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Patente im Automobilbau

Themenstarteram 9. Januar 2012 um 22:51

Hallo,

da ich eher aus der EDV-Ecke komme und mich ständig über diese extrem seltsamen Patentstreitigkeiten zwischen Apple und Samsung etc. wundere (Design-Patent, aha! Wisch-Patent, aha!), da frage ich mich doch: So etwas wie z.B. ESP, ABS, Tempomat ist doch eine um ein Vielfaches schützenswürdigeres erfinderisches Gut wie die allermeisten trivialen EDV-Patente.

Also, da erfindet jemand ESP, und patentiert das nicht?? Airbags, und patentiert das nicht? ABS? Oder passiert das alles klammheimlich, ist patentiert und jeder hält sich dran und jeder Chinese zahlt brav die Lizensierungskosten? Warum hört man nur aus dem EDV-Bereich ständig Berichterstattungen über Patentverletzungen, aber nichts aus dem durchaus innovativen Automobil-Bereich? Wäre doch ein gefundenes Fressen für Toyota und die Hybrid-Technologie...die müssen doch massig Patente haben, aber ich lese nichts von Rechts-Streitereien.

Google mit "ESP Patentverletzung" liefert nur Mist ...daher wundere ich mich doch sehr. Wie die Welt doch tickt... ich verstehe es nicht...

vg,

v77100

Beste Antwort im Thema
am 10. Januar 2012 um 2:38

Hybride hatte die Wehrmacht und jap Kriegsmarine schon eingesetzt, Diesel und E-Motore. Diesel die in U-Booten, bei Überwasserfahrt, gleichzeitig die Akkus luden, die bei Schleichfahrt die E-Motore unter Wasser antrieben.

Die Diesel konnten ohne Schnorchel nicht unter Wasser angelassen werden und laufen.

Was uns heute als Neuheit angeboten wird, ist oft schon mind 75 Jahre alte Technik.

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am 10. Januar 2012 um 14:47

Dieselelektrik bei der Bahn heisst, zwei sinnvolle Konzepte zu vereinen.

Den langsamen Diesel zur Stromerzeugung zu nutzen und den E-Motor als Antrieb einzusetzen.

Der Stromer hat von Beginn an Kraft und behält sie bis zur Enddrehzahl ohne Leistungsverlust bei.

Unter Verwendung der Dieselhydraulik dreht der Diesel anfangs hoch, da mit ihm nicht unter Kraft, wie mit einem E-Motor angefahren werden kann. Die Hydraulik ist ähnlich einer variablen Rutschkupplung, die ohne aufzurauchen, Kraftschluss bietet.

Der Motor wird zum Anfahren auf Höchstdrehzahl gebracht, die mit Zunahme an Geschwindigkeit sinkt, wenn sich der Zug in Bewegung gesetzt hat.

Während der Fahrt funktioniert der Antrieb ähnlich einer Variomatik.

Diesel- oder Benzinelektrische Antriebe hatten viele Allrad PKW und LKW während des 2. WK, Verbrennungsmotor, Generator, 4 oder 6 Nabenmote hinter den Rädern und meist einen Akkusatz an Bord, um noch ohne Kraftstoff weiter fahren zu können..

Alles nichts neues, die Innovation (vor dem Stand der Technik zu sein), wie man uns heute weissmachen will, liegt lange zurück.

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