Arglistische Täuschung beim Autokauf ?

Dies Thema ist zwar kein Versicherungsthema, aber vielleicht kann mir doch jemand helfen.

Wir hatten für meine Frau im Februar einen Golf 4, Bj. 2003, Kombi, Automatik mit 150.000 im für 3400,- € gekauft. Die Probefahrt verlief gut, der Wagen war soweit in Ordnung, dazu sehr gepflegt und war ein Garagenwagen.

Nach ein paar Wochen bemerkte ich, dass das Getriebe plötzlich für ein paar Sekunden keinen Kraftschluss mehr hatte. Die Drehzahl stieg, aber der Wagen beschleunigte nicht. Wie gesagt, dieser Spuk trat nur ein paar Mal auf und immer nur für ein paar Sekunden. Meine Frau fuhr nun vor 4 Wochen zum Einkaufen zum örtlichen Supermarkt. Auf dem Parkplatz sprach sie ein Mann an und meinte: "Ist das nicht der Wagen von der Fau xyz, den wollte ich auch schon kaufen. Bei der Probefahrt auf der Autobahn hatte der Wagen doch den Getriebefehler mit den Kraftschluss". Danach verschwand der Mann. Meine Frau war so sprachlos, dass sie sich nicht den Namen und auch nicht das KFZ-Kennzeichen merke. Danach war ich in der Werkstatt, hatte noch eine Ölspülung machen lassen in der Hoffnung, dass der Fehler verschwindet. Leider war das nicht der Fall. Laut Werkstatt wird der Fehler im Getriebe liegen, könnte der Wandler sein oder was auch immer. Falls der Fehler schlimmer wird, ist der Schaden ein wirtschalftlicher Totalschaden.

Nun bin ich doch ziemlich verärgert. Anscheinend war der Verkäuferin der Fehler bekannt, jedenfalls dem Interessenten, der den Wagen kaufen wollte. Nun frage ich mich, ob und was ich da noch machen könnte? So wie ich das sehe, liegt falls sie von dem Schaden wußte, eine arglistige Täuschung vor. Einen Zeugen habe ich nicht und die Verkäuferin dürfte wohl alles abstreiten. So gesehen werde ich wohl schlechte Karten haben. Trotzdem will ich den Sache nicht so einfach auf sich beruhen lassen.

Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp, wie man taktisch vorgehen könnte.

Beste Antwort im Thema

In den beiden Werkstätten wußten Sie nichts von dem Vorschaden, bzw. wollte mir eine Werkstatt aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft geben.
Prinzipiell sind meine Möglichkeiten natürlich begrenzt, rechtlich werde ich wohl nichts ausrichten können.
Ich dachte auch eher an die Möglichkeit, die Verkäuferin mit der Geschichte zu konfrontieren und abwarten, wie sie reagiert. Vielleicht kann man ja auch mit Anwalt drohen. Das ich den Namen von den Zeugen nicht habe, brauche ich ihr ja nicht auf die Nase binden.

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EDIT

Falscher Beitrag.

Zitat:

@Siggi1803 schrieb am 15. Juni 2015 um 21:24:36 Uhr:


EDIT

Falscher Beitrag.

Ok, hab schon gedacht, ich hätte 2 Threads verwechselt 😁

So ging es mir eben auch .... 😰

Zitat:

@Pepperduster schrieb am 15. Juni 2015 um 14:26:28 Uhr:


Oder einfach mal Getriebeöl nachfüllen lassen......

Gut , du hast mitbekommen das es ein Automatik ist. Aber dennoch hast nicht alles gelesen 😉 Das Getriebe wurde gespuelt wegen dem Fehler, laut TE.

Ich wuerde versuchen der Verkaeuferin weiss zumachen das ich von der Werkstatt die Info haette. Wenn die Geschichte spaeter doch uebern Anwalt geht, kommt der auch an die Info von der Werkstatt.

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Zitat:

Das hat nur nicht mit einer rutschenden Kupplung zu tun. Ich frage mich, wieso es (bei all den Betrügereien in Sachen KFZ) noch immer Käufer gibt, die sich keinen mit bringen, der wenigstens ein bisschen Ahnung hat.

zb. im 2./3. Gang anfahren,- das Problem wäre sofort aufgefallen.

Ist dir aufgefallen, dass wir von einem Automatikgetriebe reden😕

Ansonsten hätte den Fehler nicht mal eine Werkstatt gefunden. Selbst der Werkstattmeister konnte den Fehler nach dem Ölwechsel nicht feststellen.

