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Woher kaufen Händler Ihre Autos?

Audi
Themenstarteram 23. Dezember 2019 um 19:16

Hallo Leute ich würde gerne wissen, wie viel günstiger die Gebrauchtwagenhändler die Autos auf Auktionen wie BCA, Auto1, exleasingcar usw. ersteigern. Bzw wie viel legen Sie drauf auf den Einkaufspreis. Gehen wir von einem Audi A6 Bj 2015 oder 5er BMW aus 2016. Würde mich echt interessieren. Hat da schon irgendwer Erfahrungen?

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14 Antworten

Jeder Händler kalkuliert anders. Einer macht seinen Gewinn über die Masse, der andere spezialisiert sich auf eine Kategorie oder Marke.

Kein Händler wird dir ehrlich sagen wie sein Einkauf ist und wie hoch seine Gewinnmarge. Wenn du dich selbstständig machen möchtest, dann besuche eine Existenzgründer Schulung, da lernt man sowas.

Ein Anhaltspunkt sind die Händler-Kaufpreise gem. dat.de. Den Abgleich mit den Verkaufsportalen kannst Du dann easy rechnen. Aber ob die erzielten Preise a) bei den Auktionen und b) beim Verkauf mit obigen Werten übereinstimmen, wird wohl Geschäftsgeheimnis bleiben.

Spielt doch keine Rolle - entscheidend ist doch, was Du zahlst.

Zitat:

@ricco68 schrieb am 23. Dezember 2019 um 21:28:37 Uhr:

Spielt doch keine Rolle - entscheidend ist doch, was Du zahlst.

Er will aber anscheinend ohne "Zwischen"handler kaufen. Direkt an der Quelle.

Und das ist das Problem. Jeder Händler hat eine andere Quelle.

Der eine macht das über mobile de und as mit den Händler tools, der andere eben über solche portale wie wkda, der dritte bei Markenhändler und hat eine Zusammenarbeit mit Leasing Gesellschaften.

Auf jeden Fall geht es nur mit Kontakten Kontakten und nochmal Kontakten.

Die Händler bekommen sicher andere Preise da sie selten nur ein einziges Auto kaufen, da läuft das Ganze dann als Mischkalkulation mit zig Autos. Da kann dann eine Perle dabei sein wie aber auch eine Gurke und erst wenn er die Autos auf dem Hof hat und geprüft sieht er ob er mit dieser Charge Kohle macht oder nicht.

Wenn du aber akommst und nur dieses eine Auto kaufen willst wird der Preis deutlich höher sein als wenn Einer gleich mal einen PKW-Transporter voll aufkauft.

Das läuft eher so das ein Komplettpreis für die komplette Lieferung erstellt wird und nicht jedes Auto einzeln mit einer Summe auf der Rechnung steht.

Das trifft aber nur auf alte Fahrzeuge zu. Und was man nicht vergessen darf. Der händler kauft vom Händler ohne Gewährleistung. Deswegen wird ein privatmann auch dort nicht akzeptiert.

Ich hab das einmal gesehen was ein Händler gezahlt hat. Das war allerdings mehr oder weniger aus Versehen.

Es ging damals um einen roten Yaris mit knapp 100k km. Bj Ausstattung etc weiß ich nicht mehr. Am PC Bildschirm stand 2150€ Ankauf und im Verkauf war er bei irgendwas zwischen 5 und 6k €

Ist schon länger her.

Achja , das war direkt bei Toyota.

Die kaufen ihre Autos bei mobile.de oder so :-)

Habe letztens einen Prius 2 gefunden der mich interessiert hat - Verkauf nur als Export oder Gewerbe - 3900€, zwei Tage später war der Wagen bei einem anderen Händler in der Stadt für 5900€ - da auch Verkauf an Privat.

Moin,

 

ich bin auch mal mit einem "kleinen" Gebrauchtwagenverkäufer ins Gespräch gekommen...

 

Im Großraum Stuttgart, werden wohl Leasingrückläufer, Mietwagenrückläufer, Jahreswagen und das alles auf großen Parkflächen abgestellt... Da rücken dann sämtliche Gewerbehändler an (sicher aus dem Umkreis von 40-50km), nehmen die Auto's in Augenschein und der Höchstbietende erhält den Zuschlag...

 

Fahrzeuge mit hohen Kilometerständen in kürzester Zeit, werden wohl auch erstmal länger geparkt um den Wertverlust zu minimieren, also statt 100.000km in einem Jahr z.B. dann lieber um auf 2 Jahre zu rechnen...

 

Viele Grüße

Mopedcruiser

Hallo

auch Vertragshändler geben Autos, welche älter als 12 Jahre sind, an Gebrauchtwagenhändler ab weil die Versicherung für die Gebrauchtwagen zu teuer oder nicht mehr abscließbar ist.

Habe meinen 325iA an meinen BMW-Händler gegeben welcher ihn an einen Gebrauchtwagenhändler "weiterschob".

Habe natürlich nicht mehr viel dafür bekommen aber nachher stand er für das Doppelte 4 Wochen beim Gebrauchthändler, dann war er verkauft.

Wollte das Auto problemlos loswerden und das hat geklappt. Heute würde ich dirkekt zum Gebrauchthändler gehen und die 2000 Euro fürs weiterschieben selbst nehmen. So macht man Erfahrungen.

ciao olderich

Zitat:

@Beulendoktor88 schrieb am 24. Dezember 2019 um 04:18:43 Uhr:

Das trifft aber nur auf alte Fahrzeuge zu. Und was man nicht vergessen darf. Der händler kauft vom Händler ohne Gewährleistung. Deswegen wird ein privatmann auch dort nicht akzeptiert.

