Wie ist der Job als Motorradmechatroniker?

Und im Vergleich zum KFZ-MECHATRONIKER?
Sehr anstrengenden? Oder macht das viel Spaß?

21 Antworten

Was denn nun? Zweirad oder Auto?

Frage an Radio Eriwan

Ist wie bei 95% aller Jobs, kommt auf den AG, die Kollegen und die Kunden an, sowie an deine persönlichen Interessen und Fähigkeiten an ob Dir ein Job Spaß macht oder ob du dich da aufreibst.

Vom stupiden Teiletauscher mit Zeitdruck bis zu Coustumbikes kann da alles bei sein. Kommt halt drauf ob du irgendwo bei nem Vertragshändler in der Werkstatt arbeitest oder bei jemand der sich auf Umbauten etc. spezialisiert hat.

Ist (leider) so wie CS beschreibt. Eigene Erfahrungen: Topgeld, aber Kollegen die Hölle, so viel Schmerzensgeld gibt es nicht. Bin abgehauen.

Chef absolutes Arschloch, Kollegen Top. Bin länger geblieben, aber irgendwann Schluss.

Alles Spitze, aber maues Geld. Eigentlich am besten, aber langfristig schwierig.

Was heißt sehr anstrengend, du musst halt jeden Tag 8 Std. durchhalten und du musst Spaß haben bei deiner Arbeit.

Ich würde mich eher fragen ob es so ein Job in diese Richtung heute überhaupt noch in Frage käme.

Viel Zukunft hat das Gewerbe ja nicht grad, viele machen zu, gehen Pleite und irgendwann ist man nur noch Bremsentauscher und Starkstromelektriker.

Ich wollte früher auch mal in das Gewerbe, hat nicht sollen sein, aber heute würde ich mir das 3 x überlegen. Egal ob Auto oder Mopped.

Wenn Handwerk würde ich über Holzhandwerk nachdenken, da kann man kreativ dann auch mal was bauen.

Bei Autos und Moppeds kriegst ja nur noch Stress mit der Behörde.

Sorry, das waren jetzt nur mal so Gedanken von mir.

Wenn du das machen willst dann haben die Kollegen schon alles dazu gesagt.

Beim Zweiradmechatroniker solltest du auch bedenken das es ein Saisongeschäft ist. Im Frühjahr und Sommer kannste ranklotzen und Überstunden einplanen wobei im Winter tote Hose ist und dann deine Überstunden abbummeln kannst. Bekannter von von mir hat das Jahrelang so machen müssen in verschiedenen Werkstätten. Jetzt hat er die Branche gewechselt. Wird ja im Alter nicht einfacher...

Also wenn es schon um das "anstrengender" geht, wäre wohl ein Job in der Verwaltung oÄ angesagt....
Was mir zum KFZ Mechatroniker einfällt: du sparst, so du denn fit darauf bis, ordentlich Kohle, weil du am Auto fast alles selber machen kannst

Die Selbstreperatur am eigenen Fahrzeug und die Ersparnis ist aber auch relativ zu sehen.

Bei mir sind in den letzten knapp 8 Jahren 2000€ Reperaturkosten (mal selbstgemacht, mal in der Werkstatt) angefallen, darunter Reifen, Öl, Batterie, Bremsen, Klimaanlagenbefüllung, Federn, Sensoren, usw.. Jemand der gar nichts kann, hätte vielleicht das Doppelte bezahlt. Steuer und Versicherung liegen bei 3600€ in dieser Zeit. Kraftstoff für 111.000km bei 10.000€.

Ich finde das Selbermachargument nicht sehr überzeugend.

2000 Euro Reparaturkosten in 8 Jahren ist aber auch eher die Ausnahme.

Ja, und das bei einem inzwischen 16 Jahre alten Golf. Und klar, es ist der robuste 1,6er Sauger. Gebraucht gekauft kann man eben schon wissen, was tendenziell haltbar und wenig anfällig ist.

Vielleicht kauft man zumindest als Mechatroniker eher solche bekannt problemlosen Fahrzeuge, von denen es auch heute noch welche zu finden gibt.

Zitat:

@DrivingRacingXtreme schrieb am 15. April 2025 um 12:53:22 Uhr:


2000 Euro Reparaturkosten in 8 Jahren ist aber auch eher die Ausnahme.

Mal die planmässige Wartung aussen vor gelassen, fände ich 2k€ für *Reparaturen" schon aussergewöhnlich hoch! ... Aber Ok, nach soätestens 10 Jahren sind bei mir die Auto weg.

