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Warum kein LPG/Autogas?

Themenstarteram 15. Januar 2013 um 14:18

Warum fahren in D keine oder fast keine Taxis mit LPG herum? Müsste die Unternehmer doch viel billiger kommen als Diesel, oder?

Beste Antwort im Thema

Hi, ich habe selber drei Taxen mit Autogas und in München gibt es ein paar Unternehmer die Autogas Taxen (S-Klassen W220) haben. Ich für meinen Teil kann nur sagen, daß ich wieder auf Diesel umsteigen werde. Der Verbrauch ist im Moment etwa gleich im Vergleich zum Diesel...die Gas Autos benötigen mehr Kraftstoff. Ein Minuspunkt ist, wenn die Fahrer keinen Bock haben Gas zu tanken oder zu weit draussen sind, oder Nachts keine Tanke offen hat...fahren die mit Benzin. Ist ja nicht ihr Geld...und dann wirds teuer. Dazu kommt noch das Risiko, daß etwas mit der Anlage passiert....Zündaussetzer, Anlage schaltet nicht um usw. ......dann steht das Auto oder muss mit Benzin gefahren werden. Bei meinen Analagen war immer etwas....nicht immer schwerwiegend aber dennoch. Die Fahrer sind dann verunsichert und stellen das auto ab. Und dann darf man den Fehler suchen und hoffen daß man ihn schnell findet und daß es möglichst nicht mehr passiert. Dennoch liegt es nahe alternative antriebe zu probieren...gerade im Taxi Business wo jeder Kilometer kostet.

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Ganz einfach.

Es ist schwierig an ein gutes Autogasfahrzeug zu kommen.

Das Autogasfahrzeuge ab Werk angeboten werden ist ja noch gar nicht so lange aktuell.

Wenn man dann rechnet das Taxen je nach nutzung bis zu 10 Jahre in Betrieb bleiben war das seinerzeit noch gar nicht so das Thema.

Des weiteren machen es einige Marken einem da sehr schwierig.

Beispiel Mercedes:

Das gilt nur für Neuwagen.

Sondermodell "Das Taxi" ist nunmal ein Diesel. Willst du nen Benziner gehen dir abzüglich des pauschalen Rabattes den du noch bekommt ca 20 % Rabatt flöten.

Läßt du dir dann ne Gasanlage einbauen ist meist die Garantie flöten - auch wieder ein KO Kriterium.

Wenn du nen Gebrauchten nimmst, ist dieser auf dem Gebrauchtmarkt wieder deutlich teurer da er ja ohne den Taxirabatt gekauft wurde.

Und dann kostet ein W212 nicht mehr 30.000 netto sondern schnell mal 50.000, davon möchte der Verkäufer gerne was wiederhaben.

Dann gehts weiter, Privatwagen heißt Taxielektrik, Folie (zumindest bei uns) etc nachrüsten für teures Geld.

An der Haltbarkeit liegts sicher nicht.

Gas autos sind mindestens genau so zuverlässig wie Diesel, im Regelfall sogar zuverlässiger da sie ja auf Benzinbetrieb weiterfahren können.

Desweiteren sind Probleme mit der Gasanlage meist für schmalles Geld zu reparieren.

Beispiel Injektor ca 50 €, Tausch 5 Min. Diesel Injektor 300 - 500 € Tausch dauert wenns fest gebraten ist Stunden.

Alles in allem würden sicherlich mehr laufen wenn diese von MB als Taxi vom Werk angeboten werden.

Es gibt zwar den Erdgas als E Klasse aber die Reichweite ist ein Witz.

Sollte dieses Problem behoben werden bin ich durchaus bereit als nächste Anschaffung Erdgas mit in Betracht zu ziehen.

Auch ja bei uns im Betrieb gibts 2 Gaser, Ne E Klasse und nen Zafira B.

Und gegen die Ersparniss können die Diesel nicht anstinken :-)

Allerdings ist das gar nicht so der Verbrauch an dem man spart, das würde ich auf realistische 10 - 20 % schätzen, da der Diesel halt doch erheblich weniger Verbraucht, sondern wie schon gesagt die nicht anfallenden teuren Diesel Reparaturen.

 

 

Themenstarteram 15. Januar 2013 um 17:37

Alles klar, danke für die aufschlußreiche Antwort. Ist natürlich schade, dass Mercedes da nix anbietet. :(

Taxen 10 Jahre im Betrieb.... Wie geht das denn?

