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3 Jahre Haltedauer = Neuwagen leasen oder Gebrauchtwagen finanzieren

Themenstarteram 15. November 2014 um 16:26

Hallo zusammen,

ich bin momentan am hin und her rechnen. Ich möchte mir demnächst einen Mazda 3 MPS zulegen und diesen ca. 36 Monate behalten (danach wird mir jedes Auto zu langweilig). Jetzt stellt sich die Frage, sollte ich einen neuen MPS nächstes Jahr leasen oder einen gebrachten auf 3 Jahre finanzieren und dann wieder verkaufen? Eine Anzahlung würde ich in beiden fällen nicht leisten. Natürlich war mein erster Gedanke auch direkt "leasing lohnt sich nie". Aber ich habe nach diversen Rechnungen mittlerweile eine nicht mehr ganz so radikale Ablehnung gegen leasing.

Ich könnte maximal ca. 400 € / Monat aufbringen für ein Auto (reine Abzahlungsrate). Sprich 36 * 400 € = 14.400 € - sagen wir mal 1400 € Zinsen = 13.000 € für einen Gebrauchten. Dafür bekommt man einen ca. 5 Jahre alten MPS mit ca. 80.000 km. Wenn ich diesen nach 3 Jahren wieder abstoße (20.000 km / Jahr) wäre er also 8 Jahre alt und hätte 140.000 km. Dann würde ich wahrscheinlich noch ca. 6.000 € dafür bekommen. Sprich 14.400 € - 6.000 € = 8.400 € Wertverlust oder 233 € im Monat. Wenn nun z. B. der Turbo hops geht (3.000 € / 36 = 83 € zusätzlich im Monat, oder eben noch andere Reparaturen bei dieser Laufleistung ist man schnell bei 320 - 350 € im Monat kosten).

Ich vermute, dass ein Mazda 3 MPS leasing ca. 350 € / Monat (SIXT) kosten wird. Das ist natürlich ein Neuwagen mit Garantie, man hat also keinen teuren Reparaturkosten.

Nun stellt sich mir ernsthaft die Frage, fährt man mit einem Gebrauchtwagen wirklich günstiger bei einer Haltedauer von 3 Jahren?

Ich würde mich über Eure Tipps und Meinungen sehr freuen.

Viele Grüße

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23 Antworten

Schau bei Sixt nach. http://www.sixt-neuwagen.de/

MfG aus Bremen

Themenstarteram 15. November 2014 um 18:27

Zitat:

@Spatenpauli schrieb am 15. November 2014 um 17:45:08 Uhr:

Schau bei Sixt nach. http://www.sixt-neuwagen.de/

MfG aus Bremen

?

Das beantwortet meine Frage überhaupt nicht.

Beim Neuwagen-Leasing kommen noch dazu:

- Überführungskosten (ca. 500-800€ je nach Händler)

- Vollkasko mit GAP Deckung ist Pflicht (im Gegensatz zu TK beim Gebrauchten)

- Optische Schäden schlagen sich bei einem Wagen neueren Datums stärker im Restwert/außergewöhnlichen Wertverlust wieder

- Meist wird man wegen Garantiebedingungen/Kulanzerwartung die (teureren) Vertragswerkstätten heranziehen. Da der Mazda einmal im Jahr zur Inspektion will, ist das auch nicht unerheblich.

Was die Reparaturen angeht, sollte man zwar auf das schlimmste gefasst sein und Rücklagen haben, aber soviele Tausend Euro fallen dann meistens doch nicht an.

Grundsätzlich hast du natürlich Recht: Ein leistungsstarkes Auto wird immer einen bestimmten Betrag kosten, wenn der eine oder andere tausender hier und da nicht viel ausmachen, dann kann man sich auch den teureren neuen Wagen leisten.

Ich würde sagen du hast dir die Finanzierung des Gebrauchten "schlecht" gerechnet, zum einen durch den angenommenen Zinssatz (liegt weit über 6%) und durch die angenommen Reparaturkosten. Die 117 € pro Monat, welche du für Reparaturkosten veranschlagst, sind in der Summe schon stattlich (4.200 €). Ich bezweifle, dass diese Kosten wirklich anfallen. Der Turbo wäre natürlich der worst case.

Aber letzten Endes kann man das nur beurteilen wenn konkrete Angebote vorliegen.

Ach, vollkaskoversichert sollte natürlich auch ein Gebrauchtwagen sein, der finanziert wird.

