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Überhöhte Gutachterkosten zahlen?

Themenstarteram 23. Dezember 2013 um 12:26

Hallo zusammen,

neulich war ich Geschädigter in einem Haftplficht Schaden, woraufhin mir von einem Bekannten ein Gutachter empfohlen wurde, welchen ich dann auch in Anspruch genommen habe.

Das Gutachten selbst war soweit auch in Ordnung. Kleine Schrammen am Stoßfänger sowie am Kotflügel, alles in einem ein normales 08/15 Gutachten.

Rep.-Kosten netto: 1.020 EUR

WBW: 1.300 EUR

Restwert: 0 EUR

Die gegnerische Vers. hat die Rep.-Kosten um 150 EUR gekürzt, was ich verschmerzen kann. Allerdings hat der Gutachter sein Honorar mal auf satte 691 EUR brutto gesetzt, was ich doch ziemlich viel finde. Bei meinem Bekannten hat er vor gut einem Jahr für einen Schaden/Gutachten in ähnlicher Höhe lediglich 290 EUR Honorar berechnet.

Problem ist nun, dass die gegnerische Versicherung die Gutachterkosten lediglich mit 430 EUR begleichen will, was ich irgendwo nachvollziehen kann. Bei ähnlichen Schäden in der Vergangenheit war das auch so das übliche Honorar was ein Gutachter bei Schäden dieser Größenordnung verlangt, aber 691 EUR finde ich dann doch happig.

Was meint Ihr wie ich nun am besten vorgehe?

Beste Antwort im Thema

Genau solche "Kollegen" bringen die Branche des KFZ- Sachverständigen in Verruf.

 

Wenn an dann auch noch so dreist behaupten kann, die Rechnung ist Ordnung ist echt an Frechheit nicht mehr zu überbieten.

 

Und wenn der Knabe klagt, wir er auch noch gewinnen, weil seine Rechnung keinen Wucher darstellt.

 

Manman.......der sollte sich echt was schämen.

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Themenstarteram 24. Dezember 2013 um 0:57

Als ich den SV fragte, wieso er bei meinem Bekannten vergangenes Jahr bei einem fast ähnlich hohen Schaden bzw. Gutachten lediglich 290 EUR Honorar berechnete antwortete er mir, dass es da halt noch nicht diese BVSK Tabelle gab, wo er nun halt in der Tat die max. Werte zu Grunde zieht. Mit anderen Worten dienen ihm dann die max. Werte dieser Tabelle als Rechtfertigung seine SV-Kosten innerhalb eines Jahres mehr als zu verdoppeln.

Zitat:

Original geschrieben von fordfuchs

Zitat:

Original geschrieben von VersVor

Selbst wenn die GA-Kosten objektiv zu hoch sind, sind sie Dir als Geschädigtem in voller Höhe zu erstatten.

@VersVor:

das ist nicht dein Ernst, oder!?

Ganz unrecht scheint er da nicht zu haben:

Zitat:

Hält der Ersatzpflichtige, also der Versicherer, die Vergütung für überhöht, kann er vom Geschädigten analog § 255 BGB Abtretung seiner Abtretungsansprüche gegen den SV verlangen (Greger a.a.O. mit Hinweis auf OLG Naumburg NZV 2006, 546, 548 sowie Grunsky NZV 2000, 5). Es ist daher grundsätzlich allein Sache des Haftpflichtversicherers, sich mit dem SV wegen dessen Rechnungsforderung auseinander zu setzen (Lemcke a.a.O., Teil 3, Rdnr. 320).

Nur bei einer ihm persönlich ohne weiteres erkennbaren Überteuerung muss sich der Geschädigte eine Kürzung gefallen lassen. Diesen Ausnahmetatbestand wird ein Versicherer schon deshalb kaum nachweisen können, weil der Geschädigte in der Regel nicht weiß und ohne weiteres auch nicht wissen kann, wie hoch das Honorar ausfällt (Eggert a.a.O., S. 217).

Allerdings war in dem vorliegenden Fall die Rechnung nicht 50% des Schadens.

Zitat:

Ein Kraftfahrzeugsachverständiger überschreitet nun aber dadurch, dass er eine an der Schadenshöhe orientierte angemessene Pauschalierung des Honorars vornimmt, die Grenzen der rechtlich zulässigen Preisgestaltung grundsätzlich nicht (BGH NJW 2007, 1450). Rechnet man zu dem “Grundhonorar“ die aufwandsbezogenen Positionen sowie die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu, macht die Honorarforderung des SV W. einen Anteil von gut 13 % des gesamten Fahrzeugschadens aus. Dies ist noch angemessen (vgl. AG Dortmund SP 1995, 352).

