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Schwergängige schwenkbare AHK

Themenstarteram 1. Febuar 2017 um 14:54

Hallo zusammen!

Ich habe im Herbst 2013 an meinem Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell eine schwenkbare Anhängerkupplung vom Typ Thule (heute Brink) MX nachrüsten lassen.

Als die Kupplung frisch montiert war, musste man nur kurz am Entriegelungshebel ziehen und der Kupplungskopf schwenkte fast automatisch aus (und verpasste einem unachtsamen Nutzer blaue Flecken am Schienbein). Sie war also sehr leichtgängig, auch beim Wiedereinklappen. :)

Mittlerweile ist es aber so, dass ich bei Betätigung des Entriegelungshebels den Kupplungskopf von Hand hinter der Stoßstange hervorholen muss, da dieser vergleichsweise schwergängig funktioniert. Beim Einklappen das selbe Spiel, auch hier flutscht es nicht mehr so wie früher.

Darf (oder sollte gar) der Schwenkmechanismus der Anhängerkupplung aus diesem Grund geschmiert/gefettet/geölt werden oder bestehen hier technische Bedenken?

Eine Anfrage beim Hersteller war auch mehr oder weniger erfolglos. Dort riet man mir, dass ich den Kugelkopf einschicken solle. :rolleyes: Das will ich natürlich nicht, da die Kupplung an sich ja einwandfrei funktioniert, nur eben nicht mehr so leichtgängig (da nicht oft genutzt).

Gruß Flo

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14 Antworten

Hallo,

alle Gelenke und Reibflächen müssen geschmiert werden.

Ich habe gute Erfahrungen mit Kettenfett für Motorradketten gemacht.

Das Zeug beppt gut und wäscht sich nur schwer wieder ab.

Grüße

Thorsten

Themenstarteram 1. Febuar 2017 um 19:04

Danke für den Tipp, das werde ich gleich mal ausprobieren!

Ich hätte zunächst mal mit WD-40 oder Caramba getestet, aber Dein Vorschlag mit dem Kettenfett klingt besser. Das wird sicherlich länger halten.

Gruß Flo

Mir fehlt jetzt die Vorstellung wie die Gelenke aussehen, aber mit Fett erreicht man oft die Stelle nicht welche geschmiert werden muss.

1) Ist es dort schmutzig? Mach mal 10x Auf-Zu. Dann mal mit dem Dampfstrahler dran.

2) WD40 und Co. kriecht gut und taugt immer eine Weile. Solange es kein Kugellager ist. Dort darf WD40 nicht hin.

3) Es gibt auch Sprayfett. Das ist sehr gut üblicherweise.

Was mir auch einfällt:

Fett bindet auch den Dreck, deshalb weiß ich nicht, ob das wirklich so gut ist an der Stelle.

Klingt vielleicht komisch, aber ich würde es zuerst mit Silikonspray versuchen.

 

mfg

Hallo,

WD40 o.Ä. ist eher Rostlöser und bringt nur kurzzeitig Schmierung.

Ich auch ein schlechter Untergrund für nachträgliches Einfetten, weil die Haftung fehlt.

Silikonspray bringt nichts bei viel Druck auf den Gleitflächen.

Für die Reinigung eignet sich erst grobes Säubern und dann Bremsenreiniger.

Das Kettenfett ist gegen Abwaschen, Schmutzaufnahme und Abschleudern optimiert.

Eine Motorradkette läuft in der schwierigsten Situation für zu schmierende bewegliche Teile.

Was da funktioniert...

Grüße

Thorsten

Themenstarteram 2. Febuar 2017 um 7:43

Danke für Eure rege Anteilnahme und die guten Tipps!

Ich habe gerade eben noch mit dem Betrieb gesprochen, der die Anhängerkupplung damals in meinem Fahrzeug nachgerüstet hat. War damals schon sehr zufrieden und bin es heute umso mehr, da der Service wirklich super, freundlich und hilfsbereit ist.

Dort hat man mir jedenfalls gesagt, dass es sich um ein geschlossenes System mit Graphitschmierung handelt. Ich soll einfach den Kugelkopf einige Male auf und ab bewegen und dann würde der Kolben wieder ausreichend geschmiert werden. Die übrigen kleineren Gelenke könnte ich bedenkenlos mit WD-40 oder Caramba behandeln, damit diese auch wieder etwas leichtgängiger werden.

Zur Veranschaulichung habe ich mal ein Bild der Anhängerkupplung eingefügt. Dort ist der große Kolben zu sehen, der direkt mit dem Kugelkopf verschraubt ist.

Ich werde das demnächst mal testen und dann nochmal berichten.

Gruß Flo

Zitat:

@DerFl0 schrieb am 1. Februar 2017 um 19:04:57 Uhr:

Danke für den Tipp, das werde ich gleich mal ausprobieren!

Ich hätte zunächst mal mit WD-40 oder Caramba getestet, aber Dein Vorschlag mit dem Kettenfett klingt besser. Das wird sicherlich länger halten.

Gruß Flo

Entgegen aller Märchen ist WD 40 zum Schmieren ungeeignet!

WD-40 heißt: Water Displacement, 40. Versuch und ist hauptsächlich als Kontaktspray und leichter Korrosionsschutz konzipiert.

Der durch das Kriech- und Verdrängungsmittel Petrolether (Leicht flüchtig) entstehende "Ölfilm" verdunstet nach kurzer Zeit.