Die Reparaturkosten sehe ich nicht als zu niedrig angesetzt. Kauft er einen durchreparierten GW (80tsd km Laufleistung stehen hier zur Debatte) bei dem alle üblichen Verschleißteile bereits erneuert wurden, hat er wohl erst einmal Ruhe vor weiteren Verschleißreparaturen. Kauft er einen GW mit bald fälliger Bremse ringsum, Reifen um 50% Restprofil, teilverschlissener Kuplung (bei einem sportlichen Kompakten mit ungewisser Vorhalternutzung potentielles Verschleißteil), etc ... , dann sind erhöhte Reparaturvorveranschlagungen durchaus sinnvoll.

Solche anstehenden Verschleißreparaturen lassen sich auch nicht durch den Abschluss einer Gebrauchtwagengarantie absichern, welche im allg recht Sinnvoll ist für solch ein Fahrzeug. Risiken wie Turbolader/Getriebe/Motorschäden (worst-case cost) wären dann zumindest abgesichert.

Da man beim GW Kauf einfach immer ein höheres Risiko bald fälliger Verschleißreparaturen miterwirbt, macht es definitiv Sinn den Reparaturkostenansatz zu erhöhen. Ob das Kostenszenario dann tatsächlich so eintritt, weis man natürlich im Voraus nicht ... hinterher ist man immer erst schlauer;)

 

Wenn 400 Euro rein für die Fahrzeugfinanzierung dauerhaft sicher zur Verfügung stehen, dann würde ich ehrlich gesagt einen NW nehmen. Monatsrate 300-350 Euro und 50-100 Euro Rücklage bilden für die Rückgabe des Fahrzeuges (gibt ja zu diesem Zeitpunkt öfter mal Probleme mit der Zustandsbewertung).

Zitat:

@gttom schrieb am 16. November 2014 um 10:51:16 Uhr:

 

Solche anstehenden Verschleißreparaturen lassen sich auch nicht durch den Abschluss einer Gebrauchtwagengarantie absichern, welche im allg recht Sinnvoll ist für solch ein Fahrzeug. Risiken wie Turbolader/Getriebe/Motorschäden (worst-case cost) wären dann zumindest abgesichert.

Risiken wie Motor- oder Getriebeschäden (einschl. Turbolader) wären auch nur zum Teil abgesichert, da die Gebrauchtwagengarantien, die ich kenne, je nach Kilometerleistung bei Eintritt des Schadens z. T. erhebliche Abzüge vornehmen.

Gruß

Der Chaosmanager

Auch bei Neuwagen Leasingfahrzeugen kann nach 2 Jahren und 11 Monaten der Turbolader, Getriebe oder Motorenschäden auftreten. Demnach dürfte man nur noch Fahrzeuge leasen wo die Garantiezeit der der Leasingzeit entspricht.

Zitat:

@Pepperduster schrieb am 16. November 2014 um 13:11:00 Uhr:

Auch bei Neuwagen Leasingfahrzeugen kann nach 2 Jahren und 11 Monaten der Turbolader, Getriebe oder Motorenschäden auftreten. Demnach dürfte man nur noch Fahrzeuge leasen wo die Garantiezeit der der Leasingzeit entspricht.

Ja richtig, aber man kann die Schuld am Schaden nicht auf einen unbekannten Vorbesitzer schieben, der den Wagen bereits 3..4..5 Jahre lang täglich mehr/minder gequält hat. (Soll heißen, das man als Erstbesitzer für Gedeih und Verderb eines Fahrzeuges ausschließlich selber verantwortlich ist ... sprich: man eliminiert eine Unbekannte Größe)

Zudem ist eine Neuwagenanschlussgarantie für ein weiteres Jahr (hier geht es ja um eine max gewünschte Haltedauer von 3 Jahren) i.d.R. günstiger als eine GW Garantie für ein bereits 5 Jahre altes Auto für dann noch einmal weitere 3 Jahre.

Zitat:

@gttom schrieb am 16. November 2014 um 10:51:16 Uhr:

Kauft er einen GW mit bald fälliger Bremse ringsum, Reifen um 50% Restprofil, teilverschlissener Kuplung (bei einem sportlichen Kompakten mit ungewisser Vorhalternutzung potentielles Verschleißteil), etc ... , dann sind erhöhte Reparaturvorveranschlagungen durchaus sinnvoll.

Man kann alles pessimistisch sehen, ist ja in diesem Fall auch nicht unbedingt verkehrt. Aber wenn man so eine Bude kauft wie du sie beschreibst, ist man eben auch selbst schuld. Oder man zahlt eben weniger, was die Rechnung dann auch wieder anders aussehen lässt.

