Beste Option für die KFZ-Haftpflicht bei Fahranfängerin (in dem beschriebenen Fall)?
Hallo,
habe eine Bekannte, die Mitte 20 ist und seit paar Monaten den Führerschein Kl. B besitzt. Aufgrund eines neuen Jobs benötigt sie jetzt ein eigenes Auto um dort flexibel hinkommen zu können.
Zu den wichtigsten Daten, um den Fall besser beurteilen zu können:
-Single/alleinwohnend, Geld natürlich knapp.
- Bekommt ein altes Auto, das weniger bei Fahranfängern beliebt ist (niedrigere Typklasse). Natürlich nur Haftpflicht.
- Von der Eltern-Kind-Regelung profitieren funktioniert nicht, da sie keinen Kontakt zu ihren Eltern hat (womit die Möglichkeit der Familientarife entfallen).
- SF-Klassenübernahme von Verwandte eher nicht möglich, da keiner zu Verfügung bereit steht oder alle noch selbst Fahren wollen (und das auch nicht sinnvoll bei der kurzen Zeit ist wie sie den Schein besitzt, da keine Klasse übersprungen werden kann).
Soweit erst einmal hierzu.
Frage zur Zweitwagenregelung. Funktioniert die Regelung nur bei Eltern bzw. nahen Verwandten oder geht das auch mit jeder anderen x-beliebigen Person, die sich dazu bereiterklärt? Also kann ein guter Freund/Freundin, der oder die bereits in einer deutlichen besseren Klasse eingestuft ist, die Vereinbarung mit der Zweitwagenregelung treffen?
Sofern das ginge, macht das aus finanzieller Sicht Sinn und was sind die Nachteile bzw. welches sind die möglichen Probleme für diejenige Person, auf den der Zweitwagen anmeldet wird (also diejenige Person, die bereits in einer deutlich besseren Stufe eingestuft ist).
Gibt es weitere Möglichkeiten bzw. Punkte, die nicht erwähnt wurden, sich aber günstig auf den Beitrag auswirken würden?
Mit welchem monatl. Beitrag (bei monatl. Zahlung) unter den genannten Voraussetzungen ist grob zu rechnen?
Viele Dank
21 Antworten
Hab auch meinen FS mit Ü25 gemacht. War dann mit SF0 und Vollkasko(TK150/VK300 SB) bei 98€/Monat. Es ginge mit der besagten Cosmos noch günstiger, habe mich aber aufgrund der besseren Leistungen für die Sparkasse Direkt entschieden.
Aber da spielen ja viele Sachen mit rein. Typenklasse, Reginalklasse etc....
Zitat:
@Oetteken schrieb am 23. März 2016 um 13:05:36 Uhr:
Wenn man direkt von selbst verursachten Schäden ausgeht, dann sollte man erst recht meinem Vorschlag folgen.
Was glaubst du, welche Versicherungseinstufung nach einem oder mehreren Haftpflichtschäden erfolgt, oder denkst du, dass Schäden nur am eigenen Fahrzeug vorkommen.
Ansonsten sollten und müssen besonders Fahranfänger sehr umsichtig fahren und versuchen Schäden zu vermeiden.
Kommt wirklich auf die Kosten dann an. Der Finanzierer dürfte gerade in so einem Fall sicher Vollkasko voraussetzen. Welche exakten Angebote es hierfür gibt, weiß ich nicht, was die Leasingkosten oder Finanzierungskosten + Vollkasko zusammen ausmachen würden. Allerdings muss man berücksichtigen, dass wie schon einmal an anderer Stelle erwähnt, die Bekannte wirklich knapp bei Kasse ist. Ohne Leasinggebühr oder die Finanzierungskosten bliebe ihr z.B. definitiv mehr übrig zum Tanken bzw. könnte etwas mehr zurücklegen z.B. für allgemeine Reparatur- und Wartungskosten des alten Autos.
Ferner gilt es zu bedenken, dass meistens eine Finanzierung (z.B. über eine Bank) für Personen mit geringen Einkommen teurer ist, da die Bank bei der Kalkulation eine niedrigere Bonität unterstellt (nehme schwer an, dass es auch nicht viel anders bei Autobanken ist).
