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1% Methode und Auswirkung geldwerter Vorteil bei NUR Selbständigen - Rechenbesipiel mit Denkfehlern

Themenstarteram 22. Febuar 2020 um 17:05

Guten Tag zusammen,

ich lese hier schon seit einiger Zeit zu diversen Themen mit weil ich in den nächsten Monaten einen neuen Geschäftswagen (selbständig) erwerben möchte.

Bisher war das Thema nicht so relevant das ich in den letzten Jahren ein Fahrzeug mit einem geringen BLP

gefahren habe und AFA sowie die laufenden Kosten sich ausgeglichen haben bzw. sich nicht soooo "ungünstig" im Rahmen der EST Erklärung ausgewirkt haben...

(seinerzeit waren die PKW´s noch viel günstiger … :-) , das "gleiche" in NEU kommt mich jetzt - nach 8 Jahren - fast das doppelte an Kaufpreis ?! Wahnsinn .. )

habe mir deshalb auch nie näher mit dem Thema beschäftigt. 1% vom BLP wird versteuert, auf der anderen Seite die Afa und die Kosten … am Ende läuft das auf ein "Null-Summen-Spiel" … v

on daher war mir nicht so wichtig ein neues / teueres Auto zu fahren, bin da sehr bescheiden.

Autos kosten inzwischen sehr viel Geld und der "Vorteil" wie viele denken ist meiner Meinung nach nicht mehr so gegeben … Angangs ist es evtl. ein steuerlicher Vorteil, zum "Nutzungsende" hin aber kehrt sich das ganze um … aber das mag ja jeder sehen wie er will, viele sind auch weiterhin vom "Leasing" überzeugt und de Meinung, dass das die "günstigste" Lösung ist …. am Ende ist das "Geld" … WEG … :-)

 

Ich habe in der Suchfunktion sehr viele Themen zu geldwerten Vorteilen von Arbeitnehmern gefunden bzw. fast nur über deren Besteuerungspraxis - aber etwas konkretes auf meinen "Fall" wenig und kann nur auch anhand von Internetseiten grob mein Anliegen "grob überschlagen". Die restlichen Themen drehen sich um eine "günstige Möglichkeit" einen Geschäftswagen zu fahren bzw. die Steuerpraxis zu umgehen o.ä. auch Rechenbeispiele der Arbeitnehmer kann ich nicht ganz anwenden da ich nicht SV-Pflichtig bin und hier einige Parameter wegfallen .. habe auch keine laufende Buchhaltung über Steuerberater o.ä. da es völlig ausreicht am Jahresende den Steuerberater eine Erklärung (EÜR) erstellen zu lassen und am Ende seiner Berechnung gibt es eine "Abrechnung" .. :-) mal ist es mehr und mal weniger, aber der Fiskus "GEWINNT" immer .. ;-)

Hoffe das sich hier ein ähnlich agierendes Forumsmitglied findet der mir meine Rechnung kurz überblicken kann und evtl. einen "Denkfehler" findet -- DAFÜR VORAB VIELEN DANK. Es geht um das grobe "Kostenkonstrukt", die Details dann würde ich in den nächsten Monaten bei der EST Erklärung mal den Steuerberater die tats. Auswirkungen "berechnen" lassen …

** ich habe KEINE Fahrten zum Büro, da ich im DG mein Büro habe und immer von zu Hause "arbeiten" fahre, Privatwohnsitz auch gleichzeitig Firmensitz, daher fällt die 0,03% Regelung weg -- oder ??

Ich habe folgende Überlegungen (grob) angestellt (sind jetzt vereinfachte Beispiele, für EIN volles Steuerjahr !!):::

BLP Neufahrzeug 35.000 Euro , Nettobarpreis nach Abzug der Nachlässe: ca 22.200 Euro

bei 1% Methode die ich anwenden werde / muss, als geldwerter Vorteil bei der EST:

350 Euro mtl. hinzuzurechnen / 4200 Euro p.a.

d.h. mein GEWINN erhöht sich jährlich um den Betrag von 4.200 EURO !?

bei einem vereinfachen Rechenbeispiel und betrieblichen Einnahmen (vor Kosten) von zB 50.000 Euro

steigt der Gewinn auf 54.200 Euro !?