Im Bezug auf die Frage, warum keine Taxeb mit Gas

In erster Linie ist für mein Laden der Aktionsradius zu gering. Gas bekommt man leider nicht überall. Dann stellt sich für mich die Frage, wie lange halten die Motoren. Von den Diesel, die meiner Ansicht nach sehr wenig anfällig sind, bin ich Laufleistungen von 700 - 800tkm gewohnt, dann werden sie verkauft. Das heißt nach 4 Jahren muss ein Fz. was im Schichtbetrieb läuft weg. Hält der Gasbomber das wirklich durch?

Themenstarteram 15. Januar 2013 um 19:48

Kann jetzt nur von China sprechen, weil ich da sehr oft mit einem Taxi unterwegs war, aber die Santanas dort liefen fast alle mit Gas und hatten teilweise über 800.000 km runter...

Die Santanas haben auch Benziner / Gasmotoren mit erheblich geringerer Literleistung und einfacherer Technik als unsere High-Tech Kompresser - Turbo - Euro 63 Benziner.

Für mich kommt Gas wegen der unberfriedigenden Reichweite, dem zu dünnen Tankstellennetz und den etwas bastelig wirkenden Lösungen nicht in Frage.

MFG Sven

Hi, ich habe selber drei Taxen mit Autogas und in München gibt es ein paar Unternehmer die Autogas Taxen (S-Klassen W220) haben. Ich für meinen Teil kann nur sagen, daß ich wieder auf Diesel umsteigen werde. Der Verbrauch ist im Moment etwa gleich im Vergleich zum Diesel...die Gas Autos benötigen mehr Kraftstoff. Ein Minuspunkt ist, wenn die Fahrer keinen Bock haben Gas zu tanken oder zu weit draussen sind, oder Nachts keine Tanke offen hat...fahren die mit Benzin. Ist ja nicht ihr Geld...und dann wirds teuer. Dazu kommt noch das Risiko, daß etwas mit der Anlage passiert....Zündaussetzer, Anlage schaltet nicht um usw. ......dann steht das Auto oder muss mit Benzin gefahren werden. Bei meinen Analagen war immer etwas....nicht immer schwerwiegend aber dennoch. Die Fahrer sind dann verunsichert und stellen das auto ab. Und dann darf man den Fehler suchen und hoffen daß man ihn schnell findet und daß es möglichst nicht mehr passiert. Dennoch liegt es nahe alternative antriebe zu probieren...gerade im Taxi Business wo jeder Kilometer kostet.

Zitat:

Original geschrieben von Taxi153

Taxen 10 Jahre im Betrieb.... Wie geht das denn?

Im Bezug auf die Frage, warum keine Taxeb mit Gas

Ganz easy.

Es werden nicht alle Taxen im 2 Schicht betrieb in der Stadt gefahren.

Unsere Fahrzeuge fahren als Pkw zwischen 60 -70 Tsd im Jahr.

Wir zb einen Viano von 04 mit jetzt 280.000 Km.

Und 600.000 tsd. sind durchaus zu machen würde ich sagen.

Wenn hier aber von allen wie geschrieben 200.000 Km im Jahr gefahren werden.

Das wären im Schnitt also knapp 550 km am Tag, und zwar an jedem Tag hätte ich auch bedenken.

Aber das halte ich für etwas Realitätsfremd.

Argument der Recihweite kann ich nicht nachvollziehen.

Meine E Klasse fährt auf Gas 600 Km mit kleinerem Motor wären auch 800 km drin.

Wer also mit einer Reichweite von 600 km täglich nicht auskommt muß sicherlich keinerlei Existenzsorgen haben:)

Na ja und Tankstellen sollen Mangelware sein?

In Deutschland müßte es aktuell 1500 - 2000 Stück geben.

Ich wohne in einem Ort mit 8000 Einwohnern und habe selbt 2 2 Tankstellen auf LPG. Nicht zu verwechseln mit CNG - die sind deutlich dünner gesäht.

Zu der Anfälligkeit gebe ich zu bedenken das über 90 % der späteren Fehler bereits beim Einbau gemacht werden oder es in Fahrzeuge eingebaut wird welche dafür nur bedingt oder gar nicht geeignet sind.

Und wer fährt den in einem Diesel 800.000 km ohne die Injektoren, Die Hd Pumpe oder den Turbo tauschen zu müssen.

