Brennende Fahrzeuge in deutschen Großstädten, politisch motiviert oder purer Vandalismus?

http://www.brennende-autos.de/

Erschreckend, oder ?

Liebe Berliner,
Eure Toleranz gegen solche Straftäter stinkt zum Himmel. Mich seht ihr in der Hauptstadt des Autoabfackelns sicher nicht !

Gruß SRAM

Beste Antwort im Thema

Hallole zusammen
ich habe da überhaupt keine toleranzschwelle denn der schwerarbeitende Familienvater oder die alleinerziehende Mutter für diese Taten zum finanziellen Ruin führen können haben das nicht verdient. genausowenig wie die Leute die ein sogenanntes Bonzenauto fahren denn auch die arbeiten und bezahlen sozialabgaben die vermutlich diese Art von Menschen auch noch finanzieren. Wegsperren und als arbeitsdienst die Autobahn mit dem handbesen fegen lassen, natürlich ohne geschwindigkeitsbegrenzung und im berufsverkehr.. pro abgeliefertem kilo schmutz gibts was zu essen..

Hat genausowenig wie damals die RAF mit Politik zu tun was ja immer behauptet wurde. Da sind einfach nur Verbrecher und mir würde noch beseres eibfallen diese Leute zu bestrafen... JOL:

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Also ich hab die Nationalhymne gelernt. Sogar die verpönte (nicht verbotene!) Strophe 1 und die Hymne des anderen Deutschlands wurden angesprochen.

Und die Bayernhymne natürlich.
Und auch heute bringt Bayern 1 zum Ende des Sendetages die Bayernhymne, Deutschlandhymne (Strophe 3) und Europahymne.
Kein Witz.

Gott mit dir du Land der Deutschen, auferstanden aus Ruinen und Einigkeit und Recht auf Freizeit! 😁

Zitat:

Original geschrieben von Hannes1971



Zitat:

Original geschrieben von HerrLehmann1973


Na und? IST jetzt Babylon untergegangen oder was? 😁😁
Da sieht man, in was die verdorbene Jugend uns führt. In hundert Jahren regieren hier die Griechen.
...naja, dank Milliardensubventionen tun sie das de facto ja jetzt schon 😁😁😁
So blöde das klingt: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einen erheblichen Unterschied für die Persönlichkeitsbildung macht, ob man selber mal existentielle Extremerfahrungen machen musste oder ob man von solchen Erfahrungen schon mehrere Generationen entfernt ist.

Natürlich wünscht man niemandem die extremste aller Existenzbedrohungen, wie z.B. das Miterleben eines Krieges. Aber dennoch haben z.B. meine Eltern (BJ. 1938 und 1942) noch die Hungerjahre nach dem Krieg und den Aufbau der wirtschaftlichen Existenz (ihrer Eltern) am eigenen Leibe miterlebt. Flucht oder andere Erlebnisse blieben ihnen zum Glück erspart. Viel von diesen Erfahrungen haben sie auch noch an uns weitergegeben.

Mir z.B. "fehlen" solche Erfahrungen. Als ich geboren wurde, war die wirtschaftliche Existenz meiner Eltern bereits gesichert, wäre auf meinem Berufsweg etwas schiefgegangen, wäre ich schon weich in die soziale Hängematte gefallen (vermutlich sogar noch weicher, als sie das heute ist). Aber immerhin hatte ich meine Eltern, denen man diese Erfahrungen durchaus in manchen Verhaltensweisen anmerkt und Großeltern, die den Krieg live und in Farbe mitgemacht haben. Aber wie kann ich meinen Kindern vermitteln, dass es eben nicht selbstverständlich ist, dass jeden Abend das Essen auf dem Tisch steht und dass das Geld jeden Monat auf dem Konto ist.

Die "heutige Jugend" kennt ja nur gute Zeiten. Wenn dann von den Eltern vermittelt wird, dass Armut bedeutet, dass man sich keinen zweiten Flachbildfernseher für das Kinderzimmer leisten kann, sondern nur einen ollen Röhrenfernseher (Beispiel aus einer Harz4-Dokumentation auf ARD...), wie soll dann Leistungsbereitschaft entstehen ? Wenn die Auszubildenden zwar über ihre Rechte bestens informiert werden, die Eltern aber sofort mit dem Rechtsanwalt bzw. Betriebsrat drohen, wenn man ihr Töchterlein mal (etwas rauer) an die Pflichten erinnert, wie soll Töchterchen denn lernen, dass man auch mal kuschen muss ?

