Anfänger sucht Zweitwagen für ca. 6000€

Hallo liebes Motortalk Forum,

Ich freue mich hier dabei sein zu dürfen und ich hoffe, dass ich mit meinem ersten Thema hier eure Expertise anzapfen kann. Ich hoffe, ich bin hier im Unterthema mit meiner Frage richtig:

Zu mir: ich würde mir gerne neben meinem Daily Driver (Cupra Formentor) einen (besonderen) Zweitwagen kaufen, wahrscheinlich mit Saisonalem Kennzeichen für die wärmeren Monate. Bei diesem Auto steht Fahrspass im Vordergrund, was jetzt nicht heisst, dass ich nur nach einem Coupé suche, aber das Fahrzeug sollte etwas „Seele“ haben und sich vom modernen Erstwagen absetzen, ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Was ich nicht gebrauchen kann, ist ein Projektwagen, denn selber Schrauben kann ich nicht. Es treffen bei mir also eher die typischen Kriterien zu:

- Robustheit/langlebig
- gute Ersatzteilversorgung und ggf. für die richtigen Leute „einfacher“ zu warten.
- Wahrscheinlich nicht zu viel Elektrik, auch wenn ich hier explizit keinen Oldtimer suche, denn im Sommer soll das Auto dann schon sehr regelmässig gefahren werden. Ein Plus wäre ein Panoramadach oder Cabrio, aber in meiner Preisklasse will ich nicht zu wählerisch sein.

Wonach suche ich also? Optisch gefallen mir einige Japaner sehr sehr gut, Honda (CRX), Mazda (RX7/8), Nissan und co haben alle sehr ansprechende Modelle, als heiligen Grahl zB den Mazda RX7 FC3S, allerdings sind gefühlt bereits die weniger gefragten Japaner aus den 90/00ern alles Exoten ohne riesige Stückzahlen, was die Suche nach einem guten Modell erschwert. Der Wankelmotor von Mazda zB hat zudem recht klar definierte Lebensdauer, die bei den meisten angebotenen Modellen ans Ende oder darüber hinaus gehen. Als Anfänger also vielleicht nicht der beste Weg ins Thema zu starten.
Bei Deutschen Herstellern bin ich noch nicht so drin, ich weiss dass in meinem Budget eher die Limousinen in Frage kommen, von denen ich gerade bei BMW noch nicht so überzeugt bin.

A propos Budget: ich hatte als Einstieg mal 6000€ definiert. Kann sicher nach oben oder unten angepasst werden, aber Ziel ist es nicht, hier endlos Geld zu verbrennen, gerade mit meiner limitierten Expertise.

Ich hatte ursprünglich „Youngtimer“ im Titel, aber ich will mich nicht auf Kategorien versteifen, auch wenn meine Kritierien schon klar auf ältere Modelle abzielen. Für jetzt habe ich den Begriff wieder rausgenommen.

Schonmal vielen Dank, ich freue mich auf Vorschläge, Tipps, Fragen und Kritik!

LG
Der Anfänger

34 Antworten

Youngtimer ist Hobby, was bedeutet, dass man meist bereit ist Zeit und Geld zu investieren und das Schrauben ist Teil des Hobbys. Es geht relativ risikoarm, wenn man einen Wagen in gutem Zustand nimmt, der einfach zu reparieren ist, die Ersatzteile reichlich vorhanden und jede freie Werkstatt mit klar kommt. Also so etwas wie die typischen Golf II, III oder IV, oder auch klassische Porsche, für die es eben viele auf Klassiker spezialisierte Werkstätten gibt und die ja auch neu im Unterhalt nicht ganz preiswert sind.

Je individueller das Auto, desto mehr Zeit, Eigeninitiative und Geld braucht man.

Zitat:

@DerAnfaenger schrieb am 2. Mai 2024 um 14:20:55 Uhr:


...
Wie machen es andere Leute, die den Einstieg in das Youngtimer Thema angehen? Meist wird dort doch auch ein Wagen gekauft, der gefällt, und Stück für Stück restauriert und öfter auch ausgefahren? Können die wirklich alle selber schrauben?
...

ich vermiete Garagen und Stellplatze. Darunter sind einige Young + Oldtimer.
tatsächlich können alle Young- + Oldtimerbesitzer von denen selbst schrauben.