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 15. Juni 2015 um 21:52:40 Uhr:



Zitat:

Das hat nur nicht mit einer rutschenden Kupplung zu tun. Ich frage mich, wieso es (bei all den Betrügereien in Sachen KFZ) noch immer Käufer gibt, die sich keinen mit bringen, der wenigstens ein bisschen Ahnung hat.

zb. im 2./3. Gang anfahren,- das Problem wäre sofort aufgefallen.

Ist dir aufgefallen, dass wir von einem Automatikgetriebe reden😕

Ist dir an den letzten 5 Antworten nichts aufgefallen? 😕

Was für Fehler waren denn im GSG abgelegt?

was ist denn aus der geschichte geworden?
hat der TE den Verkäufer angesprochen?

ich hatte übrigens das gleiche problem mit meinem automatic getriebe,
ich habe es nach der TE Methode spülen lassen und jetzt seit mehr als 80.000 km
keine probleme mehr mit meinem getriebe

Zitat:

@HighspeedRS schrieb am 14. Juni 2015 um 22:01:28 Uhr:


Vielleicht wusste die Frau auch nix weil Sie keine Kfz-Mechanikerin ist bzw. kein bisschen Ahnung von Autos hat, dir ist der Fehler ja auch nicht sofort aufgefallen.
Mit sowas muss man leben wenn einen 12 Jahre alten Wagen kauft, da kann man einfach mal Pech haben.....

Wer mit dem Risiko nicht Leben kann muss beim Händler kaufen oder am besten einen Neuwagen.....

Komisch nur, daß solche Dinge immer erst "kurz" nach dem Kauf beim Käufer passiert.
Jetzt kann man natürlich sagen, das ist purer Zufall.
Oder aber man wusste von dem Schaden bereits vorher und hat bewusst nichts beim Verkaufsgespräch gesagt, weil es so selten passiert und man es so nicht nachweissen kann.
Gut wäre, daß man den Zeugen vom Supermarkt wieder findet. Weil scheinbar wusste der von dem fehler und hat die Finger von dem Auto gelassen.

Vielleicht gibt die Frau ja nach, wenn man den unbekannten Zeugen erwähnt ?

Ich hatte mit der Verkäuferin ein kurzes Telefonat. Natürlich wußte sie nichts von dem Problem, da auch sie nur Kurzstrecke gefahren ist und das Problem wohl nur auftritt, wenn das Getriebe richtig warm ist. Auch die Leute die eine Probefahrt gemacht hatten, hatten natürlich nichts von dem Problem bemerkt.
Alles andere hätte mich auich gewundert. Das Problem besteht immer noch, aber eben nur sporadisch und eher selten. Schlimmer geworden ist es auch nicht. Ärgerlich ist die ganze Geschichte trotzdem und glauben tue ich der Verkäuferin kein Wort. Nur beweisen kann ich eben nichts.

Und woher wusste der gute Herr vom Supermarkt von diesem Problem ?

Weil dieser einer längere Probefahrt gemacht hatte (ist ist ca. 80 km gefahren), was er ja meiner Frau auch berichtete. Leider war meine Frau so perplex, dass sie sich den Namen nicht notierte. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass die Verkäuferin von dem Problem wußte. Nur ohne seine Aussage stehe ich dumm da.

Wie schon geschrieben wirst du da wenig ausrichten können.
Evtll mal mit einen "Getriebeinstandsetzer" wegen Reparatur sprechen.

Technisch wird das nur ein mechanisch klemmendes Hydraulikventil oder ein kleiner elektrischer Fehler daran sein, das die Wandlerüberbrückungskupplung steuert. Es sollte im Fehlerspeicher dazu etwas zu finden sein. Eigentlich kein Drama. Da kann das Getriebe in der Regel auch drin bleiben. Notfalls halt ein gebrauchtes Automatikgetriebe einbauen lassen und dieses vorher mit neuem Filter und neuem AT-Öl im Spülverfahren befüllen. Sollte man alle 60-80.000 tkm machen, auch wenn der Hersteller was anderes erzählt.

Zitat:

@Ja-Ho schrieb am 28. Oktober 2016 um 19:58:40 Uhr:


Schön das Du dich an einem "e" so aufgeilen kannst. 🙄

Fataler Fehler - twindance

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