Bis hier kann ich größtenteils beipflichen. Habe meine Eltern zwar früh mit mitte zwanzig verloren, aber kann mich noch erinnern, wenn mein Vater (Jahrgang 1929) vom Krieg erzählt hat und seine persönlich erlebten Erfahrungen schilderte , als er Anfang 1945 als "Volkssturm"-Soldat (als noch 15jähriger) eingezogen wurde. Da macht der Film "die Brücke" einen ganz anderen Eindruck. 🙁

Als ich - Anfang der sechziger - erzogen wurde, gab es meist einmal die Woche Fleisch, ein Auto hatten wir erst als ich 12 wurde und ein eigenes Telefon wurde erst angeschafft, als "der Junge" eine kaufmännische Ausbildung begonnen hatte. Ja Ja, ich kannte rein gar nix. 😁 😁

Zitat:

Original geschrieben von Hannes1971



Wo werden den Jugendlichen denn heute irgend welche Härten abverlangt ? Schule: das soll ja sogar das Lernen der Schreibschrift abgeschafft werden, da sich die Kinderlein beim Üben der Schwünge ja langweilen könnten. Wehrdienst (oder gleichberechtigt wenn nicht sogar besser zur Persönlichkeitsbildung geeignet Zivildienst): abgeschafft. Selbstverantwortliches Studium (Diplom), in dem man selber sehen musste, wie man das Wissen in den Kopf bekam (Vorlesungen waren größtenteils Angebote, keine Pflichtveranstaltungen): ersetzt durch verschulte Bachelor-Studiengänge.

Wenn dann in der Gesellschaft alle nur noch nehmen wollen bzw. ihre Rechte durchsetzen, aber keiner mehr irgend welche Verpflichtungen eingehen will, dann kann man sich in der Tat um den Fortbestand dieser Gesellschaft seine Gedanken machen...

Es ist irgendwie amüsant. Als mein Vater zwischen 40 und 50 war und mein älterer Bruder und ich Teenager bzw. Twens waren, konnte er nicht verstehen - wie wir Halbwilden - es jemals schaffen wollten "mit der Einstellung" durchs Leben zu kommen und eine Familie zu ernähren. Lange Haare und Rockmusik waren auch zuviel für ihn. 😉 Aber wir sind doch nicht anders! 😉 Fahre ich beispielsweise mit der U-Bahn, und höre dort von Jugendlichen dieses vom Wortschatz stark eingeschränkte und gramatikalisch katastrophale "Türk-Deutsch", schlage ich - als heute 50jähriger - ebenso die Hände über dem Kopf zusammen, und kann nicht verstehen, wie man mit so einer (Un)Bildung durchs Leben kommen soll. Nur ganz selten hört man richtige deutsche Sprache, aber meist von jugendlichen Minderheiten, die gehen wohl aufs Gymnasium, oder? 😉

Ich denke die Jugend heute hat es ungleich schwerer Fuß zu fassen. Egal wie sich derjenige abstrampelt, in meiner Jugend bekam man noch nach bestandener Ausbildung eine unbefristete Stelle, heutzutage werden - wenn überhaupt - nur noch Fristverträge angeboten. Man konnte sich in den 80zigern einfacher weiterbilden, es wurde von den Firmen/Konzernen - Eigeninitiative vorausgesetzt - sogar gefördert. Heute sieht das anders aus: Firmen investieren nicht mehr so ein Kapital, warum auch, sie können sich frei vom Markt bedienen, weil es Studienabgänger en Masse gibt.

Ich stimme Dir zu: Die Jugend heute hat einen sehr hohen Wohlstandslevel, den "wir" damals nicht hatten oder kannten. Von dem "runterzukommen" und eigenes zu Leisten ist jedoch heute ungleich schwerer als das, was Jugendliche vor dreissig Jahren leisten mußten.

... doppelpost 🙁 .....

Der Titel ist dieses Stranges ist deplatziert und passt natürlich in das hier übliche Schubladendenken. Er sollte geändert werden, wird er aber nicht, da dieses Denken auch bei den meisten Verantwortlichen vorherrscht.

Die Aufklärungsrate dieser Straftaten ist marginal und schon allein aus diesem Grund können diese Aktionen keinem Spektrum zugeordnet werden. Ich denke, dass die Tätergruppe größtenteils aus "unzufriedenem und perspektivlosem" Klientel besteht, die einfach Lust auf Randale haben. Die eigene Zerstörungswut kompensiert wohl in den meisten Fällen eigene Unzulänglichkeiten. Ich halte diese Leute für mehr als unpolitisch, daher ist ein links, rechts oder konservativ in diesem Zusammenhang nicht angebracht.

Teilweise ist diese Perspektivlosigkeit in der Tat hausgemacht, auf der anderen Seite hat ein gewisses Frustpotential natürlich auch gesellschaftspolitische Ursprünge.

In ein paar Jahren werden wir zurückschauen und uns daran erinnern, dass damals ja "nur" ein paar Autos brannten. Wenn unsere "wertekonservative" Politik kein rigoroses Umdenken praktiziert, wird es noch viel gewaltiger krachen. Wenn keine Eigenregulierung der Finanzmärkte und des Kapitals stattfindet werden mehr als nur Fahrzeuge in Flammen aufgehen. Die Politik, große Teile der Wirtschaft und die Finanzmärkte haben in den letzten Jahren versagt und sollten die Märkte zusammenbrechen, wird Inflation und Arbeitslosigkeit massiv ansteigen. Treffen wird es anfangs ausschließlich die sozial Schwachen, die Mittelschicht wird folgen.

Ein Großteil derer, die sich hier noch in Schubladendenken und dem albernen Pflegen von Feindbildern suhlen, werden verzweifelt zurückschauen und darüber grübeln, was seinerzeit wohl alles schief gelaufen ist.

