Beschleunigungsstreifen - darf mein Hintermann an mir vorbeiziehen?!

Guten Abend zusammen,

folgende Situation ist mir vor ca. 2 Stunden widerfahren: Ich fuhr auf die Autobahn auf und bemerkte bereits auf der Auffahrt einen anderen PKW hinter mir der sehr dicht auffuhr. Da mein alter Benz (300D, Bj. '89) kein Beschleunigungswunder ist, dauert es nunmal etwas länger als bei einem modernen Auto bis ich auf der Beschleunigungsspur ein Tempo habe um auf die BAB aufzufahren.
Aus diesem Grund nutze ich - im Gegensatz zu vielen anderen - den Beschleunigungsstreifen immer bis zum letzten Meter aus bevor ich auf die rechte Spur fahre.

Das Gleiche wollte ich auch ehute Abend tun, doch der PKW hinter mir zog kurz bevor der Beschelunigungsstreifen zu Ende war - und ich auf die BAB auffahren wollte nach links auf die rechte Spur und zog an mir vorbei, jedoch nicht mit einer besonders großen Beschleunigung.
Das Problem an meiner "Heimatauffahrt" ist, dass der Beschleunigungsstreifen am Ende nicht in unveränderter Breite in den Standstreifen übergeht sondern sich stark verjüngt, da unmittelbar dananch die Autobahn über die Zubringer-Bundesstraße führt. Folglich musste ich stark bremsen um nicht die Leitplanke zu streifen, da er zu diesem Zeitpunkt genau auf meiner Höhe war.

Nun meine Frage dazu: Ich weiß, dass ich als auffahrender PKW den fließenden Verkehr nicht behindern darf. Jetzt ist das Auto hinter mir schon vor mir auf die Fahrbahn gefahren, folglich befand e sich auf einem regulären Fahrstreifen der Autobahn.

Somit darf ich ihn doch ab diesem Zeitpunkt mit meinem Versuch auf die rechte Spur zu wechseln nicht mehr behindern, da ich jetzt derjenige bin der auffahren will, da er sich ja bereits im fließenden Verkehr befunden hat, oder?

Wäre echt super, wenn mich jemand zu dieser Situation die echt gefährlich sein kann, aber bestimmt schonmal jedem irgendwann passiert ist (außer man bekam zum 18. gleich einen Porsche 😉) aufklären könnte.

Beste Antwort im Thema

Sowas darf nicht sein, klar.

Begründung ggf. so: Dein Hintermann hat Dich an dieser Stelle überholt und mit seinem Verhalten gegen § 5, 4 StVO, letzter Satz, verstoßen: „[...] Er darf dabei den Überholten nicht behindern.“

Ich sag mal: Wer sowas meint tun zu müssen, sollte wenigstens (unter Beachtung des dortigen Verkehrs, klar) gleich auf die linke Spur wechseln. Bei manchen reicht aber offenbar die Denke nicht von 12 bis Mittag.

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finds auch nervig wenn leute auf dem beschleunigungsstreifen das gaspedal nur streicheln, aber den vordermann dann zu überholen find ich quatsch, egal ob links oder rechts. das gibt nur ein höheres unfallrisiko und der zeitgewinn is praktisch null.

hab letzte woche erst nen unfall gesehn, also nur die folgen davon. es war schon dunkel und auf dem ganzen beschleunigungsstreifen war stau und daneben direkt düsten die autos und lkws weiter vorbei, weil die autobahn ja frei war. am ende des beschleunigunsstreifen standen 2 autos, die wohl irgendwie nen unfall gebaut hatten. ich glaub nich, dass man das schaffen kann, indem man sich auf dem b-streifen normal verhält.

hätt dann auch fast nochn unfall gegeben als die autos versuchten aus dem stand und praktisch 0m b-streifenspur auf die bahn raufzukommen, vor allem weil ein kleinwagen aus der mitte der schlange einfach mal auf die autobahn rüberzog und, ka warum, erstmal mehrere sekunden mit 2-3kmh da langtuckerte. der lkw, der von hinten kam, hat das nur deshalb grade so noch mit bremsen geschafft, weil er vorher schon langsamer wurde und warnblinklicht an hatte.
hatte schon was lustiges, wie der kleinwagen da auf der freien autobahn praktisch rumstand und der lkw sich bei der vollbremsung geschüttelt hat.

