Spritpreis steigt und steigt...

Heute gesehen: Super E10 = 1,659 €

Laut Experten könnte 1,80-1,90 € der Liter bis Mitte das Jahres erreicht werden, wenn dann der Ölboykott gegen den Iran beginnt.

Was meint ihr, wie der Höchstpreis dieses Jahr ausfällt?

Beste Antwort im Thema

wie definiert ihr denn "dumm"?

die frage hat nen konkreten hintergrund:

ich baue gerade ein haus und war, wie viele andere auch, der meinung das die jungs vom bau nicht gerade intelligent sind.
fleissig natürlich, malocher auch klar...aber schlau?

ABER:
ich war so frei mir mal die detailbaupläne schicken zu lassen, man will ja wissen was da gemacht wird.

😕😕😕

ich als stukadierter BWL heinzfred-irgendwas, als akademiker, schlau, gebildet...total toll...habe NULL KOMMA NIX verstanden.
diese "weniger schlauen" auf der baustelle konnten mir aber die pläne erklären und mir alles zeigen.

klar kann man als halbwegs intelligenter mensch solche pläne ansatzweise lesen, wirklich verstehen kann man sie aber nicht!
(spätestens bei den statischen auflagen, bewehrung im betonguss etc., hört es echt auf!)

ich denke eher wir machen in vielerlei hinsicht was völlig falsch:

- wir haben ein schubladendenken. wer studiert hat und sich artikulieren kann...ist schlau
- wer auf dem bau steine schleppt ist dumm
- gymnasium ist schlau, hauptschule ist dumm

ich kann aus der erfahrung von vielen vorstellungsgesprächen und einstellungen nur sagen:
zeugnisse sind für den kamin. tolle noten mittels auswendig lernen kann jeder, das hat mit intelligenz mal gar nix zu tun.

unser problem ist im grunde recht einfach:

1. wir geben mehr geld für rettungswege irgendwelcher krötenwanderungen aus, als für die bildung unserer kinder
(überspitzt, ich denke aber man versteht was gemeint ist)
2. wir schaffen uns eine nebengesellschaft von hartz IV empfängern, weil wir in diesem bereich in vielen punkten einfach die augen verschliessen.
(1. es gibt tatsächlich für manche einzelfälle keinen grund zu arbeiten. die gestiegenen energiekosten und die hohen wohnkosten fressen alles weg, was man theoretisch (!) mehr hat, als ein hartzer/ 2. die regierung stockt geringverdiener auf, damit sie das leben bestreiten können. das ist NICHTS ANDERES als die subvention von unerhörten niedriglöhnen! die unternehmen freut es, der steuerzahler zahlt es...und es wird nicht weniger, sondern mehr werden /3. wir werfen alles nach 12 monaten in einen topf. wer 25 jahre eingezahlt hat, wird nach 12 monaten genauso (!) versorgt, wie jemand der nie einen finger krum gemacht hat. (ich kenne praxisbeispiele! mit 57 gekündigt, 40 jahre (!!!!) eingezahlt und steht nach 12 monaten finanziell auf der gleichen stufe wie ein 20 jähriger der keine lust hat und noch nie nen cent eingezahlt hat)/ 4. mit "integration" meinen wir immer, wer auch immer darauf gekommen sein mag, das WIR uns den gästen hin öffnen und anpassen. umgekehrt kannman das aber nicht verlangen. so nen mist gibt es NUR in deutschland. ein bekannter ist nach norwegen ausgewandert...die halten es ganz anders: der gast muss sich auch dem gastgeber anpassen. das ist auch völlig legitim, handhabt man auf jeder privaten geburtstagsfeier nicht anders! warum sollen wir denn irgendwelchen radikalen idioten ihre religionsfreiheit gewähren und zeitgleich unsere normalen gegebenheiten ändern? das konnte mir noch keiner erklären. bei der religion ist eine anpassung, natürlich nur einseitig, pflicht, bei der kulturellen integration aber nicht? ich kenne arabische menschen, die in deutschland einfach nur ihre tradition wahren (was auch ok ist), sich aber im bereich bildung gar nicht anpassen wollen. da werden mädchen von der schule fern gehalten, weil es sich ja traditionell (irgendwo in der wüste seit 500 jahren praktiziert) nicht gehört, dass frauen eine bildung erhalten. erstaunlicherweise wissen die aber im detail wie man seine "rechte" im deutschen sozialstaat durchsetzen kann. pflichten werden aber nicht auferlegt? verstehe wer will, ich nicht. das ist NICHT ausländerfeindlich gemeint, es umschreibt aber eine absurde politik. wir in deutschland lassen es zu, das eingebürgerte ausländer "traditionell" frauen von der bildung fern halten? zahlen aber alle sozialleistungen und beschweren uns über mangelnde fachkräfte? das ist BIZZAR. (es gibt statistiken dazu...bei manchen staatsangehörigkeiten liegt die hartz IV quote bei 80%! das hat sicherlich nichts damit zu tun, dass diese menschen dümmer sind, als andere!))
3. wenn wir auch nur einen bruchteil der gelder, die wir (erwiesen) für bankenrettungen in griechenland, die bevölkerung hat NICHTS davon, denen geht es mit rettungsgeldern schlechter als vorher(!!!), in unser bildungssystem stecken würden, hätten wir viele probleme gar nicht. (beispiel: mir wurde, privater kontakt, zugetragen, dass eine schule mict büchern aus dem jahrgang 1987 (!) unterrichten muss, da die benötigten 20tsd euro durch das land NRW abgelehnt wurden. in der gleichen stadt wurde zeitgleich für 120tsd euro (die sechsfache summe) eine künstlerische gestaltung eines kreisverkehrs feierlich eröffnet. da liegen, übrigens brandgefährlich, nun nen paar "design steine" im kreisverkehr...von wegen der besseren optik. (da fragt man sich echt ob unsere komunen sie noch alle stramm haben)
4. der liebe soli: die stadt dresden ist schuldenfrei. die stadt gelsenkirchen ist hoch verschuldet und schließt munter schulen, öffentliche bibliotheken usw.. ZEITGLEICH wird die stadt gelsenkirchen gezwungen, der stadt dresden "aufbauhilfe ost" zu überweisen. und jetzt wird es ganz absurd: gelsenkirchen muss dafür teure kredite aufnehmen, geht noch tiefer in die miesen und dresden darf, mangels verwendungsbestimmung des soli, mit diesen geldern erlebnisbäder bauen, die dann mangels nachfrage für nen appel und nen ei an private investoren verhöckert werden. HÄ??? wir krank muss man bitte sein um das zu rechtfertigen?