Hinsichtlich der Schäden und der Frage altes Auto vs. finanziertes Auto muss man ganz klar unterscheiden ob a) Schadensverursacher mit anderen Fahrzeugen oder b) Schadensverursacher ohne andere Fahrzeuge der Fall ist. Im ersten Fall a) wird sie natürlich in beiden Fällen (egal welches Auto) eine Hochstufung erfolgen. Hier hätte sie bei einem konkreten Schadensfall in deinem Ausgangsbeispiel den Vorteil, dass ihr Auto ebenso repariert wird (dafür sicher höhere Versicherungskosten gegenüber einer Haftpflicht entstehen). Mit dem alten Auto (mit Haftpflicht) hätte sie als Schadensverursacher mit anderen Fahrzeugen dann das Problem, dass möglicherweise die Reparaturkosten ihres Autos infolge des Unfalls höher sind als der Verkehrswert des Auto (wirtschaft. Totalschaden) bzw. sie auf den Kosten des eigenen Autos sitzenbleibt. Wäre allerdings zu verkraften, da die Kosten des Auto bei 700€ liegen.
In Fall b) würde sie mit einer Haftpflicht und dem alten Auto besser fahren, da sie wohl der letzte Besitzer des Autos sein wird und Dellen, Schrammen, Kratzer, Beulen.... kein Problem darstellen (erst recht in Anbetracht des Alters des Autos). Beim finanzierten Auto wäre es wohl angebracht (eventuell besteht auch eine Verpflichtung gerade bei einer Leasingvariante) die Schäden zu beheben, da bei einem Neuwagen der Wertverlust aus solchen Schäden doch deutlich höher ist (und möglicherweise auch bei einem Unterlassen der Reparaturen über die Zeit den Verlust zusätzlich erhöht, wenn z.B. aufgrund dessen sich Rost weiterentwickelt).
Daher würde ich das pauschal nicht so verallgemeinern. Was natürlich sicher noch stimmt, ist der Umstand, dass beim finanzierten Neuwagen die Wahrscheinlichkeit irgendwelcher Reparaturen z.B. am Motor oder Schäden, die zumindest nicht aus (kleinen) "Unfällen" stammen, deutlich geringer ist.
Ich glaube aber an der Stelle sollte man es damit belassen. Die Frage ist vielmehr, welche Möglichkeiten sie noch in ihrem Fall hätte, die Versicherungskosten für die Haftpflicht des Autos möglichst gering zu halten.
Zitat:
@tartra schrieb am 23. März 2016 um 15:05:57 Uhr:
Sind die 77EUR für´n Monat Haftpflicht? Das finde ich durchaus normal für einen
frischen Anfänger. Eigentlich schon als günstig zu bezeichen (leider🙄). Da habe ich schon fiesere Zahlen gesehen😎. Wenn man keine Möglichkeiten für Tricks (Eltern u.s.w.) hat, muss da jeder Fahranfänger durch.Edit: Ach sehe gerade, die Dame ist bereits ~25, da geht es bei Schadenfreiheit recht zügig runter mit den ersten Jahren. Das größte und damit teuerste Risiko, das Alter ~<23 hat sie hinter sich.😎
Ja nur Haftpflicht.
Zitat:
@Ravenous1980 schrieb am 23. März 2016 um 16:47:03 Uhr:
Hab auch meinen FS mit Ü25 gemacht. War dann mit SF0 und Vollkasko(TK150/VK300 SB) bei 98€/Monat. Es ginge mit der besagten Cosmos noch günstiger, habe mich aber aufgrund der besseren Leistungen für die Sparkasse Direkt entschieden.Aber da spielen ja viele Sachen mit rein. Typenklasse, Reginalklasse etc....
Ja, die Cosmos scheint im Vergleich durchweg die günstigste zu sein (mit den Angaben, die sie betreffen). Kannst du sich noch erinnern, warum du dennoch zur Sparkasse Direkt gegangen bist? Worin unterschieden sich die Leistungen?
Die Unterschiede waren im Kaskobereich,aber der ist ja so wie ich es lese,nicht erwünscht.
Da ging es um Unterschiede in der Neuwertentschädigung(da Neuwagen), Schutzbrief inkl,Unterschiede beim Wildschaden/Marderschaden. Kann sich ja aber mittlerweile einiges geändert haben.
Was ich angesprochen habe, sind Sonderaktionen von Fahrzeugherstellern mit konventioneller Finanzierung incl. Versicherung (KH + VK) ohne Schlussrate oder sonstige Mätzchen.
Wir haben seinerzeit einen Seat Ibiza über 48 Monate finanziert, mit kleiner Anzahlung und monatlichen Raten von ca. 250 € incl. Versicherungsprämie.
Ob und wer das ggf. derzeit anbietet kann ich nicht sagen, da müsstet ihr selbst aktiv werden.
