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Auszahlung Wertminderung zu gering?

Themenstarteram 23. August 2011 um 8:25

Hallo zusammen.

Auto: Audi A4 Avant S-Line Bj. 2009 Modell 2010

Neupreis ca. 50.000 €

Km: ca. 35.000

Nun ist mir vor ca. 3 Wochen ein Auto in die rechte Seite gefahren. Die hintere Türe sowie der schmale Streifen zwischen Türe und Rad wurden beschädigt.

Türe wurde gewechselt und der Rahmen ausgeschnitten und neu verschweisst.

Bilder kann ich gegebenenfalls noch nachliefern.

Reparatur belief sich auf 3.200 €.

Wird auch ohne Probleme von der gegnerischen Versicherung übernommen.

Nun soll ich aber lediglich 500 € Wertminderung ausbezahlt bekommen, was in meinen Augen mehr als ein Witz ist!

Es ist ja nun folglich ein Unfallwagen, für den ich bei einem Verkauf bestimmt nicht nur 500 € weniger bekommen würde!?

Was haltet ihr von der Wertminderung bzw. kann ich da irgendwie vorgehen?

Bitte um eure Hilfe.

Grüsse b

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29 Antworten

naja wen man den wagen 20 jahre lang behällt sind die 500€ sehrwohl ne gute summe....siehst du das problem? ;)

Themenstarteram 23. August 2011 um 8:56

Und das hilft mir jetzt wie weiter? Dürfen die mir jetzt schon vorschreiben, dass ich das Auto 20 Jahre fahren muss, damit die Wertminderung passt? O.o

Das Auto hat nun einen merkantilen Minderwert, welchen ich in entsprechender Höhe ausbezahlt haben will.

Ob oder ob ich nicht das Auto verkaufe, geht die doch einen feuchten Furz an!

Oder welches Problem soll ich darin sonst noch sehen?

Was erwartest Du bei der Schadenhöhe?

Das Problem ist, dass Du bei einem Schadenfall fast zwangsläufig übervorteilt wirst, da die Wertminderung nie darstellen kann, dass Du den Grossteil der potentiellen Interessenten verlierst, sobald es sich um einen (offenbarungspflichtigen) Unfallwagen handelt....

Wenn jemand allerdings bereit ist, einen Unfallwagen zu kaufen, dann bist Du mit den 500 EUR doch ganz gut bedient....

Btw, wer hat denn das Gutachten erstellt? Vermutlich ein von Dir beauftragter Sachverständiger.... Der ist natürlich auch erster Ansprechpartner, wenn Unstimmigkeiten auftreten und der wird Dir auch erklären können, warum die ermittelte WM so hoch oder so niedrig ausfällt!

Wenn das Gutachten vom gegnerischen Versicherer-SV ermittelt wurde hast Du natürlich die Möglichkeit, ein Gegengutachten von einem SV Deiner Wahl erstellen zu lassen, das Kostenrisiko trägst allerdings Du!

Themenstarteram 23. August 2011 um 10:11

Vielen Dank mal für deine Antwort.

Das Gutachten wurde vom Gutachter der gegnerischen Versicherung erstellt.

Das mit dem Gegengutachten werde ich mir überlegen müssen.

Was denkt ihr denn über die 500 €?

Sind die in der höhe vertretbar?

Das es kein Bagatellschaden ist, ist wohl durch das angehängte Bild klar?!

Reparatur

Ohne eine Fachgerechtes Gutachten kann man zum Thema Höhe gar nichts sagen. Hierfür hättest du tatsächlich von Anfang an zu einem unabhängigen Gutachter gehen müssen.

Hast Du einen Anwalt eingeschalten? Wenn nicht, hol das schnell nach. Such Dir aber bitte einen Anwalt für Verkehrsrecht ;) und keinen Familienrechtler o.ä.

Die Kosten für den Anwalt muss die gegenerische Versicherung übernehmen.

Zum Thema Gutachtenkosten, nach meinem Wissen muss die Versicherung die Kosten des Gutachtens übernehmen. Nun bin ich mir nicht sicher wie es ist wenn schon eines von der Versicherung erstellt wurde. Aber ich denke hier kann Dir auch ein Anwalt gut Auskunft geben.

