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Pendlerauto Diesel 7500€ spritsparend

Themenstarteram 4. Febuar 2017 um 23:43

Guten Abend liebe Community,

ich bin auf der Suche nach einem möglichst sparsamen Gebrauchten für die nächsten 5-6 Jahre, welcher täglich für 2x 60km Strecke zur Arbeit herhalten muss (ings. 25.000km / Jahr). Die Strecke besteht aus 10km Stadt und 50km Autobahn und das Budget liegt bei max. 7500€, gerne weniger. Das Auto ist primär zum kostengünstigen und sicheren "von A nach B"-kommen gedacht, daher lege ich weniger Wert auf Fahrspaß/Sound/Kurvenlage. Nun folgend meine wichtigsten Punkte:

=== Kurzfassung ===

Zur Auswahl stehen Ford Focus mk2 1.6 TDCi 109PS, Hyundai i30 CRDi 90PS, Seat Ibiza 1.6 TDi 90PS. Sicher sollte er sein, 5 Türen, Golfklasse, mit Autobahnen klar kommen und dabei komfortabel sein, spritsparend spritsparend spritsparend, und wenn man die Gesamtkosten betrachtet (mit Verkauf & Reparaturen) günstig im Unterhalt.

 

=== Detaillierte Fassung ===

  • Kostengünstig und Spritsparend, daher fällt Benziner meines Erachtens nach weg. Sollte bei meiner vorausschauenden und eher defensiven Fahrweise nicht über 5l/100km kommen. LPG etc. entfällt für mich. Keine überteuerten Kosten für Wartung/evtl. Reparaturen.
  • gewisser Komfort und Sicherheit (ABS, ESP, Airbags...), insbesondere auf der Autobahn. Ich fahre die oben genannte Strecke derzeit mit einem Polo 9N3 und muss sagen, dass es 1. ab 110km/h übermäßig laut wird und 2. man einfach merkt, dass es ein Kleinwagen ist (unruhig, windanfällig etc.).
  • zuverlässig und mit akzeptablen Wertverlust.
  • beim "Mitschwimmen" bei 130-140km/h auf der Autobahn nicht direkt am Anschlag ist (da hoher Spritverbrauch und überholen etc. unsicher ist) --> "angemessene" Motorisierung.
  • 5 Türer

Mit diesem Punkten im Hinterkopf habe ich folgende drei Modelle in meine engere Auswahl genommen:

  • Ford Focus mk2 1.6 TDCi 109PS
  • Hyundai i30 (2007-2012) 1.6 CRDi 90PS, nicht den Kombi (CW)
  • Seat Ibiza 1.6 TDI 90PS

Zum Focus:

Habe selber derzeit einen Focus mk1 Benziner und bin sehr zufrieden insb. vom Fahrverhalten, deshalb dem Focus mk2 nicht abgeneigt. Zudem sehr geräumig, vernünftige Wertstabilität, 5 Sterne NCAP, und der 1.6TDCi soll bei richtiger Handhabung ewig laufen [wird im Forum zumindest so geschildert]. Doch gerade bei den 1.6 TDCi hört man immer wieder vereinzelt von Probleme beim Turbo, und hinzu kommt, dass der DPF bei ~120.000km gewechselt werden muss, was wohl >800Euro kostet. Sind die Turboprobleme bei den neuen Baujahren (2009-2011) behoben?

Zum Hyundai:

Habe vergleichsweise viel Positives gelesen, soll nicht so fehleranfällig sein (Ausnahme wohl Achsen und Beleuchtung, was aber verziehen werden kann), DPF muss nicht gewechselt werden bzw. erst bei 200.000km (stimmt das?) und kommt generell mit umfangreicher und moderner Ausstattung. Hier habe ich allerdings Angst um die Wertentwicklung. Laut focus.de ist der Hyundai als Neuwagen am wertstabilsten nach 4 Jahren, fraglich ist allerdings ob ein Gebrauchter Hyundai BJ 2010 in 5-6 Jahren sich überhaupt mit einem vergleichsweisen Ford Focus messen kann? Gibt's hierzu Erfahrungen / Was ist euer Rat? Oder macht das bei Gebrauchten in "diesem Preissegment" schon fast keinen Unterschied mehr da die danach eh exportiert werden?

