Die Automobilmarke „Mercedes-Benz“ entstand 1926 durch den Zusammenschluss der Firmen Benz & Co und Daimler-Motoren-Gesellschaft der Ingenieure Karl Benz und Gottlieb Daimler zur Daimler-Benz AG. Karl Benz schrieb damals bereits Automobilgeschichte: Er erschuf 1886 das erste Automobil. Gottlieb Daimler schrieb ebenfalls Geschichte durch seinen Ansatz, Benzin als ausschließlichen Brennstoff für Motoren zu verwenden und diese in jegliche Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft einzubauen. Diese Dreifaltigkeit - Land/Wasser/Luft - wird bis heute durch das Logo der Marke Mercedes-Benz dargestellt: den Mercedes-Stern mit seinen drei Strahlen, die je eines dieser Elemente symbolisieren. Der Mercedes-Stern wurde 1909 als Warenzeichen eingetragen und fortan auf der Kühlerhaube der Mercedes-Fahrzeuge als klappbare Kühlerfigur angebracht. Da der Mercedes-Stern lange Zeit wegen Diebstahl und Vandalismus das am häufigsten benötigte Ersatzteil der Mercedes-Fahrzeuge war, ging man dazu über, den Stern als Symbol im Kühlergrill zu integrieren. Nur noch einige Limousinen und T-Modelle der E-, C- und S-Klasse schmückt heutzutage der Mercedes-Stern als Kühlerfigur.
Bereits ab 1900 wurde das Pseudonym „Mercedes“ zur Produktbezeichnung für die Fahrzeuge der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Mercedes war die Tochter des Geschäftsmannes Emil Jellinek, der die Fahrzeuge der Daimler-Motoren-Gesellschaft in großen Stil vertrieb und werbewirksam Autorennen unter dem Namen seiner Tochter fuhr. Seit 1902 wurde der Name Mercedes als Warenzeichen gesetzlich geschützt.
Nachdem 1998 unter Jürgen Schrempp die DaimlerChrysler AG durch den Zusammenschluss der Daimler-Benz AG und der US-amerikanischen Chrysler Corporation gegründet wurde, erfolgte 2007 die Umbenennung in Daimler AG, als man sich durch mehrheitlichen Verkauf wieder von Chrysler trennte. Am 01.01.2006 gab Jürgen Schrempp sein Amt an Dieter Zetsche weiter, der seitdem Vorstandvorsitzender der Daimler AG ist. Hauptsitz ist Stuttgart.
Heutzutage gehören PKW, LKW, Vans, Busse, Transporter und Nutzfahrzeuge zu den unter der Marke Mercedes-Benz vertriebenen Fahrzeugen. Neben Mercedes-Benz gehören die Automarken smart, Maybach und AMG zur Daimler AG und die Truckmarken Freightliner, FUSO, Western Star, Thomas und Detroit Diesel sowie die Busmarken Setra und Orion.
Mit der C-Klasse brachte die damalige Daimler-Benz AG 1993 die bis dato kleinste Stufenheck-Limousine mit Heckantrieb auf den Markt. Vorgänger der C-Klasse war der Mercedes 190 (W201), der 1982 als kleinster Mercedes erstmalig auch als günstiges Mittelklasse-Auto auf den Markt kam, wohingegen alle anderen Mercedes-Benz-Wagen als Synonym für Luxus-Autos gesehen wurden und auch heute noch werden.
Mit der E-Klasse kam Mitte der 90er ein sehr beliebtes Auto der oberen Mittelklasse auf den Markt, 1997 folgte mit der A-Klasse das erste Fahrzeug der Kompaktklasse. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte die A-Klasse kurz nach ihrer Einführung durch den sogenannten „Elchtest“, da die A-Klasse bei extremen Ausweichmanövern zum Umkippen gebracht werden konnte. Infolgedessen wurde die A-Klasse mit dem ersten serienmäßigen ESP der Kompaktklasse ausgestattet.
Ein sehr beliebter Oldtimer ist heutzutage der Mercedes-Benz W115 aus dem Jahre 1968, auch als „/8“ (Strich Acht) bezeichnet. Der /8 gilt als eines der zuverlässigsten Fahrzeuge schlechthin. Noch heute sind auf den Straßen mehr /8 zu sehen als wesentlich jüngere vergleichbare Fahrzeuge anderer Hersteller. Im Mercedes-Benz Firmenmuseum in Stuttgart befindet sich der von Mercedes-Benz bestätigte Rekordhalter, ein 240D, der seit 1976 bis 2004 mit nur zwei Austauschmotoren 4,6 Millionen km zurücklegte.
Im Motorsport ist Mercedes-Benz seit den 30er Jahren sehr erfolgreich. Die mit dem Mythos des „Silberpfeils“ belegten Rennwagen von MCLaren-Mercedes fahren seit 1995 erfolgreich in der Formel 1.
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