Zitat:

Original geschrieben von PhantomWorks


Da mein alter Benz (300D, Bj. '89) kein Beschleunigungswunder ist, dauert es nunmal etwas länger als bei einem modernen Auto bis ich auf der Beschleunigungsspur ein Tempo habe um auf die BAB aufzufahren.
Aus diesem Grund nutze ich - im Gegensatz zu vielen anderen - den Beschleunigungsstreifen immer bis zum letzten Meter aus bevor ich auf die rechte Spur fahre.

Die rechtliche Lage des ganzen von Dir geschilderten Vorgangs kann ich nicht beurteilen, aber mal ein Tipp vom mir:

Es ist gerade bei relativ schwach motorisierten Fahrzeugen von Nöten, den Beschleunigungsstreifen nicht nur bis zum Ende, sondern auch gleich von Anfang an zum beschleunigen zu benutzen.

Da die meisten AB Auffahrten "von oben" herab kommen, ist es möglich und macht auch Sinn, schon in der Anfahrt zum Beschleunigungstreifen Schwung aufzubauen und dann sobald der eigentliche Beschleunigunggsteifen naht, Vollgas (Pedal to the Metal) zu geben.

Dann klappt's auch mit dem 300D (109PS??) zügig auf die AB zu kommen.

Zitat:

Original geschrieben von Blacky11111


Ich erlebe viel öfter den anderen Fall. Fahrzeuge ziehen am Beginn der Auffahrt sofort auf den Hauptfahrstreifen (oftmals ohne Rücksicht auf den fließenden Verkehr) und schimpfen wie die Rohrspatzen mit Hupe und Lichthupe wenn ich rechts an ihnen vorbeifahre und die Beschleunigungsspur ausnutze.

Das ist aber der umgekehrte Fall (und nicht verboten), als das Problem vom TE. Es passiert leider oft, das Kraftfahrer sofort auf die Haupfahrbahn wechseln ohne die Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs erreicht zu haben. Meist ist dann auch problemlos ein vorbeifahren rechtsseitig möglich um dann auf die Hauptfahbahn zu wechseln.

Der Fall des TE zeugt in meinen Augen nicht von viel geistiger Stärke. Ob das verboten ist oder nicht kann ich nicht sagen. Würde ich es tun, würde ich immer dem Kollegen auf der Beschleunigungsspur ein sicheres Auffahren ermöglichen.

Danke für Eure Antworten erst einmal!

@Diedicke: So sehe ich das auch. Ich bemühe mich stets eine gewisse Kameradschaft an den Tag zu legen, in der Hoffnung dass diese von den anderen auf unseren Autobahnen gewürdigt wird und man das gleiche zurück bekommt.
Nur ist es leider oft so, dass man als ein solcher der Depp der Straße ist und von allen Seiten "ausgenutzt" wird - wie im autofreien Leben hald auch.😉

Eine weitere nette Anekdote die mir heute Abend passiert ist: Fahrzeugkolonne auf der linken Spur weil in 1000m Entfernung rechts ein LKW fährt. Auf der rechten Spur befanden sich vereinzelt PKW's und einige waren auch schon fast auf den LKW aufgefahren. Ich habe bewusst eine große Lücke gelassen (ca. 150m) um denen auf der rechten Spur das Wechseln zu ermöglichen.
Ich werdet es mir nicht glauben, doch der PKW hinter mir fuhr auf, dann Schlangenlinien und zur Krönung gab er mir die Lichthupe nach dem Motto "Fahr endlich schneller und schließ die Lücke du Penner".  Als ich nicht reagierte und als Reaktion auf die Lichthupe aus Trotz meinen Heckrollo nach oben gefahren habe zog er plötzlich nach rechts, überholte mich auf der rechten Spur und zog vor mir in die von mir gelassende Lücke. Dann bekam ich noch 3x Warnblinker zu sehen.