all diese dinge, und es sind nur beispiele, führen zu der situation die wir jetzt haben.

wer nen guten job hat und gut verdient, wird immer mehr in die abgabenmühle gedrückt. der schiebt es dann auf das erste opfer, was er sieht...die HARTZER sind schuld.....den gesamtüberblick verliert man da gerne mal bei.

mal ein beispiel der extremen art:
im jahr 2011 verdiente ich 0,32% des jahresgehaltes von herrn ackermann.
mein prozentualer steuersatz ist, abgesehen von lächerlichen 2% reichensteuer, IDENTISCH.

das ist so richtig?

mir geht es hier auch gar nicht darum gehälter anderer in frage zu stellen, dies obliegt anderen, mir geht es darum mal aufzuzeigen WARUM viele immer auf den hartzer eindreschen. ich ersticke in abgaben, über den hartzer wird in den medien groß und breit gestritten, das der doch mehr geld braucht, weil der strom teurer geworden ist.
das ist der für mich aber auch!

es liegt doch auf der hand, dass man so hass schürt, wo er gar nicht hin gehört.

zudem nehmen wir uns, natürlich, den schulden der griechen an, OBWOHL wir wisen das bis heute noch korruption und unfassbare geldverschwendung an der tagesordnung liegt, obwohl wir wissen das seit beginn des drama die griechischen schulden trotz DREISTELLIGER MILLIARDENZAHLUNGEN GESTIEGEN SIND, anstatt zu sinken.

die politik ist so diletantisch unterwegs, dass wir in einem autoforum mehr über spritpreise und soziale probleme diskutieren, als über autos.

da sollte man sich echt mal gedanken zu machen.

(by the way: ich habe persönlich, gott sei dank, keine probleme mit dem spritpreis. mir ist es, egal wie arrogant es klingen mag, sogar recht egal ob der nun 10cent mehr oder weniger kostet. das ist aber SUBJEKTIV so. mir ist die problematik an sich NICHT egal.)

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ich hab diese system nicht entwickelt aber belese mich nochmal und versuche es dann sinniger zu erklären 🙂

edit:
soo ich habs nicht selber geschrieben und es ist auch mit 800 statt 1000€ gerechnet worden aber hier habt ihr zahlen und fakten womit sich leichter diskutieren lässt denn man kann nicht alles wissen 😮

hoffe das ist nicht zuviel text^^

das das nur eine idee ist die nicht morgen umgesetzt wird sollte klar sein.
das ich kein wissenschaftler oder politiker bin der das alles einschätzen kann sollte auch klar sein nur ist es aus meiner aktuellen sicht (einerseits geringverdiener andererseits h4 empfänger (nein früher aktuell nicht)) besser als das jetzige system das man das grundeinkommen von 600 auch erhöhen könnte/sollte ist klar da die zahlen für die berechnung des existenz minimums aus 2008 stammen d.h. sie sind bereits 4 jahre alt hab leider keine aktuelle stand

für 2009 waren es 638€ (2008 waren es 595€) dementsprechend sind es jetzt "vermutlich" ~800€ also insgesamt das was ich anfangs vorschlug 🙂

einkommen
Kernelement des Solidarischen Bürgergeldes ist ein bedingungsloses Grundeinkommen
für alle Erwachsen ab 18 Jahre von 600 € im Monat.

kinder
Bis ihre Kinder 18 Jahre alt sind, erhalten die Eltern ein Kinderbürgergeld von
300 €.

rente
Ab dem 67. Lebensjahr gibt es die Bürgergeldrente. Sie ist auf den maximal doppelten
Betrag des Bürgergeldes begrenzt und beinhaltet das Bürgergeld von Erwachsenen
in Höhe von 600 € und eine Zusatzrente bis maximal 600 €, die sich
an der vorherigen Erwerbstätigkeit orientiert.

krankenkasse
Das Netto-Bürgergeld wird ergänzt durch eine Gutschrift von 200 € für eine Gesundheits-
und Pflegeprämie, die das Solidarische Bürgergeld auf 800 €, das Kinderbürgergeld
auf 500 € und die Bürgergeldrente auf maximal 1400 € erhöht.

