Alle Kontroll-Warnleuchten leuchten: C14NZ stirbt ab
Hallo,
Vor 2 Wochen leuchtete bei mir beim RUNTERBREMSEN bei einem Strassenkreuz die Motorkontrolleuchte für 2-4 Sekunden und erlischte dann wieder.
Heute nach 2h Autobahnfahren, bei der Ausfahrt beim RUNTERBREMSEN leuchtete plötzlich folgende Leuchten GLEICHZEITIG:
Motorkontrolleuchte
Öldruckleuchte
Handbremsleuchte
Bremssystemleuchte
Lichtmaschinenleuchte/Ladekontrollleuchte
Motor starb und ich konnte den nicht wieder anlassen. Auto in die Notspur gerollt und folgende checks gemacht:
1. Benzinpumpe in Tank brummt - also OK.
2. Mit Multimeter 12,6 V an Batterie gemessen. Vartabatterie zeigt den grünen Punkt - müsste also OK sein.
3. Batteriepole sind fest - nichts wackelt.
4. Motorraum sieht normal aus - keine Nässe, Rauch etc.
5. Bremsflüssigkeitsbehälter ist voll. Alle 4 Bremsen von aussen angeschaut: Keine Nässe.
6. Licht im Auto funktioniert: Warnblinker, Innenraum, Abblendlicht usw.
7. Benzintank ist nicht leer.
8. Wetter normal, trocken und 20 Grad.
Mehrere Anlassversuche zeigen folgendes Bild:
Anlasser brummt/Wirbelt/dreht aber schafft es nicht den Motor anzukurbeln.
Weiss jemand was los ist und wie ich es beheben kann?
MfG Lucas
20 Antworten
Schön dass Du weiter gemacht hast...
Ist sehr wahrscheinlich dass nur das eine Ventil verbogen ist, so würde ich auch nur dieses erneuern.
Das neue Ventil musst Du aber sehr wahrscheinlich einschleifen, damit es vernünftig abdichtet. Dafür gibt es solche Minisaugnäpfe mit einem Stiel zum hin- und herdrehen und Ventilschleifpaste, letztere wieder sorgfältig entfernen nach der Prozedur. Vielleicht fällt Dir auch eine Alternative zu dem Saugnapfding ein, damit Du es nicht extra kaufen musst. Vlt. etwas provisorisch aufkleben um den Ventilteller zu drehen, das man wieder entfernen/abkratzen kann? Die Ventilschaftabdichtung noch erneuern wär' nicht schlecht aber auf jeden Fall den Schlepphebel von dem krummen Ventil gut kontrollieren. Das neue Ventil muss sich leicht in der Ventilführung bewegen lassen, ohne merkliches Spiel zu haben. Es gibt auch Übermaßventile, deren Schaft dicker ist. Kannst Du jedoch nur einbauen, wenn zuvor die Ventilführungen mit einer Reibahle auf das größere Maß bearbeitet wurden.
Professionell wäre natürlich eine komplette Überholung, aber wo will man da aufhören?
Um die diversen Ablagerungen würde ich mich bis auf die Dichtfläche für die Zylinderkopfdichtung nicht zu sehr kümmern, der Motor soll ja nur wieder funktionieren ohne zu viel Arbeit und Geld zu investieren.
Noch eine Frage:
Als ich das Nockenwellengehäuse vom Zylinderkopf genommen habe, gab es dort kein Dichtmittel. Keine Resten von einer Paste oder so. Die beiden Flächen sahen irgendwie perfekt lackiert aus - wie mit einem gelblich-transparentem Lack. Muss ich beim Zusammenbau etwas Dichtmittel auftragen oder einfach wieder ohne Zusammenbauen?
Wenn trotzdem Dichtmittel: Was empfiehlt sich aus dem Zubehörshandel?
Lucas
Ohne Dichtungsmasse oder flüssige Flächendichtung wird es nicht gehen.
Was Du dafür nehmen kannst - da hab' ich jetzt spontan keinen Tipp für Dich parat.
Ich möchte mich sehr sehr bedanken.
Motor läuft wieder seidenweich und ohne Murks. Und dies wurde alles ohne Werkstatt auf der Strasse erledigt. Ich hatte jedoch ein Tisch in der Wohnung.
Was mich jedoch ein bisschen ungemütlich macht: Nachdem ich AUCH den Thermostat gewechselt habe, liegt die Betriebstemperatur jetzt bei der 50% Markierung und nicht im unteren Drittel wie früher. Kühlerzulaufschlauch wird warm - also öffnet das neue Thermostat. Ist dies normal?
MfG Lucas
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Lucas,
ich freu' mich dass die Reparatur gelungen ist und der Motor wieder ordentlich läuft.
Hast Du sehr gut gemacht. 🙂
Wegen der Temperatur - es liegt zu 99,9 Prozent am neuen Thermostat. Wenn der Zeiger in der Mitte steht sind das gerade mal 90°C, also genau richtig.
Natürlich ist man am Anfang vorsichtig und kontrolliert öfter den Kühlmittelstand ob die Zylinderkopfdichtung auch einwandfrei abdichtet, eben ob auch alles in Ordnung ist.
Glaube ich aber schon, hast Deine Arbeit gewissenhaft ausgeführt und der Motor wird keine Probleme machen.
Gruß und stets gute Fahrt
Michael
Nur mal so am Rande:
Ist der C14NZ denn kein Freiläufer?
Also bei meinem schlagen die Ventile nämlich nicht auf die Koben auf!
Hatte vor Jahren auch mal einen Zahnriemenriss, die Spannrolle war damals blau angelaufen!!