Motorradgottesdienst / Messe / Glaube

Moin,
aus aktuellem Anlaß und weil die letzten Themen aus 2008 und 2011 sind, würde ich gern mal wissen, wie Ihr dazu steht.
Mittlerweile hat sich ja die Abkürzung "MoGo" durchgesetzt.
Der Anlaß war am letzten Samstag, mein Süssi und ich waren in Recklinghausen zu einer Hochzeit eingeladen.
Erst der Gottesdienst (Hmm katholisch = Messe?) und abends die Party.
Schon vor 25 Jahren wurde überall kommuniziert, daß Motorradfahrer zur Kirche fahren und einen Gottesdienst / eine Messe (machen?).
Was sagt Ihr da spontan zu?
Motorrad hat nichts mit Kirche / Glauben zu tun oder eher Bratwurst und Kaffee?
Gottes Dienst bedeutet ich muß etwas anbeten?
Ich wollte doch Moped fahren und der Segen kommtt evtl. alle 2 Jahre vom Tüv?

Beste Antwort im Thema

Ich habe nichts gegen Gott, aber seine Fanclubs gehen mir gehörig auf den Sack-----

Meine Bikes bekommen den Segen von Castrol, ROZ 95 und dem heiligen Kringel - alles andere wäre in ihren Augen Blasphemie. Und sollte Gott sie wirklich taufen und weihen wollen, so hat er dies mit reichlich Regen in den letzten Tagen auch ausgiebig getan.

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Stimmt. Habe mich auch gewundert, weshalb Du das eingebracht hast.

Es gibt Massen von christlichen Bikergruppierungen.

http://www.cmsev.de/cms/
oder die ganze Palette:

https://www.google.de/?...

Die tun sicher nichts Falsches, was man von anderen Bikerzusammenschlüssen nicht immer behaupten kann.

Ja, soziologisch ist Polizei eine Folge der Überbevölkerung ... simpel ausgedrückt.
Angeblich kann die Menschheit ohne Glaube nicht existieren. Glaube beinhaltet immer auch die Hoffnung auf etwas "danach". Das können die ewigen Jagdgründe der Apachen sein oder das Paradies der Selbstmordattentäter. Einig sind sich alle Religionen, dass man in die Hölle kommt, wenn man ihrem Glauben nicht angehört. Da es mehr als eine Religion gibt, kommen also alle in die Hölle.
Insofern machen Gottesdienste nur wenig Sinn.

Mir echt egal ob ich da lande, solange ich weiter Fahren kann :-)
Dann eben so:

Wer durch die Hölle will, muss verteufelt gut fahren können.

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In Gedanken an Inquisition und Kreuzzüge in Zeiten, in denen die Kirche sich als politisch stärkste Kraft im Land präsentierte und der Tatsache, dass nach wie vor im Namen sämtlicher Religionen, Terrorismus und Verbrechen an der Tagesordnung zu sein scheinen, schließe ich mich denjenigen an, die überzeugt davon sind, dass Gott und Kirche nichts miteinander verbindet.

Die Arbeit, die die Kirche in den Gemeinden und im Wohltätigen und Seelsorgerischen Bereich leistet ist wichtig und unterstützenswert. Hierbei ist für mich aber unerheblich, ob das aus dem Bereich der Kirche oder von einer anderen Organisation aus passiert.
In meinen Augen absolut überflüssig ist der Apparat Kirche (insbesondere katholische), der übergeordnet ist.
Kein Mensch braucht eine Institution, die sich weigert, sich dermaßen der Wirklichkeit anzupassen.
Da werden Verbrechen vertuscht und intern "verarbeitet", es werden Mitarbeiter in krichlichen Einrichtungen entlassen, weil sie sich scheiden lassen, es werden Frauen, Homsexuelle oder sonstwie von der Norm der Kirche abweichende Menschen diskriminert, es wird gepredigt, das Verhütung Sünde ist usw. Das ist alles nicht zeitgemäß und würde bei einer beliebigen anderen Person oder Gesellschaft sofort einen riesen Skandal verursachen.

Für mich stammt der Apparat Kirche aus einer Zeit, in der der Glaube dazu missbraucht wurde um Macht über Menschen zu erlangen. In diesem Zusammenhang wurden Verbrechen verübt.
Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Ich würde eine andere Positionierung der Kirche zur Wirklichkeit befürworten.

Zurück zum Thema:
Ich selber bin ungläubig. Getauft bin ich nicht. Meine Frau und unser Sohn auch nicht.
Die einzigen Gottesdienste, die ich in den vergangenen Jahren besucht habe, habe ich aus gesellschaftlichen Zwängen (Hochzeit, Beerdigung) besucht. Das ist ok. Mir gibt das aber nichts.
Daher würde ich auch nicht auf die Idee kommen, zu einem Motorradgottesdienst zu gehen.
Ich kann daher auch nicht nachvollziehen, warum man das tun sollte. Wenn es dem einzelnen aber hilft, soll er das tun.

Das eine ist Glaube, egal an Was oder Wem, und das Andere ist Business.

Und meine - Eintrittskarte - hab ich mir schon längst Erfahren/ Erstochen Muaahaahahahaha!

Unser ehemaliger Pfarrer (ev) war selbst begeisterter Motorradfahrer und hat zusammen mit dem MC einen entsprechenden Gottesdienst von 2002 bis 2012 angeboten.
Obwohl meine Frau und ich mit Kirche absolut nichts am Hut haben, war dies ein Event, den wir gerne besucht haben. Mag aber daran liegen, dass der "Gottesdienst" eben sehr spezifisch ablief, man von Bekehrungsversuchen verschont blieb und die "Kirchenband" ziemlich gute Rockmusik spielte.

Unterm Strich also eine kleine (300-400 Motorradfahrer) lokale Veranstaltung, die richtig Spaß gemacht hat und jetzt leider mit dem Wegzug des Pfarrers gestorben ist. Wäre ein Zufall, wenn der/die neue Pfarrer ebenfalls derart motorradbegeistert ist.

Fazit - solche Veranstaltungen machen dann Spaß, wenn sie a.) nicht zu groß sind und b.) der veranstaltende Pfarrer halt selbst ein absolut begeisterter Motorradfahrer/Schrauber ist.

Gruß
Frank

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