Zum Seat:

Hat 5 Sterne beim NCAP Crashtest. Meiner Meinung nach guter Mittelweg zwischen Focus und i30 da viel Platz und "bekannte Marke" da Hause VW (bessere Wertstabilität?). Habe allerdings noch nicht viel zum Thema Langlebigkeit/Kinderkrankheiten in Erfahrung bringen können. Wie schaut's da aus mit dem VW Motor?

Allgemein:

Was ist sinnvoller beim Kauf eines gebrauchten Diesels (mal etwas pauschalisiert ausgedrückt) wenn man mein Budget betrachtet:

  • weniger gefahrenen, 7-8 Jahre alten mit ~70.000km [beim Ford Focus: DPF muss noch gewechselt werden], mit der Gefahr, dass dieser oft für Kurzstrecken "missbraucht" wurde?
  • etwas mehr gefahrenen, 5-6 Jahre alten mit >100.000km [evtl. bereits gewechselte DPF, somit Ersparnis von 800€ beim Focus?]. Hierbei hat man allerdings ein Auto, was nunmal schon ~40.000km mehr runter hat und somit evtl. anfälliger für Reparaturen ist?

 

Ich hoffe ich konnte klar machen was ich suche und ich freue mich auf eure Antworten!

Wenn irgendwas unklar ist oder meine Gedanken/Ideen so keinen Sinn machen, weist mich bitte drauf hin.

Mit freundlichen Grüßen

AlexxLi

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10 Antworten

Naja vom Peugeot Diesel hört man leider nicht so viel gutes im Focus wie von den Benziner,turboproblem soll angeblich ab facelift gegegewirkt sein und angeblich auch Öl schuld was ford vorschreibt....

Für 8000€ findet man wohl auch schon ecobooster,denen ich mehr trauen würde.

 

Hyundai ist Wartung und Ersatzteile teurer und bei älteren waren häufig die hd pumpen vor 200tkm hin.

 

Seat,naja ..... Ne ich mag nix von vw

Ziel ist es ja, 125t - 150t km in den nächsten Jahren zu fahren. Damit hat das Fahrzeug am Ende irgendwas über 200t km auf der Uhr und der Restwert wird sich in Grenzen halten. Damit fällt die Wertstabilität raus.

Die typischen Reparaturen wegen Verschleiß kommen in dem Interval auch mindestens einmal.

Würde eher ein Fahrzeug das Langstrecke lief und erwas jünger ist nehmen. 120t km, Scheckheft, frisch auf Vordermann gebracht.

Wertstabilität oder Wiederverkauf würde ich nicht allzu wichtig sehen, nach 6 Jahren haben die Autos weit über 200 TKM und sind klar älter als 10 Jahre alt. Der Restwert wird sich da automatisch bei jedem Modell in Grenzen halten.

Wichtiger wären mir Versicherung/ Steuer und Verbrauch sowie Komfort. Weit über 100000km würde ich nicht wählen, da kommt man zu schnell in die Bereiche, in denen Partikelfilter, Zahnriemen und Fahrwerksteile neu müssen.

 

Zur Auswahl:

- Der Ibiza ist kleiner als die Golfklasse, dazu noch eher rustikal verarbeitet. Groß ist er nur bei der Versicherungseinstufung (Klasse 18). Für Vielfahrerei würde ich zu etwas anderem greifen. Ausserdem gehört der Motor zu den Betrugsdieseln.

- Der Hyundai i30 Diesel gilt als zuverlässig, ich finde ihn eher unkomfortabel. Wobei die Hyundais und Kias nach Ablauf der langen Werksgararntien immer günstig zu haben sind. 90 PS sind ausreichend, mehr halt nicht. Auf jeden Fall den mit 6-Gang-Getriebe nehmen. Es gibt modernere Diesel, aber vom Preis-Leistungs-Verhältnis sicher nicht schlecht. Haftpflicht Klasse 17

- Focus ist vom Fahren klar das beste Auto, der Motor ist gut, allerdings soll die spätere Version mit 116 PS deutlich zuverlässiger sein. Man sollte immer drauf achten, das korrekte Motoröl zu verwenden (vor ööem bei Wartung nicht durch Markenwerkstatt). Der Motor ist wartungsfreundlich und Ersatzteile günstig. Haftpflicht Klasse 17/18

Noch ne Idee : Citroen C4 - gleicher Motor wie der Focus, man bekommt ihn nur oft günstiger als diesen. Innenraum ist besser verarbeitet, fährt sich komfortabler, aber weniger agil. Die 111 PS Version ist deutlich zuverlässger als die mit 109 PS. Versicherung ist Klasse 16.

