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BMW 6er GT (G32, 2017): Bilder, Daten, Details - Mehr Gran Turismo als im BMW 5er GT

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Der BMW 5er Gran Turismo wurde befördert. Er heißt jetzt 6er GT und wird länger, leichter und flacher. Vor allem am Hintern. Hier lest Ihr alle Details zum Schrägheck.

BMW 6er GT (G32, 2017): BMW befördert den 5er GT zum 6er GT und verspricht mehr "Produktsubstanz" BMW 6er GT (G32, 2017): BMW befördert den 5er GT zum 6er GT und verspricht mehr "Produktsubstanz" Quelle: BMW

München - Zuerst kommen die großen Motoren. Logisch, denn er wird ja größer, der BMW mit dem schrägen Heck. Dem Namen nach und auch sonst. Schließlich will BMW ihn höher einpreisen als den alten 5er GT. Er stößt quasi in die Lücke, die die bisherigen 6er reißen, wenn sie demnächst auslaufen.

Statt 5er GT heißt die große Schräghecklimousine jetzt 6er GT. In der Länge legt der 6er Gran Turismo gegenüber dem 5er GT um 87 Millimeter zu. Nicht viel, doch schon der 5er durchbrach die 5-Meter-Marke. Der neue GT misst 5,10 Meter. Und: Zum Marktstart gibt es nur Motoren vom oberen Ende des Modellangebots.

Der große GT legt nicht überall zu. Die Höhe reduziert BMW um gut zwei Zentimeter, der Bürzel rückt sogar 6,4 Zentimeter näher an den Asphalt. Gut so, der 6er GT wirkt dadurch weniger klobig als der Vorgänger, der von hinten gefühlt SUV-Ausmaße hatte. Etwas höher als im 5er sitzen GT-Fahrer trotzdem. Hinten verspricht BMW "großzügige Beinfreiheit". Auf jeden Fall wird der 6er GT dem 5er den Rang ablaufen, denn der Radstand misst mit 3,07 Metern fast 10 Zentimeter mehr.

Serienmäßig leuchtet der 6er GT mit LED-Scheinwerfern. Adaptives Licht gibt es optional Serienmäßig leuchtet der 6er GT mit LED-Scheinwerfern. Adaptives Licht gibt es optional Quelle: BMW

BMW 6er GT G32: Mehr Platz als im Vorgänger

Damit die Passagiere sich wohlfühlen, bietet BMW hinten optional elektrisch einstellbare Komfortsitze an. Trotz der relativ flachen Dachlinie sollen die Köpfe mehr Platz haben als im Vorläufer. Der Kofferraum wächst ebenfalls. Zwischen 610 und 1.800 Liter passen ins Heck - jeweils gut 100 Liter mehr als beim 5er GT. Der 5er Touring kann nur 570 bis 1.700 Liter einladen.

5er-Fahrer und -Beifahrer werden sich im Innenraum des 6er GT auf Anhieb zurecht finden. Design, Materialien und das große Infotainment mit 10,25 Zoll großem Display sind bekannt. 6er-GT-Fahrer dürfen allerdings schon in der Basisversion auf Ledersitzen Platz nehmen.

Zum Start bildet der 630i GT die Basis

Bei den Motoren steigt BMW zunächst mit dem 630i ein, also bei 258 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment aus 2,0 Litern Hubraum. Es ist der einzige Vierzylinder im Programm und wird der kleinste Benziner im 6er GT bleiben. Darüber rangiert der 640i mit 340 PS und 450 Nm aus einem 3,0-Liter-Reihensechser. Bei den Dieseln geht es mit dem 630d los - und endet vorerst auch dort. Später erwarten wir noch einen 620d und einen 640d. 640i und 630d wird es optional mit dem Allradantrieb xDrive geben. Alle übertragen ihre Kraft per Achtgang-Automatik an die Räder.