Nö, das läuft auch bei Flottenfahrzeugen nicht anders. Kein Flottenbetreiber hat großen Bock jedes einzelne Fahrzeug einzeln zu verticken. Da stellt man Chargen zusammen und dann darf geboten/gehandelt werden.

Oder glaubst Du das ein Händler das ganze netz durchsucht um 10 Kisten zusammen zu bekommen die alle gelich Alt sind, ungefähr dieselbe Ausstattung haben und sich ansonsten nur in Details unterscheiden. Da hast du dann max 3 verschiedene Fahrben, zwei Motorisierungen und das meistens in Kombi Automatik/Handschalter.

Denn wenn Du gleich mehrere Fahrzeuge auf einmal abnimmst hast Du eine andere Verhandlungsposition, und der Transport wird auch günstiger wenn du zb einen Transporter komplett füllen kannst.

Wenn Du Jahr für Jahr bei deinem Händler mehrere Neuwagen orderst bekommst Du auch einen anderen Kurs als wenn Du alle paar Jahre mal Einen kaufst. Und kaufst Du gleich mal mehrere in einem Aufwasch sieht es noch besser aus.

Ein Autohändler kann bei seinem Autohersteller auch höhere Margen erzielen wenn er zb 100 Fahrzeuge mit einer standartisierten Ausstattung bestellt und sich dann dabei auf wenige Farben beschränkt. Dabei gehen dann auch Ausstattungevarianten die laut Liste für den Kunden nicht konfigurierbar sind. ;) Nur musst du dann auch die Kohle haben um diese Autos vorfinanzieren zu können. Was aber bei Gebrauchten auch nicht anders ist.

Wie viel die drauflegen ist doch völlig unterschiedlich. Das beginnt mit dem Kauf. Ein Händler der einen Wagen direkt an und wieder verkauft hat natürlich eine gute Kalkulationsgrundlage und kann realistischer Kalkulieren.

Viele Leasingrückläufer kommen über Auktionen. Hier ist es eine Mischkalkulation. Da geht es dann mit der Frage weiter was der Händler reinsteckt. Muss der den Wagen aufbereiten, nachlackieren etc oder gibt er den 1:1 weiter? Am Ende kalkuliert jeder Händler anders - die Unterschiede sind enorm.

Aber seien wir realistisch. Allzu viel geht nicht. Ein Großteil des Preisunterschieds macht die Mwst aus. Garantiekosten sind auch ordentlich. Wenn du ordentlich arbeitest verdienst du mit Gebrauchtwagen am Ende nicht viel.

Simple Rechnung: Ankaufspreis/Restwert sind 10.000€. Wenn du den Wagen dann für 14.000€ los wirst stecken da schon rund 2200€ Mwst drin. Der Rest bleibt für Gewerbesteuern, Garantie(versicherung), Aufbereitung, etwaige Reparaturen, Personalkosten, TÜV, Risikoabsicherung und eben etwas Gewinn. Das ist schon gar nicht mehr so üppig. Gleichzeitig musst du den Aufschlag auch durchgesetzt bekommen. Oft scheint der eher niedriger zu liegen. Bei einem teuren Auto geht das eher.. aber bei 5000€ Ankauf, schaffst du keine 9000€ Verkauf. Insbesondere konkurrierst du mit Privatverkäufern die einen riesigen Gewinn machen wenn sie ihren Wagen für 12.000€ los werden, wenn der Händler im Ankauf nur 10.000€ bietet.

Als Händler verkaufst du im besten Fall über Masse. Standardisierte Prozesse und viel Umsatz senkt die Kosten je Modell und die Aufschläge sind im Vergleich geringer (so geht z.B. die Bahn mit Fahrzeugen aus ihrem Fuhrpark um). Bist du zu klein dafür bist du darauf angewiesen die Marge zu vergrößern. Also unterbewehrtete Fahrzeuge ankaufen und überbewertet verkaufen. Letzteres erklärt dann die vielen versteckten Unfälle und rückwärtslaufende Tachos.

erkennt man doch oft schon an den Km Laufleistungen der angebotenen Autos

bei Gebrauchtwagenhändler

Gebrauchtwagen 3 Jahre mit 29 TKm war mit grosser Wahrscheinlichkeit ein ehemaliges Leasing Auto

Zitat:

@Abkueko schrieb am 25. Dezember 2019 um 11:48:06 Uhr:

Simple Rechnung: Ankaufspreis/Restwert sind 10.000€. Wenn du den Wagen dann für 14.000€ los wirst stecken da schon rund 2200€ Mwst drin.

Ich bin weiss Gott kein MwSt-Spezialist, aber soweit ich das verstehe, wird beim GW-Handel die Differenz zwischen An- und Verkauf mehrwertbesteuert (Differenzbesteuerung), das wären in Deinem Bsp 760€. Oder der Händler kann im gewerblichen Handel den Vorsteuerabzug geltend machen, also die bezahlte MwSt (1900€) von den 2660€ aus dem Verkauf abziehen, also wiederum 760€.

 

Die von Dir genannten 2200€ kann ich nicht nachrechnen, wie kommst Du auf die Zahl?

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