die alten steuer fallen weg
Sämtliche Sozialversicherungsbeiträge entfallen. Die Arbeitgeber bezahlen stattdessen
für ihre Arbeitnehmer eine Lohnsummensteuer zwischen 10 und 12%.
Die Lohnzusatzkosten für die Arbeitgeber von rund 20 % halbieren sich, die der
Arbeitnehmer von ebenfalls 20 % entfallen ganz.

einkommenssteuer
Die Einkommensteuer von 50 % wird mit dem Bürgergeld verrechnet. Unterhalb
eines eigenen Einkommens von 1600 € bedeutet das die Auszahlung einer negativen
Einkommensteuer als Bürgergeld. Anders ausgedrückt: Mit jedem € zusätzlichem
eigenen Einkommen, sinkt die Höhe des Bürgergeldes um 50 Cent.

gerinverdiener
Ab einem eigenen Einkommen von 1600 € halbiert sich das Solidarische Bürgergeld
auf 400 € (200 € Netto-Bürgergeld plus 200 € Gesundheitsprämie) und beträgt
Netto nur noch ein Drittel des „großen“ Bürgergeldes (600 €) für Bezieher
niedriger Einkommen. Im Gegenzug müssen die Bezieher von Einkommen über
1600 € nur 25 % Steuern bezahlen.

mehr als geringverdiener
Erst ab Einkünften von 1600 € im Monat (19200 € im Jahr) entsteht tatsächlich
eine Steuerschuld. Die Entlastungswirkung des Netto-Bürgergeldes von 200 €
(ohne Gesundheits- und Pflegeprämie) entspricht bei einer „flat-tax“ von 25%
einem jährlichen Grundfreibetrag von 9.600 €. Der Einkommensteuer unterliegen
alle Einkünfte.

schwarzarbeit:
Fast 350 Mrd. € werden im so genannten Schwarzmarkt erwirtschaftet. Der
Transferentzug beim Solidarischen Bürgergeld liegt bei 50 % und nicht wie beim
ALG II bei 80 bis 90 %. Das macht es attraktiver, offiziell zu arbeiten. Das Solidarische
Bürgergeld wird von allen finanziert, die Einkünfte versteuern. Wer sich
dem entzieht, handelt unsolidarisch. Dies wird entsprechend geahndet: Sowohl
Auftraggeber als auch Auftragnehmer von Schwarzarbeit verlieren ihren Anspruch
auf das Solidarische Bürgergeld und erhalten bei Bedürftigkeit nur noch
Lebensmittelbezugsgutscheine.

Finanzierbarkeit
Da die Einkommensteuer mit den Bürgergeldansprüchen verrechnet wird,
kommt man zu tatsächlichen Ausgaben für das Bürgergeld von 183 Mrd. €. Die
Einnahmen der neuen Einkommensteuer übertreffen die reinen Bürgergeldausgaben.

Ag anteil:
Neben der Einkommensteuer ist eine 10 bis 12 %ige Lohnsummensteuer der Arbeitgeber
notwendig. Sie führt zu Einnahmen von ca. 140 Mrd. € mit denen die
Zusatzrente und die Rentenzulage finanziert werden.

krankenkasse
Durch Gesundheits- und Pflegeprämie in Höhe von 200 € monatlich fließen ca.
197 Mrd. € ins Gesundheitswesen.

Fazit:
Das Solidarische Bürgergeld deckt viele bisher steuerfinanzierte Sozialleistungen
ab und führt zu Einsparungen von über 200 Mrd. €.

quelle:
http://www.sw.fh-jena.de/.../...ard-KAS_Hrsg._Lucius_u_Lucius_2007.pdf

Also zunächst mal danke ich Dir für Deine konstruktive Antwort und möchte mich für die Anmaßungen dann auch mal ein wenig entschuldigen. :-)
Ich werde versuchen, mir an Dir ein gutes Beispiel zu nehmen und die Emotionalitäten rauszulassen. 🙂

Zitat:

Original geschrieben von macros_1102



Ich kann dir leider nicht genau sagen, wie diese Statistik entstanden ist, insbesondere welche Studienrichtungen am häufigsten branchenfremd arbeiten. Ich habe diesen Punkt nur mit aufgenommen, um exemplarisch darstellen zu können, dass Branchenwechsel häufiger stattfinden, als zuvor von dir exaltiert dargestellt. Ich habe mich jedoch auf tatsächliche berufliche Alternationen bezogen habe, die dank Weiterbildungen/Berufserfahrung etc. stattfinden. Im Potpourri der beruflichen Qualifikationen, insbesondere der Schlüsselqualifikationen im Zusammenspiel mit den simultan stattfindenden konjukturellen Schwankungen ist ein Wechsel zwischen den Branchen mittlerweile sogar unvermeidbar. In den seltensten Fällen läuft es darauf hinau, dass der Arzt zum Fleischer wird, geschweige denn umgekehrt - auch wenn beide (verblüffenderweise 😉 ) mit scharfen Messern umgehen können. Da kommt es doch schon eher vor, dass der handwerklich begabte Maurer/Zimmermann o.ä. in der Schlosserei rumschraubt, oder auch umgekehrt.

Natürlich gibt es klassische fachübergreifende Qualitäten, die unabhängig der Branche gefordert werden, wobei da natürlich die Gewichtung auch durchaus unterschiedlich ausfällt.

Gerade das Beispiel Arzt finde ich aber nicht schlecht, um die Schwierigkeiten beim branchenfremden Einsatz mal durchzudeklinieren.