Allein für den Preis des Turbos von einer W212 E Klasse kann ich ca 2 komplett neue Gasanlagen kaufen egal was kaputt geht.

Wer nachher günstiger fährt lass ich mal dahin gestellt.

Muss ja auch jeder selber wissen wie er seinen Betrieb am wirtschaftlichsten führt.

Ich für meinen Teil werde zumindest zum Teil weiter beim Autogas bleiben.

Der Fairness halber sollte gesagt sein das des verhältniss des sparens schnell kippen kann wenn in 2018 die Gasförderung nicht mehr verlängert wird.

Denn sollte der Gaspreis nur ca 20 Cent steigen rechnet sich das schon nicht mehr nur über den Fahrbetrieb bei mir.

Zum Abschluß möchte ich sagen das jedem der schon einige Jahre in der Branche auf dem Buckel hatt die Anfälligkeit der Diesel Fahrzeuge mit jeder Generation höher wird und die maximalen Laufleistungen auch immmer geringer.

Es ist längst nicht mehr selbstverständlich mit einer E Klasse auch nur die 500.000 Km zu erreichen ohne massiv investieren zu müssen.

Das Internet ist voll mit Meldungen von Motorschäden von Taxen egal ob Benzin oder Diesel.

 

Themenstarteram 17. Januar 2013 um 13:19

Zitat:

Original geschrieben von andrewo

Hi, ich habe selber drei Taxen mit Autogas und in München gibt es ein paar Unternehmer die Autogas Taxen (S-Klassen W220) haben. Ich für meinen Teil kann nur sagen, daß ich wieder auf Diesel umsteigen werde. Der Verbrauch ist im Moment etwa gleich im Vergleich zum Diesel...die Gas Autos benötigen mehr Kraftstoff. Ein Minuspunkt ist, wenn die Fahrer keinen Bock haben Gas zu tanken oder zu weit draussen sind, oder Nachts keine Tanke offen hat...fahren die mit Benzin. Ist ja nicht ihr Geld...und dann wirds teuer. Dazu kommt noch das Risiko, daß etwas mit der Anlage passiert....Zündaussetzer, Anlage schaltet nicht um usw. ......dann steht das Auto oder muss mit Benzin gefahren werden. Bei meinen Analagen war immer etwas....nicht immer schwerwiegend aber dennoch. Die Fahrer sind dann verunsichert und stellen das auto ab. Und dann darf man den Fehler suchen und hoffen daß man ihn schnell findet und daß es möglichst nicht mehr passiert. Dennoch liegt es nahe alternative antriebe zu probieren...gerade im Taxi Business wo jeder Kilometer kostet.

Also in München gibt es doch Gastankstellen en masse...

http://www.autogastanken.de/de/tanken/autogastankstellen-karte.html

Zitat:

Original geschrieben von Mad_Max77

Zitat:

Original geschrieben von andrewo

Hi, ich habe selber drei Taxen mit Autogas und in München gibt es ein paar Unternehmer die Autogas Taxen (S-Klassen W220) haben. Ich für meinen Teil kann nur sagen, daß ich wieder auf Diesel umsteigen werde. Der Verbrauch ist im Moment etwa gleich im Vergleich zum Diesel...die Gas Autos benötigen mehr Kraftstoff. Ein Minuspunkt ist, wenn die Fahrer keinen Bock haben Gas zu tanken oder zu weit draussen sind, oder Nachts keine Tanke offen hat...fahren die mit Benzin. Ist ja nicht ihr Geld...und dann wirds teuer. Dazu kommt noch das Risiko, daß etwas mit der Anlage passiert....Zündaussetzer, Anlage schaltet nicht um usw. ......dann steht das Auto oder muss mit Benzin gefahren werden. Bei meinen Analagen war immer etwas....nicht immer schwerwiegend aber dennoch. Die Fahrer sind dann verunsichert und stellen das auto ab. Und dann darf man den Fehler suchen und hoffen daß man ihn schnell findet und daß es möglichst nicht mehr passiert. Dennoch liegt es nahe alternative antriebe zu probieren...gerade im Taxi Business wo jeder Kilometer kostet.

Also in München gibt es doch Gastankstellen en masse...

http://www.autogastanken.de/de/tanken/autogastankstellen-karte.html

in münchen natürlich....aber die sind auch nicht immer dort wo der fahrer gerade tanken sollte oder könnte....auf dem land bzw ausserhalb sieht es da schon anders aus.....in der theorie sieht immer alles ganz schön aus...ich musste mich auch eínes besseren belehren lassen....leider.

