US-Regierung rettet GM und Chrysler vor der Pleite
Wenige Tage vor Weihnachten rettet der scheidende US-Präsident George W. Bush die beiden Autokonzerne General Motors (GM) und Chrysler vor der unmittelbar drohenden Pleite.
Beide Konzerne bekommen von der Regierung insgesamt 13,4 Milliarden Dollar (9,3 Milliarden Euro), wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. GM winken weitere vier Milliarden im Februar. GM bekommt einen Nothilfekredit von 9,4 Milliarden Dollar, Chrysler erhält vier Milliarden Dollar, wie das Weiße Haus mitteilte. Der dritte große Konzern im Lande, Ford, geht leer aus. Ford brauche aber auch keine kurzfristige Hilfe, bekräftigte das Unternehmen. Die Firma begrüße dennoch die „vorausschauende Unterstützung“ des Weißen Hauses, da die Autokonzerne in hohem Maße voneinander abhängig seien. Die Pleite eines Autobauers könne einen Dominoeffekt haben und „Millionen von Arbeitsplätzen“ bedrohen.
GM könnte im Februar weitere vier Milliarden Dollar bekommen, wie das Weiße Haus ankündigte. Die Entscheidung überlässt Bush dem von den Demokraten beherrschten Kongress unter seinem designierten Nachfolger Barack Obama. Er tritt sein Amt am 20. Januar an. Das Weiße Haus habe mit Obamas Team über den Auto-Rettungsplan gesprochen und werde dies auch weiterhin tun, sagte Bushs Mitarbeiter Joel Kaplan vor Journalisten.
http://www.haz.de/.../art666,761421
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Zitat:
Original geschrieben von SUV-Fahrer
Wer gibt derzeit der Konkurrenz, also Toyota, Honda, VW ect... Geld, um nicht die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen zu verzerren?
Polemik. Denn:
Da ich das schon mal gepostet habe, Du aber immer noch Unsinn verbreitest, kann man über Dein Motiv nur mutmaßen.
Meine Position zu dem Thema habe ich auch schon geschrieben, anderer Thread, ist mir zu mühselig jetzt.
cheerio
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Zitat:
Original geschrieben von OpelRider
... Dann kollabiert die gesamte US Wirtschaft und unsere geht ebenfalls über die Wupper. ...
Tja manchmal denke ich das wäre garnicht schlecht um das System was viel zu sehr auf virtuellen Werten aufbaut endlich zu begraben und für ein neues Platz zu machen. Aber das bringt nur was, wenn man aus den alten Fehlern was lernt und nicht wieder bestrebt ist mit dem Geld anderer Leute so schnell wie möglich reich zu werden. Das wird aber noch ein paar Jahrzehnte brauchen. Zum Glück wandelt sich die Denkweise der reichsten Menschen der Welt so langsam und sie fragen sich auch langsam was sie denn nun eigentlich mit soviel Geld sollen.
Zitat:
Original geschrieben von DAGOME
Natürlich ist es keine optimale Lösung einfach Geld darein zu pumpen. Es ist aber NOCH eine schlechtere Lösung in dieser Situation einfach NICHTS zu machen. Es geht übrigens NICHT nur um die wirtschaftlichen Aspekte. Es geht um verdammt viele Arbeitsplätze und um die MENSCHEN die dahinter stehen.
Es ist eine " kleine Hilfe" um panische und dumme Entscheidungen auf BEIDEN seiten zu verhindern.
GM und Chrisler haben seit 2005 nur geschlafen. Know How für Entwicklungen und erfahrene Ingenieuren sind deshalb keine vorhanden. Bei GM ist dies kein Wunder, da der Chefbuchhalter zum Firmenchef wurde. Der kann nur eines: Die Preise der Zulieferer drücken und die Differenz dem eigenen Lohnkonto gutschreiben.
Mit Geld lassen sich diese Firmen-Probleme nicht lösen. Es resultiert nur ein langsameres Abserbeln in die Pleite, mit dem Risko, dass gute Fimenteile (z.B. Opel) nicht mehr gerettet werden können, weil sie eine so lange Durststrecke nicht überstehen können.