Natürlich gibt es Dinge wie z.B. Lackierung oder Motortausch, die man machen lässt.

Alles in der Werkstatt machen lassen? Da muss das finanzielle Polster schon arg groß sein.

Meine Empfehlung für die Anschaffung eines Young- oder Oldtimers:
1.) Stellplatz finden
2.) Community finden (Forum, Werkstatt/Schrauber)
3.) passendes Auto suchen

Natürlich kann man es auch anders machen, aber die Erfahrung zeigt, dass das dann nur kurzfristige Liebhabereien sind, die enden, wenn Geld oder Aufwand nerven.

@DerAnfaenger Frag mal den User @Volvorin71 - der hat einen alten Volvo, macht aber vieles selbst.
Eine Möhre in der Werkstatt herrichten lassen - da kannst Du gleich neu kaufen.

Übrigens wollen wir Dir nicht suggerieren, daß es ein Neuwagen werden muss. Aber halt relativ jung - und halt gepflegt. Kein Wanderpokal aus 5. Hand.

Ganz ehrlich, wenn man nicht selber schrauben kann und für jede Kleinigkeit eine Werkstatt aufsuchen muss, dann bleibt nur Toyota.
VAG Blingbling Produkte zum Garantieende abstoßen.
Alle anderen nach 5-7 Jahren abstoßen.

Auch ein Youngtimer hat schon OBD, ein gescheites Auslesegerät ist Pflicht. Man sollte die normale Wartung/Inspektion, Bremsen tauschen selber können. Man muss nicht den Motor auseinander nehmen können oder sämtliche Fahrwerksteile tauschen können.

Aber man muss den Fehlerspeicher lesen können, die Zusammenhänge kennen, um Komfortelektrik instandzusetzen. Sowas wie einen Nockenwellensensor tauschen können, Xenonbrenner, ...

Jeder Handgriff in der Werkstatt hat Arbeitseinheiten und kostet. Alleine ein Rad ab und wieder montieren schlägt (2021) bei MB z.b. mit 10 Euro zu Buche...
20 Taler um an einer Achse die Räder zum Bremsentausch zu demontieren. Klar die feie Werkstatt ist günstiger, aber wenn ich da 50 oder 66% davon bezahle....

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Zitat:

@Thomasbaerteddy schrieb am 2. Mai 2024 um 21:15:27 Uhr:


@DerAnfaenger Frag mal den User @Volvorin71 - der hat einen alten Volvo, macht aber vieles selbst.
Eine Möhre in der Werkstatt herrichten lassen - da kannst Du gleich neu kaufen.

Übrigens wollen wir Dir nicht suggerieren, daß es ein Neuwagen werden muss. Aber halt relativ jung - und halt gepflegt. Kein Wanderpokal aus 5. Hand.

Guter Tipp, danke!
Ja verstehe ich total, glaube bei den jüngeren Fahrzeugen müsste ich dann nochmal recherchieren, was gut passen könnte.

Allgemein wäre ich grundsätzlich bereit, mich auch mit den Motoren und Handwerklichen Dingen auseinanderzusetzen, macht ja auch Spass, und mit Internet und Literatur sollte es möglich sein, sich da ein Basiswissen anzueignen und sich zumindest beim Autokauf halbwegs fit zu machen, das wäre sowieso ein Muss.
Ich weiss aber nicht, ob ich mir was vor mache, wenn ich mir jetzt vornehme, ein „Schrauber“ zu werden, weil ich auch keine Garage oder so habe, sondern nur eine geteilte Tiefgarage. Da muss ich in mich gehen und mir einen Plan machen. Ich merke aber, dass gewisse Dinge eine Grundvoraussetzung sind. Danke euch dafür!

Jetzt muss ich mal schauen, ob junger gebrauchter, oder ob ich an meinem Favoriten SLK r170 bleibe und mich bei dem Fahrzeug auf den maximalen Wissensstand bringe, um bei dem Wagen dann zu wissen, worauf man achten muss.

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