WoWa Sommer-/Winter-/Ganzjahresreifen
Dear Caravaners.
Wir alle wissen, wofür genannte Reifen gut sind.
Bin der Meinung, dass im Sommerbetrieb der Reifen vor allen Dingen eine gute Spurführung, d. h. einen guten Geradeauslauf hat.
Als sichtbares Merkmal wären dies eine genügend hohe Anzahl von Längsrillen.
Die Gummimischung kann aus Haftungsgründen `weich´ sein, denn Lebensdauer der Reifen wird ja in aller Regel durch die Zeit und nicht durch den Abrieb bestimmt.
So weit, so gut??
Was meint ihr: Reicht bei einer Radlast von 600kg im Stillstand ein entsprechender Gewichts-Index, oder sollten die Reifen `reinforced´, verstärkt sein?
Mal ins Unreine gedacht: Man könnte auch das ganze Jahr über Winterreifen aufziehen (am besten verstärkt!?), denn wenn man mal im Winter auf die Piste muss, ist der Fall `Sommerreifen mit Längsrillen mehr als out.
Winterreifen haben aber auf jeden Fall den Nachteil, dass sie eben nicht eine gute Spurführung, d. h. einen guten Geradeauslauf haben.
So, what to do?
Wäre die beste Lösung: Ganzjahresreifen verstärkt mit, entsprechend dem Testergebnis guten Spurführungseigenschaften?
Man hat mir auf meinem Baby `Matador´ Reifen (nein, nicht von dem Nachkriegsdreirad) verpasst.
205/70/R14/95M aus der Slowakei
Schon mal so gehört?
Gruß, Tempomat
11 Antworten
Da hier ein Team von fahrphysikalischen Experten im Austausch ist (z.B: Front- oder Heckantrieb)
mache ich noch mal den Versuch meine Reifenfrage zu aktualisieren (wir alle haben doch welche drauf, gell).
Halte den Punkt nicht nur nicht für nicht gänzlich uninteressant, sondern das Gegenteil.
Ist natürlich etwas aufwendig, vor allen Dingen dann, wenn man's in die Tat umsetzten möchte, weil - Information, Information.
Gruß, Tempomat
Hallo, der Gedanke den ihr da Ausführt ist gut, denn es spricht nichts dagegen einen Winterreifen das ganze Jahr auf einem Wohnwagen zu fahren (Der Nachteil ist halt bei extremen Temperaturen, da ist der Grad der Verschleißerscheinung natürlich erheblich höher (durch die weichere Gummimischung) Wenn man nun bedenkt das eh alle 6 Jahre die Reifen gewechselt werden sollten, ist der Punkt Verschleiß auf jedenfall zu vernachlässigen.Verstärkte Reifen würde ich aber immer empfehlen (sind zwar in der Regel 20-40 Euro teuerer) aber im Gegensatz zu nem völlig zerstörten WW immer noch eine Alternative!
Also der Reifen sollte neben guten Spurführungseigenschaften generell gute Haftung haben, also auch beim Bremsen.
Verstärkt würde ich in jedem Fall empfehlen. Je unempfindlicher ist der Reifen gegen Überlastung oder mal zu geringem Luftdruck. Da gewisse Reserven zu haben ist nie ein Fehler.
Ob Sommer- Winter oder Ganzjahresreifen hängt vom überwiegenden Einsatz ab. Mit Winterurlaub sicher kein Sommerreifen. Aber gleich ein Satz Sommer- und Winterreifen? Schon ideal, wenngleich die teuerste Lösung.
Daher denke ich dürfte ein Ganzjahresreifen sicher eine gute Alternative sein. Bei viel Wintereinsatz evtl. sogar der reine Winterreifen ganzjährig.