Mit zwei Riesen kommst heut nicht mehr weit...lass einen großen KD machen, bist gleich mal 1000.- los
Älteres Auto brauchst nicht kaufen wenn du alles machen lassen musst. Also Musst du die bittere Pille beim Händler schlucken, bzw zahlen.
2k brauchst ja rein an Teilen schon in der Zeit. Min ein Satz Reifen, Bremsscheiben, evtl VO+Hi, Beläge, zwei, drei vier Ölwechsel, uU Stoßdämfer, mal nen Bremsschlauch, ne Batterie,mal nen Auspuff usw.
Muss du das zahlen...zZ seih ich oft 125€ die Stunde, das sind schlappe 16 Stunden - OHNE MwSt !!

Also ich bin zB froh, das ich die DSC Instandsetzung grad an meinen e60 nicht fremd vergeben muss :-) Da kost das Teil schon 1800€ beim Örtlichen. Die drei MOSFETs zum einlöten bei Conrad 5€.....

Ich bin seit über 30 Jahren im Kfz-Bereich tätig und es wird iwie immer schlimmer. Mehrmals gewechselt, da ich dachte schlimmer kann es nicht kommen, und es kam schlimmer.
Scheiß Chefs, scheiß Kollegen, miese Bezahlung obwohl man jemanden wie mich nicht mehr an jeder Ecke findet bzw Fachkräftemangel bzw das kaum noch einer machen will, Zeitdruck, Ausrüstung/Werkzeug bekommen ist jedesmal ein Krampf, obwohl ich die fürs tägliche arbeiten brauche. Kunden werden immer schwieriger. Man soll alles können, obwohl es eigentlich eigene Bereiche sind wie Karosseriebauer, Kfz-Elektrik. Kaum oder keine Anerkennung. Zeitvorgaben, die es streng genommen nichtmal möglich machen auf die Toilette zu gehen. Usw usw...

Auch kann man grundsätzlich sagen als Werkstattarbeiter bist du immer Angestellter 2. oder 3. Klasse. Obwohl ohne uns nichts gehen würde, keine Ahnung warum.

Derzeit bin ich soweit einfach zu kündigen, ohne was anderes zu haben bzw der Branche komplett den Rücken zu kehren, obwohl ich grundsätzlich das gerne mache, aber mir das mittlerweile so dermaßen vermiest wurde.

Sicher bin ich kein Standardfall, aber man merkt schon dass es immer schlimmer wird. Daher sage ich meinen Lehrlingen immer die sollen bloß was anderes danach machen bzw weiterbilden.
ala HU-Prüfer oder so.

Genug ausgekotzt... 😉

ULFX, da kann ich dir beipflichten. oft verdient die Tipse, die die Rechnung schreibt mehr, als der Mechaniker....und man soll oft Unmögliches umsetzen, was so ein toller Servicetechniker den Kunden angelabert hat.
Mit ein Grund, das auch ich nicht mehr in einer (fremden) Werkstatt arbeite. Aber mit dem Wissen und können lachst halt den Bürohengst aus. Man sucht sich einen ruhigeren Job und eine Möglichkeit zum basteln, schon passt das wieder.
Mit dem ultramodernen Kram mag ich auch nix am Hut haben, aber wer kann heut noch Unterbrecher einstellen? Da kannst verlangen was du willst .-) Oder die riesen Augen, wennst jemandem das Automatikgetriebe zerlegt auf den Tisch schüttest, nachdem da zehn Handydiagnoseapps dran gescheitert sind. Man muss das als Hobby nehmen, als dauernden Beruf..weiß nicht. Stimmt schon, in nem großem Betrieb bist nur ne Kostenstelle, aber es gibt noch viele kleine Werkstätten die Unisaltalente brauchen und bezahlen.
Und was die heute lernen...für die alten Basics ist gar keine Zeit mehr- Bohrer schleifen...werden weggeschmissen wenn stumpf. Nicht einmal schweißen steht mehr im Lehrplan, traurig. Aber mit dem Tester nach dem dritten Steuergerätetausch an ner gammligen Masseanbindung scheitern, das geht :-)
Nachbar ist Nutzfahrzeugschlosser....ne, danke. Alles schwer, immer saudreckig wenns kaputt geht....

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