Dieser Kommentar soll in keinem Fall irgendetwas zum Thema "abfackeln" rechtfertigen oder gar schön reden, es soll auch keine rechts/links-Diskussion sein, vielmehr sollte man ein wenig reflektieren und genau hinsehen, was in einer globalisierten, von Finanzmärkten dominierten Welt alles schief laufen kann und mit welchen Konsequenzen wir zu rechnen haben. Ich bin der Meinung, dass das, was in Berlin, Hamburg oder London passiert nur der Anfang ist.

In diesem Zusammenhang sei dem geneigten Forumsleser ein Artikel Frank Schirrmachers aus der FAZ, der sicher beileibe bis heute nicht dafür bekannt war, linke Ideale zu vertreten ans Herz gelegt.

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Zitat:

Original geschrieben von xmisterdx


Tjoah... Hätte Bayern damals nicht den Krieg gegen die Preußen verloren, gehörten sie heute vielleicht zu Österreich 😉

Tja, und hätte Deutschland den letzten Krieg nicht verloren, würde Österreich heute zu Deutschland gehören 😁😁

Und was will uns der Dichter damit sagen? 😉

Zitat:

Original geschrieben von nixfuerungut


In diesem Zusammenhang sei dem geneigten Forumsleser ein Artikel Frank Schirrmachers aus der FAZ, der sicher beileibe bis heute nicht dafür bekannt war, linke Ideale zu vertreten ans Herz gelegt.

Also, ich kann mich noch gut an die Artikel von Frank Schirrmacher über Thilo Sarrazin und seine

Polemik zur Kernenergie

erinnern. Da konnte man sich des Verdachts nicht erwehren, daß da jemand linke Ideale vertritt...😛

Zitat:

Original geschrieben von downforze94



Zitat:

Was ich und andere fordern ist, daß das gesetzliche Strafmaß in solchen Fällen voll ausgeschöpft wird.

Ich wüßte nicht, was dagegen spricht.

Aufstände gibt es immer dort, wo es der Jugend beschissen geht. Das war auch in Frankreich so.
Der Mehrgenerationenhaushalt vor 50 Jahren war nicht schlecht, eine Hiearchie sorgte zumindest für Ordnung. Vielleicht hat die heutige Generation einfach zu viele Möglichkeiten sich zu gestalten, negative Einflüsse von allen Seiten. Individualismus heißt nicht, daß ich jedem zeige, was für ein Arschloch ich bin, aber anscheinend hat man im Jahr 2011 die Möglichkeit dazu. ...

Nein, ich denke, dass heute der Jugend VORGEGAUKELT wird, was sie alles zu SEIN HAT, am besten 5 Sachen gleichzeitig, es in der Realität aber völlig unmöglich ist, dies umzusetzern. Dies liegt m. E. zum einen an den völlig übersteigerten Anforderungen, die an Leistungsträger gestellt werden, zum anderen an die fehlende realistische Perspektive überhaupt nur irgendetwas davon umzusetzen.

Jetzt mal zynisch platt ausgedrückt: der Jugend wird vorgegaukelt, sie müsse eine Mischung aus Triple X und Paris Hilton sein. Faktisch reicht es aber bei 99% nun mal nur für die Fachverkäuferin hinter der Käsetheke. Leider ist aber diese Erwerbstätigkeit heutzutage weder in der Lage, ihre Protagonisten ausreichend zu "ernähren", noch hat es gesellschaftlich ein Akzeptanzfenster.
DAS zu werden, bedeutet bei den Jugendlichen ja schon, der Oberloser zu sein, das Leben ist schon verwirkt. "Ich hab nicht mit 18 meine Villa, meinen SLS und meine Puffmiezen, wie das die Rapper im Fernseher haben, also ist eh alles scheiße".
Und dann kommt so ne Wurst von Meister und will MIR erzählen, das ich den Hof nicht gefegt habe - MIR als quasi Lady Gaga. 😉

Einem normalen, natürlichen Aufstieg nach oben wird der Hahn zugedreht. Ist vielleicht auch eine Frage der Demographie. Denn naturgemäß bildet eine natürliche Hierarchie sich auch immer ein wenig durch die Alterspyramide. Problem ist aber, dass man noch 3 Dutzend unkündbare Leiter auf der mittleren Führungsebene hat, aber keinen mehr, der für die Leute arbeiten würde 😉
Gleichzeitig steigt das kapitalistische Anspruchsdenken, weil man den Konsum fördern will. Die Diskrepanz zwischen beidem erkennt keiner, solange noch auf Pump gekauft werden kann. Man verheizt JETZT das, was man in 10 Jahren vielleicht erwirtschaftet. Bis es - wie in den USA - zum Kollaps kommt.
Dabei geht es aktuell ja eigentlich keinem wirklich "schlecht". DAS ist das eigentlich schizoide daran. Lediglich die Differenz zwischen dem "scheinbar möglichen" und dem realen wird immer größer.

