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Selbstständig als Taxiunternehmer

Themenstarteram 24. Mai 2010 um 2:05

Hallo,

ich erstelle dieses Thema mit einem Freund zusammen, der seit 3 J. als Taxifahrer in Mannheim angestellt ist.Er spielt seit einigen Monaten mit Gedanken, sich in dieser Branche selbstständig zu machen, weiß allerdings nicht genau was für Nebenkosten auf ihn als Selbstständigen zukommen würden. Aus dem Grund wären wir sehr dankbar wenn uns jemand Antworten auf folgenden Fragen geben könnte.

1. Spritkosten kann man sich ja schon ausrechnen, genauso wie die KFZ Steuer(ca. 300€ je nach Hubraum).

2. KFZ Versicherung??? Mit wie viel % fängt man als neuer Selbstständiger an? Und kann man die Prozente vom privaten Auto übernehmen?

3. Krankenversicherung??? Seine Frau arbeitet und ist von ihrem AG sozial versichert. Wie sieht es da aus mit der privaten Krankenversicherung? Muss er dann nur für sich selbst die private KV zahlen oder muss er, trotz der Beschäftigung seiner Frau, für sie und ihren Sohn eine private KV abschließen? Oder kann er die kosten der privaten KV so vermeiden, indem er durch seine Frau krankenversichert wird?

Was kostet private Krankenversicherung monatlich? Kommen da noch irgendwelche Versicherungen dazu???

4. Buchhaltung??? Da er selbst die Buchhaltung nicht machen kann, muss er einen Steuerberater beauftragen. Was verlangen die so ca. im Monat???

5. Zentrale in Mannheim verlangt bei Doppelbesatzung ca. 400€/Monatlich für die Vermittlung der aufträge.

6. Für den Anfang würde er sich ein gebrauchtes Taxi in bar kaufen. Für Wartungen und Reparaturen rechnet er mit 300€/Mon. Reicht das oder muss man da mit mehr rechnen?

7. Gibt es da noch welche Nebenkosten die wir vielleicht vergessen haben?

 

Für Antworten möchten wir uns im Voraus herzlich bedanken.

LG

A&T

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10 Antworten
am 24. Mai 2010 um 9:39

Bezüglich der unterschiedlichen Versicherungen für das Personenverkehrsgewerbe findest Du auf http://Taxi.Assekurati.de so ziemlich alle Antworten.

 

Alle weiteren Fragen lassen sich am Besten beim örtlichen Unternehmerverband klären.

Hallo

Meinen Betrieb hat mein Vater 1956 gegründet und aus meiner mehr als 25 jährigen Erfahrung kann ich dir nur soviel sagen, dass alle deine bis jetzt aufgeführten Kosten kalkulierbar sind und NICHT den Hauptanteil ausmachen.

Meiner Meinung nach hat man nur eine Überlebenschance im Taxigewerbe, wenn man die Wartung und zumindest einen Teil der anfallenden Reparaturen selbst ausführen kann, ansonsten arbeitest du für die Werkstatt, die Stundensätze fressen dich auf und es ist nicht vorhersehbar welche Reparaturen anfallen.

Habe vor ca. 3 Jahren 2 Konzessionen von einem Mitbewerber übernommen, dem genau das zum Verhängniss geworden ist, dass er nichts selbst reparieren konnte. Hat nach 3 oder 4 Jahren Selbständigkeit aufgegeben und ist mit meiner Übernahmehilfe mit einer "schwarzen Null" aus der Sache rausgekommen.

Ein Neuanfang in der heutigen Zeit ist sauschwer, wenn nicht unmöglich, mein größtes Kapital ist die Bekanntheit über Jahrzente, bis jetzt haben die meisten Mitbewerber nach einiger Zeit wieder aufgegeben. Das mag in der Anonymität der Großstadt etwas anders sein, bei uns im ländlichen Bereich nicht zu unterschätzen.

Gruß Jürgen

Hallo

als Neuunternehmer fängt man mit 100% an,wenn man nicht die Prozente des Vorunternehmers übernehmen kann.Die Übernahme vom Privat KFZ geht nicht.Die Rückstufung beim taxi geht allerdings anders,d.h.schneller,als bei privat.