Hier ging es um 13% und nicht um eine die Hälfte. Ob das Gericht im Falle des TE auch so entscheiden würde, sei mal dahin gestellt.

Ist aber auch nicht Sache des TE.

Wenn der Gutachter nicht wüsste, dass er überzogene Forderungen gestellt hat, die er nie erhalten würde, hätte er nie den Vorschlag gemacht selber die Differenz zu übernehmen. Es wäre ja Sache der Versicherung gewesen die Sache vor Gericht durch zu boxen. Und da hätte er vermutlich den Kürzeren gezogen.

Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher

 

Wenn der Gutachter nicht wüsste, dass er überzogene Forderungen gestellt hat, die er nie erhalten würde, hätte er nie den Vorschlag gemacht selber die Differenz zu übernehmen. Es wäre ja Sache der Versicherung gewesen die Sache vor Gericht durch zu boxen. Und da hätte er vermutlich den Kürzeren gezogen.

Wie hier ja schon festgestellt wurde, ist sein Honorar zwar an der oberen Grenze, bewegt sich aber offenbar im Rahmen des Zulässigen.

Die Klage wird er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewinnen. Und obwohl Versicherungen dies wissen und bereits tausendfach Prozesse zu dieser Thematik verloren haben, machen sie lustig und unbelehrbar weiter. Für mich völlig unverständlich, hier wird wirklich das Geld der Versichertengemeinschaft unnötig verbrannt.

MfG

Zitat:

Original geschrieben von VersVor

Wie hier ja schon festgestellt wurde, ist sein Honorar zwar an der oberen Grenze, bewegt sich aber offenbar im Rahmen des Zulässigen.

Die Klage wird er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewinnen.

Wenn 13% als als noch angemessen angesehen werden, wird er mit seinen über 50% wohl nicht durchkommen.

Hier geht es nicht um die Höhe noch im Rahmen der Richtwerte liegt, sondern ob sie angemessen im Vergleich zur Schadenhöhe ist. Und das ist hier wohl nicht der Fall.

Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher

 

Hier geht es nicht um die Höhe noch im Rahmen der Richtwerte liegt, sondern ob sie angemessen im Vergleich zur Schadenhöhe ist. Und das ist hier wohl nicht der Fall.

Nach meiner Kenntnis ist das Verhältnis zur Schadenhöhe zwar ein Kriterium, aber nicht das Entscheidende. Wenn z. B. 15% die Grenze wären, dürfte ein GA über einen € 1.000,- Schaden nur € 150,- kosten.

Wie bereits gesagt, auch ich halte den hier geforderten Betrag für unverhätnismäßig hoch, aber wenn er sich im gesetzlich zulässigen Rahmen befindet, darf er auch berechnet werden.

MfG

Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher

 

Wenn 13% als als noch angemessen angesehen werden, wird er mit seinen über 50% wohl nicht durchkommen.

Wenn du dich da mal nicht täuscht.

 

Ich schreibe es nochmal Stichwort "Wucher" 

 

Auch eine 50%ige Überhöhung des üblichen Honorar ist nocht keine Wucher.

 

Das Problem ist, dass es für KFZ- Sachverständige keine Honorordung gibt und jeder das in Rechnung stellen kann was er mag.

 

Und das schlimme ist, dass gerade die selbsternannten Küchentisch- Sachverständigen mit Ihrem Home- Office und Ihren 300 Euro erkauften Urkunden hier die frechsten Rechnungen schreiben, weil Sie den Hals nicht vollkriegen können und meinen immer einen richtigen Schluck aus der Pulle nehmen zu müssen.     

 

Das ist einfach nur Raffgier bei manchen.

 

Und nur daraus ist dieser unsägliche Honorarkrieg insbesondere mit der HUK Coburg entstanden. Im übrigen fängt die Allianz jetzt auch damit an.

 

Es ist leider immer das gleiche, wie in jeder anderen Branche.

 

Die schwarze Schafe bringen halt alle in Verruf. 

 

 

Auf der anderen Seite wäre es fatal, wenn nicht das Gesetz und der Markt den Rahmen vorgeben würde, sondern wenn Versicherungen hier und anderswo die Preise diktieren könnten, auch wenn sie es immer wieder versuchen.

MfG

Frag mal eine sogenannte "Partnerwerkstatt" was Versicherungen so diktieren denn macht es der eine nicht, macht es eben der andere...

Zitat:

Original geschrieben von VersVor

Auf der anderen Seite wäre es fatal, wenn nicht das Gesetz und der Markt den Rahmen vorgeben würde, sondern wenn Versicherungen hier und anderswo die Preise diktieren könnten, auch wenn sie es immer wieder versuchen.

 

MfG

Das geht natürlich auch nicht. Da bin ich bei dir.

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