Was mach ich denn mit meiner Facharztausbildung als HNO, wenn ich in dem Fach keinen Job bekomme? Gut, die Frage stellt sich nicht und wenn gehen die eher ins Ausland als die Branche zu wechseln, aber ich denke mal, je differenzierter die Ausbildung (bzw. Studium) desto schwieriger wird es dann, seine Kompetenzen branchen- bzw. fachfremd vermarkten zu können.

Zitat:

Original geschrieben von macros_1102



Du musst nicht immer alles ins Extreme steigern um deine Position glaubhaft zu machen. Der handwerklich begabte Fleischer, der sich lernwillig und mit Ehrgeiz an die Arbeit macht, wird sicher nie die Qualität eines Facharbeiters der jeweiligen Branche erreichen, jedoch kann er für diesen begrenzten Zeitraum der branchenspezifischen Prosperität die Arbeiten des Facharbeiters übernehmen. Es gilt jedoch auch hier, dass die verwendeten Handwerkszeuge sich schon ähnlich sein sollten - oder man sich zumindestens in deren Verwendung auskennt. (Ein Fleischermesser ist nunmal kein Skalpell).

Er bleibt aber dadurch vermutlich der "Springer". Und das ist ja eigentlich das Problem. Denn ich glaube ein wichtiger Punkt bei vielen Menschen ist nicht nur der momentane Verdienst sondern die BESTÄNDIGKEIT und Planbarkeit. Ich sehe wohl die "Probleme" der Trägheit aber ich halte es gesellschaftlich einfach für den falschen Weg, den Mangel an Stühlen im Reise nach Jerusalem mit einem öfteren Abstellen der Musik lösen zu wollen, damit jeder mal irgendwo sitzt. Das ist schlicht nicht das, was zu einer intakten Gesellschaft führt, unabhängig von der wirtschaftlichen Prosperität.

Zitat:

Original geschrieben von macros_1102


Hier gibt es ein prinzipielles Problem. Der arbeitende und steuerzahlende Bürger leistet seinen Beitrag zur Gesellschaft - in welcher Form auch immer. Mein Selbstverständnis zum sozialen (wegen mir auch solidarischen) Beitrag zum Allgemeinwohl endet genau an dem Punkt wo ich sehe, dass die Leistungen, die ich der Gemeinschaft in Form von Sozialabgaben, Steuern etc übertrage, für Leute verwendet werden (müssen) deren sozialer/solidarischer Beitrag darin besteht, sich in der Gartenkneipe morgens ab 10:00 die Birne wegzuknallen. Quid pro Quo - und da mir persönlich (genau wie uns allen anderen) die Mittel fehlen um diesem Treiben ein Ende zu setzen, bleibt uns nur die Alternative auf verbalen Konfrontationskurs zu gehen.

Naja, dann nehm ich Deine "Gartenkneipe" mal mit Humor und lass das mal so stehen 😉, wobei das bei uns eher Biergarten heißt 😉 Inhaltlich sind wir uns da ja einig, dass das sicherlich nicht der Sinn einer sozialen Absicherung sein kann, den dauerhaften lauen Lenz von anderen zu bezahlen und damit sogar noch zu fördern.

Zitat:

Das gleiche Prinzip findet auch im Niedriglohnsektor statt. Mir ist bewusst, dass die Friseuse zu wenig Geld verdient, oder der Elektriker, usw. - aber das ist doch ein bekanntes Problem, wo ich als vernunftbegabter Mensch mir vor meiner Ausbildung sagen muss: WILL ICH DAS? Sich im Nachgang darüber zu beschweren, dass man eine Ausbildung in einem Beruf gemacht hat der perspektivisch mit niedrigem Lohn über die Runden kommen muss, ist genauso einfach wie auch sinnfrei. Ich formuliere es mal etwas drastischer. Die Friseuse hatte irgendwann einmal eine Wahl. Traumjob oder Geld verdienen. Die wenigsten von uns haben das Glück, beides miteinander verbinden zu können und in den meisten Fällen gibt es dann einen Kompromiss.

Da sind wir wieder nicht so einig, weil es ja nicht so ist, dass wie früher beim Zunftwesen auf Generationen hin die Tarife festliegen. Da ist schon viel Fluktuation, weil das neben der Nachfrage ja auch immer vom Angebot im Jobsektor abhängt. Heißt also: wenn sich viele in einem Bereich tummeln, wird sich hinterher auch tendenziell der Lohn verringern. Und - da bin ich wieder bei meinen Studierenden - 5 oder mehr Jahre sind jetzt eine Menge Zeit bei den heutigen immer kürzer werdenden Wirtschaftszyklen. Selbst wer heute E-Technik studiert, kann in 5 Jahren nach dem Diplom/Master im Regen stehen.

Und ich glaube, die wenigsten hatten eine Ahnung von dem, was in so einem Job wirtschaftlich geht.

