Aussagen von Polizisten bei Lasermessungen

Hallo,
ich bin verwirrt. Ich wurde heute gelasert. 20 Jahre fahre ich nun schon und heute war ich völlig neben der Spur.
40 km/h innerorts zu schnell. Ich war in Gedanken. Ist passiert und steh ich auch zu. Allerdings hatte mir der Polizist gesagt, mich würden 80 Euro und 1 Punkt erwarten. Nun habe ich im Bußgeldkatalog was völlig anderes gelesen: 160 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.
Ein Polizist weiß sowas doch normalerweise oder?
Er meinte, das ginge jetzt zum Rechtsamt der Stadt und von dort bekäme ich dann Post.
Also muss ich doch wohl davon ausgehen, dass ich die höhere Strafe laut Katalog bekomme?!?
Frag mich echt, was der mir da erzählt hat. Hab es ja auch direkt zugegeben und mich auch fair gezeigt. Komisch.

Beste Antwort im Thema

Ja, und dir ist natürlich noch nie ein Fehler unterlaufen. 🙄

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Man könnte wohl eher meinen, ohne Tempomat wäre es vielleicht günstiger geworden.
Aber wie auch immer, der TE steht ja dazu und vielleicht gibt es ja noch Rückmeldung wenn der Bescheid kommt.

Zitat:

@Monstrabidur schrieb am 10. November 2015 um 08:38:36 Uhr:



Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 10. November 2015 um 07:29:38 Uhr:


[klugscheißmodus]
Weil der TE seinen Tempoamten innerorts bestimmt nicht auf ca. 90km/h stellt.
Da mit eingeschaltetem Tempomaten der TE bestimmt nicht mit dem Fuss auf das Pedal drückt, erhöht sich somit auch nicht seine Geschwindigkeit.
[/klugscheißmodus]
Schon mal überlegt, dass man mit auf 90 kmh gesetzten Tempomaten durchaus in eine geschlossene Ortschaft rollen kann?

Wer nicht merkt, dass er in eine Ortschaft fährt, ist in meinen Augen blind und sollte sowieso nicht fahren.

So abgelenkt sollte man von seinem Telefon nicht sein.

Eine Ortschaft fällt auf. Plötzlich stehen Häuser links und rechts, es verlaufen Bürgersteige neben der Straße...

@TE
ist keine Wertung dir persönlich gegenüber, sondern allgemein
Fehler passieren und du stehst zu deinem Fehler, deshalb großes Lob

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 10. November 2015 um 12:48:39 Uhr:


Wer nicht merkt, dass er in eine Ortschaft fährt, ist in meinen Augen blind und sollte sowieso nicht fahren.
So abgelenkt kann man von seinem Telefon nicht sein.
Eine Ortschaft fällt auf. Plötzlich stehen Häuser links und rechts, es verlaufen Bürgersteige neben der Straße...

Bei uns in der Gegend wurde ein Abschnitt zwischen zwei Ortschaften, auf dem jahrzehntelang 70 galt, plötzlich zu 50, indem einfach die Ortsausgangs- und Tempo 70-Schilder abmontiert wurden. Zwar wurde dort in der Gegend ein bisschen gebaut, aber obwohl die Häuser schon dort standen, galt weitere 10 Jahre 70. Dort gibt es keine Bürgersteige o.ä. ein Ortsfremder könnte auch meinen, dort gälte 100 (v.a. wenn er von der Richtung kommt, aus der die Ortschaft abrupt in einen Kreisverkehr endet).

Auch in meinem Ort gibt es so eine Straße zwischen Autobahn und Industriekomplexen. Keine kreuzenden Fußgänger oder Radler, alle Kreuzungen (3 Stück auf 2 km) durch Ampeln geregelt (wobei nur zum Schichtwechsel dort Leute rauskommen, sonst nie), Straße schnurgerade. Hier gilt offiziell auch 50, trotzdem fährt quasi jeder 70 aufwärts, weil 50 einfach keinen Sinn ergibt. Geblitzt wurde dort noch nie.

Will damit nur sagen, dass es durchaus Situationen gibt, in denen man ohne grobe Unachtsamkeit schnell mal deutlich mehr draufhat als erlaubt. Selbst wenn man sich nach anderen VTs richtet.

Keine Frage, dass es solche Abschnitte gibt und ich kenne auch einige Waldstraßen, die aber innerorts sind und somit 50km/h. In Brandenburg gibt es ein Dorf, in dem ein Teil der Durchgangsstraße früher 70km/h begrenzt war. Vor einiger Zeit hat die Behörde die Schilder abgebaut und nun darf man nur 50km/h fahren. Dieses Teilstück hat links und rechts keine Häuser und mehr Außerortscharakter.
Meine Aussage zielt in die Richtung, dass ich genug Aufmerksam auf der Strasse habe, um Ortschilder zu erkennen.
In deinem 1. Fall gibt es keinen Ortsausgang und somit bleibt es bei 50km/h, auch wenn dort ein Kreisverkehr ist. Kenne genug Orte, in denen das Ortsausgangschild erst 800m nach dem letzten Haus und 3 Kurven kommt. Da kann man schon ins Grübeln kommen, ob man das Schild übersehen hat.
Es ist eben schwierig und der Fall vom TE zeigt, dass man nicht telefonieren sollte, sondern sich auf den Verkehr und die Straße konzentrieren sollte.

