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Verkehrsbetrachtungen

Themenstarteram 5. Juli 2010 um 8:16

Ragnhild hat die ungefähr 2200km durch Dänemark und Deutschland mit Bravour bestanden, bis auf ein nicht-starten-wollen mit warmem Motor. Kontaktspray im Verteilerkopf half, glückliches Grinsen in allen Gesichtern. :D Aber was mir wirklich auffiel, und was hier auch schon an verschiedenen Orten diskutiert wurde (aber trotzdem raus muss), ist der "deutsche Fahrstil" auf den Autobahnen. Sofort nach dem Überqueren der deutsch-dänischen Grenze fiel bei etwa 20% der Verkehrsteilnehmer eine Sicherung oder gar das oberste Fünftel des Körpers aus. Massenweise "Gruppen" von Autos, gerne drei deutsche "Premium"-modelle, wo Nummer eins und Nummer drei viel zu dicht aneinander sind, besonders bei den Geschwindigkeiten und mal ganz aussen vor gelassen, dass sich zwischen den beiden noch immer ein weiteres Auto befindet. :eek: Dann die ganzen Kurzschwänzler, die mit sehr hoher Geschwindigkeit angerauscht kommen, und LKW-überholenden Langsamerfahrenden bis auf wenige Zentimeter an die Heckscheibe gleiten. Ich meine, was soll man machen, wenn man sich direkt neben einem LKW befindet, man hat nicht gerade einen Beutel mit Alternativen auf dem Schoss? Da erinnere ich mich besonders an das schwarze Mercedes-Cabrio mit dem passenden Nummernschild "KI-CK", ein hemmungsloser Bremsentester. Genauso schlimm die, die zum Überholen ausscheren, obwohl sich im Rückspiegel allzu deutlich abzeichnet, dass da jemand klar schnelleres kommt. Besonders blöd, wenn hinter dem Schnellen keiner ist, und man so ohne Behinderung überholen könnte. Als wäre die Rücksicht zuhause gelassen worden. Aber ich muss sonst sagen, dass die "Fahrfreundlichkeit" abseits der Autobahn wesentlich besser geworden ist in den letzten Jahren, und sich den zivilisierten Norwegern angenähert hat. Nur dass an einigen Kraftfahrstrassenauffahrten dreimal das gleiche passierte: Wollte den auffahrenden Verkehr reinlassen, so dass alle ihre Geschwindigkeit halten konnten, aber stattdessen haben die alle gebremst. Ist wohl nicht so üblich? Speziell auch: Beim Anfahren an Schwerinern Ampeln bin ich dem jeweiligen Vordermann mehrfach aus Versehen zu nah gekommen, beim Anfahren an Berliner Ampeln musste ich zum im-Verkehr-mitschwimmen dann schon an Ragnhilds Leistungsgrenze beschleunigen. :D