Das Problem früherer Generationen (so im 18.und 19. Jhd. 😉 ) war, dass durch gesellschaftliche Strukturen es dem Einzelnen unmöglich war, seinem Leistungswillen und seinen Fähigkeiten entsprechend weiter zu kommen.
Heute ist es - aus ganz anderen wirtschaftspolitischen Kriterien heraus - ebenso unmöglich, weiter zu kommen, mit dem Unterschied, dass einem die MÖGLICHKEIT ständig wie eine Möhre unter die Nase gehalten wird, die man dann doch nie kriegt.
Das ist aber m. E. ein GRUNDSÄTZLICHES gesellschaftspolitisches Problem. Im Bus können nun mal nicht alle vorne sitzen.
Da ist es ein gesellschaftlichtes Vabanque-Spiel, einerseits den Anreiz zur Leistung zu geben, andererseits aber die Leute mit nicht so viel Leistungspotenzial nicht "verhungern" zu lassen.

Unsere "Gesellschaft" ist aber leider auf dem besten Wege, BEIDES - Leistungsanreiz und fairen "Lohn" - abzuschaffen 😉 Eine unheilige Symbiose aus falsch verstandener linkspopulistischer Gleichmacherei und Kapitalhörigkeit bzw. inzwischen -abhängigkeit, aus der sich selbst eine linksalternative Regierung nicht herauswinden kann und vermutlich auch nicht will (wobei DAS ein anderes Thema ist 😉 )
Mit den entsprechenden Folgen...

Ja hast Recht, das trifft es eigentlich deutlich besser als mein Text.

Zitat:

Original geschrieben von HerrLehmann1973



Zitat:

Original geschrieben von downforze94



Ich wüßte nicht, was dagegen spricht.

Aufstände gibt es immer dort, wo es der Jugend beschissen geht. Das war auch in Frankreich so.
Der Mehrgenerationenhaushalt vor 50 Jahren war nicht schlecht, eine Hiearchie sorgte zumindest für Ordnung. Vielleicht hat die heutige Generation einfach zu viele Möglichkeiten sich zu gestalten, negative Einflüsse von allen Seiten. Individualismus heißt nicht, daß ich jedem zeige, was für ein Arschloch ich bin, aber anscheinend hat man im Jahr 2011 die Möglichkeit dazu. ...

Nein, ich denke, dass heute der Jugend VORGEGAUKELT wird, was sie alles zu SEIN HAT, am besten 5 Sachen gleichzeitig, es in der Realität aber völlig unmöglich ist, dies umzusetzern. Dies liegt m. E. zum einen an den völlig übersteigerten Anforderungen, die an Leistungsträger gestellt werden, zum anderen an die fehlende realistische Perspektive überhaupt nur irgendetwas davon umzusetzen.

Jetzt mal zynisch platt ausgedrückt: der Jugend wird vorgegaukelt, sie müsse eine Mischung aus Triple X und Paris Hilton sein. Faktisch reicht es aber bei 99% nun mal nur für die Fachverkäuferin hinter der Käsetheke. Leider ist aber diese Erwerbstätigkeit heutzutage weder in der Lage, ihre Protagonisten ausreichend zu "ernähren", noch hat es gesellschaftlich ein Akzeptanzfenster.
DAS zu werden, bedeutet bei den Jugendlichen ja schon, der Oberloser zu sein, das Leben ist schon verwirkt. "Ich hab nicht mit 18 meine Villa, meinen SLS und meine Puffmiezen, wie das die Rapper im Fernseher haben, also ist eh alles scheiße".
Und dann kommt so ne Wurst von Meister und will MIR erzählen, das ich den Hof nicht gefegt habe - MIR als quasi Lady Gaga. 😉

Einem normalen, natürlichen Aufstieg nach oben wird der Hahn zugedreht. Ist vielleicht auch eine Frage der Demographie. Denn naturgemäß bildet eine natürliche Hierarchie sich auch immer ein wenig durch die Alterspyramide. Problem ist aber, dass man noch 3 Dutzend unkündbare Leiter auf der mittleren Führungsebene hat, aber keinen mehr, der für die Leute arbeiten würde 😉
Gleichzeitig steigt das kapitalistische Anspruchsdenken, weil man den Konsum fördern will. Die Diskrepanz zwischen beidem erkennt keiner, solange noch auf Pump gekauft werden kann. Man verheizt JETZT das, was man in 10 Jahren vielleicht erwirtschaftet. Bis es - wie in den USA - zum Kollaps kommt.
Dabei geht es aktuell ja eigentlich keinem wirklich "schlecht". DAS ist das eigentlich schizoide daran. Lediglich die Differenz zwischen dem "scheinbar möglichen" und dem realen wird immer größer.

Das Problem früherer Generationen (so im 18.und 19. Jhd. 😉 ) war, dass durch gesellschaftliche Strukturen es dem Einzelnen unmöglich war, seinem Leistungswillen und seinen Fähigkeiten entsprechend weiter zu kommen.
Heute ist es - aus ganz anderen wirtschaftspolitischen Kriterien heraus - ebenso unmöglich, weiter zu kommen, mit dem Unterschied, dass einem die MÖGLICHKEIT ständig wie eine Möhre unter die Nase gehalten wird, die man dann doch nie kriegt.
Das ist aber m. E. ein GRUNDSÄTZLICHES gesellschaftspolitisches Problem. Im Bus können nun mal nicht alle vorne sitzen.
Da ist es ein gesellschaftlichtes Vabanque-Spiel, einerseits den Anreiz zur Leistung zu geben, andererseits aber die Leute mit nicht so viel Leistungspotenzial nicht "verhungern" zu lassen.