Für ein gebrauchtes Taxi 300Euro Reparatur und Wartung halte ich nur für machbar,wenn man selber reparieren kann.Sobald man auf Werkstätten angewiesen ist,klappt es nicht.

Bezüglich KV:die Mitversicherung bei der verdienenden Ehefrau ist nicht möglich,der Sohn muss bei dem versichert werden,der mehr verdient.Alternative zur privaten KV wäre die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen KV.Der Beitrag richtet sich nach dem Gewinn.

Viele Grüße Beate

Hallo Beate,

naja mit der freiwilligen Mitgliedschaft bei der gesetzlichen KV ist es aber so eine Sache: Die nimmt nämlich an, du verdienst und setzt eine Untergrenze fest, die liegt mal so bei rund 400,-€ Also da bin ich bei einer privaten mit 209,- wesentlich besser, auch wenn ich da "nie wieder" rauskomme.

Wenn jedoch Kinder und eine angestellte Ehefrau im Spiel sind, ist es wohl noch schlechter: Dann müssen die Kinder auch noch in die Private, schon ist man wieder bei zwei Kindern am "gesetzlichen" Tarif, hat aber bessere Leistungen - welch Trost

Noch besser, gerade als Anfänger wäre es, die Frau eröffnet das Gewerbe mit Konzession und hat nur einen angestellten Fahrer mit Personenbeförderung: Ihren Mann. Folge: Sie braucht für sich nichts an KV zahlen (da angestellt) und der Mann zahlt auch in die gesetzliche gemäß Verdienst, der sich nach "Gutdünken" ermitteln läßt. Wenn wenig Umsatz, dann hat er auch "wenig in dem Monat gearbeitet" verdient also auch weniger.

Lohnsteuer? Eh ein Witz für Einsteiger, die meist kaum was verdienen, bis 37.000,-€ Jahresverdienst ist die Steuer eh Null (verh., 2Ki) also weit besser als sogar in USA.

So kommt noch sogar noch was in die RV mit rein und die PV bleibt erhalten, einzig die AV leidet bei geringem Verdienst, soll se Ihren Männe eben nich rausschmeißen.

Aba irjendwatt is ja immer. ;)

Hm... zunächst mal müsste ja die fachliche Eignung nachgewiesen werden, hierzu ist die sogenannte Unternehmerprüfung bei der IHK abzulegen! Dann die Frage woher die Konzession kommen soll??? Übernahme eines bestehenden Betriebes mit Fahrzeug? Wenn ja, bitte auf die Veträge und die Art der Übergabe achten! Ein Verkehrsunternehmen kann nach gängiger Rechtssprechung nur als Ganzes übertragen werden.

Ähnlich wie einer meiner Vorredner betreiben wir (meine Schwester und ich) ein Unternehemn mit z.Zt 13 Fahrzeugen in zweiter Generation! Ob es Sinn macht sich in einer Stadt wie Mannheim selbstzstaändig zu machen kann ich nicht sagen, da ich die örtlichen Gegebenheiten nicht kenne!

Als Fahrer sollte dein Freund allerdings die Übersicht haben was so reinkommt!

Ob eine Nachtschiocht unter der Woche lohnt, und ob diee Kosten überhaupt zu tragen sind!

Wenn das gebrauchte Taxi/die Konzession auch noch finanziert werden müssen sind schnell Kosten von 1500 - 2000 € im Monat da! Kann man das denn überhaupt schultern? soll ja auch was übrigbleiben, wenn du mit ner 400€ Kraft 30 Schichten fährst und nur nen Mindestlohn übrig haben willst müssen pro Schicht im Schnitt Beträge von jenseits der 150 € rein! Und zwar im Durchschnitt!

Gerade im städtischen Bereich, wo der Kuchen verteilt ist ist es nicht leicht! Und der Aufbau von Stammkundschaft mit nur einem Wagen schwierig! Machst du nämlich eine Fernfahrt, ist dein Unternehmen für diese Zeit für deine Kunden nicht zu erreichen! Also einfach genau kalkulieren! Und vopr allem ganz genau überlegen!

Als Taxi selbstständig machen halte ich als Einzelkämpfer für absolut schwierig.