Das hat man ja oft heute nicht mal so wirklich, weil die Datendichte trotz I-net da nicht so aussagefähig ist. Bei uns steht sogar im Vertrag, dass wir nicht über Gehalt reden DÜRFEN, irgendwelche anonymen Umfrageforen sind ggf. nicht repräsentativ und am Stammtisch macht sowieso jeder aus Brutto Netto - wenn ers denn überhaupt selber unterscheiden kann 😉

Zitat:

Nun kommen wir noch einmal zu den Zeitarbeitern. Ich schimpfe nicht direkt auf die Zeitarbeiter - die erfüllen genau ihren Zweck. Sie sind das kurzfristig verfügbare und vor allem billige Personal, dass man in einer Sturm und Drangphase einkauft. ABER, die Zeitarbeiter stehen nicht umsonst bei einer Zeitarbeitsfirma in Lohn und Brot. Und das kann nicht nur auf die Wirtschaft geschoben werden. Ich kann das jetzt auch nur wieder aus eigener Erfahrung wiedergeben. Hin und wieder schlagen bei uns auch Zeitarbeiter auf - teilweise sogar Leute mit Facharbeiterbrief. Was nützt einem die fachliche Qualifikation jedoch, wenn derjenige seinen Job nicht gut macht. Ein guter Facharbeiter findet im Normalfall relativ schnell einen neuen Job, selbst in Zeiten der Krise. Sind seine Leistungen nicht überzeugend wird er landet er genausoschnell bei der Zeitarbeitsfirma wie die von dir erwähnten ehemaligen Bergleute. Natürlich sind das auch nicht alle Zeitarbeiter, die so durchs Raster fallen, aber doch mehr als man denkt. Das hat natürlich auch zur Folge, dass die Stundensätze der Zeitarbeitsfirmen gedrückt werden (berechtigerweise meiner Meinung nach). Die Konsequenz gedrückter Stundensätze sollte jedem klar sein.

Da bin ich auch anderer Ansicht. Ich denke nicht, dass jeder Zeitarbeiter Sch... Arbeit macht. Mag sein, dass das Dein Eindruck ist, meiner ist ein anderer. Ich habe umgekehrt manchmal sogar das Gefühl, dass die engagierter sind als manch trübe Tasse, die sich in ihrem Job zu sicher fühlt. Inwieweit wir beide da repräsentativen Einblick haben, lasse ich mal dahingestellt, aber ich finde, wir sollten da beiderseits eben dann mal irgendwas dazwischen annehmen. Dass gute Leute versuchen sich feste Jobs zu sichern heißt m. E. leider nicht, dass sie die auch kriegen Ich glaube, es gibt durchaus Firmen, die sich den einzelnen da gar nicht ansehen und der Schieber vor Ort bringt dann lieber seine Stammbelegschaft durch. Und manche Firma scheint sich ja mittlerweile einen Sport draus zu machen, Stammbelegschaft rauszudissen 😉 und gegen billige Zeitarbeiter zu ersetzen, die oft in Persona dieselben sind. Wobei das jetzt keine persönliche Erfahrung ist sondern nur von Frontal 21 nachgeplappert zugegebenermaßen.

Je kleiner die Firma, desto eher wird m. E. Qualität des Einzelnen noch erkannt, leider wachsen aber immer mehr Firmen zu unüberichtlichen Konzernen mit unzähligen Hierarchieebenen, bei denen die Leistung des einzelnen untergeht. Weites Thema, schreib ich mal, wenn ich mehr Zeit habe 😉

So ich hoffe, das war jetzt fair und sachlich.
Noch einen schönen Abend :-)

Zitat:

Original geschrieben von HerrLehmann1973


Je kleiner die Firma, desto eher wird m. E. Qualität des Einzelnen noch erkannt, leider wachsen aber immer mehr Firmen zu unüberichtlichen Konzernen mit unzähligen Hierarchieebenen, bei denen die Leistung des einzelnen untergeht. Weites Thema, schreib ich mal, wenn ich mehr Zeit habe 😉

So ich hoffe, das war jetzt fair und sachlich.
Noch einen schönen Abend :-)

ist hier in der firma auch der fall...der einzelne fleißige darf für die arbeiten die zu faul sind und alle bekommen den selben lohn obwohl der fleißige wesentlich mehr umsatz erwirtschaftet hat....

3000 beschäftigte...

Zitat:

Original geschrieben von Foxs



Zitat:

Original geschrieben von HerrLehmann1973


Je kleiner die Firma, desto eher wird m. E. Qualität des Einzelnen noch erkannt, leider wachsen aber immer mehr Firmen zu unüberichtlichen Konzernen mit unzähligen Hierarchieebenen, bei denen die Leistung des einzelnen untergeht. Weites Thema, schreib ich mal, wenn ich mehr Zeit habe 😉

So ich hoffe, das war jetzt fair und sachlich.
Noch einen schönen Abend :-)

ist hier in der firma auch der fall...der einzelne fleißige darf für die arbeiten die zu faul sind und alle bekommen den selben lohn obwohl der fleißige wesentlich mehr umsatz erwirtschaftet hat....

3000 beschäftigte...

Hier eigentlich nicht, es wird schon genau geschaut wer wieviel Leistung bringt und das spiegelt sich dann im Gehalt wieder.

Bis jetzt ist jeder Zeitarbeiter der Leistung gebracht hat übernommen worden (die dich gesehen habe).

Kann das also so nicht bestätigen...

430000 beschäftigte....

naja eine geringe leistungsvergütung gibt es schon diese steht jedoch in keinem vergleich zu dem umsatz der damit generiert wird...

die genauen zahlen möchte ich nicht nennen daher nehme ich beispiel zahlen...