Unsere "Gesellschaft" ist aber leider auf dem besten Wege, BEIDES - Leistungsanreiz und fairen "Lohn" - abzuschaffen 😉 Eine unheilige Symbiose aus falsch verstandener linkspopulistischer Gleichmacherei und Kapitalhörigkeit bzw. inzwischen -abhängigkeit, aus der sich selbst eine linksalternative Regierung nicht herauswinden kann und vermutlich auch nicht will (wobei DAS ein anderes Thema ist 😉 )
Mit den entsprechenden Folgen...

Mag alles sein, erklärt die Ursache trotzdem nicht, da hier nicht in irgendwelchen " Bonzenvierteln " sondern in stinknormalen Wohngegenden, teilweise noch nicht einmal den besten, " gezündelt " wurde und sogar Kinderwagen in Hausfluren oder Hausflure selber angezündet wurden.Auch das waren keine Luxusvillen. Unstreitig ist, daß die Verursacher am Anfang aus den sog. " Autonomen "-Kreisen kamen.Da bisher ja so gut wie niemand festgesetzt wurde gibt es auch keine Angaben über die Sozialstruktur dieser ( neuen ) Kriminellen - also ist alles im Grunde bisher nur Spekulation, an der ich mich leider ( Schande über mein Haupt ) auch beteiligt habe.

90 % Zustimmung, aber...

Zitat:

Original geschrieben von EierFanta©


Ich denke die Jugend heute hat es ungleich schwerer Fuß zu fassen. Egal wie sich derjenige abstrampelt, in meiner Jugend bekam man noch nach bestandener Ausbildung eine unbefristete Stelle, heutzutage werden - wenn überhaupt - nur noch Fristverträge angeboten. Man konnte sich in den 80zigern einfacher weiterbilden, es wurde von den Firmen/Konzernen - Eigeninitiative vorausgesetzt - sogar gefördert. Heute sieht das anders aus: Firmen investieren nicht mehr so ein Kapital, warum auch, sie können sich frei vom Markt bedienen, weil es Studienabgänger en Masse gibt.

Ich stimme Dir zu: Die Jugend heute hat einen sehr hohen Wohlstandslevel, den "wir" damals nicht hatten oder kannten. Von dem "runterzukommen" und eigenes zu Leisten ist jedoch heute ungleich schwerer als das, was Jugendliche vor dreissig Jahren leisten mußten.

Ich weiß jetzt nicht, in welchem beruflichen Umfeld Du unterwegs bist, in meinem beruflichen Umfeld (Ingenieurwesen) sieht es nicht ganz so duster aus. OK, der übliche Einstieg in ein größeres Unternehmen ist das Traineeprogramm, i.d.R. mit befristetem Vertrag, danach ist mir persönlich aber kein Fall bekannt, in dem es nicht zur Festeinstellung gekommen wäre. Das Traineeprogramm dient ja auch nur als verlängerte Probezeit, da die reinen Studienleistungen eben nichts über die tatsächliche Eignung im Berufsleben aussagen. Auch heute noch kann man bei einer Firma (natürlich nicht bei jeder) bis zur Rente bleiben, zumindest wäre dies in den drei Firmen, in denen ich meinen bisherigen Berufsweg durchlaufen habe möglich. Karriere macht man so allerdings nur in den wenigsten Fällen.

Studiengänger en Masse gibt es bei den "richtigen" Berufen (hier schließe ich Geistesstudiengänge wie Soziologie, Philosophie etc. aus) vielleicht bei BWL (die glauben ja auch alle sie würden Investmentbanker und mit 28 Milliardär) oder Pädagogik, bei den technischen Studiengängen werden Bewerber gesucht wie verrückt. Ich persönlich musste in meinem Leben ein einziges mal eine Bewerbung schreiben: Das war für das Praktikum bei der Firma, bei der ich später auch meine erste Anstellung fand. Die beiden nächsten Stellen habe ich dann über Geschäftsbeziehungen bzw. durch Abwerbung bekommen.

Auch mit der Weiterbildung habe ich persönlich ganz andere Erfahrungen gemacht: mein vorheriger Arbeitgeber hat mich 3 Jahre lang jeweils 2 Wochen für ein berufsbegleitendes Master-Studium freigestellt (+ 2 Wochen Urlaub + 2 Wochen Überstunden-Abbau: Fertig war die nötige Zeit für die Präsenzphasen). Viele Kollegen haben das ähnlich gemacht.

Zitat:

Original geschrieben von R 129 Fan


Mag alles sein, erklärt die Ursache trotzdem nicht, da hier nicht in irgendwelchen " Bonzenvierteln " sondern in stinknormalen Wohngegenden, teilweise noch nicht einmal den besten, " gezündelt " wurde und sogar Kinderwagen in Hausfluren oder Hausflure selber angezündet wurden.Auch das waren keine Luxusvillen.

Auch hier kann man gewisse Parallelen zu England erkennen. Dort sind sie schließlich auch nicht ins Finanzviertel gezogen und haben die Scheiben der Banken eingeschlagen, sie haben schön in ihrer eigenen Nachbarschaft randaliert und ihren eigenen Supermarkt geplündert. Wo hier die politische Aussage sein soll, muss mir mal einer erklären. Das war Randale um ihrer selbst willen.