Die Motoren des 6er GT zum Marktstart

  • 630i GT, 2,0-Liter-Vierzylinder, 258 PS, 400 Nm, 0-100 km/h in 6,3 s, 6,2 l Verbrauch
  • 640i GT, 3,0-Liter-Reihensechszylinder, 340 PS, 450 Nm, 0-100 km/h in 5,4 s, 7,0 l
  • 640i xDrive GT, 3,0-Liter-Reihensechszylinder, 340 PS, 450 Nm, 0-100 km/h in 5,3 s, 7,7 l
  • 630d GT, 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel, 265 PS, 620 Nm, 0-100 km/h in 6,1 s, 4,9 l Verbrauch
  • 630d xDrive GT, 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel, 265 PS, 620 Nm, 0-100 km/h in 6,0 s, 5,5 l

BMW verspricht Agilität für den 6er GT, doch das Schrägheck dürfte komfortabler ausgelegt sein als Limousine und Touring BMW verspricht Agilität für den 6er GT, doch das Schrägheck dürfte komfortabler ausgelegt sein als Limousine und Touring Quelle: BMW Im Vergleich zum Vorgänger verspricht BMW einen um bis zu 15 Prozent geringeren Verbrauch, woran das gesunkene Gewicht einen erheblichen Anteil haben dürfte. Wie schon der 5er, speckt auch der 6er GT mit der neuen Plattform um bis zu 150 Kilo gegenüber dem Vorgänger ab.

BMW 6er GT: Hinten mit Luftfederung

Das Fahrwerk erbt der 6er GT vom 5er Touring. Hinten federt er serienmäßig mit Luft und reguliert das Niveau je nach Beladung selbständig. Anders als den 5er bietet BMW den 6er optional mit Luftfederung für beide Achsen an. Ein Kompressor, der jedes Federbein für sich mit Luft versorgt, kann eine ungleichmäßige Beladung ausgleichen. Außerdem lässt sich die Höhe der Karosse um bis zu 20 Millimeter nach oben oder 10 Millimeter nach unten variieren. Bei Geschwindigkeiten ab 120 km/h und im Sport-Modus senkt das Fahrwerk die Karosserie automatisch ab.

Wankstabilisierung und die Integral-Aktivlenkung, die alle vier Räder steuert, gibt es optional mit dem sogenannten "Executive Drive"-Paket. Das umfasst außerdem eine aktive Wankstabilisierung und die Fahrmodi "Comfort+" und "Adaptive". Letzterer passt Federung, Lenkung, Gaspedal und Schaltung automatisch dem Fahrstil und dem Streckenprofil an.

Infotainment und Assistenten wie im 5er

Die Passagier hinten bekommen optional Entertainment, außerdem gibt es elektrische Komfortsitze Die Passagier hinten bekommen optional Entertainment, außerdem gibt es elektrische Komfortsitze Quelle: BMW Das Infotainment des 6er GT verfügt wie im 5er über Gestensteuerung für Lautstärke oder Senderwahl. Das Head-up-Display löst vollfarbig mit 400 x 800 Pixeln auf und bietet im Vergleich zur Vorgängergeneration 70 Prozent mehr Größe.

Klar, dass der 6er auch bei den Assistenten auf 5er-Niveau gehoben wird. Spurhalteassistent mit Seitenkollisonsschutz, Lenkassistent, Querverkehrswarnung, Kreuzungswarnung und automatisches Einparken von außen mit dem Fahrzeugschlüssel sind verfügbar. Serienmäßig leuchtet der 6er GT mit LED-Scheinwerfern. Mehr Konnektivität fürs Telefon (u. a. kabelloses Apple Carplay) gibt es auch.

Preise für den neuen 6er GT nennt BMW noch nicht. Der Markstart ist für den November 2017 angesetzt. Auf der IAA in Frankfurt am Main gibt es den ersten Publikumskontakt. BMW spricht im schönsten Marketingdeutsch von einer "deutlich gesteigerten Produktsubstanz" gegenüber dem 5er GT. Man darf davon ausgehen, dass sich das in einem gesteigerten Preis niederschlagen wird. Aktuell ist der 520d mit 52.600 Euro der günstigste GT, der 530d kostet 60.800 Euro. Einen Vierzylinder-Benziner bietet BMW im 5er GT nicht an, der 535i (Sechszylinder, 306 PS) kostet 60.700 Euro.

Wie wäre es mit einer Fahrt in einem BMW i8 und einem M-Modell? Auf einem Rundkurs? Dann könnte die Fahraktion „BMW i meets M“ etwas für Dich sein.

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