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Bernie's blog

meine Lieblingsautos B7 S4 Avants 8ED und Kabriolet 8H

19.09.2018 16:53    |    Superbernie1966    |    Kommentare (3)

am Anfang war Limonade
Am Anfang war Limonade

jo - in großer Verzweiflung habe ich die Flasche leergemacht und die passende Sektion herausgeschnitten.

 

Und weil ich Schwabe und das eine Einweg - Pfandflasche war, habe ich sie zur Stumpen-flasche zusammengefügt und erfolgreich abgegeben.

 

Etwas gutes hatte das Versagen von Elring Klinger: die 80 Cent AUDI Dichtung ist jetzt auch im Motor.

Da eine Schraube nicht entfernt werden kann, wenn die Kette richtig auf der Amöbe sitzt, musste die Kette aus dem Schacht geschoben werden, also mit dem Schraubendreher den Spanner komprimiert und die Kette verschoben.

 

War kein Ding, nach Entfernen der "alten" Dichtung die Neue rein und alles gut gemacht.

 

2 mal habe ich meine Vorrichtung getestet und 1 Stunde das gute Dirko von gestern heruntergerubbelt. Das Zeug ist zäh und weil ich es gestern gut gemeint hatte, habe ich den Deckel entfettet - dadurch hält es wie Teufel ! eigentlich sollte der Motor wenigstens 250.000 km zu bleiben - also bis zum Ende aller Tage.

 

Jo, was gibt es noch zu sagen ? Deckel ist drauf und die Schrauben angeknallt. Erstaunlicherweise ist es jetzt schon schwierig passende Schrauben zu finden obwohl ich 2 Motoren zerlegt habe. Vermutlich diffundieren die.

 

Die M8 im Steuerdeckel sind die vom Tilger und innerhalb vom Getriebeflansch habe ich die schwarzen M6 genommen, damit die verzinkten an die Aussenseite ( Sichtbereich ) vom Motor können.

 

Spaßeshalber wollte ich den Motor durchdrehen, deshalb provisorisch die Scheibe, das Mitnehmerblech und das "Schraubensichungsblech" auf die Kuwe geschraubt.

Dann dazu gleich noch den Anlasser montiert. Auf der Suche nach einer hundsgewöhnlichen M12 x55 Schraube etwas wesentliches festgestellt:

 

meine Werkstatt ist eine Todesfalle !

 

Dieses mal ist es ein totes Rotkehlchen, als solches aber nicht mehr zu erkennen da schon angenagt.

 

Glaubt Ihr das ? 120qm Werkstatt wo schon zig Autos für den letzten Gang vorbereitet wurden und keine M12x55 zu finden ? M12x 1,25 hätte ich gehabt.

Mein Glück war, dass der erste Motor von e**y auf der original Transportpalette mit einer M12 befestigt war. Über diese Schraube bin ich quasi gestolpert und der Anlasser ist drin um das erste Mal Öldruck zu erzeugen....

 

Weil der Motor ohnehin am Haken hing, habe ich die Wasserpumpe auch montiert. Seife aus der Tube zum Händewaschen auf den O-Ring vom Kühlwasserstutzen und das gute 0W30 Motoröl auf den O-Ring vom Pumpenantrieb. Und dann DRÜCKEN - fester, tiefer !

 

Damit der 6-kant irgendwie in die Pumpe flutscht wollte ich den Motor durchdrehen.

 

geht natürlich nicht, weil Bank 1 alle Ventile zu und die Kerzen drin sind. Ehrlich - ich habe es versucht ! es geht nicht ! Ende vom Lied: alle 4 Kerzen heraus und es geht. Na wenigstens hat er etwas Kompression auf ein paar Zylindern !

 

Mit den Schrauben und einer Allmachtsgewalt habe ich die Pumpe hineingefurcht um dann erstaunt festzustellen, dass ich gerade die falsche Wapu montiert habe. Toll - Kommando zurück und die andere rein. Das mal ging es schneller aber: an der richtigen Pumpe ist noch das Kühlwasserquerrohr drin. Blöd das ist, dass ich die Ölwanne nicht wegbekomme, wenn das Kühlwasserrohr verbaut ist. So'n Scheiß

 

Aber ich bin auf der Zielgeraden

 

Spontan zu tun:

 

-Kopf 2 Ventile raus und rein, ein bischen Kanäle machen, waschen und komplettieren

-Saugrohr noch mal waschen, trocknen und die Schrauben innen anziehen, dichten, Schrauben aussen anziehen

-Kopf2 auf Block und Steuerzeiten einstellen sowie die kleinen Deckel mit Innenleben montieren

-Wedi Tilger, Ölkühler, Ölwanne mit TOK montieren

-und Ölfiltergehäuse montieren

-Saugrohr+Flansch+DK drauf

-Zylinderkopfhauben schön machen und draufklatschen

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19.09.2018 17:47    |    Superbernie1966

beim Durchlesen der Geschichte ist mir noch etwas eingefallen:

 

Weil ich in meiner Begeisterung beim Zerlegen zuerst das Filtermodul am Stück vom Motor losgeschraubt hatte, musste der Filtermoduldeckel ja irgendwie herunter.

