auf der Hand.

Zitat:

@Supercruise schrieb am 15. September 2020 um 15:34:49 Uhr:

Der Plug-In Hybrid spielt auf Kurzstrecken seine Vorteile aus, auf Langstrecken schleppst du eine leere Batterie mit, wenn du viel Langstrecke fährst und dir der BMW besser gefällt dann nimm den BMW, am besten als Limousine wenn du keinen Kombi brauchst, verbraucht auf der Autobahn spürbar weniger (Luftwiderstand).

Man könnte jetzt zynisch sein und sagen, dass die Spritkosten egal sind, weil der AG die ja eh bezahlt ;)

@TE: Wenn Dir die 120 € im Monat nicht viel ausmachen, würde ich eher nach Deinen Vorliegen entscheiden, mit Tendenz zum BMW wie durch meine Vorredner bereits geschildert. Wenn Du Dich später eher über die 120 € im Monat ärgerst, dann vielleicht doch der Mercedes.

Zitat:

Man könnte jetzt zynisch sein und sagen, dass die Spritkosten egal sind, weil der AG die ja eh bezahlt ;)

Das entspricht der Wahrheit. Es ist auch klar aus unseren Richtlinien entnehmbar, dass diese verfasst wurden lange bevor jemand an Hybridfahrzeuge als Dienstwagen gedacht hat.

Unabhängig davon ist mein Fahrprofil ein gemischtes. Mindestens zweimal im Monat jeweils 400km, und im Schnitt täglich 50km zum Büro Pendeln oder eben gelegentlich Langstrecke zum Kunden bzw. andere Geschäftsstellen. Vor Corona kam das etwa 2x monatlich vor. Direkte Lademöglichkeiten gibts es weder im Büro, noch zu Hause - dort gibts allerdings in 5min Fußweg Entfernung eine einzelne Ladestation bei einem Supermarkt. Demnach werde ich den Verbrenner regelmäßig nutzen müssen, die Frage für mich ist ob der Hybridantrieb auch dann noch sinnvoll ist wenn man nicht täglich lädt, sondern zB 2x die Woche. Um das auszuloten stand mir der Testwagen nicht lange genug zur Verfügung.

Hat jemand ein ähnliches Profil und Erfahrung damit? Wie David richtig erkannt hat, für mich persönlich rechnet sich der 300de selbst dann wenn ich nie am Netz laden würde und der BMW weniger Sprit verbraucht. Dennoch widerstrebt mir der Gedanke der Verschwendung.

Mein Profil sieht ähnlich aus, aber es gibt einen entscheidenden Unterschied, ich lade den C300de T zu Hause per Steckdose mit Ladeziegel. Meine Firma erstattet die Stromkosten. Damit komme ich im Sommer bei täglicher Ladung ins Büro und zurück (50+ km Gesamt) rein elektrisch oder bei kleinen Umwegen mit einem Verbrauch < 1l / 100 km. Winterreichweite konnte ich noch nicht testen.

Täglich zum Laden fahren/gehen wäre aus meiner Sicht sehr umständlich, außerdem dauert es von 15%-100% SOC bei 7,2 kW dann auch 90 Minuten. Zu Hause ist mir die Zeit (5 Stunden bei 2,2kW / 10 A) relativ egal. Und: meine Heimsteckdose ist immer frei, wenn ich sie brauche.

Ach ja, auf Langstrecke nimmt sich der 300de genauso viel wie der 220d, den ich vorher hatte, ist aber erst vorläufig, da ich noch nicht so viel Langestrecke gefahren bin. Ich fahre relativ verhalten und lasse viel rollen und benutzte Sport+ eher nicht. Ich vermute, Rekuperation und Mehrgewicht heben sich bei mir in etwa auf.

Nimm den BMW - aber bitte als 30d, wenn er Spaß machen soll.

E-Karren gibts auf alle Ewigkeit, feine Sechszylinder schon bald nicht mehr.

LG

Weizengelb

Zitat:

@weizengelb schrieb am 16. September 2020 um 22:30:35 Uhr:

Nimm den BMW - aber bitte als 30d, wenn er Spaß machen soll.

E-Karren gibts auf alle Ewigkeit, feine Sechszylinder schon bald nicht mehr.

LG

Weizengelb

Ja, den 30d bin ich schon mal zur Probe gefahren, das ist was sehr feines. Leider liegt der Motor mit der Ausstattung die ich möchte jenseits des Budgets (dann gibts ja auch noch Sportdifferenzial :O). Wenn ich viel Leistung möchte, muss ich auf den Benz zurückgreifen. Für den Alltag ist der 320d allerdings für mein Verständnis ein leichtes Upgrade zu meinem F30er 320d, und mit dem bin ich schon sehr zufrieden. So der AG will gibts den 330d in drei Jahren. :D

Zugegeben wäre eine "herkömmliche" C-Klasse (aka kein Diesel-Hybrid) für mich nie eine Option gewesen. Der Antrieb in Verbindung mit der Kostenersparnis trotz nahezu Vollausstattung lassen mich allerdings nach wie vor grübeln.

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