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Rahmen lackieren...wie

Themenstarteram 27. August 2006 um 18:26

Hi ihr,

bin gerade dabei, meine 89er ktm lc4 auf vordermann zu bringen. wollte dabei auch endlich mal den stahlrahmen lackieren, zum einen weil überall der rost nagt zum anderen weil mir die farbe auf den sack geht. hab nun aber noch nie lackiert und hoffe deshalb, dass jemand von euch mir die einzelnen arbeitsschritte so beschreiben kann, und zwar so, dass es auch was wird :)

danke euch schommal im voraus,

roland

21 Antworten

Ist vom Prinzip her nicht sonderlich schwierig.

Zunächst muss der Rahmen abgeschliffen werden, dabei würde ich empfehlen lackproben mit der neuen grundierung und dem neuem lack zu nehmen, wenn die sich vertragen reicht es auch wenn du nur die rostigen und gamligen ecken bis zum Metall abschleifst. Den rest natürlich trotzdem gut anschleifen (klar und hauptlack sollten schon ab sein wenn alte grundirung drunter ist ist nicht so schlimm).

Ich habe dafür erst gröberes und dann feineres Nassschleifpapier genommen, obs wirklich das tausender hätte sein müssen kann ich dir nicht sagen, aber geschadet hattes zumindest nicht.

Wenn der Rahmen abgeschliffen ist (vorallem der rost muss ab, da hält kein lack drauf) solltest du ihn mit verdünnung oder ähnlichem abreiben um fettrückstände etc. zu entfernen.

Danach gehts an die Grundierung. Die Dosen gibts im Baumarkt für relativ wenig Geld. Die Verarbeitung ist dabei eigentlich recht leicht, aus etwa 25-30 cm entfernung einfach auf den Rahmen aufsprühen. Dabei solltest du allerdings nie auf einer Stelle ruhen gibt unschöne nasen. Lieber ein paar dünnere schichten mehr als ein dicke schicht. Das die Trockenzeiten die auf der Dose stehen einzuhalten sind ist denke ich klar. Am ende sollte der ganze Rahmen deckend grundiert sein, sollte irgendwo metall durchschimmern einfach noch ne dünne ladung drauf.

Da du schreibst das du noch nie lackiert hast wirst du vermutlich keine Lackpistole, Kompressor etc. zuhause haben und die Anschaffung währe vielleicht auch etwas teuer für ein mal. Von daher werden dabei wohl für dich auch eher spraydosen interessant sein. Habe ich selber noch nicht mit gearbeitet, sollte aber ansich keine probleme darstellen.

Wie auch die Grundierung in mehreren dünnen schichten aus genügend entfernung aufsprühen und lange genug trocknen lassen.

Der letzte schritt währe dann der klarlack für den wieder das gleiche gilt, je nach klarlack kann es allerdings sein das nur eine schicht nötig ist. Aus eigener erfahrung muss ich sagen das gerade der klarlack nicht so ganz einfach ist sowohl beim lackieren meies rahmens etc. als auch beim lackieren des tanks ging immer alles gut bis ich zum klarlack kam, in den hab ich dan beide male nasen bekommen. Ausserdem musst du beim klarlack darauf achten das sich kein lacknebel auf dem Rahmen absetzt sonst sieht er hinterher Matt aus, also nicht zu dick lackieren aber eben auch nicht nur nen kleines wölkchen rüber schwirren lassen.

 

Solltest du dir nasen einfangen versuch auf garkeinen fall die weg zu wischen oder ähnliches, das wird nichts. Am besten komplett trocknen lassen, und je nach größe entweder vorsichtig mit nassschleifpapier raus schleifen oder bei größeren zunächst mit einem scharfen(!!) Teppichmesser parallel zum untergrund abhobeln und dann schleifen. In beiden fällen solltest du versuchen dabei nicht bis zu der darunterliegenden lacksorte zu schleifen und natürlich wieder einige lackschichten hinzufügen.

Ausserdem würde ich dir empfehlen während der gesamten lackarbeiten einen staubschutz zu tragen und für best mögliche lüftung zu sorgen, deine lungen werden es dir danken. Solltest du doch mit Lackpistole und in der Garage oder ähnlichem arbeiten kann ich nur empfehlen die wände mit Folie abzuhängen, der feine lacknebel setzt sich sonst überall ab.

Wenn dus ganz genau haben willst musst du mal suchen, einer der Mods (glaube ich zumindest dasses einer von denen wahr) hatte mal ein sehr sehr ausführliches Lackier FAQ gepostet.

Themenstarteram 28. August 2006 um 11:19

Okay, das war ausführlich ;) Vielen Dank- ich probiers gleich aus

ich würde ihn pulverbeschichten lassen, ist härter und widerstandfähiger.