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Ähm, wie kommen einige darauf. dass der TE telefoniert hat?! 😕
Entweder wird hier wieder was fehlinterpretiert, oder ich bin blind.

Ein klarer Hinweis das man sich in einer geschlossenen Ortsschaft befindet ist das das Zeichen 306 ( Vorfahrtsstraße Gelbe Raute) Vor und nicht hinter einer Einmündung/ Kreuzung steht.

Zitat:

@kennex schrieb am 10. November 2015 um 13:37:01 Uhr:


Ähm, wie kommen einige darauf. dass der TE telefoniert hat?! 😕
Entweder wird hier wieder was fehlinterpretiert, oder ich bin blind.

Das telefonieren soll nur als Beispiel für Ablenkung dienen. Du darfst gerne ein anderes wählen.

Hat mit dem TE nix zu tun.

Ich habe es unglücklich formuliert. 🙂

Zitat:

Schon mal überlegt, dass man mit auf 90 kmh gesetzten Tempomaten durchaus in eine geschlossene Ortschaft rollen kann?

Genau, man ist ja schliesslich kein hirnloser Raser,

der mit 110 über die Landstrassen brettert und

spritsparen tut man auch, wenn man nicht in jeder mickrigen Ortschaft

auf 50 runtergeht, sonder einfach mit 90 weiterrollt.

40 zu viel ist eine Ansage, die Konsequenzen sind klar geregelt,
ein Ermessensspielraum seitens des beteiligten Polizisten wäre mir unbekannt.

Er gibt den Vorfall weiter und damit ist der Drops für Ihn gelutscht.
(bis auf eine etwaige Aussage in folgenden Rechtssteitigkeiten.)

Zitat:

@cornerbackX24 schrieb am 10. November 2015 um 07:42:24 Uhr:


Und - völlig wertfrei - + 40 km/h innerorts ist schon eine krasse Überschreitung.

Da geb ich Dir Recht. Fuchst mich auch selbst, weil ich es mir nichtmal erklären kann. Ich war nur in Gedanken, nicht in Eile und hab auch nicht bewusst auf dem Gaspedal gestanden. Völlig unnötig. Innerorts heißt übrigens nicht, dass ich in der Innenstadt oder in einem Wohngebiet so herbe zu schnell war. Es war eine längere Straße, an einem weiten Feld gelegen, kurz nach Ortseingang, also Stadtrand. Ist jetzt nicht so, dass ich in einem vielbefahrenen Teil an irgendwelchen Müttern mit Kinderwagen oder so vorbeigefahren wäre. Allerdings war dort schon 30 statt 50. So, ich warte dann mal auf Post. Kommt bestimmt passend zum Geburtstag oder Weihnachten 😉

Ich kann mir schönere Geschenke zu diesen Anlässen vorstellen. 😉

Nochmals Lob an dich, dass du zu deinem Handeln stehst und auch die Konsequenzen akzeptierst.
Das liest man hier nicht oft.
Ich streite nicht ab, dass es mir auch passieren kann. Habe auch schon auf der Autobahn ein 120km/h Limit übersehen, weil ich geträumt habe (mea culpa; kurz nach Weihnachten, nix los auf der Autobahn, A9 bei Niemegk). Bei mir waren es zu meinem Glück nur 27km/h zu schnell. Habe mich sehr über mich selbst geärgert, zumal ich diese Stelle auch noch kannte.

Wenn Du bis jetzt bußgeldfrei gefahren bist lässt sich das Fahrverbot
gegen eine höhere Geldstrafe vielleicht aufheben. Ich weiß ja nicht
was Dir mehr weh tut, Geld oder das Fahrverbot. Einfach Mal kleine
Brötchen backen das hilft oft🙂

Wenn man sich vor Augen hällt, dass Leute völlig in Gedanken versunken mit fast dem doppelten der erlaubten Geschwindigkeit durch unsere Ortschaften rasen, kann einem nur Angst und Bange werden. Das sollte doppelt so schwer bestraft werden, wie ein vorsätzlicher Zuschnellfahrer, dieser ist immerhin auf den Verkehr konzentriert.

Ja, und dir ist natürlich noch nie ein Fehler unterlaufen. 🙄

Zitat:

@Hellmi schrieb am 11. November 2015 um 12:03:43 Uhr:



Wenn Du bis jetzt bußgeldfrei gefahren bist lässt sich das Fahrverbot
gegen eine höhere Geldstrafe vielleicht aufheben...

Das wird nicht klappen. Meine Frau hat es auch "erwischt". Nach einem Kreisverkehr am (optischen) Ortsausgang hat sie beschleunigt, das Ortsendeschild kam aber erst später. So wurde sie mit +35 km/h geblitzt -> 1 Monat Fahrverbot. Sie wurde davor noch nie geblitzt, wir dachten daher auch, dass man das Fahrverbot evtl. vermeiden kann, was aber nicht möglich war.

Das sind allerdings Einzenfallentscheidung, und hier kocht jede Bußgeldstelle ihr eigenes Süpple.

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