700€ bonus wird erwirtschaftet
40€ bonus wird an den erwirtschafter ausgezahlt...

daher zu mirkrig als das es sich lohnen würde fleißiger zu sein als andere :/

Zitat:

Original geschrieben von Foxs


krankenkasse
Das Netto-Bürgergeld wird ergänzt durch eine Gutschrift von 200 € für eine Gesundheits-
und Pflegeprämie, die das Solidarische Bürgergeld auf 800 €, das Kinderbürgergeld
auf 500 € und die Bürgergeldrente auf maximal 1400 € erhöht.

krankenkasse
Durch Gesundheits- und Pflegeprämie in Höhe von 200 € monatlich fließen ca.
197 Mrd. € ins Gesundheitswesen.

Die Ausgaben der gesetzlichen KV lagen 2010 bei ca. 175 MRD € und die der Pflegeversicherung 2004 bei 18 MRD €. Aktuellere Zaheln habe ich nicht gefunden. Wenn wir jetzt noch die PKV und private Pflegevorsorge einrechnen, sowie die steigenden Kosten im Gesundheitssystems ist das System schon bei einführung massiv unterfinanziert!

Die Ausgaben für alle Gesundheitsleistungen, also GKV, PKV, IGEL und wie sie nicht alle heißen lag 2009 (ich glaube es war 2009) bei 257 Mrd €. Heute morgen in einem Vortrag gesehen. 

Da hat das System eine massive Lücke... wobei ich prinzipiell eine Vereinfachung der Sozialabgaben wie hier vorgeschlagen durchaus begrüßen würde. Man müsste nur die Schwächen noch korrigieren, sofern möglich. Dazu fehlen mir aber die Daten um es durchzurechnen bzw. zu üerschlagen.

Zitat:

Original geschrieben von Foxs



@fehlzündung

weil sicht niemand freiwillig auf dem bau verkrüppelt wenn er doch schön im büro sitzen könnte...

oder die klos in der disse putzen geht wenn er genauso gut an der kasse sitzen kann

1) Klos putzen ist kein handwerklicher Job, und an der Kasse sitzen ist kein Bürojob.

2) Ich soll also der Putzfrau, die einen Job verrichtet, den ohne jegliche Vorbildung JEDER ausüben kann, mehr bezahlen, als meinen Angestellten, die drei Jahre lang einen Beruf erlernt haben, sich jedes Jahr fortbilden müssen (was mich nochmal ca. 1.500 Euro pro Person/Jahr kostet, vom Arbeitsausfall mal abgesehen)?

😕😕😕😕😕😕

Zitat:

Original geschrieben von ThePilot


Die Ausgaben der gesetzlichen KV lagen 2010 bei ca. 175 MRD € und die der Pflegeversicherung 2004 bei 18 MRD €. Aktuellere Zaheln habe ich nicht gefunden. Wenn wir jetzt noch die PKV und private Pflegevorsorge einrechnen, sowie die steigenden Kosten im Gesundheitssystems ist das System schon bei einführung massiv unterfinanziert!
Die Ausgaben für alle Gesundheitsleistungen, also GKV, PKV, IGEL und wie sie nicht alle heißen lag 2009 (ich glaube es war 2009) bei 257 Mrd €. Heute morgen in einem Vortrag gesehen. 
Da hat das System eine massive Lücke... wobei ich prinzipiell eine Vereinfachung der Sozialabgaben wie hier vorgeschlagen durchaus begrüßen würde. Man müsste nur die Schwächen noch korrigieren, sofern möglich. Dazu fehlen mir aber die Daten um es durchzurechnen bzw. zu üerschlagen.

es ist ja nur eine idee...und die positiv differenz von 200mrd sind ja auch noch vorhanden 😮 sind ja alles bloß theoretische beispiele wie es dann im endeffekt aussehen kann muss ehh die politik entscheiden ob das jedoch noch zu unseren lebzeiten passiert ist fraglich...

solange es leute gibt die cdu und spd wählen und meinen es wird mit der einen oder anderen nur besser und es gäbe nur diese auswahl also entweder regen oder traufe der hat die letzten 20jahre verschlafen 😮

@Nr.5 lebt
es geht nicht um die bildung dahinter sondern ob leute den job machen wollen...

im straßenbau verdient man auch gut...warum wird nicht jeder straßenbauer?

grundsätzlich hast du ja recht und natürlich wird die putze nicht mit mehr nach hause gehen als jemand der einen gerlenten job hat es ging mir lediglich um die vergleiche zwischen körperlicher arbeit und geistiger arbeit...jemand im callcenter betätigt sich körperlich nur wenn er eine rauchen geht...die putzfrau rennt ihre kompletten 8 stunden von etage zu etage und putzt klos etc...

Zitat:

Original geschrieben von Foxs


es ist ja nur eine idee...und die positiv differenz von 200mrd sind ja auch noch vorhanden 😮 sind ja alles bloß theoretische beispiele wie es dann im endeffekt aussehen kann muss ehh die politik entscheiden ob das jedoch noch zu unseren lebzeiten passiert ist fraglich...

solange es leute gibt die cdu und spd wählen und meinen es wird mit der einen oder anderen nur besser und es gäbe nur diese auswahl also entweder regen oder traufe der hat die letzten 20jahre verschlafen 😮

Jetzt muss ich dich mal fragen ob du wirklich verstehst was du hier von anderen Websites zusammen kopierst? Es gibt in den von dir genannten Plänen keine "positiv Differenz" von ca. 200 Mrd. €. Das sind in deinem System die gesamten Einnahmen der Krankenkassen und nicht das sie nun 200 Mrd. € mehr haben pro Jahr. Da liegt ein gewaltiger Unterschied.