Themenstarteram 28. August 2006 um 13:04

okay, aber das geld spielt auch ein kleines röllchen. wie teuer ist so eine pulverbeschichtung? oh, da fällt mir ein ich muss die verkleidung, kotflügel und sonst. plastikteile auch lackieren, wie mach ich das am besten? brauch ich dazu unbedingt so eine pistole? einen kompressor hätte ich immerhin schon...

Also, kleine Plastikteile kannste gut mit der Dose lackieren. Du solltest nur vorher gut Haftgrund aufsprühen, sonst reist der Lack wenn sich der Kunststoff verwindet.

Zum Kompressor brauchst Du auch eine Pistole, sonst bringt er Dir nichts.

Gruß Sascha

Themenstarteram 28. August 2006 um 15:05

jaja klar, ich hab mich nur gefragt, ob man für die kunststoffteile ne pistole braucht oder ob das ohne geht. also abschleifen-putzen-haftgrund-lack-klarlack

okeh vielen dank

Na dann, viel Erfolg...

Gruß Sascha :)

Im prinzip gehts bei verkleidungsteilen genauso wie auch sonst überall, nur sovern du unlackiertes plastik hast solltest du vor der Grundierung noch wie beschrieben haftvermittler aufsprühen, wurde mir damals zumindest beim lackierer so gesagt, nen vergleichstest hab ich allerdings nicht und großartig gebogen hab ich die plastikteile auch noch nicht aber halten tuts und man sieht keinen unterschied zu den metallteilen.

Zum Thema Pulverbeschichten, ist bei neueren Fahrzeugen sicherlich ne Überlegung wert aber bei ner Maschine von 89 würd ich das nicht mehr machen. Wenn du nicht stürzt hält lack auch ne ganze weile und sollte das mal vorkommen hält auch die Pulverbeschichtung nicht mehr stand. Und wenn die Pulverbeschichtung 20 jahre hält der rest aber nach 10 jahren schon auseinander fällt bringts ja auch irgendwie nichts.

Hi,

über Pulverbeschichtung habe ich auch mal nachgedacht, mir wurden aber auch viele Nachteile berichtet, z.B. wenn du da einen kleinen Kratzer oder Schrammen hast und es nicht merkst dann kann das Metall unter der Beschichtung gemütlich rosten.

Alternativ zur Spritzfarbe oder Dose kannst du auch mit einer feinen Farbrolle und gutem Lack sehr gute Erfolge erzielen.

Hat auch den Vorteil das man es z.B. im Keller machen kann ohne das es gleich nach Farbe stinkt wie bei Sprühlacken.

Gruß

Peter

Themenstarteram 29. August 2006 um 10:55

hhmmmmmmmm, muss ich jetzt speziell hitzebeständigen lack kaufen - teile der verkleidung liegen direkt am motor/auspuff an- oder tuts normaler auch,welcher wahrscheinlich billiger ist?

Bei meiner Dommi wurde das linke hintere Seitenteil auch nachlackiert. Das deckt den linken Endtopf ab und wird recht warm. Da wurde auch nur normale Farbe verwendet.

Gruß Sascha

Themenstarteram 31. August 2006 um 20:50

hm, also ich hab mir noch ne meinung eingeholt von jemandem der schon einige maschinen überholt hat, der meinte ich soll den rahmen lieber sandstrahlen lassen, sonst sitzt der rost nach 3 monaten wieder am rahmen weil man per hand niemals so gründlich schleifen kann wie der sandstrahler es tut, genauso siehts mit dosenlack und pulverbeschichtung aus. PUUUUHA scnauf,schnauf. langer satz

was meint ihr nomma dazu?

Das ist doch was, wenn Du jemanden an der Hand hast der strahlt (mit Sand und nicht mit den Zähnen ;)) dann lass den Rahmen strahlen. Er hat Recht, das ist natürlich gründlicher...

Wenn der Dosenlack richtig verarbeitet wird und in wirklich jede Spalte reinkommt ist das auch OK, das Risiko ist eben beim Beschichten geringer. Das macht der Profi und der muß eine Gewährleistung für seine Arbeit geben.

Das Beste was Du machen kannst, ist erst strahlen und dann beschichten. Aber das hat eben auch seinen Preis. Du musst wissen, ob es sich lohnt, ob Du das Bike dann auch ne Weile behalten willst...

Gruß Sascha

Themenstarteram 1. September 2006 um 10:27

auf wieviel kommt man denn da so, mal angenommen ich würde sandstrahlen und beschichten lassen? scheinst dich ja mit den sachen auszukennen ;)

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