Lieb Gruss

Oli

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 5. Juli 2010 um 8:16

Ragnhild hat die ungefähr 2200km durch Dänemark und Deutschland mit Bravour bestanden, bis auf ein nicht-starten-wollen mit warmem Motor. Kontaktspray im Verteilerkopf half, glückliches Grinsen in allen Gesichtern. :D Aber was mir wirklich auffiel, und was hier auch schon an verschiedenen Orten diskutiert wurde (aber trotzdem raus muss), ist der "deutsche Fahrstil" auf den Autobahnen. Sofort nach dem Überqueren der deutsch-dänischen Grenze fiel bei etwa 20% der Verkehrsteilnehmer eine Sicherung oder gar das oberste Fünftel des Körpers aus. Massenweise "Gruppen" von Autos, gerne drei deutsche "Premium"-modelle, wo Nummer eins und Nummer drei viel zu dicht aneinander sind, besonders bei den Geschwindigkeiten und mal ganz aussen vor gelassen, dass sich zwischen den beiden noch immer ein weiteres Auto befindet. :eek: Dann die ganzen Kurzschwänzler, die mit sehr hoher Geschwindigkeit angerauscht kommen, und LKW-überholenden Langsamerfahrenden bis auf wenige Zentimeter an die Heckscheibe gleiten. Ich meine, was soll man machen, wenn man sich direkt neben einem LKW befindet, man hat nicht gerade einen Beutel mit Alternativen auf dem Schoss? Da erinnere ich mich besonders an das schwarze Mercedes-Cabrio mit dem passenden Nummernschild "KI-CK", ein hemmungsloser Bremsentester. Genauso schlimm die, die zum Überholen ausscheren, obwohl sich im Rückspiegel allzu deutlich abzeichnet, dass da jemand klar schnelleres kommt. Besonders blöd, wenn hinter dem Schnellen keiner ist, und man so ohne Behinderung überholen könnte. Als wäre die Rücksicht zuhause gelassen worden. Aber ich muss sonst sagen, dass die "Fahrfreundlichkeit" abseits der Autobahn wesentlich besser geworden ist in den letzten Jahren, und sich den zivilisierten Norwegern angenähert hat. Nur dass an einigen Kraftfahrstrassenauffahrten dreimal das gleiche passierte: Wollte den auffahrenden Verkehr reinlassen, so dass alle ihre Geschwindigkeit halten konnten, aber stattdessen haben die alle gebremst. Ist wohl nicht so üblich? Speziell auch: Beim Anfahren an Schwerinern Ampeln bin ich dem jeweiligen Vordermann mehrfach aus Versehen zu nah gekommen, beim Anfahren an Berliner Ampeln musste ich zum im-Verkehr-mitschwimmen dann schon an Ragnhilds Leistungsgrenze beschleunigen. :D

Lieb Gruss

Oli

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8 Antworten

Was erwartest Du?

 

Lies Dich hier durch Foren anderer Marken und Dir wird bewußt, unter welcher Art "Mitmenschen" Du Dich bewegst.

 

Diese dunklen Schatten, die von hinten angeflogen kommen, heißen in meiner Familie Tiefflugformation. An den Steuerknüppeln dieser "Jäger" sitzen meiner Erfahrung nach durch die Bank weg geistige Tiefflieger mit Brett vor dem Kopf.

 

Ich beobachte sowas immer gerne aus sicherer Entfernung mit vorgespanntem Bremsfuß.

 

Die Erfahrung mit den "Nahheranfliegern" kenne ich auch, selbst bei höheren Geschwindigkeiten. Das passiert Dir auch dann, wenn Du selbst schon in der Region von 200+ unterwegs bist, eigentlich keine Chance hast, nach rechts zwischen LKW oder andere Fahrzeuge auszuweichen. Sie kommen, sie kommen mit Sicherheit und ich habe manchmal den Eindruck, sie kommen so nahe, weil Sie lesen können wollen, aus welchem Landkreis Deine Zulassung ist.

 

Ich frage mich dann immer, ob die Typen, die derartig fahren, eigentlich keinerlei Ahnung vom Autofahren haben oder wie man entspannt auch einfach mal mit 300 Metern Sicherheitsabstand mit mehr als 200 km/h hinter einem links fahrenden bleiben kann, bis der eine Lücke findet, die nicht nur mit einer halben Notbremsung den Weg frei machen läßt. Dazu muss der Schnellere nichtmal bremsen; es genügt, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

 

Aber egal - Du hast Deine Erfahrungen ja schon gemacht und besonders in Berlin setzt sich der Straßenkampf auch auf den innerstädtischen Fahrwegen fort.

 

herzlich

 

lechrainer

.......also dass mit dem deutsch-dänischen Grenzübergang ist seit Jahren so und hat sich nicht geändert.

Erst vor ein paar Wochen von Kolding nach Flensburg, trotz dichten Verkehrs praktisch die ganze Strecke mit Tempomat, der nur alle 10 Minuten mal abgestellt wurde, um vorausschauend ohne Benutzung der Bremse zu überholen oder überholen zu lassen.

Nach Passieren der Grenze (es sind ja die gleichen Fahrer auf der Bahn) dann hemmungsloses "Ich zuerst, ich zuerst).......