Der hier z.b. sogar mit Massagesitzen:

https://www.autoscout24.de/.../...8cc9-6b4c-41bd-b0b2-bb9aa9554e5e?...

Oder Renault Megane, Der 110 PS gilt als sehr sparsam und zuverlässig. Gibts gebraucht sehr günstig. Der Kombi ist in der Versicherung billiger als die Limousine.

https://www.autoscout24.de/.../...7747-f2b9-3716-e053-e350040acecd?...

Statt nem Hyundai i30 mit 90 PS könnte man auch einen Kia Rio mit dem selben Motor überlegen. Ich finde den für einen Kleinwagen sehr erwachsen, und er dürfte flotter und sparsamer sein als der i30, Ist auch eine Klasse günstiger in der Versicherung.

Hier einer mit Lenkradheizung

https://www.autoscout24.de/.../...e796-d0d0-492c-a343-d8a038732247?...

Zitat:

@AlexxLi schrieb am 4. Februar 2017 um 23:43:14 Uhr:

Zum Focus:

Habe selber derzeit einen Focus mk1 Benziner und bin sehr zufrieden insb. vom Fahrverhalten, deshalb dem Focus mk2 nicht abgeneigt. Zudem sehr geräumig, vernünftige Wertstabilität, 5 Sterne NCAP, und der 1.6TDCi soll bei richtiger Handhabung ewig laufen [wird im Forum zumindest so geschildert]. Doch gerade bei den 1.6 TDCi hört man immer wieder vereinzelt von Probleme beim Turbo, und hinzu kommt, dass der DPF bei ~120.000km gewechselt werden muss, was wohl >800Euro kostet. Sind die Turboprobleme bei den neuen Baujahren (2009-2011) behoben?

Der Partikelfilter muss nicht zwingend bei 120tkm gewechselt werden. Man sollte hier ganz klar unterscheiden, ob man ein Fahrzeug mit 120+tkm kauft oder eines bis z.B. 80tkm. Beim Kaufen eines Fahrzeugs mit geringerer Laufleistung sollte man einfach solange fahren, bis sich der Partikelfilter meldet. Je nach Fahrprofil kann das auch erst bei 150-180tkm der Fall sein. Wichtiger ist, dass man die Intervalle für das Kraftstoffadditiv genau einhält. Kauft man einen mit 120tkm oder mehr und wird das Fahrzeug mit lückenloser Wartung beworben, dann sollte man auf den Partikelfilterwechsel bestehen oder einen erheblichen Nachlass fordern. Wenn mit lückenloser Wartung geworben wird, muss das schließlich auch eingehalten werden.

Es gibt den 1.6 TDCI auch mit Ford Partikelfiltersystem ohne Additiv, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das auch beim schwächeren Diesel mit 90PS verbaut wurde.

Zitat:

@AlexxLi schrieb am 4. Februar 2017 um 23:43:14 Uhr:

Zum Hyundai:

Habe vergleichsweise viel Positives gelesen, soll nicht so fehleranfällig sein (Ausnahme wohl Achsen und Beleuchtung, was aber verziehen werden kann), DPF muss nicht gewechselt werden bzw. erst bei 200.000km (stimmt das?) und kommt generell mit umfangreicher und moderner Ausstattung.

Jeder aktive Partikelfilter (also die ab Werk verbauten Partikelfilter) muss irgendwann ausgetauscht werden. Bei jeder Regeneration bleibt etwas Asche im Filter zurück und bestimmt so die Lebensdauer.

Generell: Wenn du bei 130-140km/h mit schwimmen willst ohne das der Verbrauch zu sehr ansteigt würde ich wohl eher nach Fahrzeugen mit 110-115PS Ausschau halten.

Ich verstehe ja Deine Bedürfnisse, fahre selber eine ähnliche Arbeitsstrecke. Dein Dilemma ist, wie Du selbst erkennst, für das eher begrenzte Budget einen sparsamen und zuverlässigen Wagen zu finden. Die Angebote sind aber oft in der Kategorie, wo das Reparaturrisiko modellunabhängig steigt, da kann man höchstens Glück haben mit einem Wagen, aber zweite Lebenshälfte ist's und bleibt's.

Worauf ich hinaus will: Du hast zwei alte Autos, die beide noch laufen. Jünger werden die nicht, deren Wert tendiert Richtung wenig bis nichts, Kaskoversicherung brauchst Du da nicht mehr. Günstiger als die beiden runterzufahren kommst Du vmtl nicht weg, auch wenn da einige Liter Treibstoff mehr durchfliessen. In der Zeit mehr Budget ansparen wäre nicht verkehrt, so dass dann ein neueres Fzg in Betracht gezogen werden kann.