Ein brillianter Artikel, nixfuerungut - quasi die Blaupause dessen, der Überbau der gesellschaftlichen Schichten, des grundlegenden kasus knaxus.

Punktum saliens: Die Wirtschaft dient eben nicht mehr den Menschen, sondern die Menschen sind der Wirtschaft untergeordnet... und das kann eben nicht auf die Dauer funktionieren, erzeugt die unterschiedlichsten Reaktionen und ist der Boden, auf dem direkt oder indirekt all das wächst, was uns langsam aber sicher völlig entgleitet.
Man könnte das Wissen um die Folgen des zur alles entscheidenden Global-Person "Geld", des Zinses usw. usf. übrigens in praktisch jeder Religion finden (denn so neu ist das Grundproblem ja wahrlich nicht), als auch den jeweiligen Ansatz... die Eskalation zu verhindern (denn alles ist eine Frage des rechten Maßes, Extreme sind immer Gift)... in den Schriften antiker Philosophen bis hin zur Neuzeit in den Werken von Ökonomen, Sozialkritikern usw. usf.
Vielleicht - ich weiß es nicht - wurde/wird all dem in der wirtschaftlichen Bildung zu wenig Beachtung geschenkt... unnützer Ballast? Von keinem "Ballast" gebremst... in Rekordzeit, mit Scheuklappen und aufgedopt in ein Desaster gerannt?

Imho ist die Blaupause die einzige Diskussionsbasis, welche zu etwas führen kann - denn die diversen Auswüchse sind aus der jeweils persönlichen Sicht und Welt ja doch nicht begreifbar, so kein Ansatz zu finden. Es sind eben "nur" Auswüchse... welche in immer neuen Formen wuchern... und wie Du es umschreibst, Schubladenblickwinkel eben?

Schubladenblickwinkel, geboren aus einer Verzweiflung, einer Desillusionierung bzgl. des eigenen Lebensmodells, Weltbildes? Quasi... wie die Verteidigung der eigenen Kabine auf einem sinkendem Luxusschiff, nur den Angriff auf die eigene Kabine auf dem Schirm - verdrängend, dass diese Kabine auf einem gesunkenem Schiff .. halt auch für den Eimer ist. Shit happens? Kann doch nicht sein, dass ich einer Lüge, einem Trugbild vertraut habe? Every picture tells a lie...
Die nächste verbrannte Generation?
Ich schätze, viele Positionen in diesem Fred... sind genau dem geschuldet?

Und Herr Lehmann - ich schätze viele deiner Blickwinkel, das analytische Bild deckt sich weitgehend mit dem meinen.
Aber...  das unvermeidbare "Aber" - Du blendest einen Fakt völlig aus, einen wesentlichen Teil des Bildes: Ich umschreibe ihn mal in einem Beispiel, welches ich ja schon belegt habe und das logisch leicht zu folgern ist - minimal 5,8 Millionen Arbeitslose auf unter 1 Million vakante Jobs. Und genau da... tropft deine "Weichmacherfarbe" unserer Welt von der Tafel, übrig bleibt ein hartes Bild.
Auch nichts gegen die Käsetheke - jedoch auch hier ein fehlender Pixel... selbst wenn es nun genug Käsetheken im Lande geben würde... die Diskrepanz in der Käsegewinnverteilung, mithin in der gesellschaftlichen Wohlstandskurve, mithin in der Lebensteilnahme. Grimmelshausens Schwedentrunk?
Nicht zu vergessen - mit Käsetheken ist auch unser Sozialsystem nunmal nicht mehr finanzbar. Sozialsystem... na, jault wer auf? Dacht ich mir... blöd nur: Man beachte, was alles unter Sozialsystem fällt und solidarisch zu finanzieren ist... praktisch JEDER fällt hier rein und/oder wird es 😉

Kurzum, Herr Lehmann, die Analyse ist in sich schon richtig - nur ist daraus keine Lösung ableitbar, weil die gefolgerte Ordnung auf eine Gesellschaft und ein in sich geschlossenes System passt, welches es so nunmal nicht mehr gibt. Das Rad der Zeit... wird sich nicht zurückdrehen lassen.
Und eine Antwort für eine ad hoc Lösung wird es auch nicht geben - es gilt zuerst das Unkraut im treibenden System auszurupfen... dann kann man auch das immer vorhandene Unkraut in einer Gesellschaft auf das unvermeidbare und tragbare Maß stutzen.

Jedoch... was ist das schon bei uns? Die Welt wird grad neu geordnet, viele Länder und ihre Menschen privatisiert, die Ressourcenverteilung hart umkämpft, ideologisch geprägte Einflussräume ausgeweitet usw. usf... zumindest bis jetzt spüren wir doch nur eine laue Brise?
Alles längst eine globale Frage, unser SchulSelektionssystem (völlig daneben übrigens) oder 250 Randalierer in Ketten spielen da doch gar keine Rolex.... quasi Interna, welche intern nicht wirklich lösbar sind.

