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Auto verkaufen, Vollmacht

Themenstarteram 14. August 2019 um 22:15

Hallo,

ich habe einen Händler aus Süddeutschland der mein Auto kaufen will.

Er schlägt vor, dass ich eine Vollmacht austelle, das er die restliche Summe bei der Bank ablöst (27k) und ich die Differenz von etwa 10k per Überweisung paralell erhalte bevor er das Auto abholt.

Spricht was dagegen?

Brief geht ja eh erst raus, wenn das Darlehenskonto aufgelöst ist und sobald ich nicht die Differenz habe, gebe ich das Auto nicht raus?

Händler scheint seriös zu sein, wenn man das anhand von mobile etc bewerten kann.

Beste Antwort im Thema

guruhu meint das vor allem anders rum: wenn der Händler mit 10k EUR auf der Matte steht und den Wagen mitnehmen will, musst du unbedingt sicherstellen, dass er auch die 27k EUR an die Bank bezahlt hat.

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Grundsätzlich spricht da nichts gegen. Du musst nur darauf achten, dass du den Wagen nicht rausgibst, wenn du die 10k€ hast, sondern dann, wenn dir die Bank unabh. vom Händler bestätigt hat, dass die Restsumme abgelöst wurde und der Wagen somit "frei" ist.

Zitat:

Händler scheint seriös zu sein, wenn man das anhand von mobile etc bewerten kann.

Nein kann man nicht. Wenn du willst erstelle ich dir binnen zwei Wochen einen ähnlich "seriösen" Händler.

Themenstarteram 15. August 2019 um 12:05

Okay, also gehört ihm der Wagen trotz erhaltener Papiere noch nicht, sonder erst wenn ich die 10k erhalten habe, wie es im Kaufvertrag vorher festgelegt wird?

Ja, das würde ich mir auch bestätigen lassen.

guruhu meint das vor allem anders rum: wenn der Händler mit 10k EUR auf der Matte steht und den Wagen mitnehmen will, musst du unbedingt sicherstellen, dass er auch die 27k EUR an die Bank bezahlt hat.

Zitat:

@chrisdash schrieb am 15. August 2019 um 12:33:38 Uhr:

guruhu meint das vor allem anders rum: wenn der Händler mit 10k EUR auf der Matte steht und den Wagen mitnehmen will, musst du unbedingt sicherstellen, dass er auch die 27k EUR an die Bank bezahlt hat.

So sieht es aus. Will dem Händler absolut nichts unterstellen.

Jedoch ist so etwas (also mal ganz abstrakt gesehen!) eine Masche mit seeehr langem, grauen Bart.

Man wiegt den Verkäufer in Sicherheit. Wedelt mit 20 lilanen Scheinen vor seiner Nase rum. Verkäufer kann "sein Glück" kaum fassen, dass ja alles so schnell, reibungslos und zuverlässig geht und gibt überstürzt Wagen, Schlüssel und jedwege weitere Dokumentation heraus. Dass dann aber noch rd. 75% offen sind, sieht er in dem Moment nicht, weil der Verstand aussetzt. (klar, sind ja auch nur abstrakte Schulden irgendwo auf dem Papier, hätte man den Wagen bar bezahlt, würde man ihn ja auch nicht für 10k "Anzahlung" schon mal rausgeben und darauf vertrauen, dass der Rest noch kommt).

In dem Kontext vor allem: ruf selber bei der Bank an und lass dir die vollständige Ablöse deines Kredits bestätigen. Bitte vertraue nicht auf irgendeine Bestätigung, die der Händler dir unter die Nase hält.

Man muss echt nicht paranoid sein, nur bitte mit der gebotenen Skepsis und Verstand vorgehen. Am Ende ist dieses Vorgehen aber ein 08/15 Vorgang um finanzierte PKW abzulösen. Wenn du die gesunde Skepsis behälst, geht der Händler sogar ein gewisses Risiko ein. Schließlich ist er derjenige, der seinen 27k€ hinterherrennt, solltes du den Wagen dann nicht herausgeben.