Das Kennzeichen hab ich mir gemerkt und ich bin echt am überlegen zur Polizei zu gehen deswegen. Das Problem ist nur, dass er einen Beifahrer hatte (=Zeuge), ich hingegen alleine unterwegs war.

Doch eine Sache weiß ich jetzt sicher: Es gibt ein Leben nach dem Hirntod.

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Zitat:

Original geschrieben von PhantomWorks



Eine weitere nette Anekdote die mir heute Abend passiert ist: Fahrzeugkolonne auf der linken Spur weil in 1000m Entfernung rechts ein LKW fährt. (...) Ich habe bewusst eine große Lücke gelassen (ca. 150m) um denen auf der rechten Spur das Wechseln zu ermöglichen.

Ich werdet es mir nicht glauben, doch der PKW hinter mir fuhr auf, dann Schlangenlinien und zur Krönung gab er mir die Lichthupe nach dem Motto "Fahr endlich schneller und schließ die Lücke du Penner".  ...

Du, der wollte vielleicht garnicht, daß Du zum Vordermann aufschließt, der wollte, daß Du

mit 1 Km Abstand

(!!!) zum LKW und vermutlich ihm zu langsamer Geschwindigkeit,

nach rechts rüber

fährst.

Es gibt da übrigens ein Rechtsfahrgebot.

😉

@Swallow: Zum Thema Rechtsfahrgebot: www.motor-talk.de/.../...e-ich-jemanden-rechts-ueberholt-t2467911.html

Aus diesem Grund der einem Bekannten widerfahren ist, fuhr ich links und nicht rechts an der Kolonne vorbei. Die Lücke war wirklich nur eine von mir geschaffene Gelengehit für diejenigen auf rechten Spur.

Wenn ich das schon lese 🙄 . Was bleibt einem denn anders übrig an einem Schleicher vorbeizukommen wenn man selber schon z.b. 130 drauf hat und der Schläfer vor einem nicht in der Lage ist ,in die vorhandene Lücke zu fahren ? Soll ich den wegschieben oder dem ins Heck donnern ? 🙄 . Besonders habe ich die Chaoten ins Herz geschlossen die trotz Riesenlücke am Ende der Beschleunigungsspur stehen bleiben. Der letzte guckte nur blöd wie ein BSE -Kalb, als ich mit knapper Not an ihm vorbei in die Lücke fuhr. Warum bleiben solche Experten nicht auf der Landtraße oder nehmen den Bus ? 🙄 Warum heißt die Beschleunigungsspur wohl so ? Da schafft man es auch mit einem 300 D in der Regel schnell genug zu sein. Mit meinem relativ lahmen, 25 Jahre alten W 123 schaffe ich das auch. Mache ich da was falsch ? 😕

Midde 45-PS-Panda geht das auch in aller Regel wunderbar. Damit komme ich vielleicht nicht auf über Tempo 120 am Ende der Beschleunigungsspur, aber schnell genug bin ich damit auch schon.

Zitat:

Original geschrieben von meehster


Midde 45-PS-Panda geht das auch in aller Regel wunderbar. Damit komme ich vielleicht nicht auf über Tempo 120 am Ende der Beschleunigungsspur, aber schnell genug bin ich damit auch schon.

Na der Panda wiegt dafür aber auch nur halbsoviel wie mein Motor.😁

Zitat:

Original geschrieben von Swallow


Du, der wollte vielleicht garnicht, daß Du zum Vordermann aufschließt, der wollte, daß Du mit 1 Km Abstand (!!!) zum LKW und vermutlich ihm zu langsamer Geschwindigkeit, nach rechts rüber fährst.

Es gibt da übrigens ein Rechtsfahrgebot.