Ja oder er hat wirklich eine wirklich neue Idee, sowas wie

1. Öko-Taxi : Toyo Prius mit einer drauflackierten Blümchenwiese, dazu Reklame von PV (hat den Vorteil, daß man auch viel weniger Fixkosten im Monat hat (Sprit, Reparaturen)

2. ein Witz-Taxi

3. Alibi-Taxi (100 Ausreden für die Frau, warum sie zu spät kommen, Blumen-Service inclusive),

4. Reggea Taxi (W123 Benziner mit "Gas" und dickem Reggea-Sound, der Fahrer mit Rasta-Locken)

naja und bei allen Taxen einen Ansage-Service: lokaler "griffiger" Telefonnummer z.B. Mannheim 345345 mit "Durchstellfunktion" zum Taxi Weiterleitung zum Handy

oder der hier:

Mannheim 345345: "Hallo, sie sind mit ReggeaTaxi verbunden, wenn sie sofort ein Taxi brauchen, nennen sie uns einfach die Straße oder den Ort wo sie sich gerade befinden, wir verbinden sie mit dem nächsten freien Taxifahrer" - dann sagt der Kunde (z.B.) : Mannheim, Goethestraße und der Sprachcomputer wiederholt und verbindet in den "Sektor" wo die Goethestraße ist. Das nächste freie Taxi bekommt aufs Handy den Ruf und schon hat man den schnellsten und genauesten Service. Dann der Fahrer: "Reggea-Taxi, Eddie hier, good afternoon, Sir - was, sie sind in der Goethestraße? - Beim Italiener? Don Giovanni, weiß Bescheid bin in 30 sec da, mich erkennen sie gleich an der Musik."

In diese "Zentrale" kann man locker bis zu 100 Taxen "einbuchen" - läuft vollautomatisch und garantiert den besten, schnellsten, direktesten Service.

Nix mit "Na da muß ich mal schauen, ob ich jetzt für sie eins bekomme - dauert so 10 min, vielleicht ein paar Minuten länger"

Die Dinger mit "Taxizentrale" wo einer am PC sitzt und die Aufträge auf die einzelnen Displays "verteilt" sind:

langsam, manipulativ, unzuverlässig (keine Rückmeldung, wann der Kunde das Taxi bekommt)

dazu ist so eine "Zentrale" einfach nur sauteuer (100...400€ monatlich pro Taxi!!!) und langsam (zusätzliche Arbeitskraft, kann aber auch keine 3 Gespräche gleichzeitig händeln), also oft nicht mal Stoßzeitgeeignet.

Tja, det jibbet allet - aba nich in Berlin :D

Themenstarteram 28. Mai 2010 um 13:50

Hallo, als erstes möchten wir uns bei allen bedanken, die uns hier geholfen haben.

Mein Kummpel fährt 5 Tage/Woche- Mon- Fr. immer nachts.

Sein Durchnitt der Letzten 3 Monaten liegt bei knapp über 150€/Tag. Laut ihm, würde Samstag Nacht noch viel mehr bringen wenn er fahren würde. Er meint allein an den Samstagen min. 600€ einfahren zu können.

Im Durchschnitt hat er einen Umsatz von 3220€, und + Samstage wäre er bei 3820/Mon. bei ca. 4000km.

Wir haben eine Kostenaufstellung erstellt. Bitte berichtigt uns wenn wir uns irgendwo verschätzt oder verrechnet haben.

 

Diesel: 4000*0,1(10l/100km)*1,25= 500€

Zentrale: (Doppelbesatzung) 400€

S.Berater: 100€

Reparaturen und Insp. 400€ Hoffentlich nicht mehr.Kann man aber nie voraussagen.

KfZ 400€ ( bei einer Haltedauer von 4j.)

Versicherung (KV, KFZ.V+Steuer) 500

_______________________________________________

2300€ /Monat

 

Einnahmen: 3820

-

Ausgaben: 2300€

________________________________________________________

+1520€ bei Einzelbesatzung

 

Wenn man noch nen Fahrer einstellen würde, würde der Gewinn noch etwas größer ausfallen.

Die Kosten sind auch etwas hoch gegriffen.

 

Jetzt interessiert uns eure Meinung zu unserer Kostenaufstellung.

Haben wir irgendwas vergessen, oder die Kosten viel zu niedrig eingeschätzt?

 

Bedanken uns im Vorraus für eure Hilfe und Interesse uns zu helfen.