Zitat:

Okay, also gehört ihm der Wagen trotz erhaltener Papiere noch nicht, sonder erst wenn ich die 10k erhalten habe, wie es im Kaufvertrag vorher festgelegt wird?

Du musst schon etwas differenzieren. Eigentum, Besitz. Was ist für dich "gehören"?

Dann spielt die Bank auch noch mit. Ggf. ist ihr der Wagen Sicherungsübereignet. Das alles ist dann so lange problemlos, bis der Kredit abgelöst ist. Dann ist die Bank zufireden.

Weiß die Bank denn bescheid, dass der Kredit vorzeitig abgelöst werden soll? Gibt ja ggf. noch Vofälligkeitsentschädigung. Auch sollte sie informiert sein, damit sie sich nicht über plötzliche 27k€ wundert. Grundsätzlich ist es ihr egal wer den Kredit ablöst. Insofern verstehe ich den Part mit der Vollmacht noch nicht so ganz. Ich brauche keine Vollmacht um jemandem Geld zu "schenken"/überweisen.

An wen soll denn der Brief gehen, wenn der Wagen abgelöst wurde? Ich nehme mal an, dass dieser im großen Tresor liegt?

Zitat:

@Paddy_0511 schrieb am 15. August 2019 um 12:05:54 Uhr:

Okay, also gehört ihm der Wagen trotz erhaltener Papiere noch nicht, sonder erst wenn ich die 10k erhalten habe, wie es im Kaufvertrag vorher festgelegt wird?

Ja, das würde ich mir auch bestätigen lassen.

Kurz gesagt: erst wenn Du das geld KOMPLETT erhalten hast, die Bank hat die Freigabe erteilt UND Du hast die Restsumme (bar) erhalten, händigst Du im das Fahrzeug mit den papieren und Schlüssel aus. Vorher nicht. Bekommst Du sie nicht bar, dann warte bis es tatsächlich auf dem Konto ist.

Ich finde interessant, dass der Händler den Kredit ablösen will, bevor er dingliche Sicherheiten komplett hat. Das stört mich am meisten. Gibt es einen schriftlichen Kaufvertrag darüber?

Zitat:

@digidoctor schrieb am 15. August 2019 um 13:36:30 Uhr:

Ich finde interessant, dass der Händler den Kredit ablösen will, bevor er dingliche Sicherheiten komplett hat. Das stört mich am meisten. Gibt es einen schriftlichen Kaufvertrag darüber?

Warum?

Der Händler kann jederzeit das Geld von der Bank zurückfordern. Da dieser das Geld (ohne anderslautende vertragliche Vereinbarungen) nicht zusteht, müssten diese das Geld auch zügig wieder zurücküberweisen. Und dass jetzt eine (Auto-)Bank pleite macht ist ja auch ein kalkulierbares Risiko.

Das Vorgehen, dass der Händler an die Bank überweist ist ein sehr übliches Szenario

Themenstarteram 15. August 2019 um 14:25

Ich erteile eine Vollmacht, das nach Eingang der Restschuld bei der Bank der Brief direkt an den Händler geht und nicht an mich. Dann überweist er mir die Restsumme die direkt an mich geht und holt das Auto ab(natürlich erst nach der Überweisung). Ich rufe dann bei der bank an und erkundige mich ob das Darlehen abgelöst wurde und händige dann das Auts aus.

Kaufvertrag wird vorher fertig gemacht und dort reingeschrieben und unterschrieben.

Das ist dann schon relativ sicher.

Worst Case ist dann, dass der Händler den Brief hat, du aber noch Eigentümer des Fahrzeugs bist. (Eigentumsvorbehalt bis zur endgültigen Zahlung des Kaufpreises vereinbaren).

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass der Händler den Brief hat, aber vom Kauf nichts mehr wissen will, müsstest du ihn dann auf Herausgabe gegen 27k€ bzw. Erfüllung des Kaufvertrages verklagen.