Themenstarteram 5. Febuar 2017 um 12:41

Erst einmal danke für die vielen Antworten!

Ich versuche mal auf jede Antwort einzugehen. Nicht erschrecken, wenn der Post (wieder mal) etwas länger wird. :)

Zitat:

@Fahrspaz schrieb am 4. Februar 2017 um 23:56:05 Uhr:

Ziel ist es ja, 125t - 150t km in den nächsten Jahren zu fahren. Damit hat das Fahrzeug am Ende irgendwas über 200t km auf der Uhr und der Restwert wird sich in Grenzen halten. Damit fällt die Wertstabilität raus.

Zitat:

Wertstabilität oder Wiederverkauf würde ich nicht allzu wichtig sehen, nach 6 Jahren haben die Autos weit über 200 TKM und sind klar älter als 10 Jahre alt. Der Restwert wird sich da automatisch bei jedem Modell in Grenzen halten.

Ok gut, dann denke ich können wir die Wertstabilität vernachlässigen.

Zitat:

Der Ibiza ist kleiner als die Golfklasse, dazu noch eher rustikal verarbeitet. Groß ist er nur bei der Versicherungseinstufung (Klasse 18). Für Vielfahrerei würde ich zu etwas anderem greifen. Ausserdem gehört der Motor zu den Betrugsdieseln.

Um ehrlich zu sein habe ich mir im Vorweg auch schon so etwas gedacht. Zumal die Ibizas ähnlichen Baujahres, die auf den Straßen unterwegs sind, teilweise schon sehr verbraucht aussehen. Und zum Thema Dieselgate: Da ich täglich durch mehrere grüne Umweltzonen fahre, möchte ich das Risiko nicht eingehen in näherer Zeit die grüne Plakette zu verlieren.

Zitat:

- Focus ist vom Fahren klar das beste Auto, der Motor ist gut, allerdings soll die spätere Version mit 116 PS deutlich zuverlässiger sein.

Von diesen findet man leider aber erst welche ab 8000€ und aufwärts. Kann man trotzdem den Focus mit 1.6TDCi (90PS) in Betracht ziehen? Da bei den Focus'sen ein deutlich größeres Angebot herrscht findet man evtl. schneller einen preisgünstigen (~6000€?) und hat genug Geld zum Zurücklegen, falls Turbo/DPF dann doch mal gemacht werden müssen. Ist diese Vorgehensweise empfehlenswert?

 

Zitat:

Worauf ich hinaus will: Du hast zwei alte Autos, die beide noch laufen. Jünger werden die nicht, deren Wert tendiert Richtung wenig bis nichts, Kaskoversicherung brauchst Du da nicht mehr. Günstiger als die beiden runterzufahren kommst Du vmtl nicht weg, auch wenn da einige Liter Treibstoff mehr durchfliessen. In der Zeit mehr Budget ansparen wäre nicht verkehrt, so dass dann ein neueres Fzg in Betracht gezogen werden kann.

Genau, derzeit habe ich folgende beiden:

  • Ford Focus mk1 BJ 2004, 1.4 Benziner 75PS Fließhecklimousine, 110.000km
  • VW Polo 9N3 BJ 2009 1.2 Benziner 64PS, <70.000km

Beim Focus muss ich allerdings sagen, dass der durch die doch unzureichende Motorisierung im Verhältnis zum hohen Gewicht auf der Autobahn recht viel verbraucht (>8.5l/100km) und schon ab 100km/h stressig wird zu fahren (da einfach keinerlei Leistung mehr), ansonsten aber genau zu meinen Anforderungen passt. Durch die genannten Negativpunkte aber als Fahrzeug für die nächsten 6 Jahre wegfällt, zumal er jetzt schon 13 Jahre auf dem Buckel hat.

Mit dem Polo komme ich auf knapp über 7l/100km bei oben beschriebener Fahrweise, allerdings kommt der nicht annähernd an das Komfortlevel und "Sicherheitsgefühl" einer Kompaktklasse/untere Mittelklasse heran. Auch für Langstreckenfahrten, wenn man bspw. mal mit 4 Personen unterwegs ist, wird das mit Gepäck schon sehr eng (der Focus war hier immer mehr als ausreichend). Daher ist auch dieser meines Erachtens nach keine optimale Wahl für die nächsten 6 Jahre.

