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Reifenquietschen

Themenstarteram 20. August 2020 um 9:24

Neigen eher neue oder eher ältere Reifen zum Quietschen in flott gefahrenen Kurven?

Meine momentan montierten Reifen sind ca 9 Jahre alt und quietschen beim flotten Kurvenfahren.

Aber wenn sie dabei quietschen, sollten sie doch eigentlich noch weich genug sein.

Reifen sind sehr gleichmäßig abgefahren. Profil zwischen 6,5 und 7,0 mm.

Keine Alterungsrisse erkennbar, weder seitlich, noch im Profil.

Beste Antwort im Thema

Ich habe geahnt, dass du jetzt wieder um die Ecke kommst, das war mein erster Gedanke.

Pirelli gelten eh als weich.

Ganz ehrlich: Wer mit 20 Jahre alten Socken unterwegs ist, der gehört wegen Straßenverkehrsgefährdung aus dem Verkehr gezogen. :mad:

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In Gegenteil, je härter desto quietsch. Und je älter desto härter. Fahr mal einen amerikanischen Reifen, die sind auf Laufleistung getrimmt, der Rest interessiert die weniger. Also sind die Dinger ziemlich hart und quietschen in jeder flott gefahrenen Kurve.

Themenstarteram 20. August 2020 um 9:37

Also neue Reifen.

Würde ich zumindest ans Herz legen. Neun Jahre alte Schlappen würde ich ich nicht mehr fahren wollen. Denk nur an das Fahren im Grenzbereich, wo ja gefühlt 90% aller User hier schon morgens auf dem Weg zur Arbeit unterwegs sind (:D) oder an den Bremsweg.

Glaub das kommt auf bißchen mehr an als auf das reine Alter.

Bei 205/55-15 auf 3er BMW E30 : Meine ü 20 Jahre alten Michelin M+S (größere Profilblöcke, aber ziemlich viele Lamellen bis ganz runter) haben eher mal gequietscht,

meine etwa gleich alten Pirelli Sommer (eher kleinere kleinere Profilblöcke) quietschen in vergleichbaren Situationen dagegen kaum bzw. erst später.

Die Conti-Winter (viele Lamellen, aber nicht bis ganz runter, damals knapp 20 Jahre, denn diesen "Winter" hatt ich die Sommerreifen draufgelassen) liegen so zwischendrin.

Die 195/65-14 Hankook-Winterreifen quietschen am meisten (höhere Flanke + lamellierte Profilblöcke und noch ordentlich Profil).

Freundins 175/65-14 (egal ob jüngere M+S oder ältere Michelin-Sommer) auf dem Renault Kangoo quietschen dagegen schon in jeder flotteren Kurve.

---> ist wohl auch die Flankenhöhe/Querschnittsverhältnis des Reifens, die den Reifen in's "Flattern" (= Schwingungen = Quietschen) geräten läßt.

Für die Profilblöcke gilt aber wohl das Gleiche : höhere oder kleinere + beweglichere Blöcke schwingen/quietschen wohl eher als größere mit weniger Profiltiefe.

Am Quietschen allein kann man daher wohl noch nicht so richtig die Qualität oder die Notwendigkeit eines Neukaufs ausmachen.

Das würde den Kangoo in flotten Kurven auch nicht leiser machen ;-) Der würde höchstens mit 195/50-15 oder so leiser werden :D

Und auch 123er Mercedes oder BMW E12/E28 mit 175-14 haben sogar mit Neureifen in JEDER flotten Kurve gequietscht, sogar in nicht ganz so flotten. Golf 4 mit der gleichen Größe dann nimmer so stark, irgendwo gibt's wohl auch bissl Fortschritt bei Fahrwerk + Reifen ;-) (und obendrein ist das ein Frontantrieb)

 

 

Nachtrag/Antwort zu unten :

Na wenn "die Pirelli als weicher gelten" (und obendrein noch kaum quietschen), dann ist doch alles in Ordnung ! :D Ansonsten ist der vom Aufbau/Flanke aber eher "stabil" gebaut. Und sie fahren sich entgegen aller Unkenrufe auch immer noch ab !

Aber reg dich ab ---> sind auch schon Leute mit jüngeren Reifen in den Graben gefahren ;-)

Oder zieh gleich alle alten Autos aus dem Verkehr . . . alte Fahrer gleich noch dazu . . . Fahranfänger am besten auch gleich . . . gefährden alle den Verkehr !

---> das Thema war übrigens "Qietschen" !