Hallo Allerseits !
Ich lese immer STUDIERTE,ob nun BWL,Ingeneurskunst,Jura usw,
Was ist denn mit den Millionen Bundesbürgern die kein Studium haben.
Der Einfache Bürger 😕
Man soll heute 20 Jahre alt sein , Super Studuim mit 1 abgeschlossen und 30 Jahre Berufserfahrung mitbringen !
Oder man ist in bestimmten Berufsgruppen Überqualifiziert.
Oder die Frage nach dem Alter ????
Die Einstellungskriterien sind doch teilweise völlig konfus.
mfg trixi1262

Mh... Metalhead... eigentlich ist das sogar recht einfach - Herr Lehmann malt ja das innerhalb der Gesellschaft reale Empfinden sehr plakativ und richtig an die Wand. Man kann daraus erkennen, dass auf viele Menschen eine jeweils zwar unterschiedliche, aber fatale Mischung aus undifferenzierten Bauchschmerzen nebst einem Ohnmachtsgefühl einwirkt. Unser allg. immer mehr egozentrisches Weltbild in Kombination mit einer immer schwächer ausgeprägten Fähigkeit zum Mitgefühl (nicht Mitleid, andere Baustelle), sprich human verroht, lässt diese innere Aggression dann irgendwann völlig undifferenziert explodieren.

Wie ein Fass Pulver - es weiß selbst gar nicht so wirklich warum es explosiv ist, nur dass... und es ist ihm völlig wumpe, wo oder durch welchen Funken es explodiert. Es laufen viele Menschen in unserer Gesellschaft rum, die im Grunde tickende Zeitbomben sind... aus den unterschiedlichsten Bauchschmerzen heraus, jedoch alle direkt oder inidrekt aus den von Lehmann umrissenen Gründen. Je nach Zutaten des Pulvers... läuft der eine Amok, der nächste sticht irgendwen ab, viele geben sich selbst die Kugel, einige reissen ihre Familie gleich mit, immer mehr sind zu schwach und werden psychisch krank und andere zündeln wahllos. 99,9% dieser Bomben sind uns doch egal, sie lassen sich trefflich ignorieren... nur die 0,1%, welche unübersehbar explodieren... die unsere "ignorante Ruhe" stören... die sehen wir, über die reden wir, über die Spitze eines Eisbergs.

Stell dir einen Stafford vor... einen hochdominanten Rüden... ist auch ein Wesen, hat ne Seele, Herz usw. usf... messerscharf gemacht, gänzlich ohne Sozialisierung, keine Bezugsperson und ständig auf Speed und Adrenalin. Der sitzt auch ganz cool da, schaut nur doof, macht nix... um urplötzlich zur Bestie zu werden, weil irgendwas - was keiner so recht verstehen kann was - diese latente innere Aggression explodieren lässt. Es ist ihm völlig latte totalo... ob das ein Mensch, welcher Mensch, wo, ein Hase, ein Artgenosse oder dein Sofa ist... er macht sich Luft und Kleinholz draus. Und versteht am Ende die Welt nicht mehr... warum er dafür auch noch auf die Löffel bekommt.

Gar nix könnt ihr machen - weil es nicht nur "Staffords" sind... das geht durch alle "Rassen", ist nicht links, nicht rechts, nicht sortierbar.... es ist jeweils ein ganz eigenes Pulvergemisch und ein individueller Funke. Und wenn es "nur" ein Funke kollektiver Raserei ist... verstehst?
Und es kommen laufend welche nach, immer mehr.... laufen Amok, klatschen Leute um, hängen sich auf, nehmen ihre Familie mit, sitzen beim Psychiater und einige wenige... ja..
So viele Cops, so viele Knäste, so viele Psychatrien gibts gar nicht... so ist dem nicht beizukommen.
Klar, Lehmann hat Recht und andere hier auch... bzgl. der internen Ursachen, Schieflagen etc., aber der Stoff für den Teig, der kommt ja von aussen.

Schlimm ist imho, dass sich das manche zu Nutze machen... stigmatisieren, aufheizen, teilen, von sich damit ablenken... es fördern. Eine gewaltfreie Gesellschaft mit ausnahmslos gewinnenden Menschen gab es nie und wird es nie geben... wo Gewinner, da Verlierer. Nur... unsere  Jackpots sind längst zu groß geworden, die Nieten in der Losbox zu viele - der Stoff, aus dem Kriege gemacht werden, auch solche wie dieser.

Zitat:

Original geschrieben von Hannes1971


90 % Zustimmung, aber...

Zitat:

Original geschrieben von Hannes1971



Zitat:

Original geschrieben von EierFanta©


Ich denke die Jugend heute hat es ungleich schwerer Fuß zu fassen. Egal wie sich derjenige abstrampelt, in meiner Jugend bekam man noch nach bestandener Ausbildung eine unbefristete Stelle, heutzutage werden - wenn überhaupt - nur noch Fristverträge angeboten. Man konnte sich in den 80zigern einfacher weiterbilden, es wurde von den Firmen/Konzernen - Eigeninitiative vorausgesetzt - sogar gefördert. Heute sieht das anders aus: Firmen investieren nicht mehr so ein Kapital, warum auch, sie können sich frei vom Markt bedienen, weil es Studienabgänger en Masse gibt.