Ich habe mich vor dem Kauf meines E200 CDI auch ausgiebig mit der Materie beschäftigt. Zum Schluß bin ich bei der Rechnung angekommen, daß plusminus Null rauskommt, unter Berücksichtigung aller Faktoren, um nur die zu nennen die hier noch nicht aufgeführt wurden:

- mehr Zeiteinsatz für das Anfahren der Tankstellen sowie häufigeres Tanken

- Probleme beim Wiederverkauf insbesondere bei Autogas - die Karre wird man so schnell nicht wieder los

- dadurch ziemlich geringer Restwert

- Probleme mit den Ventilen wegen der höheren Verbrennungstemperaturen (2 Kollegen mit kapitalen Motorschäden erlebt)

- zusätzliche Kosten für die Gaswartung sowie TÜV

- insgesamt etwas geringere Motorhaltbarkeit gg. Diesel

- spezielle Werkstätten nötig/ kann nicht jede (Hinterhof) Taxi-Werkstatt die sonst blind am 211'er/212'er rumschrauben können

Zitat:

Original geschrieben von bon_01

- mehr Zeiteinsatz für das Anfahren der Tankstellen sowie häufigeres Tanken

Wie schon beschrieben, das Argument ist längst überholt, Glaube auch kaum das Taxis die ein großteil ihrer Zeit in der Stadt stehen keine Zeit zum Tanken haben

- Probleme beim Wiederverkauf insbesondere bei Autogas - die Karre wird man so schnell nicht wieder los

- dadurch ziemlich geringer Restwert

Das lasse ich gelten, allerdings ist die FRage ob das ein wichtiger Faktor ist. Wenn ich mit 500.000 nen Diesel ins Ausland schiebe bringt er dann vielleicht 1000- 1500 Euro mehr, das wars dann aber auch. Wir sprechen ja von Fahrzeugen die irgendwo zwischen 3 und 5 Tausend gehandelt werden.

 

- Probleme mit den Ventilen wegen der höheren Verbrennungstemperaturen (2 Kollegen mit kapitalen Motorschäden erlebt)

Tja, das passiert wenn sich falsch informiert oder wenn die Kollegen den Wagen zu grob rangenommen haben. Sonst nicht.

- zusätzliche Kosten für die Gaswartung sowie TÜV

Gut wenn die 30 € Jährlich ins Gewicht fallen OK

- insgesamt etwas geringere Motorhaltbarkeit gg. Diesel

Kann sein, ist aber eher in den Köpfen der Leute so verankert, bewiesen ist das keineswegs.

- spezielle Werkstätten nötig/ kann nicht jede (Hinterhof) Taxi-Werkstatt die sonst blind am 211'er/212'er rumschrauben können

Zum Teil. Bei uns gibst zb im Umkreis von min. 60 Km keine spezielle Taxiwerkstatt. Und Daimler muss sich bei jedem Modellwechsel wieder auch neue Probleme einstellen.

Die Gasanlagen laufen seit über 40 Jahren ohne wirkliche Veränderungen. Direkteinspritzung jetzt mal ausgenommen.

Ich habe laut meinen Schätzungen bisher über 4000,00 € nur Kraftsoffkosten eingesparrt und fahre erst 160.000 Km auf Gas.

Ohne Reparaturen und ohne Ausfälle.

Die Wartung der Anlage kostet für die Filter ca. 50 € im Jahr, Die Gasprüfung sowas um 30 beim Tüv. Das wars.

Nicht mit eingerechnet habe ich die günstigere Versicherung, Gut 1/3 der Steuern etc sonst fällt die Billanz noch besser aus.

Werde gerne weiter berichten aber ich bleibe dabei wer günstig fahren will fährt Gas.

Selbst die Hybriden sehen dagegen alt aus.

 

Nicht schlecht. Wenn die Fachmänner arbeiten kann man besser sehen das man Land gewinnt:)

gibts denn überhaupt vernünftige Taxen mit werkseitig verbauter LPG-Anlage?

VW und Mercedes bieten AFAIK nur CNG-Modelle an.

Problem bei nachgerüsteten Anlagen sehe ich in der Abwicklung von Gewährleistungsfällen. Da wird sicherlich der schwarze Peter zwischen Hersteller und Umrüster hin und her geschoben.

Gruss Deden

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