Wenn man halbwegs vernünftig verkauft, denke ich, dass man für beide noch um die 7500€ bekommt (ich hoffe meine Schätzungen sind hier realistisch, da gerade der Polo mit den "wenigen" km noch gut gehandelt wird).

Zitat:

Jeder aktive Partikelfilter (also die ab Werk verbauten Partikelfilter) muss irgendwann ausgetauscht werden. Bei jeder Regeneration bleibt etwas Asche im Filter zurück und bestimmt so die Lebensdauer.

Genau, das ist auch mein Wissensstand. In einem britischen Hyundai Forum habe ich allerdings gelesen, dass da kaum jemand bis 200tkm überhaupt etwas von seinem DPF mitbekommen hat geschweige denn überhaupt wissen dass man den wechseln muss. :confused:

Zitat:

Noch ne Idee : Citroen C4 - gleicher Motor wie der Focus, man bekommt ihn nur oft günstiger als diesen. Innenraum ist besser verarbeitet, fährt sich komfortabler, aber weniger agil. Die 111 PS Version ist deutlich zuverlässger als die mit 109 PS. Versicherung ist Klasse 16.

Finde den C4 sehr ansprechend und der Verbrauch ist auch super. Die Frage ist nur: wenn der gleiche Motor wie beim Focus verbaut wurde, ist dieser dann ebenso anfällig wie im Focus?

In meinem Bekanntenkreis wurde mir von den Marken Citroen/Peugeot/Renault weitestgehend abgeraten aufgrund "mangelnder Zuverlässigkeit", habe aber selbst keine Erfahrungen mit diesen Marken und bisher nicht viel darüber gelesen. Gibt's dazu Erfahrungen: welche Teile machen beim C4 bzw. beim Renault Megane Probleme, wie schlägt er sich insgesamt so?

Ich werfe mal den BMW Mini in den Ring. Der ist schon mit 90 PS ausreichend flott motorisiert und verbraucht selbst als Benziner ohne Schleichfahrweise unter 7l /100 im Drittelmix. Der Diesel kommt sogar mit weniger als 6l/100 km aus.

Gute Exemplare ab MJ 2013 mit < 100 tsd km gibt es für unter 7500 € auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt.

In unserer Familie lief ein gut ausgestatteter gebrauchter Mini Cooper (122 PS) zuletzt 2 Jahre vollkommen problemlos. Er wurde mit knapp 120 tsd km vor ein paar Monaten für 7000 € weiter verkauft. Der Wagen wurde zu 30% in der City, 20% Landstraße und 50% auf Schnellstraßen (120 -160 km/h) gefahren und verbrauchtemit diesem Fahrprofil als 6-Ganghandschalter mit Start-Stop Automatik ca. 6.8 l/100 km Super 95 über insgesamt gefahrene 22 tsd km. Dank 6 Gängen ist der Mini Cooper auch im Tempobereich 120 -160 km/h nicht besonders laut.

Wichtig beim Kauf eines Mini ist eine saubere Wartungshistorie. Service und Verschleißreparaturen kann jede qualifizierte freie Werkstatt erledigen und Ersatzteile sind auf em freien Markt gut zu bekommen.

Hier ist eine Liste aus F mit besonders zuverlässigen Dieselmotoren, da ist der 1.6 HDI mit 112/115/120 PS drauf.

http://www.fiches-auto.fr/.../s-1193-diesels-les-plus-fiables.php

Der c4 gilt in F als zuverlässig und sehr solide und gut verarbeitet- und auch etwas langweilig. Die Version mit 109 -110 PS ist auf der Liste der unzuverlässigen Motoren:

http://www.fiches-auto.fr/.../s-1192-diesels-les-moins-fiables.php

Wobei Peugeot und Citroen etwas andere Motoröle als Ford vorgeschrieben haben - das soll Schäden vermieden haben.Die Motoren kommen aber alle aus der selben Fabrik in Metz-Tremery unweit vom Saarland.