...in umgekehrter Richtung der gegenteilige Effekt. Wobei einige der ganz erzkonservativen Superdrängler scheinbar noch nicht wissen, dass in Dänemark das Tempolimit auf der Autobahn vor Jahren angehoben wurde :D.

 

Gruß Thomas

Die gleichen beobachtungen habe ich auch gemacht, also ich beim 850er Treffen im Mai in Deutschland war..

Krieg auf der Deutschen Autobahn...

Ist mal lustig, den Wagen auf ueber 250 zu beschleunigen, aber das reicht mir einmal im Jahr oder so..

Staendig auf deutschen Autobahnen unterwegs zu sein waere nichts fuer mich.

Ausserdem ist der Sprit in Deutschland viel zu teuer.. :eek:

...wie immer von oli mal wieder eine treffende Bemerkung, diesmal zum Kriegsschauplatz Autobahn in Deutschland ;)

Die "Hoppla, jetzt komme ich" Mentalität ist schon beeindruckend und sagt viel über die Leute hinter dem Steuer aus :mad:

Alle diejenigen, die so wie ich, den Sprit aber aus der privaten Tasche zahlen müssen, sind nicht die "Erben der rechten Spur".

Aber selbst wenn man einen Firmenwagen gestellt bekommt und eine Tankkarte hat, sollte man noch Brain 1.0 einschalten und daran denken das zu Hause vielleicht eine Familie auf einen wartet.... Und auch andere Mitmenschen wertvoller als Zeit sind...

nachdenkliche Grüße

Reinhard

Themenstarteram 6. Juli 2010 um 12:25

Dachte mir doch, dass das den meisten nichts neues ist... :D Ich bin dieses Mal allerdings auch wegen der Zündungs- und Vergaserprobleme fast die ganze Zeit nur 90km/h gefahren (neuer Verbrauchsrekord: 7.5L, nicht schlecht für einen grossen, 40 Jahre alten Benziner...) und da sieht man einfach mehr. Wenn ich sonst mit Leihwagen unterwegs bin, halte ich mich eher im Bereich 140-170km/h, da fällt das zwar auch auf, aber nicht so sehr, wie wenn man eben hinter einem LKW hertrudelt, und den passierenden Verkehr beobachtet. Hätte ich mir bei jeder passenden Gelegenheit mit der flachen Hand auf die Stirn geschlagen, wäre ich heute noch rot im Gesicht... :D

@Thomas, genau das hat mich auch gewundert! Die gleichen Autos, die gleichen Fahrer - komplett anderes Verhalten. Mich würde auch mal interessieren, was der Durchschnittsverbrauch aller passierenden PKW 10km vor und 10km hinter dieser Grenze ist...

Lieb Gruss

Oli

Muss ich von Süden Richtung Norden leider auch so bestätigen. Fahre ich bei Basel über die Grenze, gilt die Regel "ich fahre links, egal was kommt und wie schnell das dann kommt..."

Nein, wir sind sicher auch keine Heiligen, aber vielleicht würde Euch eine Geschw.-Limite doch gut tun ;)

 

Gruss Kusi, dessen nächstes Auto gedownsized wird was den Motor anbelangt

Die einzige öffentliche Rennstrecke der Welt: Die deutschen Autobahnen.

Besonders eindrucksvoll, wenn einen ein Möchtegern-Schumi in einem rasenden Bügeleisen vom Schlage eines Lupo bei 180 aus dem Weg drängelt, weil er 1000m weiter in die nächste Ausfahrt will.

Aber so sind wir nun mal.

Weltmeister auf allen Gebieten.

Das Fahren auf schweizer Autobahnen ist eine Wohltat. Da fängt der Urlaub gleich hinter der Grenze an.:p

Gruß von Raimund

Themenstarteram 6. Juli 2010 um 20:43

Haha, stimmt, mich haben mehrere Leute auf der Ausfahrt (!) überholt. Sogar eine Mutti im Q7, die eher gelangweilt guckte, und wohl gar nicht merkte, dass sie von 90 auf 130 beschleunigte, um dann sofort auf 60 zu bremsen... :rolleyes:

Lieb Gruss

Oli

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