Nee, ich verstehe das so, daß der im Kolonnenverkehr einfach 150m weiter vorne sein wollte.

Zitat:

Original geschrieben von Roi Danton



Zitat:

Original geschrieben von Swallow


Du, der wollte vielleicht garnicht, daß Du zum Vordermann aufschließt, der wollte, daß Du mit 1 Km Abstand (!!!) zum LKW und vermutlich ihm zu langsamer Geschwindigkeit, nach rechts rüber fährst.

Es gibt da übrigens ein Rechtsfahrgebot.

Nee, ich verstehe das so, daß der im Kolonnenverkehr einfach 150m weiter vorne sein wollte.

.

Gehörst Du auch zu den Leuten, die öfters solche Erlebnisse haben?

.

Nee, das nicht. Aber zu denen, die bei Kolonnenverkehr weiter als nur bis zur Stoßstange des Vordermanns schauen. 😉

PhantomWorks spricht doch von einer 150m großen Lücke, die er gelassen hat. Er war nicht als Linksblockierer unterwegs, er hat nur einen Abstand zum Vordermann gelassen, der größer war als der Mindest-Sicherheitsabstand ... kein Wort davon, daß er langsamer gefahren ist als die vor ihm.

Zitat:

Original geschrieben von Roi Danton


Nee, das nicht. Aber zu denen, die bei Kolonnenverkehr weiter als nur bis zur Stoßstange des Vordermanns schauen. 😉

PhantomWorks spricht doch von einer 150m großen Lücke, die er gelassen hat. Er war nicht als Linksblockierer unterwegs, er hat nur einen Abstand zum Vordermann gelassen, der größer war als der Mindest-Sicherheitsabstand ...

Also, wenn ich auf der linken Spur unterwegs bin und vor mir ist einer der 150m zum Vordemann läßt, wobei dieser Vordermann vielleicht auch wieder mit 150m Abstand zu seinem Vordermann ebenfalls links rumfährt, und das nur weil in ca 1km Abstand rechts ein LKW fährt (scheint rechts nicht allzu viel los zu sein), dann würde ich mich schon fragen, ob die das nicht auch auf der rechten Spur machen können.

Zitat:

... kein Wort davon, daß er langsamer gefahren ist als die vor ihm.

Eine Lücke lassen macht nur Sinn, wenn man nicht wesentlich schneller als derjenige fährt, den man reinlassen will - und der fuhr hier rechts.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, auf der linken Spur bewegten sich ein paar Fahrer nicht oder kaum schneller als rechts - dann greift für alle das Rechtsfahrgebot, da die linke Spur zum Überholen gedacht ist, oder der TE führ eben doch nicht so schnell, wie es Aufgrund des Vordermannes möglich gewesen wäre, dann greift aber immer noch für ihn das Rechtsfahrgebot.

Zitat:

Original geschrieben von patti106



Zitat:

Original geschrieben von meehster


Midde 45-PS-Panda geht das auch in aller Regel wunderbar. Damit komme ich vielleicht nicht auf über Tempo 120 am Ende der Beschleunigungsspur, aber schnell genug bin ich damit auch schon.
Na der Panda wiegt dafür aber auch nur halbsoviel wie mein Motor.😁

Allein Dein Motor wiegt über 1,5 Tonnen??? Heftig... 😁

Ich wechsele auf die Hauptfahrbahn wenn ich a) schnell genug für den Wechsel bin und b) keinen behindere oder gefährde.

Ob ich dafür bereits am Anfang auf die Fahrspur fahre (weil fix genug und genügend Platz) oder erst am Ende hängt von der Verkehrssituation an. Und im Notfall ziehe ich auch vor einem auf die Fahrbahn, wenn ich vor mir einen habe, der weiterhin auf dem Beschleunigungsstreifen weiter fährt. Im Zweifelsfalle ziehe ich auch mit Überschußtempo an diesem vorbei. Jedoch immer in so einer Situation, wo ich jederzeit die Auffahrt ermöglichen kann.

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