Da mir aber spontan kein Händler einfällt, der sich einen DIN A4 Zettel für fast 30k€ an die Wand heftet, halte ich dieses Szenario für ein kalkulierbares Risiko.

blöde platte frage: wieso will ein autohändler ein 37.000€ auto quer durch deutschland kaufen und geht das risiko (wenn auch überschaubar) der vorabüberweisung an die bank ein, obwohl er dein auto wohl noch nie gesehen hat ? ich interpretiere das aus deiner ersten aussage

Zitat:

ich habe einen Händler aus Süddeutschland der mein Auto kaufen will.

ich wohne im norden und würde nie sagen "ein händler aus norddeutschland will mein auto kaufen" sondern "ein händler um die ecke ..."

aber egal

wenn du ihn das auto ohne zahlung an die bank rausgibts, bist du quasi alles los bis auf den brief, der noch bei der bank liegt. der händler bekommt das auto zwar so nicht verkauft, in einzelteilen bekommt er aber sicherlich mehr als 10.000€ raus, zumal die scheine auch unecht sein könnten. paranoia mode :)

gerade wenn er eine gewisse anfahrtsstrecke hat, wird er sich nicht so leicht abschütteln lassen, wenn die bank nicht ihr ok gibt. und da er das natürlich weiß, hat er sicherlich auch verstärkung in form von 2-3 typen, die etwas druck machen.

ach ja: wenn du das auto rausgibts ohne bank ok, haste auch gleich noch stress mit der bank, da die kreditsicherheit weg ist. im prinzip vertragsbruch bla bla. da können dir die rechtlich versierten sicher mehr zu sagen. auf jeden fall will die bank sofort die volle summe sehen...

kommen wir zurück zur ursprünglichen frage: warum kauft ein händler irgendwo in deutschland dein auto für 37.000€ ? ein schnäpchen ist der preis so wohl erstmal nicht, egal was für ein auto das überhaupt ist. ist der preis top, nimmt ihn jeder händler vor der tür genauso an...

Themenstarteram 21. August 2019 um 12:34

Hab einen anderen Käufer nun, hab das Auto selber ausgelöst und bekomme das Geld jetzt bar.

Treffen uns an einem Einzahlautomat, dann kann ich gleich das Geld auf Echtheitprüfen und habe zusaätzlich noch ein Prüfgerät dabei.

Nur angemeldet muss ich es verkaufen, das macht der Hädnler selber , kommt auch aus weiterer Entfernung.

Habe viele Anfragen gehabt, allles von wieter weg, die sicht spziel auf Mustangs spezialisiert haben, was An und Verkauf angeht,

Dann mach mit dem Händler aber so'n Zettel fertig wo draufsteht, dass er den Wagen nur für die Überführungsfahrt nutzen darf, bevor er ihn abmeldet. Mit festem Datum bis wann er ihn abgemeldet haben muss. Vorlage gibts im Netz, mal googeln.

Ansonsten fährt der nach Lust und Laune noch mit deinen Nummern rum (auf deine Versicherung!) oder lässt Interessenten Probefahrten damit machen.

Zitat:

@chrisdash schrieb am 21. August 2019 um 13:11:46 Uhr:

Dann mach mit dem Händler aber so'n Zettel fertig wo draufsteht, dass er den Wagen nur für die Überführungsfahrt nutzen darf, bevor er ihn abmeldet. Mit festem Datum bis wann er ihn abgemeldet haben muss. Vorlage gibts im Netz, mal googeln.

Ansonsten fährt der nach Lust und Laune noch mit deinen Nummern rum (auf deine Versicherung!) oder lässt Interessenten Probefahrten damit machen.

bei den vorgedrucketn Kaufverträgen vom ADAC etc. liegen 2 Postkarten dabei. Eine für die versicherung, eine für die Zulassungsstelle. Die muß der Käufer unterschreiben und der verkäufer versendet sie.

Themenstarteram 21. August 2019 um 14:37

Ja, klar die lassen ich unterschreiben und faxe die gleich weg. Ist ein größerer Händler, wird schon klappen.

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