...nach diesem allmächtigen Geheimtipp (Anwal t d) im 5ten Beitrag dieses Threads kann doch nun schon geschlossen werden oder :D:rolleyes::D

Was soll man ihm sonst raten? ;)

Inzwischen würde ich keinen Unfall mehr ohne Anwalt abwickeln. Ok, es gibt 3 Versicherungen, die mir spontan einfallen, da kann man es wohl ... Ansonsten, ohne ist ein absolutes no go.

Vielleicht bsit Du dann auch so nett, über die Konsequenz dieser Haltung zu informieren.

 

Ich helf Dir dabei mit einer kleinen Rechnung:

Es wurden 2009 3,371 Millionen KFZ-Schäden reguliert.

 

Von den deutschen KFZ-Haftpflichtversicherungen wurden dafür insgesamt 12,3 Milliarden EUR ausgegeben.

Die durchschittliche Schadenhöhe lag dabei bei 3.520 EUR.

 

Bei einem Streitwert von 3.520 EUR fallen für die außergerichtliche Bearbeitung RA-Gebühren (brutto inkl. Pauschale) von 461.12 EUR an.

 

Mal angenommen, alle diese Schäden würden anwaltlich bearbeitet, ob´s nötig ist oder nicht, würde der Schadenaufwand um ca. eine Milliarde EUR pro Jahr steigen.

(Mir ist klar, dass die Zahl nicht genau stimmt, weil ja in dem jetzigen Schadenaufwand auch schon Anwaltsgebühren enthalten sind. Aber das wird teilweise wieder dadurch ausgeglichen, dass ja auch durchaus höhere Gebühren als die 461 EUR anfallen können, z. B. durch Prozesse. Ist also nur eine ganz grobe Rechnung.)

 

Aber was glaust Du wohl, wer diese eine Milliarde Steigerung bezahlt? Die Gesellschaften von Axa bis Zurich?

 

Mit Sicherheit nicht.

 

Die Milliarde zahlen die Autofahrer höchst persönlich und ganz alleine. Denn der Betrag wird schlicht und ergreifend umgelegt.

 

Willst DU, der Du selbst vielleicht seit Jahren unfallfrei unterwegs bist, jedes Jahr drauflegen, weil irgendjemand anders keine Lust hat, sich selbst eine halbe Stunde mit der Abwicklung eines Unfalls zu beschäftigen und dafür lieber einen Anwalt beschäftigt?

 

Ist der "immer alles über den RA laufen lassen!"-Tipp also ein guter Tipp?

 

 

 

 

 

 

 

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

 

Ist der "immer alles über den RA laufen lassen!"-Tipp also ein guter Tipp?

Gut möglich. Auf solche Nachrichten von der Versicherung wie "vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir haben diese erhalten und kümmern uns so schnell wie möglich darum." und sich dann nicht mehr melden, kann ich z. B. gut verzichten.

Zitat:

Original geschrieben von blackbruce

Vielen Dank mal für deine Antwort.

 

Das Gutachten wurde vom Gutachter der gegnerischen Versicherung erstellt.

 

Das mit dem Gegengutachten werde ich mir überlegen müssen.

 

Was denkt ihr denn über die 500 €?

Sind die in der höhe vertretbar?

 

Das es kein Bagatellschaden ist, ist wohl durch das angehängte Bild klar?!

Die Wertminderung ist zu gering bemessen.

 

Geh mal vom doppelten aus.

 

Fordere die Versicherung auf, hier nachzubessern. Wenn das nicht funktioniert suchst du dir selber einen

qualifizierten Sachverständigen, der dir ein Gutachten zur merkantilen Wertminderung erstellt.

 

Gruß

 

Delle

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Willst DU, der Du selbst vielleicht seit Jahren unfallfrei unterwegs bist, jedes Jahr drauflegen, weil irgendjemand anders keine Lust hat, sich selbst eine halbe Stunde mit der Abwicklung eines Unfalls zu beschäftigen und dafür lieber einen Anwalt beschäftigt?