 

MfG

Zitat:

Original geschrieben von Pendo

 

 

Diesel: 4000*0,1(10l/100km)*1,25= 500€

Zentrale: (Doppelbesatzung) 400€

S.Berater: 100€

Reparaturen und Insp. 400€ Hoffentlich nicht mehr.Kann man aber nie voraussagen.

KfZ 400€ ( bei einer Haltedauer von 4j.)

Versicherung (KV, KFZ.V+Steuer) 500

_______________________________________________

2300€ /Monat

 

Einnahmen: 3820

-

Ausgaben: 2300€

________________________________________________________

+1520€ bei Einzelbesatzung

gänzlich vergessen worden ist eine Position, die in unserem Gewerbe gerne vergessen wird!

Der Herr Schäuble in jeden Fall 7% Mehrwertsteuer abzgl abziehbarer Vorsdteuer, also so 50 - 70 € monatl., Krankenkassenbeitrage von ca. 200,- € für eine freiwillige Versicherung, sowie sagen wir mal irgendwas im gleichen Bereich für die Rente!

unberücksichtigt geblieben sind Zeiten wie Urlaub oder Krankheit! Gönnen wir deinem Kollegen mal 2 Wochen Urlaub und 2 Wochen Krank und gehen mal noch von ner Woche aus, wo das Auto krank ist... macht nochmal runde 10% Umsatzverlust! Also nicht 3.820 sondern durchschnittlich eher 3450!das abzüglich der 2.300 und nun noch runder 300 - 450 je nachdem was man alles sparen will,

bleiben also was um die 800 ,- € zum Leben übrig, vorausgesetzt es käme zu keiner Besteuerung bei der Veranlagung mit dem Einkommen der Ehefrau!

Die angenommenen Zahlen erscheinen mir durchaus plausibel, auch wenn ich bei der Abschreibung fürs Auto eher höher gehen würde, dafür sicher die Wartungen eher geringer ausfallen!

Für nichtmal nen Tausi tät ich mir übrigens ne Selbstständgkeit nicht an!

Ausserdem ist keinerlei Kapitalverzinsung berücksichtigt, würde also davon ausgehen müssen, dass dein Kumpel das Kapital hat für die Anschubfinanzierung?!

Ich wäre da sehr vorsichtig, und würde vor allem berücksichtigen was z.B. die Konzession noch kostet!

Ich denke nicht das man so einfach an eine rankommt in Mannheim?!

 

edit:

Eine Rechnung würde ich gerne noch machen! 6 Schichten a 10 Stunden mal vier wochen macht 240 Stunden im Monat (nebentätigkeiten wie Auto saubermachen, Werkstattfahrten usw nicht eingerechnet, ebenso keine Zeiten für Buchhaltung, Abrechnung usw würde bei einem einkommen von runden 800€ , und mehr wirds leider wohl nicht, nen Stundenlohn von Netto rund 3,- € ausmachen!

Wenn dein Freund meiner wäre, würde ich ihm davon auf jeden Fall abraten! Gerade wenn er Familie hat!

am 1. Juli 2010 um 14:38

Das kann man nicht so pauschal sagen. Kommt alles darauf an , wie würde der Umsatz sein. Ich würde mal mit einem Taxiunternehmer aus Deiner Region reden. Bin selbst schon über 15 Jahre Taxiunternehmer, aber mit den Unkosten ist es so eine Sache ,wie gesgt, ich kenne mich in Deiner Stadt nicht aus????? Probiere es einfach ?????!!!!!!!!!!!

Zitat:

Original geschrieben von taxslk

Ich würde mal mit einem Taxiunternehmer aus Deiner Region reden.

kostet n Daimler in Waiblingen weniger als in Berlin??? Sind die Versicherungskosten deutlich unterschiedlich??? nein... Zum Umsatz hat er was gesagt, und der Rat es einfach auszuprobieren ist für nen Familienvater doch wohl obsolet oder?

Ich bin in dem Laden den ich nun seit mehrals 10 Jahren betreibe aufgewachsen! Zu seiner Einnahmesituation hat er was gesagt, er weiss ja was er für seinen Chef einfährt! Davon ist nicht zu überleben! Hier nicht und da auch nicht! Zumindest nicht mit lauteren Mitteln!

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