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Tachoausfall wegen Getriebschaden

Themenstarteram 15. Mai 2016 um 10:18

Guten Tag,

Wer hatte schon einen Tachoausfall wegen eines beschädigten Getriebes?

Hier geht es konkret um einem Iveco Eurocargo 80E18 Bj. 2004.

Sicher ist es kein seltener Einzelfall, wenn wegen eines bereits angeschlagenen Getriebes der im Getriebe sitzende magnetische Drehzahl- bzw. Geschwindigkeitssensor derart mit Metallspänen zugesetzt ist, daß er keine Signale mehr abgibt und der Tacho dann nichts mehr anzeigt.

Bei meinem Problem-Eurocargo wurde das Getriebe vom Vorbesitzer, bzw. von dessen Fahreren, über einen längeren Zeitraum auf Grund eines extrem ausgeleierten Schaltgestänges malträtiert (die Gänge wurden ohne Rücksicht auf Verluste hineingedrückt und das Getriebe krachte und mahlte dann oft in Zwischenpositionen).

Diese Mißhandlung rasierte die Synchronringe bzw. die Schaltkupplungen derart ab, daß im abgelassenen Getriebeöl bis zu 12 mm lange Stahlteileteile waren und sowohl auf dem magnetischen Drehzahlsensor als auch auf der magnetischen Ölablaßschraube eine große Menge feiner Metallpäne hingen.

Wenn hier jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat, bzw. wer beruflich mit solchen Defekten zu tun hat, dem wäre ich für einen kurzen Bericht äußerst dankbar.

Vielleicht kann mir auch jemand ein Getriebe für meinen Bomber anbieten.

Ideal wäre ein 2855.6 oder 2855B60 (oder ähnlich, bei dem ich Teile wie z.B. die Kupplungsglocke vom defekten Getriebe übernehmen könnte). Es handelt sich um ein 6-Gang Getriebe. Ich würde aber auch eines mit mehr Gängen nehmen (falls es mindestens einen Schongang um 0.7 bis 0.8 hat).

Für Eure zahlreichen Berichte bedanke ich mich schon jetzt.

Mit freundlichem Gruß

"Otrokar"

 

P.S.

Ich wurde vom Verkäufer des Iveco sehr wahrscheinlich vorsätzlich hereingelegt. Ich hatte beim Kauf noch keine Erfahrung mit Lkw's und mit ausgeleierten Schaltgestängen. Er verschwieg mir die bei ihm schlechte Getriebebehandlung und spielte das Problem der extrem ausgeschlagenen Schaltung herunter: Angeblich sei nur eine Madenschraube des Schaltgestänges locker und man könne mit etwas Fingespitzengefühl gut schalten - und ich könnte bestimmt noch einige Jahre mit dem Iveco fahren. Und ich Depp habe ihm das geglaubt !

Von wegen "Fingespitzengefühl"! Ich wurde nach dem Kauf zum Verkehrshindernis erster Klasse, als ich auf der Heimfahrt an jeder Ampel nach dem Gang suchen mußte. Die anschließende Reise von 400 km auf der Autobahn konnte ich nur deshalb durchstehen, weil ich im 6ten gefahren bin und nur selten in den 5ten mußte. Nach dem Verlassen der Autobahn kam der Horror auf den letzten 10 km bis nach Hause erneut. Mich wundert es, daß mich die vorbeifahrende Polizei nicht aus dem Verkehr gezogen hat...

Ich kaufte das Fahrzeug im guten Glauben. Erst nach der Reparatur der Schaltung (nix nur Madenschraube, sondern das komplizierte Gestänge total ausgeleiert) und nach dem Getriebeölwechsel konnte man klar sehen was Sache ist. Vermutlich ist so etwas keine Seltenheit, die Iveco Werkstatt hat Bescheid gewußt und hat dem Verkäufer geraten das Fahrzeug so schnell wie möglich abzudrücken. Deshalb war wohl der Iveco beim Kauf schon abgemeldet obwohl er noch einige Monate TÜV hatte.

17 Antworten
Themenstarteram 16. Mai 2016 um 17:09

Vielen Dank für Deine Zeilen "Zoker",

nachdem das von mir benötigte Getriebe keinen Seltenheitswert hat, wird wohl kaum jemand (außer mir) auf die Idee kommen ein Getriebe umzubauen.

Getriebe 2855.6 werden aktuell einige angeboten, aber die Leute verlangen teilweise Preise für die man fast einen kompletten Iveco haben kann. Als ich noch nicht wußte daß ich ein Getriebe brauchen werde, habe ich bei der Suche nach dem Schaltgestänge (welches ich schließlich lieber reparierte) ein 2855.6 für rund 300,- € gesehen. So wie es momentan aussieht, bin ich wohl gezwungen mein Getriebe zu zerlegen. Bisher habe ich damit gezögert, weil ich einen Haufen defekter Innereien erwarte deren Ersatzteile sicher ganz schön kosten.

Wünsche einen angenehmen Abend.

P.S.

Fast vergessen:

Hast Du Ahnung wieviel 7.5 T Koffer mit 6-Zylinder (5.8 L, 181 PS) durchschnittlich fressen?

Ich habe einen leichten Fuß, und trotzdem waren gut 16 L/100 km weg bei ca. 1.5 Tonnen Last.

Mit freundlichem Gruß

"Otrokar"

Themenstarteram 16. Mai 2016 um 17:19

Das kommt vielleicht noch "Go}][{esZorN" !

Ich muß immer das letzte Wort haben. Und "keine Antwort ist auch eine Antwort" gibt es bei mir nicht.

Deshalb "mülle" ich Euch hier voll, bis irgendwann der Speicher des Forums voll wird (hahaha)...

Gruß

"Otrokar"

Themenstarteram 16. Mai 2016 um 17:32

"MAN Elektriker", bei Dir möchte ich mich zum Schluß für Deine Antwort auch noch bedanken.

Vor lauter kopierten Zitaten habe ich Dich mit "Drahkke" verwechselt und habe mich nicht ausdrücklich bei Dir bedankt.

Wenn Du Dich "MAN Elektriker" nennst, schließe ich darauf, daß Du Dich mit Fahrzeuelektrik auskennst. Wie sind Deine Erfahrungen mit in Getrieben sitzenden Drehzahlsensoren? Hattest Du auch schon so einen Fall wie aktuell ich, bei welchem sich ein angeschlagenes Getriebe über den Tacho gemeldet hat? Also, Stahlspäne auf dem Sensor, und deshalb kein Signal mehr.

Mit freundlichem Gruß

"Otrokar"

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