Gruß Meik
Hier mal eine echt Frage :
Wer hat denn schon seine WW-Reifen bis an die Profilgrenze runtergefahren 1,8 mm. Und das in weniger als 6 Jahren??? Ich glaube nicht das sich wirklich viele finden werden!!! Deshalb würde ich wahrscheinlich Winterreifen aufziehen (was ich jetzt bei meinem Bootstrailer mache). In Deutschland gibt es keine Sommerreifen-Pflicht aber eine für Winterreifen, zumindest was den Versicherungsschutz angeht!!!!
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Hallo Pneumaten.
Eure Kommentare sind sicherlich richtig.
Wenn im Winter definitiv NICHT gefahren wird, wird alles einfach.
Komme nochmal auf die Spurführung.
Ich habe auf meinem Kfz gute und teure Winterreifen, haben sogar einige Längsrillen.
Aber der Geradeauslauf bzw. die Spurführung sind HUNDSMISERABEL.
Habe das gerade wieder auf der AB erlebt.
Fahre auf der linken Spur (Tacho 180), zieht ein Wagen hinter einem LKW mit schätzungsweise 110 überraschen nach links.
Ich musste stark verzögern und bin dann mit angezogenen Bremsen nach rechts ausgewichen.
Bei diesem Schlenker war Auto kaum noch manövrierfähig (schlingern).
Mit meinen Sommerreifen wäre das NIE vorgekommen!
Die Stärke von diesem Effekt hat mich selbst überrascht.
Auch bei Fahrrinnnen kann man nur noch geschickt mit dem Lenkrad gegensteuern.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin fast überzeugt, der genannte Nachteil ist so groß und gefährlich, dass ich reine Winterpneus nur im Spezialfall auf dem WoWa aufziehen würde.
Mr. Bugg.
Wenn du deine Winterpneus für den Boottrailer (wieso eigentlich diese Kombination) noch nicht aufgezogen hast, bitte überleg dir das gut!!
Ich hab den Eindruck, dass es keine ASK gibt, die diesen Unstabilitätsfaktor eliminieren kann.
Gruß, Tempomat
Winterreifen würde ich nie im Sommer fahren, denn trotz richtigem Reifendruck wird der Gummi bei 1000km Richtung Süden enorm heiss. Eine Wintermischung bei 35 Grad?!? Hast du schon mal einen WoWa gesehen, bei dem ein Reifen so richtig schön geplatzt ist? Der Radkasten aus Kunsstoff hät nicht wirklich viel zurück, die Reifenteile können im Extremfall bei 100km/h den ganzen WoWa von innen wie eine Panzergranate verwüsten. Das natürlich immer vorausgesetzt man behälst sein Gespann noch auf der Strasse, sonst ist das mit dem Granateneffekt ja eh nur noch Nebensache. Wieviel ein Ganzjahresreifen im Sommer unter Extrembedingungen (und eine Urlaubsfahrt gehört meistens zu diesen) aushält weiss ich nicht.
Hi marus.
Wir hatten die Diskussion `Winterreifen im Sommer´ schon mal in einem anderen thread.
Ich hab dann sogar an den Reifenhersteller gemailt und letztendlich wurde bestätigt, dass W.-Reifen im Sommer auch `halten´ müssen (sonst würden sich ja ständig Leute reihenweise im Sommer mit Winterreifen umbringen).
Allerdings, und gebe ich dir recht, bleibt ein unwohles Gefühl, denn bei einer Radlast von 600 kg od. 700 kg, das entspreche dann dem Gewicht eines Kfz mit 2,4 T bzw. 2,8 T, und einer Asphalttemperatur von manchmal 50° + .... hast recht, muss nicht sein.
Der Reifen wäre dann so griffig, dass man das mit der Seitenführung wirklich vergessen kann.
Ich glaube es gibt hier keine Billigstlösung.
Im Sommer Sommerreifen verstärkt, guter Geradeauslauf/Seitenführung.
Und im Winter ... muss man nochmal in die Tasche greifen.