Von Leasing hingegen rate ich dringend ab.
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Zitat:
@tartra schrieb am 23. März 2016 um 10:46:28 Uhr:
Zitat:
@Alien2012 schrieb am 22. März 2016 um 18:34:04 Uhr:
Wenn eh nur Haftpflicht in Betracht kommt, weil alte Kiste, dann kannst auch mal Check24 bemühen. Bei Haftpflicht kann man da nicht viel falsch machen.
Ich persönlich würde allerdings nicht für Freunde, auch nicht für gute, Versicherungen übernehmen, zerbricht die Freundschaft, gibt es meist Ärger. Glaube auch nicht, dass es deutlich günstiger für sie wird.
Und jährliche Zahlung ist halt wirklich günstiger. Monatl. Zahlungsweise sollte nur wählen, wer nicht mit Geld umgehen kann.Stimme dir voll zu und würde es auch so empfehlen, wenn man sich mal ein paar Minuten einliest sollte auch eine rudimentäre Teilkosko über die Portale möglich sein, falls gewünscht.
Dein letzter Absatz ist in meinen Augen aber dumm, haste dir mal Versicherungsbeiträge von Fahranfängern angesehen? Ich verstehe es, wenn da nicht gleich 1000 EUR und mehr, für ein Jahr flüssig sind und man mal die quartals oder monatliche Zahlungsweise wählt. Hat lange noch nichts mit "Wer nicht mit Geld umgehen kann" zu tun.😉
Ich meinte mit dem Satz "Nicht mit Geld mgehen kann" folgendes: Wenn ich weiss, dass im Januar Betrag X fällig ist, dann kann ich mir das Geld auf die Seite legen. Es verführt allerdings es auszugeben. Ich würde es lieber auf die Seite legen und es nicht der Versicherung in einer monatl. Zahlweise nachschmeissen. Kann aber nicht jeder, aus verschiedenen Gründen.
Zitat:
@Oetteken schrieb am 23. März 2016 um 20:25:06 Uhr:
Was ich angesprochen habe, sind Sonderaktionen von Fahrzeugherstellern mit konventioneller Finanzierung incl. Versicherung (KH + VK) ohne Schlussrate oder sonstige Mätzchen.
Wir haben seinerzeit einen Seat Ibiza über 48 Monate finanziert, mit kleiner Anzahlung und monatlichen Raten von ca. 250 € incl. Versicherungsprämie.
Ob und wer das ggf. derzeit anbietet kann ich nicht sagen, da müsstet ihr selbst aktiv werden.
Von Leasing hingegen rate ich dringend ab.
Grundsätzlich gebe ich dir nicht unrecht, dass so ein Angebot kein schlechtes ist. Vielleicht habe ich mich bezüglich ihrer Situation etwas zu kurz ausgedrückt, da nur der folgende Satz stand: "Geld natürlich knapp". Ausgehend von der obigen Zahl:
250€ + 50-100€ Sprit = 300-350€ sind ca. ein Drittel dessen, was sie zur Verfügung hat (Miete, paar Fixverträge usw. sind natürlich immer zu zahlen). Da bleibt vorerst nicht viel übrig.
Daher kommt sie auf den ersten Blick mit dem alten Auto günstiger davon. Ungefähr 80€ Haftpflicht + 50-100€ Sprit = 130-180€. Heißt grob 170€ die sie für Eventualitäten zurücklegen oder sparen könnte.
Klar, im Schadensfall als Schadensverursacher mit anderen Fahrzeugen, bei dem ihr Fahrzeug anschließend fahruntüchtig wäre, ist dein Vorschlag der bessere. Überhaupt fährt man in so einem Fall mit Vollkasko besser. Allerdings handelt es sich wie gesagt, um kein Neuwagen oder teuren Wagen, sondern wirklich um ein altes Auto. Überall wo ich jetzt nachgeschaut habe wird nur Haftpflicht für solche Autos empfohlen.
Das wirkliche Problem was zu deutlichen Mehrkosten führen kann, ist wenn ständig an dem alten Auto herumgedoktert werden müsste bzw. das Auto bald über die Wupper geht, was bei einem Neuwagen natürlich eher unwahrscheinlich ist.
Aber wie gesagt, das führ eigentlich jetzt nicht weiter, sondern rein die Fokussierung ob es noch Wege und Mittel gäbe, um die Versicherungskosten zu drücken. Anscheinend sind 75-80€ in ihrem Fall als normal bzw. gut zu betrachten, wenn die Option mit der Familie entfällt.