Zudem ist die Nachfrage nach Autos insgesamt zurückgegangen. Also muss die Produktion reduziert werden und nicht mit Steuergeldern künstlich hochgehalten werden. Sonst produziert man für die Schrottpresse.
Also: Lasst GM endlich möglichst schnell absaufen, damit Opel noch gerettet werden kann.
Hallo,
auch wenn jetzt GM und Chrysler Luft zum atmen haben wird es mit Sicherheit veränderungen in Detroit geben. Ich habe noch nie erlebt das ein so marodes Unternehmen mit Zuschüßen überlebensfähig geworden wäre. Deswegen hat ja auch der Sozialismus nicht überlebt, es überlebt immer nur der der die richtigen Produkte zur richtigen Zeit hat und das nennt man dann Evolution (die Dinosaurier waren auch stärker wie die Menschheit und haben nicht überlebt). Man kann auch in der modernen Zeit das mit allem Geld der Welt nicht verändern (deshalb ist auch der Ostblock zusammengefallen und jetzt sieht man auch was Russland immer noch für Probleme hat, eventueller Staatsbankrott, siehe NTV).
Ich könnte mir das vielleicht so vorstellen. GM und Chrysler fusionieren um Entwicklungskosten für neue Autos etc. zu sparen und hinterher wird dieser Konzern so groß sein wie GM heute (oder vielleicht kleiner), was das für Detroit und Amerika heißt kann sich jeder selbst ausmahlen. Ich glaube kaum das sich GM es leisten kann alle ausländischen Töchter zu behalten.
Bei Ford bin ich mir nicht sicher wie das ausgeht, die sind aber m. M. nach besser aufgestellt, aber das wird sich erst in der Zukunft zeigen. Die Neuheiten von Ford Europa und Volvo sind m. M. nach aber sehr vielversprechend und nicht wie bei Opel da gibt es einen nicht schlechten Vectra Nachfolger der so glaube ich aber keinen Sprung im Antriebskonzept gemacht hat, oder vielleicht erkenne ich ihn nicht (z. B. hoher Verbrauch beim Test mit dem Dieselmotor) und das wars.
Gruß
Wusler
Zitat:
Original geschrieben von wusler
Hallo,auch wenn jetzt GM und Chrysler Luft zum atmen haben wird es mit Sicherheit veränderungen in Detroit geben. Ich habe noch nie erlebt das ein so marodes Unternehmen mit Zuschüßen überlebensfähig geworden wäre. Deswegen hat ja auch der Sozialismus nicht überlebt, es überlebt immer nur der der die richtigen Produkte zur richtigen Zeit hat und das nennt man dann Evolution (die Dinosaurier waren auch stärker wie die Menschheit und haben nicht überlebt). Man kann auch in der modernen Zeit das mit allem Geld der Welt nicht verändern (deshalb ist auch der Ostblock zusammengefallen und jetzt sieht man auch was Russland immer noch für Probleme hat, eventueller Staatsbankrott, siehe NTV).
Ich könnte mir das vielleicht so vorstellen. GM und Chrysler fusionieren um Entwicklungskosten für neue Autos etc. zu sparen und hinterher wird dieser Konzern so groß sein wie GM heute (oder vielleicht kleiner), was das für Detroit und Amerika heißt kann sich jeder selbst ausmahlen. Ich glaube kaum das sich GM es leisten kann alle ausländischen Töchter zu behalten.
Bei Ford bin ich mir nicht sicher wie das ausgeht, die sind aber m. M. nach besser aufgestellt, aber das wird sich erst in der Zukunft zeigen. Die Neuheiten von Ford Europa und Volvo sind m. M. nach aber sehr vielversprechend und nicht wie bei Opel da gibt es einen nicht schlechten Vectra Nachfolger der so glaube ich aber keinen Sprung im Antriebskonzept gemacht hat, oder vielleicht erkenne ich ihn nicht (z. B. hoher Verbrauch beim Test mit dem Dieselmotor) und das wars.Gruß
Wusler
Wir werden sehen was die Zukunft bringt ;-)
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Hallo,
gerade auf NTV Toyota streicht alle Neubauten, auch ein neues Werk für den Prius!!!! Verlust 1,7 Mrd. $. Denke noch an manche hitzige Diskussion mit den Priusfetischisten😉 und jetzt hat Toyota kein Geld mehr für so ein Prestigeobjekt??? Wer hätte sowas vor einem halben Jahr gedacht?? Wenn man sowas liest da merkt man erst wie ruhig es in Europa noch ist. Hoffentlich bleibt es so.