 

Macht ja keinen Sinn wenn der Motor erst einmal Altöl zu fressen bekommt.

 

Im Auto läuft das Ding super leicht, und die 24 Nm schenke ich mir. Der Spalt muss zu und dank Innen-O-Ringe ist es sowieso dicht. Bei Ölwechsel ist alles schön warm und mein Öl keineswegs alt.

 

Bei diesem hier is nicht !

 

Draufgestanden und mit dem 24er /27er Schlüssel hantiert. Es ging nicht ! Das Ende vom Lied war, dass ich auf den Kunststoffdeckel mit dem Schlagschrauber eingehauen habe. Er hat es dann auch gepackt und dank Zentrifugalirgendwas mich und meine Umgebung mit schwarzen teergleichen Altöl versorgt.

- Danke !

 

Überhaupt ist so ein Schlagschrauber hilfreich. Bei den Abgaskrümmerschrauben richtig Gold wert. Aber auch bei Schwungradschrauben, Käferhinterachsmutter ( 36er SW ), Nockenwellenmuttern und -schrauben.

Nur die Kombination von M12 Vielzahn lang für die Zylinderkopfschrauben ist es eine ganz schlechte Idee.

Ich habe 2 Nüsse vom Autohaus leihweise gekillt bis mir der freundliche Mechaniker gesagt hat, dass man diese xtrem harten Steckschlüssel nicht schlagen darf.

Und wie bekommt man das Stück abgesplittertes verkeiltes Hartmetallfragment aus einem 5 cm tiefen Schacht im Zylinderkopf ? überhaupt nicht leicht !

 

wie sind wir darauf gekommen ? Schlagschrauber, Plastikdeckel Ölfiltermodul 8E V8

 

wasn Scheiß ( diesesmal Selbstironie )

 

P.S. beim Sichten von den "guten alten" Zylinderkopfschrauben habe ich genau 10 Stück von diesen hier gefunden ! Eine Bank. Vermutlich wollte da jemand einen Kopf demontieren und das unpassende genommen.

Den Steckschlüssel vom Autohaus habe ich ersetzt und aus Essen für unter 10 Euro ein wirklich wirklich sehr taugliches Teil gekauft ! Es gibt noch gutes Werkzeug für kleines Geld.

 

Bei Amazon habe ich einen kleinen ( mickriges, winziges, zu klein geratenes ) Torx30 für gutes Geld gekauft, was ich von Herzen bedauere. Ein Torx 30 keine meine 4 Finger ( eher 3 1/2 ) breit am langen Schenkel lang für 6 Euro !

Der Name von einem sehr bekannten Werkzeughersteller steht darauf aber ist echt ein (schlechter) Witz.

 

genug !



20.09.2018 11:23    |    niston

Das ja echt mal nen Abenteuer, so ne Revision :)

 

Will mit meinem dann auch auf den Prüfstand, mal messen was der so macht. Ausserdem hab ich ja vor, die Ansaugung umzubauen und hätte darum gerne einen Referenzwert.

 

Letzthin grad die ersten 10TKM vollgemacht. Sollte langsam eingefahren sein, oder?


20.09.2018 17:58    |    Superbernie1966

hi niston,

ja - nach 10tkm sollte der Motor jetzt ordentlich eingefahren sein, sofern er auch Vollast und Drehzahlen bekommen hat !

 

bis Du derjenige der ein paar hundert male meinen blog liest ?

 

etwas frustriert bin ich schon - ich setze mich mindestens eine halbe Stunde hin, bequatsche meinen Läbtop dass er die Bilder vom Huawei annimmt und auser Kliks bekomme ich kein feedback. Und das, obwohl ich mir wie für die Affen im Zoo immer neue Gags ausdenke...

Vielleicht muss ich es schwäbisch verstehen: "ned gschumpfa isch Lob gnua !" als Schweizer verstehst Du das...

 

die Leistungsmessung war eigentlich für den nackten Motor gedacht. Aber im Auto zu messen ist auch eine gute Idee - bevor ich meinen alten Ölsäufer ausbaue will ich auch eine Leistungsmessung machen.

Vielleicht bezahlt mir ja jemand 3000 Euro für einen gut gehenden und sparsamen (Benzin) B7 BBK ?

Anstatt Kompressionstes und Beteuerungen gibt es eine Vollastkurve. Punkt

Allerdings hat mein Kolbenbauer darauf bestanden, dass ich den Alten zerlege; man kann es aber nicht allen recht machen.

weiterhin viel Spaß und danke für die netten Worte.

 

P.S. bitte noch abstimmen im vorvorigen blog


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