Gruß, Tempomat
Hallo Tempomat,
gerade zurück vom Südseecamp kann ich berichten, daß meine Winterreifen am Wowa einen tadellosen Geradeauslauf haben, und das bis 120 km/h (bergauf beim Überholen).
Ich bin sicher, daß sie auch im Sommer halten, man muß halt auf den Luftdruck achten. Ein höherer Lastindex als rechnerisch nötig ist immer besser, denk mal an zügig gefahrene Kurven oder starken Seitenwind. Dakommst Du locker auf eine Belastung mit dem Faktor 1,2-? .
Deine Autobahnprobleme könnten natürlich auch mit den Abmessungen Deines A2 zu tun haben, wenn Dich die Spurrinnen durchschütteln sind 180 schon heftig!
Gruß
Franjo001
Zitat:
Original geschrieben von Franjo001
Deine Autobahnprobleme könnten natürlich auch mit den Abmessungen Deines A2 zu tun haben, wenn Dich die Spurrinnen durchschütteln sind 180 schon heftig!
Hi Franjo001.
Ob du's jetzt glaubst oder nicht. Ich hab extra den Satz eingefügt: ´Mit meinen Sommerreifen wäre das NIE vorgekommen´. Weil ich natürlich wusste, dass mein A2 an dieser Stelle auch mal wieder unterschätzt wird *ggg*!
Ich bestehe gar nicht drauf, aber die geringere Seitenführung der Winterreifen, im Gegensatz zu Sommerreifen, ist ja nicht vorteilhafter zum WoWa.
Allerdings, im Winter gibt es hierzu keine Alternative, es sei denn Ganzjahresreifen, das ist richtig!
Ich hab mir aber gerade die Mühe gemacht und den Sachverhalt den wir hier diskutieren an mehrere Reifenhersteller gemailt.
Ich hoffe, ich kriege fundierte Antwort (wird sofort weitergegeben).
Hoffe, ihr hattet eine gute Zeit im Südseecamp.
Also liebe Leute " bin gerade vom Karnevallsumzug in Rheinberg zurück" ...smile..... es gibt viele unterschiedliche Winterreifen, Seitenführung hin oder her!!! Fakt ist doch die Tatsache die uns Verbraucher auferlegt wurde! Winterreifen pflicht!!! Ich bin jetzt nicht gerade so reich, dass ich für jedes meiner Fahrzeuge einen Satz Winterreifen kaufen könnte!!! Auch wenn es die Norm so fordert! Dennoch haben wir auf unserem VW Polo einen Satz Winterrreifen verbraten, soll ich was sagen, wir waren mit dem Ergebnis vollkommen zu frieden gestellt!!! Der Polo fuhr genau so gut wie vorher und machte einen überzeugenderen Eindruck was die Bremsungen angeht!!! MAn beachte meine schlechte schreibweise (klar bin ja auch nicht mehr so ganz nüchtern....so gerade nach dem Umzug ) sooorrrrry.....!!!!
Ich glaube, ich nähere mich erst einmal gedanklich einer Lösung.
Eines ist (mir) klar: Im Winterbetrieb muss die Bereifung entsprechend angepasst werden, genau so, wie im Sommer.
Das mit den Ganzjahresreifen scheint mir eine Lösung wie `nicht Fisch und nicht Fleisch´ zu sein.
Da ich mir so wie so einen Ersatzreifen zulegen muss, .... warum nicht ein Winterreifen ... und dann noch einen dazu .... Danke, das war's.
Das Ganze über `Reifendirekt.de´ (mit Felgen).
Mein Händler möchte für einen lausigen Reifen mit Felge (tschechischer Hersteller, 175 Euro haben. Dafür krieg ich bei Reifendirekt das Ganze x 2.)
Kommt jetzt nur noch drauf an welche.
Könnte mir vorstellen, dass man in Kürze, vor Frühlingsbeginn, das Ganze noch ein wenig preiswerter bekommt.
Gruß, Tempoamt