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Widerspenstiges Antriebswellengelenk

Themenstarteram 14. August 2020 um 15:52

Hallo!

Ich habe hier eine Antriebswelle liegen, bei der ich das Antriebswellengelenk herunterbekommen muss.

Gesichert ist das Gelenk auf der verzahnten Welle mit einem Sicherungsring.

Normalerweise müsste man das Gelenk also verhältnismäßig einfach mit wenigen Hammerschlägen abbekommen.

Bei mir bewegt sich das Gelenk jedoch keinen Millimeter.

Ich habe schon einiges erfolglos versucht:

- Mit Gummihammer dann mit Fäustel mit und ohne Holz dazwischen versucht das Gelenk abzuschlagen

- Mehrfach mit Rostlöser eingesprüht, lange einwirken lassen

- Versucht mit dem Schraubstock das Gelenk abzuschlagen (Welle durch Schlitz zwischen den Backen und dem Gelenk oben mehrfach mit Ruck heruntergezocken)

- In den Schraubstock eingespannt und versucht mit Trenngabel (mit Rohr als Verlängerung) gegen den Schraubstock versucht abzuhebeln

- Mit einer Heißluftpistole das Gelenk erwärmt

Nun überlege ich, ob ich es noch mal versuche, mit einem Gasbrenner das Gelenk massiv zu erhitzen.

Ich habe mir auch mal einen Abzieher bestellt, aber ich bin skeptisch, ob der hilft. Hat jemand von euch Erfahrung damit?

Kann mir jemand von euch noch einen guten Tipp geben? Was kann man jetzt tun? Bislang bewegt sich das Gelenk scheinbar keinen Millimeter.

Ich habe auch etwas Sorge, dass das Gelenk durch meine Versuche, es abzubekommen, Schaden genommen haben könnte (Schläge, Hitze,...). Was ist eure Erfahrung dazu? Sind die Dinger sehr empfindlich? Geht die Antriebswelle an sich kaputt / verformt sich, wenn man sie sehr fest in einen Schraubstock einspannt?

Danke im Voraus für eure Antworten.

Beste Antwort im Thema

Welle auf den Boden legen.

Die Welle so unterlegen, dass sie gestreckt ist.

Jetzt auf die Welle treten, damit sie nicht wegrutscht, wenn du schlägst.

Ein Stück Eichen- oder Buchenholz hinter den Wellenkopf legen und gut festhalten.

Mit dem Fuß die Welle festhalten - feste drauftreten.

Mit einem anständigen Schlosserhammer dem Eichenklotz ein paar kräftige Schläge verpassen.

Bis jetzt konnte ich auf diese Weise noch jede Welle schadenfrei trennen.

Auf den ABS-Zahnkranz achten, der ist bei vielen Wellen sehr empfindlich.

Jeden 3. Schlag auslassen, denn der geht auf die Finger :-)

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Was für ein Modell hast denn überhaupt ?

Ist der Sicherungsring aus rundem Draht oder eckigem ? Dann müßt's mit Klopfen gehen.

---> den aus eckigem Draht mit so 2 abgebogenen Enden dran ist (glaub Ford Escort hatten das z.B. so) mußt mit Zange oder 2 Schraubenziehern oder wie auch immer, auseinanderdrücken, damit er aus seiner Nut rauskommt (manchmal ganz schön fummelig). Gibt dazu extra eine etwas größere Aussparung im Gelenk.

Massive Antriebswelle (Vollmaterial) wird durch einspannen wohl keinen Schaden nehmen, eine dicke (innen hohl) . . . vielleicht schon . . . weiß ja nicht wie fest zu zudrehst ;-)

Welle auf den Boden legen.

Die Welle so unterlegen, dass sie gestreckt ist.

Jetzt auf die Welle treten, damit sie nicht wegrutscht, wenn du schlägst.

Ein Stück Eichen- oder Buchenholz hinter den Wellenkopf legen und gut festhalten.

Mit dem Fuß die Welle festhalten - feste drauftreten.

Mit einem anständigen Schlosserhammer dem Eichenklotz ein paar kräftige Schläge verpassen.

Bis jetzt konnte ich auf diese Weise noch jede Welle schadenfrei trennen.

Auf den ABS-Zahnkranz achten, der ist bei vielen Wellen sehr empfindlich.

Jeden 3. Schlag auslassen, denn der geht auf die Finger :-)

Die hat wohl einen Ring, den man mit ner Sprengringzange spreizen muss. Mit grober Gewalt wird das nix.