Ist der "immer alles über den RA laufen lassen!"-Tipp also ein guter Tipp?

wen versicherungen nicht immer "dumm tun" würden und es unkomplizierter machen würden, auf einen in einem gespräch eingehend würden und nicht sich hinter dem "fachchinesisch" verschanzen würden... dann wären viele "geh zum anwalt" ratschläge echt überflüssig das stimmt.

auch wens vielleicht die einen oder anderen nicht höhren wollen....aus persönlicher erfahrung kann ich sagen das es mit "gutem zureden" bei mir nie geklappt hat bei schadensfällen. lags beim anwalt gings ganz fix.

und ausser vielleicht eine rechtlich standfesteren hintergrund und eine geschwollene formulierung hat er auch nur fristen gesetzt...

desweiteren hast du eine schöne hochrechnung angestellt. ich gebe dir da auch uneingeschränkt recht! ABER sollte es nicht dann auch im sinne der versicherung sein kostenneutral zu arbeiten um den gang zum anwalt des "kunden" zu vermeiden?! oder wie siehst du das?

Nochmal, wir sprechen von rund 3,4 Millionen Schadenfällen. Da sind persönliche Erfahrungen einfach kein Maßstab.

Die meisten dieser Fälle laufen problemlos durch, ohne dass ein RA erforderlich ist.

Andere erfordern die Mitwirkung eines Anwalts und es ist gut und richtig, wenn der Geschädigte die Hilfe in Anspruch nimmt, die er benötigt.

Sei es, weil die Haftung streitig ist oder es Probleme mit der Schadenhöhe gibt oder weil ein erheblicher Personenschaden reguliert werden muss. Alles gar kein Thema.

In manchen Fällen ist der auch Anwalt hilfreich, wenn es nur darum geht, dem Mandanten "den Kopf gerade zu rücken" und überzogene Vorstellungen des Geschädigten auf ein realistisches Maß zurecht zu stutzen. Auch das machen gute Anwälte und ich will nicht verhehlen, dass das des Sachbearbeitern die Arbeit erleichtert.

Was mich nur immer stört, ist, wenn der Geschädigte hier im Forum vermittelt bekommt, dass es unmöglich ist, einen Schaden abzuwickeln, ohne anwaltlich beraten zu sein. Das ist erstens falsch und kostet zweitens unser Geld. Und das gebe ich gerne anders aus...

Schließlich spannt bei dem derzeitigen Wetter auch kein Mensch morgens einen Regenschirm auf, weil er denkt, dass es vielleicht abends ein Gewitter gibt.

 

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Was mich nur immer stört, ist, wenn der Geschädigte hier im Forum vermittelt bekommt, dass es unmöglich ist, einen Schaden abzuwickeln, ohne anwaltlich beraten zu sein. Das ist erstens falsch und kostet zweitens unser Geld. Und das gebe ich gerne anders aus...

Scheinbar gibt es genügend schlechte Erfahrungen mit den Versicherungen und deren Sachbearbeitern? Nichts wird den Versicherungen lieber sein als ein unerfahrener/ahnungsloser Anspruchsteller, oder? Am besten den Geschädigten in ein Versicherungsnetzwerk drängen, richtig?

Selbst wenn durch den Anwaltsverzicht Kosten gespart würden, wird sich das wohl am allerletzten in den Beiträgen der Versicherten widerspiegeln.

Ich kann mich Hafi545 nur voll anschließen.

Aus meiner Erfahrung sowohl in meinem Familien- als auch im (recht großen) Freundeskreis kann ich sagen, daß 99% aller unstrittiger Fälle problemlos von der zuständigen Versicherung abgearbeitet wurden. Lediglich in einem Falle war Drohung mit einem Rechtsanwalt notwendig. Allerdings lag es nicht an dem an sich unstrittigem Fall (Auffahrunfall), sondern daran, daß die Versicherung zuerst die Gegenseite anhören wollte und diese es nciht geschafft hat, einen Bericht innerhalb von drei Wochen abzugeben und die Versicherung einfach _selbst_ zugunsten des Unfallopfers entschieden und den kompletten Schaden beglichen hat.