Desweiteren hat das Bedingungslos Grundeinkommen in deiner Version "Bedingungen" und spottet somit der Bedingungslosigkeit.

Einen Punkt den ich nicht verstehe ist die Höhe der Steuer, mal ist sie 50% und dann ab 1600€ einkommen nur noch 25%. Ist das dazu noch ein Flattax-Model? Was passiert wenn ich mehr als 100.000€ oder 1.000.000€ im Jahr verdiene? Zahle ich weiterhin nur 25% oder sind es 50%? Das ist mir aus deinen Ausführungen nicht ganz klar geworden.

Was mir aber besonders sauer aufstößt, das du mehr als 60% der Wähler als verschlafen bezeichnest, aber selbst keine Alternative konkret darlegen kannst ist die Diskussion irgendwo müßig. Ich fand deine Beiträge bisher wirklich interessant und neutral gehalten, aber in letzte Zeit merke ich das du zunehmend eine aggressivere Wortwahl hast. Warum? Es ist völlig normal, das Vorschläge auf Herz und Nieren geprüft werden. Und die Antwort, das müssen dann andere wissen/entscheiden, ist in meinen Augen unvernünftig.
Solange die Fragen zum Gesundheitssystem, zur Pflege usw. noch nicht geklärt sind hoffe ich auch, dass kein Politiker sich ernsthaft mit so einem Gedanken befasst.

Also nochmal meine Fragen in Kurzform:
Was machst du mit der Deckungslücke und den steigenden Kosten im Gesundheitssystem?
Was passiert mit der PKV?
Wie hoch ist die Einkommenssteuer wirklich?
Was passiert mit der Pflegeversicherung?

Was ist mit Rentnern, die jetzt 1500 oder 2000 Euro Rente bekommen?
Was ist mit Ausländern, die hier wohnen?
Was mach wohl eine 55-jährige Frau, die zZ nur 1300 Netto bekommt?

Kein Mensch braucht das BGE. Der der Arbeit hat braucht es nicht. Und für Leute, die nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können gibts ALGII oder das Sozialgeld.

Zitat:

Original geschrieben von Foxs



@Nr.5 lebt
es geht nicht um die bildung dahinter sondern ob leute den job machen wollen...

im straßenbau verdient man auch gut...warum wird nicht jeder straßenbauer?

grundsätzlich hast du ja recht und natürlich wird die putze nicht mit mehr nach hause gehen als jemand der einen gerlenten job hat es ging mir lediglich um die vergleiche zwischen körperlicher arbeit und geistiger arbeit...jemand im callcenter betätigt sich körperlich nur wenn er eine rauchen geht...die putzfrau rennt ihre kompletten 8 stunden von etage zu etage und putzt klos etc...

Es geht hier doch nicht um "wollen", ich will auch lieber irgendwo am Strand liegen....

Sitze zwar nicht im Call-Center, aber im Büro. Da ich mein Hirn noch zu meinem Körper zähle würde ich das ganze schon als körperliche Arbeit zählen.
Ich würde mich nicht trauen das eine oder andere als anstrengender zu bezeichnen, eher ist es "anders".

Generell frage ich mich bei der Diskussion aber wer das ganze bezahlen soll, mal davon abgesehen das ich davon ausgehe das es nicht funktionieren würde.

Meiner Meinung nach funktioniert unser System nur dadurch das es Menschen gibt die wenig verdienen, es kann nicht jeder gut verdienen.

Die Lösung kann für jeden einzelnen sein sich in eine Position zu bringen wo er zufrieden ist (ob mit Job oder Geld oder beidem).

Wenn wir nun einen Mindestlohn von 1000€ einführen, meinst Du die 1000€ sind dann noch genausoviel Wert wie früher? Oder hast Du doch nicht mehr in der Tasche weil das Brötchen dann 1€ kostet und der Frisuer 20€?

Trotzdem ist es traurig, wenn am Ende nur 500 EUR pro Monat auf dem Konto landen. Jeder Mensch sollte ohne Hilfe vom Staat leben können. Selbst wenn der Haarschnitt dann 20 EUR beim Billigfriseur kostet, dann bezahle ich das halt. Der Besuch bleibt immernoch freiwillig. Natürlich könnte alles ein wenig teurer werden, aber sollten wir nicht ein wenig Rücksicht auf unsere Mitmenschen nehmen?

Zitat:

Original geschrieben von hs-gti


Meiner Meinung nach funktioniert unser System nur dadurch das es Menschen gibt die wenig verdienen, es kann nicht jeder gut verdienen.

Die Lösung kann für jeden einzelnen sein sich in eine Position zu bringen wo er zufrieden ist (ob mit Job oder Geld oder beidem).
...

Ein weiser Spruch eines Zen-Meisters: in der Tat ist Zufriedenheit ja nicht abhängig von der absoluten Einkommenslage sondern von der inneren Einstellung 😉

Aber der Mensch nimmt Einschränkungen nun mal generell eher als negativ wahr. Will man Zufriedenheit im klassischen Sinne erreichen, ist es das Beste, wenn es für alle Arbeitenden gleichmäßig langsam aufwärts geht.

Früher hat das auch funktioniert aufgrund des Wirtschaftswachstums und der breiten Beteiligung aller Bevölkerungsschichten am wirtschaftlichen Erfolg.