## FRAGE zur Umsatzsteuerbehandlung: ???

350 Euro - 20% (gesetzlich pauschaler Abzug) = 280 EURO Umsatzsteuer Bemessungsgrundlage,

d.h. 19% auf 280 Euro = mtl. 53,20 Euro zusätzlich UST abzuführen bzw. anzumelden ??

---------------------------------------

PKW Nutzung und AFA über 6 Jahre == 3.700 Euro AFA p.a.

Kraftstoffkosten (Netto) ca 1.500 Euro, Versicherungen ca 800 Euro, Parken, Waschen und sonstiges ca 500 Euro

in Summe p.a. ca 6.500 Euro anzusetzen

------------------------------------------------

Wartungen in den ersten beiden Jahren nicht vorhanden, in den Folgejahren dann ja als zusätzliche Kosten/Ausgaben natürlich zu berücksichtigen ….

…………………………

## wenn ich richtig verstanden habe können im Jahr der Anschaffung noch sofort Kosten für die Abholung/Überführung und Zulassung angesetzt werden, ebenso eine Garantieverlängerung für Folgejahre, ein Satz Winterreifen, etc...

zB 800 Euro (Überführung) + 150 Euro (Zulassung) + 1200 Euro Winterreifen = 2.150 Euro

dieser Betrag hätte dann lediglich im Anschaffungsjahr eine steuerliche Auswirkung

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Und jetzt meine Rechnung wenn ich das alles richtig verstanden habe...:

betriebl. Einnahmen p.a. 50.000 Euro

+ PKW 1% Hinzurechnung 4.200 Euro

= 54.200 Euro

Kosten betriebliche zB ca 8.000 Euro

+ Kosten PKW 6.500 Euro

= 14.500 Euro

 

d.h. mein betrieblicher Gewinn am Ende des ersten Jahres

ca 39.700 Euro,

ggf. die Kosten 2.150 Euro noch mindern == 37.550 EURO

 

UND NUN der Fiskus …. ich muss am Ende dann auf den Betrag von 37.550 Euro EINKOMMENSSTEUR abführen / zahlen !!??

======================================================

Habe ich das so in etwa richtig Verstanden oder irgendwo einen Denkfehler ???

Wäre Euch wirklich SEHR SEHR DANKBAR für eine kurze Erläuterung bzw. Korrektur falls ein Denkfehler vorhanden sein sollte ….

Viele Grüße

Victor

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18 Antworten

Mit Blick auf die Eingangsfrage und deinen Beitrag von gestern 13:05 Uhr: weniger schwätzen, mehr Fahrtenbuch führen - und sich über eine dann akzeptable Steuerlast freuen. Als "schwer" und "kompliziert" bezeichnen das immer diejenigen, die es selbst nie gemacht haben.

Du solltest auch bedenken, dass der spätere Gewinn beim Verkauf vom Pkw wieder versteuert werden muss.

Steht der Wagen nur noch mit 1 Euro in den Büchern, haut das auch ganz gut rein.

Zitat:

@evoque2012 schrieb am 22. Februar 2020 um 20:15:43 Uhr:

Das ist völlig richtig. Ersetzt aber keineswegs eine fundierte steuerliche Beratung (die mir meiner in 20 Jahren nie gesondert berechnet hat).

Nein. Da sind einige Fehler drin. Aber wie schon richtig festgestellt wurde, kann wohl nicht allen Ernstes vom TE erwartet werden, dass die hier schreibenden Fachleute ihm kostenlose Beratung zu Teil werden lassen.

Zitat:

@Deloman schrieb am 24. Februar 2020 um 13:39:08 Uhr:

Du solltest auch bedenken, dass der spätere Gewinn beim Verkauf vom Pkw wieder versteuert werden muss.

Steht der Wagen nur noch mit 1 Euro in den Büchern, haut das auch ganz gut rein.

Es gibt notwendiges Betriebsvermögen. Demnach besteht unter bestimmten Umständen die Verpflichtung, einen PKW im Betriebsvermögen zu aktivieren.

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