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2K Aluspachtel schrumpft und mehr

Themenstarteram 11. September 2017 um 12:14

Hallo,

Ich habe nach Schweißarbeiten 2K Alustaubspachtel der Marke APP nach Anweisung verwendet.

Der fühlte sich auch nach drei Tagen Trocknen irgendwie klebrig an. ließ sich kaum schleifen, sank um etwa 15% ein, Füller, Grundierung und Lack lösten ihn offenbar wieder an. Nach drei Monaten rostet es wieder.

Die vor 15 Jahren mit Polyesterspachtel der Marke Spiess + Hecker waren nicht von solchen Problemen begleitet und halten immer noch. Spiess + Hecker finde ich aber nicht mehr.

Meine Fragen:

1. Muss man bei Alustaubspachtel mehr beachten als auf der Dose zu lesen ist?

2. Ist Alustaubspachtel sowieso unbrauchbar?

3. Ist der Hersteller APP an sich untauglich?

4. Welcher PE-Spachtel (ohne Glasfaserbeimengung, die soll ja noch stärker Wasser ziehen) von welchem Hersteller ist gut zu verarbeiten, formstabil und hält dauerhaft? Der Preis ist auch noch eine Kategorie, die mich interessiert.

Gruß

wbracher

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10 Antworten

Einfach den normalen 2 K Spachtel nehmen. Gibt es in jedem Bauhaus. Der ist bei richtiger Mischung (Härter) innerhalb einer halben Stunde bearbeitbar.

@wbracher schrieb am 11. September 2017 um 12:14:41 Uhr:

Hallo,

Ich habe nach Schweißarbeiten 2K Alustaubspachtel der Marke APP nach Anweisung verwendet.

Der fühlte sich auch nach drei Tagen Trocknen irgendwie klebrig an. ließ sich kaum schleifen, sank um etwa 15% ein, Füller, Grundierung und Lack lösten ihn offenbar wieder an

-> Deutet entweder / und -oder auf zu geringem Härtereinsatz hin, bzw. daß die Styrolkomponente (gelbliche Flüssigkeit) nicht mehr vorhanden war oder nicht eingemischt wurde.

15% sind Blödsinn, max,. 4 % Schwund.

. Nach drei Monaten rostet es wieder.

-> Schlechte Untergrundvorbereitung mit zuviel Restrost = Dein Fehler

-> Du hast ja sicher einen dünnen Grundierungsfilm AUF APP aufgetragen???

 

Meine Fragen:

1. Muss man bei Alustaubspachtel mehr beachten als auf der Dose zu lesen ist?

->nein

2. Ist Alustaubspachtel sowieso unbrauchbar?

-> Gegenfrage : Warum brauchst Du sowas?

3. Ist der Hersteller APP an sich untauglich?

-> APP ist eine Marke aus Polen.

Ich - rein subjektiv -hatte noch keine! Probleme.

4. Welcher PE-Spachtel

(ohne Glasfaserbeimengung, die soll ja noch stärker Wasser ziehen) von welchem Hersteller ist gut zu verarbeiten, formstabil und hält dauerhaft? Der Preis ist auch noch eine Kategorie, die mich interessiert.

-> tja, sicherlich alle TEUREN Markenspachtel (z.b. Glasurit, Lesonal, DuPont, etc. , etc.)

Themenstarteram 12. September 2017 um 11:47

Hallo,

an oxifanatiker:

15% finde ich auch Blödsinn, deswegen ärgere ich mich ja. Aber, wenn bei einer Schichtdicke von maximal 5mm (Fläche 10 x 10 cm²) sich ein Trichter beim Trockner bildet, sind das gewiss keine normalen 4%. Und um dem Einwand vorzubeugen: Alles nochmal runtergenommen, neu gemacht, nach dem Antrocknen Lineal aufgelegt, passte, nachdem Durchtrocknen Lineal aufgelegt und ich konnte durckgucken. Locker 0,5mm Spalt.

Und Rostvorsorge: neues, geöltes Metall, gereinigt, eingeschweißt, grundiert. Rost auch auf neuem Metall.

Zu 2. : Alustaubspachtel wurde mir als besonders beständig empfohlen. Die Frage, wozu ich das brauche, hilft mir nicht nicht weiter, wenn ich wissen will, ob das was taugt.

Mit APP keine Probleme: könnte es also sein, dass ich einfach falsch ge- oder überlagertes Material verwendet habe?

Erstmal danke.

An alle:

ich bitte um weitere Tipps, der Rat, einfach mal was Teures zu kaufen, ist mir zu indifferent.

Also wer hat z. B. Glasurit verwendet und welche Erfahrung gemacht? Das wäre eine positive Selbstdarstellung.

Gruß

wbracher

 

Zitat:

Also wer hat z. B. Glasurit verwendet und welche Erfahrung gemacht?

Ich und gute. Hoffe es hilft. :)

Wenn du flache Bleche ohne Oberflächenspannung spachtelst, ists normal dass sich der Spachtel rein zieht.

Wichtig grade bei dem Aluspachtel ist, richtig mit Härter durchrühren !

Und bei der Grundierung muss es eine Grundierung sein, die zum Spachteln zugelassen ist, das sind die allerwenigsten... Im Zweifelsfalle lieber die Grundierung weg lassen.

Zitat:

Und Rostvorsorge: neues, geöltes Metall, gereinigt, eingeschweißt, grundiert. Rost auch auf neuem Metall.

Normal, die meisten Grundierungen haben nur den Zweck den Lack zu halten, sind aber offenporig und rosten dann wieder. Es gibt nur wenige sogenannte "Freilagerfähige" Grundierungen die man nicht so eilig überlackieren muss.

Themenstarteram 13. September 2017 um 12:11

Danke Mark 86, verstehe ich nicht ganz, warum sich der Spachtel abhängig von der Oberflächenspannung verhält, werde ich aber tüchtig drüber nachdenken.

Das mit der Grundierung war mir völlig unbekannt, da habe ich wohl sonst immer versehentlich das richtige genommen.

Hast Du vielleicht nähere Bezeichnungen für freilagerfähige Grundierungen, also Markennamen und Handelsbezeichnungen?

Gruß

wbracher

Also gescheite Grundierungen sind z.B. die 2k EP Grundierungen von Spies & Hecker oder Mipa.

In der Spraydose EP Grundierfüller von Kent, auch der darf zusammen mit Spachtel verwendet werden.

Darüber hinaus wüsste ich keine bessere Lösung als die Grundierung weg zu lassen und direkt aufs Blech zu spachteln.

Die Korosionsschutzgrundierungen die man so bekommt wie z.B. Priomat, Rednox, usw. usf. lösen alle den Spachtel von hinten an. Das hält oft einge Jahre, irgendwann bekommt der Spachtel dann aber Risse und fällt ab ^^

Der Spachtel schrumpft beim trocknen, dass ist ganz normal. Spachtelst du auf einen gebogenen Kotflügel o.ä. dann bleibt das Blech durch die Spannung in Form, spachtelst du mitten auf ne grade Blechtafel größere Schichtdicken, gibt das ne Beule nach innen... Der zieht dann das Blech krum.

Themenstarteram 14. September 2017 um 12:00

Besten Dank, Mark 86, ich fühle mich geholfen.

Hast Du vielleicht noch einen Tipp, was Spachtel angeht? Den APP-Alustaubspachtel wollte ich nur noch als Ballast für den Flug- und Schiffsmodellbau verwenden.

MfG

wbracher

Klar :)

Ich schau die Tage mal auf die Dose...

Winzige Korrektur:

Das Styrol im PS-Spachtel löst den Lack an und nicht umgekehrt.

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