Gruß
Wusler
Zitat:
Original geschrieben von wusler
Hallo,gerade auf NTV Toyota streicht alle Neubauten, auch ein neues Werk für den Prius!!!! Verlust 1,7 Mrd. $. Denke noch an manche hitzige Diskussion mit den Priusfetischisten😉 und jetzt hat Toyota kein Geld mehr für so ein Prestigeobjekt??? Wer hätte sowas vor einem halben Jahr gedacht?? Wenn man sowas liest da merkt man erst wie ruhig es in Europa noch ist. Hoffentlich bleibt es so.
Gruß
Wusler
Die ersten Kandidaten wackeln doch bereits.
Opel
BMW
Daimler-Benz
Hallo,
wackeln, naja manchen geht es nicht beesonders gut, aber soviel ich weiß ist kein deutscher Autobauer in der Verlustzone und bei den europäischen wüßte ich jetzt auf Anhieb auch keinen der so tiefrote Zahlen schreibt, außer Saab vielleicht der aber zu GM gehört.
Gruß
Wusler
Zitat:
Original geschrieben von wusler
gerade auf NTV Toyota streicht alle Neubauten, auch ein neues Werk für den Prius!!!! Verlust 1,7 Mrd. $. Denke noch an manche hitzige Diskussion mit den Priusfetischisten😉 und jetzt hat Toyota kein Geld mehr für so ein Prestigeobjekt???
Naja, eigentlich war das Werk man für SUV gedacht. Als der Ölpreis explodiert ist, ist man darauf umgeschwenkt, in diesem Werk Prius zu produzieren, weil man da mit einer steigenden Nachfrage rechnete. Jetzt will keiner mehr SUVs und das Benzin ist trotzdem billig...
Macht ja auch keinen Sinn ein Werk für Autos zu bauen, wenn die Kapazitäten ausreichen.
Hallo Tobistenzel,
mensch ich hab Dich schon vermißt, hab extra möglichst oft in die Texte Prius reingeschrieben damit Du Dich mal wieder meldest, wie gehts denn so?
Ein Problem hast aber wieder vergessen, ein Prius kostet halt mehr wie ein "normales" Auto und den Mehrpreis fährt man zur Zeit einfach nicht rein bei den Spritpreisen. Dann hat Toyota halt noch ein Problem das die auch viele Fahrzeuge im Programm haben die nicht deshalb bekannt sind weil sie sowenig verbrauchen.
Gruß
Wusler
Zitat:
Original geschrieben von wusler
mensch ich hab Dich schon vermißt, hab extra möglichst oft in die Texte Prius reingeschrieben damit Du Dich mal wieder meldest, wie gehts denn so?
Einmal reicht schon 😉 Kann mich nicht beschweren; vor ein paar Tagen hatte ich "2 Jahre Prius"...
Zitat:
Ein Problem hast aber wieder vergessen, ein Prius kostet halt mehr wie ein "normales" Auto und den Mehrpreis fährt man zur Zeit einfach nicht rein bei den Spritpreisen. Dann hat Toyota halt noch ein Problem das die auch viele Fahrzeuge im Programm haben die nicht deshalb bekannt sind weil sie sowenig verbrauchen.
Genau das meinte ich ja mit dem Satz "jetzt will keiner mehr SUVs und das Benzin ist trotzdem billig...".
Den Gewinn haben sie in den USA zu einem großen Teil mit SUVs gemacht und der Prius hat sich wegen der hohen Spritpreise immer besser verkauft. Momentan geht beides nicht mehr so wirklich.
Also, nur mal so am Rande...
mit Verwunderung muß ich immer wieder lesen: wenn GM Pleite geht, dann reißt es auch div. Zulieferer mit runter, dann kann auch XY keine Autos mehr bauen....usw.