Aber wie bereits gesagt, es kommt auf die jeweiligen Angebote an. Wenn dem TE aber die vorläufigen Mehrkosten nicht stören, kann er natürlich auch direkt zum Neuwagen greifen.

Genau,alleine schon der Treadtitel Neuwagen leasen vs Gebrauchten finanzieren wäre Birnen mit Äpfeln zu vergleichen

Auch für ein Leasingfahrzeug kann man eine Anschlussgarantie kaufen. Und wenn der TE plant unterhalb 60.000km zu fahren in den 3 Jahren, dann wird die vermutlich auch alle Kosten übernehmen.

Zitat:

@gttom schrieb am 16. November 2014 um 10:51:16 Uhr:

Kauft er einen GW mit bald fälliger Bremse ringsum, Reifen um 50% Restprofil, teilverschlissener Kuplung (bei einem sportlichen Kompakten mit ungewisser Vorhalternutzung potentielles Verschleißteil), etc ... , dann sind erhöhte Reparaturvorveranschlagungen durchaus sinnvoll.

Solange man das Fahrzeug nicht ersteigert, sondern vor Zuschlag besichtigen kann, ist das kein Problem.

Zustand von Belägen und Bremsscheiben kann man sich anschauen, bzw. bei moderneren Fahrzeugen im Boardcomputer nachsehen in wieviel km die anfallen. Reifen kann man ebenso vor dem Kauf ansehen. Und wenn die Kupplung in den nächsten 10.000km fällig wird, merkt man das ebenfalls bei einer Probefahrt. Genauso Radlager, und und und. Man kann sich auch die Quittung vom letzten Ölwechsel zeigen lassen.

Wenn die Dinge notwendig sind aber nicht gemacht wurden, dann senkt man den Preis den man für den GW zu bezahlen bereit ist. Und entweder kommt man überein mit dem VK oder auch nicht - aber ein "Risiko" bezgl. Verschleißreparaturen sehe ich nicht.

Statistisch wird ein Gebrauchter günstiger sein (besonders bei Modellen die nicht gerade Restwertriesen sind - und ein Mazda mit hochgezüchtetem Benzinmotor hat nicht die riesige Nachfrage...). Aber: Die Frage die der TE für sich beantworten muss:

- Wie werte ich bequemlichkeit beim Leasing gegen die Zusatzkosten?

- Wie werte ich die bessere Planbarkeit beim Leasing gegen die Zusatzkosten?

- Wie werte ich die größere Flexiilität bei der Haltedauer und deren Einfluss auf die langfristigen Kosten beim Gebrauchten gegen die beiden o.g. Punkte?

Wenn man wirtschaftlichkeit und flexibilität bei der Haltedauer höher priorisiert als bequemlichkeit und planbarkeit, dann wäre meine Empfehlung ein Gebrauchter.

Zitat:

@backbone23 schrieb am 16. November 2014 um 14:18:04 Uhr:

 

Man kann alles pessimistisch sehen, ist ja in diesem Fall auch nicht unbedingt verkehrt. Aber wenn man so eine Bude kauft wie du sie beschreibst, ist man eben auch selbst schuld. Oder man zahlt eben weniger, was die Rechnung dann auch wieder anders aussehen lässt.

Aber wie bereits gesagt, es kommt auf die jeweiligen Angebote an. Wenn dem TE aber die vorläufigen Mehrkosten nicht stören, kann er natürlich auch direkt zum Neuwagen greifen.

Was hat das mit Pessimismus zu tuen? Ich schalte nur leichtgläubiges Verhalten weg, zu glauben man bekäme beim Kauf eines Gebrauchtwagens ein Null-Verschlissenes Auto;)

Ein sogenannter Hot-Hatch, wie es der MPS zweifelsfrei ist, wird entweder von pingeligen Liebhabern gekauft, die das Potential des Wagens nicht ständig nutzen ... oder von der Heizerfraktion.

Wie der Vorbesitzer mir dem Wagen umgegangen ist, weis man in der Regel nicht. (Ich sage nur Thema: Turbolader warm- und kaltfahren ... ein riesen unkalkulierbares Ausfallpotential mit zunehmender Laufleistung bei Nichtbeachtung;)). Auch anhand des aufbereiteten GW-Zustandes beim Händler kann man keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Kernqualität eines GW ziehen. Und zuguterletzt sollte man nicht glauben, das ein GW-Händler einen GW durchrepariert (Tausch aller vor Verschleiß stehenden Teile), bevor er ihn verkauft. In der Regel wird aufgekauft, frisch gewaschen, notwendigste techn Reparaturen durchgeführt und anschließend mit nem Preisschild in den Verkauf gedrückt.