Hier ne Liste über den Ersatzteilbedarf je Motor - da sind Ford/PSA und Renault die mit dem geringsten Bedarf.

http://www.le-bon-plan.com/.../...fonction-des-demandes-a-la-casse.png

Zitat:

@AlexxLi schrieb am 5. Februar 2017 um 12:41:40 Uhr:

Genau, das ist auch mein Wissensstand. In einem britischen Hyundai Forum habe ich allerdings gelesen, dass da kaum jemand bis 200tkm überhaupt etwas von seinem DPF mitbekommen hat geschweige denn überhaupt wissen dass man den wechseln muss. :confused:

Ich kenne jemand aus einem anderen Forum der hat den 1.6 HDi mit 80kW (also erste Version) im C5. Tauschintervall waren 120tkm und tatsächlich notwendig wurde der Tausch erst bei 210tkm. Es hängt sehr stark vom Fahrprofil ab.

Zitat:

@AlexxLi schrieb am 5. Februar 2017 um 12:41:40 Uhr:

Finde den C4 sehr ansprechend und der Verbrauch ist auch super. Die Frage ist nur: wenn der gleiche Motor wie beim Focus verbaut wurde, ist dieser dann ebenso anfällig wie im Focus?

In meinem Bekanntenkreis wurde mir von den Marken Citroen/Peugeot/Renault weitestgehend abgeraten aufgrund "mangelnder Zuverlässigkeit", habe aber selbst keine Erfahrungen mit diesen Marken und bisher nicht viel darüber gelesen. Gibt's dazu Erfahrungen: welche Teile machen beim C4 bzw. beim Renault Megane Probleme, wie schlägt er sich insgesamt so?

Renault hat mit PSA (also Peugeot und Citroën) nichts gemeinsam. Das sind völlig getrennte Konzerne.

Die Probleme bei Ford beziehen sich ja meist auf die erste Version des 1.6 HDi 16V mit 66kW oder 80kW. Ford hat bei diesen Motoren ein anderes Öl eingesetzt als von PSA vorgeschrieben.

Bei dem 1.6 HDi mit 82kW oder 84kW (oder aktuell 88kW) handelt es sich um weitere Ausbaustufen des Motors, bei dem einiges anders ist. Größter Unterschied dürfte wohl sein, dass man von 16V auf 8V gewechselt ist. Von diesen Motoren hört man sehr wenig negatives. Ich bin selbst 6,5 Jahre (oder 145tkm) einen 1.6 HDi mit 80kW gefahren und hatte Null Probleme am Motor.

Du wirst über jeden Turbomotor Schadensberichte finden, wenn man nur lange genug sucht.

Was die Tipps aus dem Bekanntenkreis angeht: Wie viele von den Leuten fahren denn tatsächlich seit längerem Fahrzeuge von PSA? Meine persönliche Erfahrung ist, dass viele Leute meist nur über Hörensagen oder Erfahrungen aus zweiter oder dritter Hand von Defekten gehört haben.

Ich fahre seit 2001 Peugeot und habe mit meinen drei Fahrzeugen keine gravierenden Mängel gehabt.

Zitat:

@AlexxLi schrieb am 5. Februar 2017 um 12:41:40 Uhr:

Zitat:

Worauf ich hinaus will: Du hast zwei alte Autos, die beide noch laufen. ...

Genau, derzeit habe ich folgende beiden:

  • Ford Focus mk1 BJ 2004, 1.4 Benziner 75PS Fließhecklimousine, 110.000km
  • VW Polo 9N3 BJ 2009 1.2 Benziner 64PS, <70.000km

...

Wenn man halbwegs vernünftig verkauft, denke ich, dass man für beide noch um die 7500€ bekommt (ich hoffe meine Schätzungen sind hier realistisch, da gerade der Polo mit den "wenigen" km noch gut gehandelt wird).

Ups, da habe ich mich in meiner Einschätzung vertan, sry. Beim Polo sehe bei Wikipedia, dass der 64 PS-Motor nur bis 2007 verbaut wurde, aber Du wirst besser wissen, was für einen Wagen Du hast. Einkaufspreise gem. DAT sind allerdings für einen 07er wie für einen 09er unter 4t€. Und beim Focus liegen die Preise vom Händler schon unter 3t€, privat gg 2t€. Mit den 7500€ mag's somit knapp hinkommen, hängt natürlich noch vom Zustand und ein wenig von der Ausstattung ab.

Ja, schade dass die beiden Wagen nicht zu Deinen jetzigen Anforderungen passen.

Was ich mir noch anschauen würde statt dem Hyundai i30 ist der Kia cee'd, der auf der gleichen techn. Plattform steht, aber in der Versicherung ab BJ 12 mit KH15 2-3 Stufen günstiger in der Haftplicht ist. Zudem ist er scheint's noch etwas liebevoller verarbeitet ;)

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