Heute funktioniert das so nicht mehr weil sich a) wirtschaftliche Prosperität von der breiten Bevölkerungsmasse abgekoppelt hat und b) weil Wachstum heute eher in anderen Gegenden der Welt stattfindet als bei uns.

Ein generelles Problem, dem sich die Wirtschaft aber vor allem auch die Politik stellen muss.

Bisherige Antwort der Politik:
Lösung a) Sparen für den Ökofaschismus: man redet den Leuten ein, dass es wenigstens einem guten Zweck dient, nämlich der Umwelt, wenn sie sich von stagnierendem Gehalt immer weniger leisten können, was sich bei näherer Betrachtung natürlich als Pendant zum Ablassbriefchen rausstellt, denn in der Tat spart man da natürlich für die Blume. Das nutzt Kapitaleignern, den Chinesen, den Politikern aber natürlich nicht mal ansatzweise der Umwelt.
Lösung b) man hetzt die breite Masse in Verteilungskämpfen gegeneinader auf und hat dadurch Zeit und Ruhe bei der Umverteilung nach "oben" und "außen".
Während sich hier Ärzte und Friseure darum kloppen, wer denn nun mehr im schönsten Doppelsinne verdient 😉, sorgt ein stetig steigender Kapitalabfluss dafür, dass die Scholle, auf der beide sitzen, immer kleiner wird.

Dieses Kapital landet in Händen, die sich vom nationalstaatlichen Verständnis längst abgekoppelt haben. Somit ist es hier nicht in D nicht mehr greifbar und kommt auch nicht mehr der Infrastruktur in D zu Gute.
Ich bin zwar kein Volksökonom, aber mir sei die doch recht schlichte Frage erlaubt: wenn keiner mehr durch Produktion im klassischen Sinne Wertschöpfung betreibt sondern nur noch durch "aktienmeiern" (ihr kennt das Würfelspiel, wo jeder würfelt und eine höhere Zahl nennen muss als der Vorgänger? 😉 ) fiktive Zahlen sich in die Bücher schreibt; wenn statt Autos, Stahl und Kunststoff in die Welt zu verkaufen alle nur noch reichen Leuten die Haare schneiden oder die Fussnägel lackieren wollen, die aber dooferweise dafür nach NY jetten, WO soll da das Geld in den Wirtschaftskreislauf Deutschland fließen? 😉
Eine zugegebenermaßen recht dilettierende 😉 Ansicht, aber grundsätzlich fände ich es gut, wenn die Politik diese schlichte Frage auch schlicht beantworten könnte, so dass sie jeder versteht 😁

Zitat:

Original geschrieben von Halema


Trotzdem ist es traurig, wenn am Ende nur 500 EUR pro Monat auf dem Konto landen. Jeder Mensch sollte ohne Hilfe vom Staat leben können. Selbst wenn der Haarschnitt dann 20 EUR beim Billigfriseur kostet, dann bezahle ich das halt. Der Besuch bleibt immernoch freiwillig. Natürlich könnte alles ein wenig teurer werden, aber sollten wir nicht ein wenig Rücksicht auf unsere Mitmenschen nehmen?

Absolut. Ich bin auch völlig bei dir und finde es nicht "richtig".

Ich sehe nur keine Lösung, schon gar nicht im Mindestlohn.

Den einzigen Ausweg sehe ich bei jedem einzelnen das er was tun muss.
Eine Lösung wäre Weiterbildung im Allgemeinen und Bereitschaft zur freien Arbeitsstelle zu ziehen.
So einfach ist das sicher nicht immer aber durch Weiterbildung im gesuchten Bereich kann man schon etwas erreichen.

Um es vorwegzunehmen: Es lohnt sich da es nicht alle machen und nie alle machen werden. Das Prinzip funktioniert seit hunderten von Jahren und jeder in dem Land hier weis es. Es gibt trotzdem eine Menge Leute die es nicht tun/wollen und das wird sich wohl so schnell nicht ändern.

Zitat:

Original geschrieben von hs-gti


...

Den einzigen Ausweg sehe ich bei jedem einzelnen das er was tun muss.
Eine Lösung wäre Weiterbildung im Allgemeinen und Bereitschaft zur freien Arbeitsstelle zu ziehen.
So einfach ist das sicher nicht immer aber durch Weiterbildung im gesuchten Bereich kann man schon etwas erreichen.

Um es vorwegzunehmen: Es lohnt sich da es nicht alle machen und nie alle machen werden. Das Prinzip funktioniert seit hunderten von Jahren und jeder in dem Land hier weis es. Es gibt trotzdem eine Menge Leute die es nicht tun/wollen und das wird sich wohl so schnell nicht ändern.

Na das ist ja dann ne tolle Lösung 😁

Du sagst, Deine Lösung funktioniert systemisch, weil nicht alle sie wahrnehmen werden? Das ist aber doch irgendwie ein Oxymoron in der Argumentation oder? 😉

Es ist aktuell noch eine Nische, mit viel Strampelei gegen den allgemeinen Strom anzuschwimmen, aber wieviele werden das wohl noch wie lange durchhalten, wenn sie ihren Lebensstandard langsfristig annähernd behalten bzw. erst mal neu erwerben wollen, den sie von ihren Eltern gewohnt sind? 😉

Und ich möchte nicht müde werden, diese selbstbetrügende und/oder hoffärtige Phrase hier immer wieder anzuprangern, weil sie gegenüber der heutigen "Generation Praktikum" einfach eine Frechheit ist 😉