Das erhöhte Risiko des tlw unkalulierbaren fortgeschrittenen Verschleißes und den daraus resultierenden Folgekosten eines GW, erkauft man sich ja auch mit einer riesen Ersparnis zum ehem NW Preis.

Nochmal: Die meisten Verschleißteile kann man sehen/beurteilen vor einem Kauf. Es ist zwar ein Kostenfaktor, aber es ist kein Risiko. Wenn ein Fahrzeug unterdurchschnittlich da steht, nimmt man das mit in die Preisverhandlung mit.

Wenn man von privat kauft, kann man den Fahrer mit ein wenig Menschenkenntnis beurteilen. Und wenn man annehmen muss, dass das Exemplar verheizt sein könnte, kann man ebenfalls einen entsprechenden Abschlag einkalkulieren. Das ist ja auch ein Grund warum hochgezüchtete Motoren in ansonsten "günstigen" Fahrzeugklassen einen größeren Wertverlust haben, da ein solches Risiko mitberücksichtigt ist.

Man kann sicher über die Höhe der Ersparnis diskutieren, aber dass in o.g. Beispiel der Gebrauchte unterm Strich aller Erwartung nach trotzdem günstiger sein wird werden wohl nur die wenigsten in Frage stellen. Um es mal auf eine saloppen Vergleich für zu erwartenden Gesamtkosten über die Haltedauer zu bringen, es ist wie die Wahl zwischen:

A) Sicher 100-120€ bezahlen

B) Oder mit folgenden Wahrscheinlichkeiten folgende Beträge bezahlen:

10% : <50€

30% : 60€

50% : 80€

10% : 120€

Erwatungswert ist 75€, worst case wie in Alternative A.

Manche wählen lieber A, weil die Mehrkosten nicht weh tun und so hat man wenigstens was davon gehabt (neues Auto) und man muss ihn nicht selber verkaufen (bequem), außerdem wissen sie von vorneherein in welchem Preisrahmen man unterwegs ist (geringere Varianz).

Manchen ist die Wirtschaftlichkeit wichtiger und sie wählen b auch wenn es im Worst case vielleicht kaum oder nicht günstiger war. Für die ist dann der Mehr an Nutzwert eines _neuen_ Fahrzeugs vernachlässigbar...

Es gibt kein richtig oder falsch. Man muss es an sienen persönlichen Präferenzen ausrichten.

Mit dem letzten Satz kann ich wunderbar leben.

Ansonsten habe ich auch nie die Intention gehabt hier einen Grundpessimismus zu betreiben. Lediglich die mahnende Position vertreten, das man beim Kauf eines solchen Fahrzeuges mit erhöhtem Bewusstsein um mögliche Folgekosten einsteigen sollte.

Kaputt gehen kann immer was. Egal ob NW oder GW. Aber bereits die Schwelle der Erkenntnis in welchem Zustand sich etwas befindet, setzt eben auch Fachkenntnis voraus. Auf Bremsbeläge und -scheiben, bzw aufs Reifenprofil, oder ins Inspektionsheft zu schauen ist keine Kunst. Die hier gewonnenen Erkenntnisse sollte man dann auch in die Verkaufsverhandlungen mit einbeziehen. Aber in das innere eines ölverkokten Turboladers, einer kurz vor dem rutschen stehenden Kupplung, eines kurz vor dem Verschleiß stehenden Lagers der Fahrwerksgeometrie, einer abgenutzten Zahnradpaarung im Getriebe, etc kann man dagegen nicht schauen. Da kauft man das Risiko was ich meine.

Natürlich kann man das ganze in einer Art Risikomanagement statistisch eliminieren. (Beim Glücksspiel kann man das Risiko ja auch berechnen). Aber allein ein defektes Getriebe kostet schnell mehr als die Anfangsersparnis, die über den Kauf eines GW beabsichtigt gewesen war. Wobei es mir jetzt gerade Fern liegt, den Kauf eines GW mit dem Glücksspiel zu vergleichen.

Letztenendes kann man die Entscheidung dem Themenstarter nicht abnehmen. Nur das Bewusstsein stärken, sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen. Und da ich ein Mensch bin, der eher zur Vorsicht denn zur Nachsicht neigt, meine Empfehlung eine gewisse finanzielle Vorsorgekalkulation beim Kauf eines gebrauchten Hot Hatch zu betreiben;)

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