4 Meßgeräte und 4 verschiedene Werte, welches ist das bessere Meßgerät?

'N Abend,

es soll mal nur um die Batterie und ihre Spannungsüberprüfung gehen, um nichts anderes.

Habe hier mit dem neuen Voltmeter 4 verschiedene Geräte zum Prüfen der Spannung, bspw., der Spannung der Batterie.

Das Voltmeter, (gestern erst gekauft), zeigt 13,1 V an, das im gleichen Motorradzubehör-Markt vergangenes Jahre gekaufte Meßgerät für Spannung, Strom, Widerstand und Co. zeigt bei 20V-Gleichspannung "nur" 12,9 V an; die beiden noch etwas älteren gleichartigen Meßgeräte zeigen noch weniger an, das älteste von allen dabei mit 12,79 V am wenigsten.

Welches davon ist der realistischere Meßwert?

mfg
Wauhoo

24 Antworten

Zitat:

@Wauhoo schrieb am 9. Februar 2024 um 23:53:15 Uhr:



Zitat:

@m_moench schrieb am 9. Februar 2024 um 23:07:19 Uhr:


Najaaa, anbetracht der Tatsache, dass zwischen Batteie voll und Batterie leer reichlich 1Volt liegen, ist 0.31 Volt nicht wenig.
Eben, und 2x mal wegen "Batterie leer" ist der Motor des Fahrzeug im ersten Fall gar nicht gestartet und im zweiten Fall ausgegangen.

Den Messwert ablesen ist ein Ding, die Schlüsse ziehen ein anderes. Kann eine Batterie den Motor starten, und er geht aus, ist es nicht die Batterie.

Da muss man sich den Spannungsverlauf während des Startvorganges ansehen. Spannung an der Batterie vor, während, nach dem Starten. Da kommt es nicht auf 0,1 V an. Wenn hier nicht nach den ersten Umdrehungen die Spannung ohne Anlasser auf deutlich über 12 Volt ansteigt muss man Schlüsse ziehen.

M.M.

Welche Genauigkeitsklasse haben deine Messgeräte? Klasse 1 bedeutet < 1% Abweichung bei Referenzbedingungen. Bei 12 Volt wäre das ca. 1 Nachkommastelle erlaubte Abweichung.

Wenn deine vermutlich Fernostprodukte das nicht im Kleingedruckten ausweisen, nicht wundern...

Ich weiß sowieso nicht warum soviel geschiss hier gemacht wird.
Ich habe hier ein Multimeter von nicht mal 7€ von seinerzeit Action und mit dem mach ich alles am Fahrzeug und Haus.
Wenn ich nicht weiß was kaputt bedeutet nutzt mir auch kein Gerät was 100% geeicht ist.

Wenn die Axt im Haus reicht is ja gut. ;-) Wenn ich z.B. eine Relaiswicklung oder einen Leistungstransistor durchmesse brauche ich diese Genauigkeit schon - aber du hast trotzdem recht, kommt nicht allzu oft vor.

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Zitat:

@kranenburger schrieb am 10. Februar 2024 um 16:49:55 Uhr:


Ich weiß sowieso nicht warum soviel geschiss hier gemacht wird.

Würdest Du das bitte

mir

überlassen, was

ich

als Ersteller dieses Themas als "nicht gänzlich belanglos" einstufe?

Zitat:

@m_moench schrieb am 10. Februar 2024 um 14:59:55 Uhr:


Kann eine Batterie den Motor starten, und er geht aus, ist es nicht die Batterie.

Im ersten Fall startet der Motor gar nicht, die Batterie war lt. dem damals einzig vorhandenen Meßgerät bei 12,4 V. (Säure-Batterie)

Im zweiten Fall ging der Motor nach 18 km aus, die Spannung der Batterie lag bei unter 12 V. (Gel-Batterie, die auch jetzt weiter in Verwendung ist).

Der Regler wurde inzwischen erneuert; die Lichtmaschine liefert auf allen 3 Phasen je ca. 45 V.

Und dennoch hindert mich das nicht daran, wissen zu wollen, welches Meßgerät das bessere ist, d.h., welches die realistischeren Werte anzeigt.

Zitat:

@Akko schrieb am 10. Februar 2024 um 15:16:07 Uhr:


Welche Genauigkeitsklasse haben deine Messgeräte? Klasse 1 bedeutet < 1% Abweichung bei Referenzbedingungen. Bei 12 Volt wäre das ca. 1 Nachkommastelle erlaubte Abweichung.

Weiß ich nicht, habe nie darauf geachtet.

Zitat:

Wenn deine vermutlich Fernostprodukte das nicht im Kleingedruckten ausweisen, nicht wundern...

Möglicherweise sind alle in Asien gefertigt? Wissen tue ich das nicht; 1 plus das reine Voltmeter sind aus dem Motoradzubehörhandel, 1 ist aus dem Elektronikhandel und 1 von einem Supermarkt, das öfters solche Angebote hat. (Keines ist online bezogen, alle via Ladengeschäft gekauft).