(und das hat mit dem Reifenalter eher weniger zu tun. Hab allerdings auch schon festgestellt, daß Reifen, die paar Jahre nur unbenutzt rumgelegen waren, die ersten paar(hundert) Meter schon/auch bei wenig Kurvenfahrt quietschen, aber nach max. 1 km ist das dann auch wieder verschwunden)

Ich habe geahnt, dass du jetzt wieder um die Ecke kommst, das war mein erster Gedanke.

Pirelli gelten eh als weich.

Ganz ehrlich: Wer mit 20 Jahre alten Socken unterwegs ist, der gehört wegen Straßenverkehrsgefährdung aus dem Verkehr gezogen. :mad:

Der Unterschied zwischen neuen und nur etwas älteren Reifen ist enorm, das durfte ich selbst bei einem Fahrsicherheitstraining erleben. Sämtliche Autos mit neuen Reifen kamen bei den Bremsübungen mehrere Autolängen früher zum stehen.

Fährt man 9 Jahre alte Reifen und wundert sich das es quietscht.

Gummi altert eben und wenn der reifen einmal benutzt wurde altert nee schneller als wenn er fabrikneu gelagert wurde.

Am Ende ist das ein Zeichen oder fehlende Haftung. Jetzt lass dir Straße nass und kalt sein dann geht es in der Kurve plötzlich gerade aus.

Es gibt laut Gestz keine Altersbegrenzung für Reifen, nur für 100Km/h Zulassung bei Anhänger. Kein Polizist oder TÜVer kann dir deswegen was anhängen.

Und Pirellis sind ganz bestimmt nicht weicher.

Es gibt auch keinen mindest IQ auf dieser Welt.

Nicht alles was man darf ist auch Sinnvoll.

Wenn du ein Kind übermangelst, weil dein Bremsweg doppelt so lang war aufgrund uralter Reifen wirst du dich wundern, was man dir alles anhängen kann.

Es gibt auch sowas wie Eigenverantwortung.

Ähnliche Diskussionen hatten wir schon öfter.........

Die "Gummifraktion" Hersteller beziffern die Reifen-

Lebensdauer wohl mit 10 Jahren.........

Dann (besonders bei Winterreifen) sagt man,

ein/der Reifen soll nach 5 Jahren ausgehärtet sein....

(hatte ich schon selber)

Ich denke mal, @4Takt ist erfahren genug, Das selbst

zu entscheiden..........Gruss

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 20. August 2020 um 10:11:34 Uhr:

Wenn du ein Kind übermangelst, weil dein Bremsweg doppelt so lang war aufgrund uralter Reifen wirst du dich wundern, was man dir alles anhängen kann.

Es gibt auch sowas wie Eigenverantwortung.

Dieses Argument hab' ich OO--II--OO ggü. auch schon gebracht. Passiert ihm nicht, weil er fährt vorrausschauend und rast nicht, so die damalige Antwort. Damit ist das Thema für ihn erledigt. Dem nicht genug, um Sprit zu sparen, werden die alten Schluffen auch mit >3bar aufgepumpt. Ebenso kommt er dann mit Verschwörungtheorien rüber, das die Altersempfehlung für Reifen nur existiert, das die Reifenfirmen Geld verdienen.

Grüße,

Zeph

. . . so hat halt jeder seine Prioritäten . . .

Sicherheit(sfanatiker) gegen Nachhaltigkeit(sfanatiker) ---> ich tendiere eben eher zu Letzterem :p

Andere finden sich meist irgendwo zwischendrin, wobei hier bei Motor-Talk irgendwie die mahnenden Sicherheits"fanatiker" (laut)stark in der Überzahl sind ;-)

---> zurück zum Reifenquietschen

(alles andere kann man nämlich dort schonnachlesen, falls das einen interessiert, muß man nicht alles ständig neu schreiben :

https://www.motor-talk.de/forum/reifenalter-t3286261.html#post44355748

Hier geht's um's Quietschen ! )

 

 

Zitat:

@illusion2001 schrieb am 20. August 2020 um 09:58:26 Uhr:

Der Unterschied zwischen neuen und nur etwas älteren Reifen ist enorm, das durfte ich selbst bei einem Fahrsicherheitstraining erleben. Sämtliche Autos mit neuen Reifen kamen bei den Bremsübungen mehrere Autolängen früher zum stehen.

Ich hatte mal auf meinen Citroen ZX 11 Jahre alte Reifen drauf (ca. 130.000km drauf, Profil noch mehr als die Hälfte).

In einer Linkskurve (damals noch Bitumen), außerorts, die ich so mit 70 bis 80km/h durchfahre, fing die Vorderachse bei leicht nasser Fahrbahn bei 60/65km/h minimal zu untersteuern an.

Mit neuen Reifen konnte ich sie bei Nässe wieder problemlos schneller durchfahren