So ähnlich wie auf dem Bild.

61bVKsg4qCL._AC_SY606_.jpg

Fragen wir mal nach dem Fahrzeug.

Das wäre hilfreich. :)

Themenstarteram 14. August 2020 um 17:21

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 14. August 2020 um 16:49:12 Uhr:

Die hat wohl einen Ring, den man mit ner Sprengringzange spreizen muss. Mit grober Gewalt wird das nix.

So ähnlich wie auf dem Bild.

Es handelt sich um so einen Ring wie auf dem Foto. Er liegt unerreichbar im Gelenk (siehe Foto 2).

Bild 1.jpg
Bild 2.jpg

Nach dem Modell hab ich ja oben schon gefragt.

 

Oder älterer Peugeot ?

Glaub die sind gar nicht dafür vorgesehen, von außen zerlegt zu werden ---> Manschette kommt da über das abgebaute innere Gelenk drauf, dann wieder alles zusammenbauen.

 

Nachtrag zu oben :

Ups, hat er doch zwischenzeitlich geantwortet . . .

---> runder Draht geht (normalerweise) mit kloppen . . . mal leichter . . . und mal bissl schwerer . . .

Zitat:

@techman122 schrieb am 14. August 2020 um 17:21:43 Uhr:

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 14. August 2020 um 16:49:12 Uhr:

Die hat wohl einen Ring, den man mit ner Sprengringzange spreizen muss. Mit grober Gewalt wird das nix.

So ähnlich wie auf dem Bild.

Es handelt sich um so einen Ring wie auf dem Foto. Er liegt unerreichbar im Gelenk (siehe Foto 2).

Ja, könnte Peugeot oder Citroen sein. Und mit denen habe ich viel Erfahrung.

Diese Wellen lassen sich exakt in der von mir oben beschriebenen Weise trennen.

Muss der Wellenkopf runter, weil die Manschette gewechselt wird? Das ginge einfacher mit Spreizmanschetten. Mit denen mußt du u. U. nicht mal mehr die Welle aus dem Getriebe ziehen.

Zitat:

@techman122 schrieb am 14. August 2020 um 17:21:43 Uhr:

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 14. August 2020 um 16:49:12 Uhr:

Die hat wohl einen Ring, den man mit ner Sprengringzange spreizen muss. Mit grober Gewalt wird das nix.

So ähnlich wie auf dem Bild.

Es handelt sich um so einen Ring wie auf dem Foto. Er liegt unerreichbar im Gelenk (siehe Foto 2).

Ganz sicher oder nur mal eben Fotos geguuugelt? Beim alten Golf gibt es beide Versionen querbeet.

Themenstarteram 14. August 2020 um 19:04

Kurze Info: habe es mit der oben genannte Methode und allen anderen nicht geschafft. Es hat nur geholfen, das Gelenk mehrmals extrem heiß zu machen und dann das Gelenk abzuschlagen.

 

Jetzt wäre ich um einen Rat / Erfahrung dankbar, ob das Gelenk wohl Schaden genommen haben könnte durch die Prozedur.

Wir tappen hier im Dunkeln, daher nochmal die Frage: Was ist es denn für ein Fahrzeug?

Dass das heiß machen den Erfolg brachte, wage ich zu bezweifeln. Eher war es der 200. Hammerschlag nach der Weisheit "steter Tropfen höhlt den Stein".

Die Kugelbahnen sind normalerweise steif (gehärtet) je nach dem wie heiß, ist es nun nicht mehr steif, ergo neues Gelenk.

Man klopft auch nicht mit dem Motek auf das Gelenkinnenteil. Beide Teile sind hart und wenn was abplatzt, kann es böse Verletzungen geben. Da gehört immer etwas weiches dazwischen, Messing, Kupfer, Weichstahl, .....

Dir ist aber eigentlich auch nicht zu helfen, so eine Frage ohne Fahrzeugdaten. Da kannste nur feste mit der Hirse ......

Wenn Nadellager, dann dürfte es hinüber sein. Aber nix weiß man nicht, solange der TE einen nix darüber wissen läßt.

Zitat:

@techman122 schrieb am 14. Aug. 2020 um 19:4:05 Uhr:

Jetzt wäre ich um einen Rat / Erfahrung dankbar, ob das Gelenk wohl Schaden genommen haben könnte durch die Prozedur.

Mach doch Mal ein Photo von eigentlichen Patienten inklusive der Kontaktfläche.

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