Zwar etwas neben dem Thema:
Eigentlich sollte eine Batterie alles wegpuffern, und man erwartet absolute Gleichspannung. Manchmal halte ich aber mein mittlerweile 50 Jahre altes Röhren-Oszilloskop an elektrische Schaltungen und bin immer wieder mal über Welligkeiten und sogar Spikes überrascht. Bei laufendem Motor verständlich, es kann aber auch im Stillstand aktive elektronische Regler im System geben. Ich erinnere mich z.B. an eine defekte Uhr ...
Je nachdem wie die Eingangsfilter von Messgeräten gebaut sind (z.B. Schutzdioden) können Störspitzen durchaus Messergebnisse beeinträchtigen. Soll kein an den Haaren herbeigezogener Erklärungsversuch sein, aber die Überraschung leicht abweichender Messungen hält sich bei mir altem Elektriker durchaus in Grenzen. ;-)

Spannungen messen hin oder her. Für kleines Geld habe ich mir das Gerät, mit erstaunlichen Ergebnissen, gekauft und direkt an der Batterie angeschlossen:
https://www.ebay.de/itm/265174070484
Die laufenden und gespeicherten Daten kann ich mir im Fahrzeug und / oder auf dem Handy in einem Umkreis von 10 m ständig ansehen:
Ladespannung, extern oder über die Lichtmaschine
Spannung: Zeit für das Starten des Motors in ms (Millisekunden)
Spannungsabfall beim Starten des Motors
Lade Spannung ( Motor im Leerlauf)
Ladespannung bei hoher Drehzahl (des Motors)
Welligkeitsspannung der Dioden (in der Lichtmaschine) in mV
Die Messungen habe ich im Stand und beim Fahren auf dem Beifahrersitz mit einem kalibriert
Messgerät überprüft. Einfach super das Teil.

MfG kheinz

Welches Deiner Messgeräte die korrekte Spannung am genauesten anzeigen, wird Dir hier niemand bestätigen können.

Die Genauigkeit eines Multimeters oder eines Spannungsmessgerätes hängt von verschiedensten Faktoren ab.

1) Qualität des Gerätes bzw. seiner Bauteile im Verlauf der Herstellung
Bei hochwertigen Profigeräten kommen i.d.R. auch hochwertigere elektronische Bauteile zum Einsatz. Nur als Beispiel: Widerstände gibt es mit unterschiedlichen Toleranzen (1%, 5%, 10%,20% Toleranz). Je geringer die Toleranzen der verwendeten Bauteile, desto genauer auch das Endprodukt.

2) Alter, Lagerung und Behandlung des Messgerätes
Im Lauf der Zeit unterliegen die Bauteile in Messgeräten einer Alterung - d.h. die Genauigkeit der Messergebnisse kann sich im Lauf der Jahre verschlechtern. Auch können sich schlechte Lagerung (Luftfeuchtigkeit, hohe/niedrige Temperaturen) negativ auswirken

3) Erfolgte Kalibrierungen
Profi-Messgeräte sollen nicht umsonst in vom Hersteller vorgegebenen Zeitabständen zur Kalibrierung eingeschickt werden.

Soviel zur Theorie ...

In der Praxis ist es für die Mehrzahl der Messungen komplett unerheblich, ob im 12V Bereich oder auch bei den haushaltsüblichen 240V nur 0,5% oder 2% Abweichung vorliegen. Alleine deshalb wird kaum ein privater Bastler sein Messgerät zur Kalibrierung einsenden.

Und so kann es durchaus im Einzelfall sogar passieren, dass ein 15 Jahre altes, ursprünglich teures Präzisionsgerät irgendwann ungenauer anzeigt, als das neu erworbene Billigteil von Aliexpress.

Ich habe ein Markengerät von Fluke und mehrere Billiggeräte - darunter eines von Aliexpress mit der "Markenbezeichnung" Fuke 😉. Die maximale Abweichung zwischen allen diesen Geräten liegt bei 0,1V im 20V Messbereich

Welches Deiner Geräte nun tatsächlich die genauesten Ergebnisse liefert, könnte daher meiner Meinung nach nur durch Messungen an einer Referenzspannungsquelle mit bekanntem Wert festgestellt werden.

Hallo,
im Grunde liegt die Antwort auf deine Frage in den Hinweisen auf die Messgeräteklassen und deinen Messwerten. Wenn 2 Messgeräte der "Baumarktklasse" einen Differenz von 0,05 Volt bei 12,X Volt anzeigen ist das als gleicher Messwert zu sehen. Warum? Weil 0,05 Volt um den Faktor 10 besser ist als die Messgenauigkeit des Gerätes. Die beiden sollten eine ausreichende Genauigkeit haben. Ich habe da noch den Spruch meines Messtechniklehrers im Ohr "So genau wie nötig, nicht so genau wie möglich."
Noch einmal, Messwerte ablesen und interpretieren. Dein Beispiel Lichtmaschinenspannung 3x45 Volt, und leere Batterie. Die sagen nur, dass 3 Spulen die identische Spannung liefern und wahrscheinlich OK sind. Aber ob die Batterie geladen wird weiss nur die Spannung an der Batterie. Warum misst man die Generatorspannung und nicht die Ladespannung? Weil der Regler neu ist?
Du machst das schon.

M.M.

Zitat:

@m_moench schrieb am 10. Februar 2024 um 21:59:55 Uhr:


Aber ob die Batterie geladen wird weiss nur die Spannung an der Batterie.

Und deshalb messe

ich

die Spannung an der Batterie.

Zitat:

Warum misst man die Generatorspannung und nicht die Ladespannung? Weil der Regler neu ist?

Die Generatorspannung wurde vom Vertragshändler gemessen, (war dabei), um auszuschließen, daß auch die Lichtmaschine defekt ist; ein im Regelfall üblicher Vorgang. Der Regler wurde danach getauscht; die Batterie wurde ja bereits schon vorher durch das Fahrzeug nicht geladen, (da lagen im Motorleerlauf nur 12,05 V an der Batterie an).

Zitat:

@Nogolf schrieb am 10. Februar 2024 um 20:09:39 Uhr:


Welches Deiner Geräte nun tatsächlich die genauesten Ergebnisse liefert, könnte daher meiner Meinung nach nur durch Messungen an einer Referenzspannungsquelle mit bekanntem Wert festgestellt werden.

Der Aufwand ist wohl etwas zu hoch; kann ja von allen Meßgeräten den Mittelwert als realen Wert vermuten?

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