Ich stimme Dir zu: Die Jugend heute hat einen sehr hohen Wohlstandslevel, den "wir" damals nicht hatten oder kannten. Von dem "runterzukommen" und eigenes zu Leisten ist jedoch heute ungleich schwerer als das, was Jugendliche vor dreissig Jahren leisten mußten.

Ich weiß jetzt nicht, in welchem beruflichen Umfeld Du unterwegs bist, in meinem beruflichen Umfeld (Ingenieurwesen) sieht es nicht ganz so duster aus. OK, der übliche Einstieg in ein größeres Unternehmen ist das Traineeprogramm, i.d.R. mit befristetem Vertrag, danach ist mir persönlich aber kein Fall bekannt, in dem es nicht zur Festeinstellung gekommen wäre. Das Traineeprogramm dient ja auch nur als verlängerte Probezeit, da die reinen Studienleistungen eben nichts über die tatsächliche Eignung im Berufsleben aussagen. Auch heute noch kann man bei einer Firma (natürlich nicht bei jeder) bis zur Rente bleiben, zumindest wäre dies in den drei Firmen, in denen ich meinen bisherigen Berufsweg durchlaufen habe möglich. Karriere macht man so allerdings nur in den wenigsten Fällen.

Studiengänger en Masse gibt es bei den "richtigen" Berufen (hier schließe ich Geistesstudiengänge wie Soziologie, Philosophie etc. aus) vielleicht bei BWL (die glauben ja auch alle sie würden Investmentbanker und mit 28 Milliardär) oder Pädagogik, bei den technischen Studiengängen werden Bewerber gesucht wie verrückt. Ich persönlich musste in meinem Leben ein einziges mal eine Bewerbung schreiben: Das war für das Praktikum bei der Firma, bei der ich später auch meine erste Anstellung fand. Die beiden nächsten Stellen habe ich dann über Geschäftsbeziehungen bzw. durch Abwerbung bekommen.

Auch mit der Weiterbildung habe ich persönlich ganz andere Erfahrungen gemacht: mein vorheriger Arbeitgeber hat mich 3 Jahre lang jeweils 2 Wochen für ein berufsbegleitendes Master-Studium freigestellt (+ 2 Wochen Urlaub + 2 Wochen Überstunden-Abbau: Fertig war die nötige Zeit für die Präsenzphasen). Viele Kollegen haben das ähnlich gemacht.

Ich bin tatsächlich im kaufmännischen Sektor unterwegs und das in einem großen Energiekonzern. Meine Erfahrung ist in der Tat, dass zur Zeit nur rd. 30% unserer Auszubildenden später im Beruf eingesetzt werden und das erstmal mit Fristverträgen. Von diesen"übernommenen" 30% erhält nur ein Bruchteil später einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Ist doch klar, angesichts der aktuellen politischen Lage (Ausstieg aus der Kernenergie und dem daraus resultierenden Personalabbau).

In meiner Jugend war es so, dass es interne Weiter- und Fortbildungen gab, die Firma selbst darauf geachtet hat, wer unter praxisrelevanten Arbeitsbedingungen Potential hatte. Diese Leute wurden dann gezielt gefördert. Es wurde einem dann nahegelegt ein BWL-Abendstudium zu beginnen, welches durch punktuelle Vollzeitstudiengänge (für die man von der Arbeit dann freigestellt wurde) begleitet wurde.

Führungskräfte oder Kräfte des mittleren Managements werden heutzutage nur noch aus dem freien Markt rekrutiert. Die vorgenannten Kosten und auch die personalbindende Zeit wie damals wird nicht mehr investiert. Diese Trainees werden - in besagten höheren Positionen - auch zu einem wesentlich höheren Anteil entfristet.

Meine Aussage auf die Befristeten bezieht sich i.d. Hauptsache auf die Indianer, die in einem "Sachbearbeiterjob" arbeiten und quasi eine Ausbildung durchlaufen. Von denen wird heute keiner mehr so gefördert wie ich es damals noch wurde. Es wurde zwar erwartet das man selbst die Initiative für ein Studium aufbringt und das auch durchzieht, aber man war finanziell abgesichert. Das wird heute einfach nicht mehr gemacht. Heute werden nur noch "Theoretiker" mit Masterabschluß eingestellt, und die gibts beim BWL-Studiengang zu hauf. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Archduchess


Also ich hab die Nationalhymne gelernt. Sogar die verpönte (nicht verbotene!) Strophe 1 und die Hymne des anderen Deutschlands wurden angesprochen.

Und die Bayernhymne natürlich.
Und auch heute bringt Bayern 1 zum Ende des Sendetages die Bayernhymne, Deutschlandhymne (Strophe 3) und Europahymne.
Kein Witz.

Gott mit dir du Land der Deutschen, auferstanden aus Ruinen und Einigkeit und Recht auf Freizeit! 😁

Ich muss mal etwas klugscheißen. 😁

Du hast das Deutschlandlied gelernt und nicht nur die Nationalhymne. Das Deutschlandlied hat drei Strophen und ich habe es auch irgendwann mal im Musikunterricht gehabt. Die Nationalhymne ist hingegen seit 1991 wirklich nur die dritte Strophe des Deutschlandliedes. 🙂

Na ja immernoch besser als „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien“ oder „Heidewitzka, Herr Kapitän“ 😁 😁 😁

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