Wie man hier im Forum sehr häufig sieht, sind die Unfallgeschädigten äußerst häufig von der eigenen Unschuld überzeugt, die kühle Betrachtung der Forumteilnehmer führt jedoch häufig auf Mitschuld oder sogar volle Schuld. Dann sind die Unfallgeschädigten meistens sehr angesäuert. Wenn dies aber bereits in einem "einfachen" Forum passiert, ist es doch sicherlich auch vorstellbar, daß ähnliche Fälle zuhauf den Versicherungen selbst aufgetragen werden. Eine Versicherung kann sich nciht einfach auf die Aussage des Anspruchstellers verlassen, sondern muß die Gegenpartei anhören, ggf. Polizeiakte anfordern, ggf. Gutachten prüfen. Das dauert Zeit und kann durchaus zu einem Ergebnis führen, der dem Anspruchssteller nicht gefällt. Da wird herumgetobt und auf die bösen Versicherungen geschimpft, die einen nur ausbeuten wollen. Letzendlich aber besteht die Aufgabe einer Versicherung auch darin, die unberechtigten Forderungen abzublocken und die Kosten gesamt niedrig zu halten, um auch den anderen, unfallfrei fahrenden Versicherten niedrige Tarife anbieten zu können. Da ist eine Schadenauszahlung nur nach sorgfältiger Prüfung und eben nicht bei jedem Anspruch zu leisten.

Aus meinem bisher einzigen (toi, toi, toi) Unfall kann ich dies auch belegen: Anspruchsstellerin war der festen Meinung, ich hätte die Schuld, und kam auf meine Versicherung zu, immerhin hätte die Polizei am Unfallort gesagt, ich sei schuldig. Ihre Freunde haben sie auch noch sehr stark darin bestätigt, immerhin hätten sie ähnliche Fälle erlebt. Meine Gegendarstellung wiederum zeigte in Richtung der Anspruchstellerin als Unfallverursacherin. Angeforderter Gutachter hat vor Ort festgestellt, daß die Polizei sich schlichtweg geirrt hat, da die Polizisten gemeint haben, ein Schild zu sehen, der aber nachweislich nicht vor Ort stand (und laut Gemeindeakte nie gestanden hat). Am Ende wurde die Schuld 50/50 aufgeteilt, also blieb quasi jeder auf seinen Kosten sitzen. Objektiv betrachtet, war es auch richtig so, wie ich aus der Perspektive von paar Jahren sehen kann, da wir beide nicht aufgepasst haben, aber damals habe ich auch über die Versicherung geflucht, und sicherlich die Unfallgegnerin auch.

Gerade wenn man selbst Schaden hat, neigt man zu einer verzerrten Wirklichkeitswahrnehmung und greift dann die an, die einem diese zurechtrücken.

Man muß sich auch vor Augen halten, daß Versicherungen keine dunklen Mächten im Hintergrund sind, sondern Unternehmen, die Tausenden von Mitarbeitern sichere Jobperspektiven bieten, sehr häufig ausgezeichnete Mutterschutzprogramme und unternehmenseigene Kindergärten haben, die Sportveranstaltungen für behinderte Kinder sponsern und Steuern zahlen, aus den Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und sonstige Stütze geleistet wird. Um das zu erhalten, müssen sie am Jahresende bestenfalls eine schwarze Null, idealerweise einen soliden Plus erzielen. Und dieser Plus geht wiederum nicht in die Taschen irgendwelcher Manager, die lediglich sowieso nur Angestellte im Unternehmen sind, sondern wird an Aktionäre ausgeschüttet. Diese wiederum sind meistens Banken, welche daraus Zinsen für unsere Sparbücher und Termingeldkonten erwirtschaften, Versicherungen, die daraus unsere private Rente auszahlen, Fonds, die daraus unsere ALtersvorsorge aufbauen oder Privatleute, die ihre Ersparnise mit Dividenden aufbessern wollen.

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