Also wenn GM Konkurs (Chapter 11) anmelden müßte, heißt es ja nicht, dass sie ab sofort keine Autos mehr bauen und kpl. vom Markt verschwinden. Sie werden weiter Autos bauen, die Zulieferer werden weiter ihre Teile liefern, wenn auch im reduzierten Umfang.
Also nimmt man ein Teil des Geldes und unterstütz damit ebenfalls die Zulieferer. Sicherlich besser, als weitere Milliarden sinnlos zu versenken.
Oder glaubt jemand, GM ist nach einem halben Jahr über den Berg und verkaufen wieder ihre verfehlten Modelle wie zu ihren besten Zeiten?
Evtl. wird es so kommen (Chapter 11), aber alles zu seiner Zeit......
Es schon fast peinlich, wenn geschrieben wird, die Zulieferer gehen Pleite wenn GM in Konkurs geht und deshalb solle man GM Geld nachwerfen.
Der grosse GM-Zulieferer Dephi ist schon seit 2005 unter Chapter 11, weil die Geschäfte von GM so schlecht liefen und die Preise der Zulieferteile exzessiv gedrückt wurden.
Das ganze System ist schon seit Jahren marode. Die Manager die das alles eingebrockt haben bleiben einfach weiterhin auf ihren Sesseln kleben. Ohne Vorbereitung brauchbarer Sanierungspläne einfach Kohle vom Staat zu verlangen ist eine Unverschämtheit.
@urspeter
Ganz so einfach ist es nicht. Der größte Brocken, der Delfi und auch GM mit herunterzieht, sind die Alterspensionen. Deshalb würde auch ein Retter versuchen, diese auf den Staat abzuwälzen.
GM hat auch weit mehr Zulieferer als nur Delphi. Es ist auch ein Irrglauben, wenn man denkt, die Zulieferer zu stützen wäre besser, als den Kunde am Leben zu erhalten. Wenn Kunden wegfallen, fällt automatisch auch Bedarf nach Entwicklungsleistung und Produktion weg und damit auch die Grundlage für etliche Zulieferer. Erhöhte Stückzahlen bei anderen Kunden können das absolut nicht auffangen. Und da kann man dann Zulieferer stützen wie man will - ist der Kunde weg, wird es auch für viele Zulieferer traurig.
Gruß
Michael
Zitat:
Original geschrieben von urspeter
Es schon fast peinlich, wenn geschrieben wird, die Zulieferer gehen Pleite wenn GM in Konkurs geht und deshalb solle man GM Geld nachwerfen.Der grosse GM-Zulieferer Dephi ist schon seit 2005 unter Chapter 11, weil die Geschäfte von GM so schlecht liefen und die Preise der Zulieferteile exzessiv gedrückt wurden.
Das ganze System ist schon seit Jahren marode. Die Manager die das alles eingebrockt haben bleiben einfach weiterhin auf ihren Sesseln kleben. Ohne Vorbereitung brauchbarer Sanierungspläne einfach Kohle vom Staat zu verlangen ist eine Unverschämtheit.
Peinlich ist es nicht, sondern es ist die logische Schlussfolgerung. Als einer der größten Autokonzerne der Welt hat GM nicht nur einen Zulieferer, da der Konzern über die ganze Welt verteilt ist und somit auch Zulieferer auf dem ganzen Globus für GM arbeiten. Sollte das Unternehmen Insolvenz anmelden bedeutet das zwar nicht, dass die Produktion eingestellt wird. Aber die Zulieferer bleiben erstmal auf ihren Kosten sitzen und bekommen nur wenig, oder gar kein Geld für bereits erbrachte Leistungen. Das kann ein Unternehmen sehr schnell in Schieflage bringen, da bei großen Stückzahlen vieles auf Pump produziert werden muss und die Zulieferer der Zulieferer wollen schließlich ihr Geld, unabhängig davon, wer der Endkunde letztlich ist. Zumal sich auch die Frage stellt, ob man einem insolventen Unternehmen überhaupt noch Teile liefern sollte. Von daher muss eine solche von vornherein verhindert werden.