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Ford: Zwei Hybridvarianten für C-MAX

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Es scheint, als ob die Automobilbauer in den USA künftig den wichtigsten Markt für Hybridfahrzeuge sehen. Nachdem auf den europäischen Automessen im Herbst 2010 vor allem reine Elektroautos debütierten, zeigen nun gleich mehrere Hersteller ihre hybriden Neuheiten in Detroit – so auch Ford.

Technologisch konnte man sich bei Ford erst mal nicht entscheiden und kündigt gleich zwei Hybridvarianten des C-MAX an: Mit dem Ford C-MAX Energi mit Plug-in-Hybrid-Technologie und den Ford C-MAX Hybrid will Ford 2012 in Nordamerika und 2013 in Europa den Markt aufrollen. Dabei erhofft man sich von der Wahl des variablen Kompaktvans C-MAX besonderen Zuspruch von umweltbewussten Familien.

Plug-in oder Vollhybrid?

Mit dem C-MAX Hybrid legen die Erfinder des Fließbands bereits den Voll-Hybridantrieb der dritten Generation vor. Anders bei der Plug-in-Hybrid-Technik: Hier betritt Ford mit dem C-MAX Energi (nein, kein Tippfehler) Neuland. In beiden Fällen sind die Systeme nach dem Powersplit-Konzept aufgebaut. Dabei wird bei Ford ein Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Motor sowie einer Lithium-Ionen-Batterie kombiniert.

Gemeinsam mit dem Ford Focus Electric soll der amerikanische Markt aus dem Werk Wayne in Michigan beliefert werden. Die Fahrzeuge teilen sich die Plattform, auf die Ford weltweit etwa zehn Modelle stellt, und auch Teile der Antriebskomponenten. In Europa sollen die hybriden C-MAX in Valencia (Spanien) produziert werden.

Mehr Flexibilität, mehr Effizienz

Mit dem Plug-in Hybrid C-MAX Energi will Ford die strenge US-Abgasnorm AT-PZEV (Advanced Technology Partial Zero Emissions Vehicle) erfüllen. Dafür ist es erforderlich, dass Elektro- und Benzinmotor können je nach aktueller Fahrsituation gemeinsam oder auch getrennt voneinander aktiv werden können, um immer einen möglichst optimalen Wirkungsgrad zu erzielen.

Neben der erhöhten Effizienz und den damit einhergehenden positiven Umwelteffekten verspricht sich Ford von der Plug-in Hybridtechnik noch weitere Vorteile : Die Reichweite soll über 800 km betragen, und die Möglichkeit, das Fahrzeug an der Steckdose zu laden, soll dem Halter mehr Flexibilität ermöglichen.

In beiden Hybridfahrzeugen sind moderne Informationssysteme integriert, die helfen sollen, den Ladeprozess zu kontrollieren, den sinnvollsten und verbrauchsgünstigsten Weg zu finden sowie die Reichweite im Elektro-Modus durch effiziente Fahrweise zu optimieren. Zusätzlich kann der Fahrer künftig auch außerhalb des Fahrzeugs den Ladezustand der Batterien oder die Einstellung der Klimaanlage überwachen. Auch eine langfristige oder aktuelle Verbrauchsanalyse ist mit den Informationssystemen möglich. Das ist an sich nichts Neues. For betont jedoch, dass erstmals auch der aktuelle Verbrauch der elektrischen Einbauten, z.B. der Klimaanlage, analysiert werden kann.

Ökologisch korrekt rankende Reben

Auch ein bisschen digitalen Schnickchnack gibt es dazu: Das Langzeit-Verbrauchsprofil wird über eine konventionelles Anzeige dargestellt, kann aber wahlweise auch auf einem Display in Form sprießender Weinreben betrachtet werden: Je grüner und üppiger sie ranken, desto sparsamer geht der Fahrer mit dem Gaspedal um.

In den USA umfasst das System auch eine vorprogrammierbare Klimaanlage: Ist der Ford C-MAX Energi an das Stromnetz angeschlossen, lässt sich der Fahrzeuginnenraum zu einer bestimmten Uhrzeit kühlen oder vorwärmen. Steigt der Fahrer dann ein, ist die Batterie voll aufgeladen und der Innenraum angenehm temperiert.

Die beiden Modelle sind Teil der Offensive im Bereich Elektro- und Hybridantriebe, die Ford bereits vor längerer Zeit ankündigte. Den Auftakt in Europa macht noch in diesem Jahr der Ford Transit Connect Electric.

(tk)

 

Quelle: MOTOR-TALK

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