Rücktritt vom Kaufvertrag bei Gebrauchtwagen von Privat

Hallo liebes Forum,

ich habe vor ca. 2 Wochen einen Gebrauchten gekauft. Dieser wurde auch als Unfallwagen mit "Frontschaden" verkauft, hat aber noch TÜV und ich habs auch bereits auf mich umgemeldet. Äußerlich ist der Rahmen etwas verzogen, was aber in der Funktion nicht weiter stört. Das Ding fährt sich normal, schmeißt keine Fehler und ist ansonsten in einem scheinbar guten Zustand.

Jetzt war ich bei einer Vertragswerkstatt, um mir einen KV für ein "Geradeziehen" machen zu lassen, woraufhin mich der nette Herr von der Dekra beraten hat.
Die erste Frage von ihm war: "Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung?"
Er hat sich das Auto nur oberflächlich auf dem Parkplatz angeschaut, in die Motorhaube geguckt und gemeint, dass ich mal bei der DEKRA auf den Seitenachsenträger (?) (Gemeint ist ein Teil der Karosserie, welcher am Motor vorbei führt und die Kotflügel trägt) schauen lassen soll, ob das Ding denn überhaupt noch einen TÜV kriegt.
Einen KV hat er mir nicht gemacht, da dieser seiner Ansicht nach den Anschaffungspreis (5000€) weit übersteigen würde, da die gesamte Front einmal neu gemacht werden müsste.

Ich werde das Auto morgen zur Dekra fahren und einen Check machen lassen. Sollte der TÜV passen, würde ich ein Schadensgutachten erstellen lassen, welches versteckte Mängel aufzeigen würde, da eventuell mehr, als nur Karosserie Schaden genommen hat.

Jetzt bin ich aber etwas überfragt, wie ich danach vorgehen soll.
Wie soll ich im Fall, dass ich keinen TÜV kriege, oder eine arglistige Täuschung mithilfe des Gutachtens nachweisen kann, vorgehen?
Was, wenn der Verkäufer sich weigert, oder nicht zahlungsfähig ist?

Die Recherche im Internet hat mir absolut keine Abhilfe für meinen konkreten Fall geschaffen, deshalb möchte ich hier mal in die Runde fragen, ob es schon ähnliche Erfahrungen gab, und wie ihr da vorgegangen seid, oder wie ihr da vorgehen würdet.

39 Antworten

... oder eine ganz breite.

Zitat:

@CivicTourer schrieb am 8. September 2023 um 09:42:17 Uhr:



(..) Du wusstest dass der Wagen nicht fachgerecht in Stand gesetzt wurde. Allein deshalb bist Du ja zur Werkstatt, weil Du das "mal eben gerade ziehen lassen" wolltest. Nur klappt das jetzt eben so nicht.

Du hast Dich schlicht verzockt und warst der Dumme, der an dem Morgen aufgestanden ist um ein Unfallbeschädigtes Auto zu kaufen! Und jetzt kommt die Reue und Du willst die Karre nicht mehr.

manchmal hält man sich für besonders klug, wenn man solche Kübel kauft, der Schuss geht aber leider sehr oft nach hinten los.
Damit ist eigentlich alles gesagt, im Prinzip kann hier zu.

Ja klar - und das ging jedem mal so, an irgendeinem Punkt. Man meinte, man hat was ach so dolles erworben - bis man es dem Zweiten erzählt hat der mal etwas unbefangen drüber denkt ...

Welcher Verkäufer verkauft ein Auto 3000€ billiger weil er eine Reparatur von 1000€ scheut.

Gilt auch wenn es heißt:
" Motorleuchte ist an, sensor für 50€ defek"

Da ist der Sensor garantiert nicht kaputt sondern eben das Steuergerät dir 1200€ oder der Kat für 1000€.

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Zitat:

@CivicTourer schrieb am 8. September 2023 um 11:27:36 Uhr:


Ja klar - und das ging jedem mal so, an irgendeinem Punkt. Man meinte, man hat was ach so dolles erworben - bis man es dem Zweiten erzählt hat der mal etwas unbefangen drüber denkt ...

ein bettelarmer Student, der sich einen 500 €-Kübel vom Kiesplatz holt, passiert das schonmal, der hat mein volles Mitgefühl, ist auch schmerzlich, aber der Schaden ist da überschaubar.
Hier gings immerhin um 5000 €, da tut ein Fehlgriff schon richtig weh.

Wobei wir ja nicht wissen, wie groß der Fehlgriff ist. Was wäre der Wagen repariert wert, was kostet die fachgerechte Reparatur, was bekommt man wenn man ihn eben jetzt direkt wieder verkauft, ...

der Hobel ist wirtschaftlich nicht mehr zu reparieren, weiterverkaufen mit den Mängeln ohne TÜV?
5000 € hingelegt, wenn der für 2500 weggeht, wärs fast noch ein Wunder. Ich glaub nicht dran.
Wie mans dreht und wendet: teures Lehrgeld.

Zitat:

@audijazzer schrieb am 8. September 2023 um 12:07:13 Uhr:


Hier gings immerhin um 5000 €, da tut ein Fehlgriff schon richtig weh.

.... und ich würde *mich* in den Ar... beissen.

Dan der TE nicht die für ihn passende Antwort bekommen hat, hat er sich schon wieder aus dem Staub gemacht 🙄.

Dann machen wir mal das Licht aus.

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