Enthaltene weitere Kohlenwasserstoffe, verschiedene Konservierungsöle, sorgen im Prinzip für einen geringen Korrosionsschutz und löst bis zu einem gewissen Grade klemmende oder festgerostete Schraubverbindungen oder bewegliche Teile. Zum dauerhaft effektiven Schmieren ist WD 40 im Grunde völlig ungeeignet, genauso wie diese sogenannten Wartungssprays. Das Kriechöl verteil sich nach kurzer Zeit in alle Richtungen und an der Schmierstelle ist nichts mehr vorhanden.

Nimm besser ein normales Motoren-/Getriebeöl oder dickflüssiges Graphitöl oder Kettenfett-Spray für Motorräder. Letzteres ist anfangs sehr gut kriechfähig und wird dann erst später fest. Hier kommt aber dieser Klemmeffekt später auch wieder, da sich mit der Zeit feine Schmutzpartikel einlagern. Das dauert zwar deutlich länger als bei Schmieröl, ist aber dann schwerer wieder zu entfernen. Es kommt darauf an, wie gut die Mechanik gegen Verschmutzung abgeschottet ist. Meist ist dann eine Demontage erforderlich.

bei gelegendlichen reinigen mit bremsenreiniger ist der fett-dreckfilm wieder weg

und kann neu geschmiert werden

besonders um rost ect zu unterkriechen

ein alternatives schmiermittel sehr kriechfähig,

fluid film

Hallo,

@DerFl0

Das Problem ist, das die so genannten Fachleute in den Werkstätten eine erschreckend geringe Fachkenntnis haben.

Die schwadronieren das Blaue vom Himmel und haben oft absolut keine Ahnung.

Und mit dem richtigen Drum herum fühlt sich der Fachkenntnis ferne Kunde gut beraten...

Es gibt dauergeschmierte Gleitlager, die aber aus speziellem Guss gefertigt werden.

Das wäre aber für solche Anwendung viel zu brüchig.

Und schon die Tatsache, das der Kolben schwergängig ist, zeigt, das das Ganze nicht funktioniert.

Problem ist hier, das der Kolben dickere Fettschichten beim Einfahren wieder abstreift.

Lass die Finger von WD40 und solchen Sachen. Die sind, wie gerade gut beschrieben, reine Rostlöser und gängig Macher.

Grüße

Thorsten

Schon interessant, wie lange so ein Thread wird. Obwohl die Antwort "Zerlegen - Reinigen - Schmieren - Zusammenbauen" lautet :D

Themenstarteram 3. Febuar 2017 um 17:23

Also zerlegen werde ich die Anhängerkupplung ganz sicher nicht. Daher werde ich mich vorläufig mit Kettenfett oder Kettenspray zurückhalten. Ich möchte vermeiden, dass es nach der Behandlung noch schlechter flutscht...

Ich habe jetzt den Rat der Werkstatt befolgt. Ich habe die Anhängerkupplung oberflächlich gereinigt und dann den Kugelkopf mehrmals ganz nach oben und unten bewegt. Zusätzlich habe ich die kleinen Gelenke mit Ballistol (sparsam) eingesprüht.

Mit dem Ergebnis bin ich für den Moment absolut zufrieden. Bei Betätigung des Entriegelungshebels gleitet der Kugelkopf wieder von alleine nach unten und lässt sich leicht aus- und einschwenken.

Gruß Flo

Also mit Kettensägeöl solltest du gut bedient sein, vorher aber versuchen das Gelenk mit bremsenreiniger richtig säubern.

Jedes Gelenk braucht Öl ob oben oder unten und damit kann man bei Gelenken nichts verkehrt machen, aber man sollte es auch ab und zu mal säubern und von Dreck reinigen und dann wieder Ölen.

Zum Kettensägeöl, da ich sehr oft mit der Kettensäge arbeite und vorne das Radgelenk so gut wie nie Öl bekommt nur durch die Kette bzw. das Öl und das Rädchen immer noch gut läuft trotz viel Dreck durch das Sägen ist das Öl wirklich gut und passend für die AHK.

Natürlich geht auch anderes Öl, wie gesagt du musst die AHK nur Öfters mal säubern und wieder schmieren, dann klappt es auch

PS: Ups hat sich ja schon erledigt ;) Sorry zu spät gelesen

Hatte jetzt das gleiche Problem.

Das gleiche Fahrzeug und auch die gleiche Kupplung.

Einzig die Korrosion die die Probleme versursacht..

Mit dem Drehknopf für die Entriegelung wird ein Arretierstift innerhalb der Kupplung bewegt, der durch die Drehbewegung hin und her fährt. ca 1,5 cm

Dieser Stift korrodiert fest.

Maßnahme: Intensiv mit Rostlöser einsprühen, eventuell den Drehknopf demontieren, (habe ich gemacht) dann ist Arretierstift sichtbar.

Alles wieder gängig machen und dann funktioniert die Kupplung wieder wie am ersten Tag.

Gruß beho

Das Problem der schwenkbaren AHK'n ist, dass diese nur selten bewegt werden, sich aber gleichzeitig an der ungünstigsten Stelle am Fahrzeug befinden! Alles, was die Witterung zu bieten hat, trifft gnadenlos die AHK! Das betrifft auch meine elektrische gleichermaßen. Die Mechanik sollte regelmäßig bewegt werden, damit sich nichts festsetzen kann.

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