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Motorölvorwärmung

Themenstarteram 15. Oktober 2007 um 11:29

Hallo,ich bin dabei mich mit einer Motorölheizung selbständig zu machen und möchte herausfinden wie das Interesse an so etwas ist. Es ist mehr für die kalten Regionen und hat den Effekt das der Kaltstart wegfällt. Ihr Motor wird geschont.

 

Die Ölablassschraube wird beim Ölwechsel einfach ausgetauscht. Der Heizstab ist integriert. Er wird über 12Volt im Zigarettenanzünder betrieben.

Richtwert:

Bei einer Außentemperatur von -5° wird eine Ölmenge, von 3 l durch den Heizstab auf eine Temperatur von +10° erwärmt, indem Sie den Stecker für ca. 3,5 Minuten im Zigarettenanzünder einstecken. Durch eine stromlose Nachlaufzeit von einer Minute erreicht das Öl die Temperatur.

Bei Interesse oder Fragen einfach anmailen

11 Antworten

Die Idee ist an sich nicht verkehrt, wobei der Kaltstart ja mit 10°C nicht wegfällt, sondern maximal die Warmlaufzeit verkürzt wird.

Was mir noch unpraktisch erscheint, ist die Ausführung der Energieversorgung. Das Kabel würde nach Ihrem Vorhaben durchs Fahrzeug in den Innenraum mit einem separaten Stecker gelegt, der in den Zigarettenanzünder kommt. Ein/e Kippschalter/Programmiereinheit wäre meines Erachtens besser als so ein Stecker, der einfach im Fahrgastraum herumfliegt- getreu den Bedieneinheiten von Standheizungen.

cheerio

Themenstarteram 15. Oktober 2007 um 20:03

Hallo cheerio, und allen andern hier , danke für deine Aufmerksamkeit

Ziel war es: eine möglichst einfach und kostengünstige Variante

herzustellen,die sich von 220 Volt betriebenen Geräten unterscheidet.Ein Verlängerungskabel ist nicht mehr notwendig, so wie es zb. in Osteuropa angeboten wird

Natürlich bestädt auch bei der Heizpartrone die möglichkeit eine Funksteuerung oder Zeitschaltuhr zu verwenden,dass würde den Kostenfaktor erhöhen und sollte im ermessen des Kunden liegen.

Deswegen ist die Ausführung die angeboten wird relativ simpel,Funk oder Zeitschaltuhren gibts im Zubehör oder Elektronikläden (zb.Conrad Katalog)

Wir möchten mit dem Produckt Leute ansprechen die keine Garage oder Standheizung besitzen oder einfach nur den Motor vor Verschleiß schonen wollen in der kalten Jahreszeit

schole1

 

Also mir erscheint die Idee als recht unausgereift. Das Problem ist doch, daß durch die Erwärmung des Öls von -5° auf 10° kein nennenswerter Minderverschleiss auftritt. Zumal die wenigsten Motoren Ölmengen um die 3 Liter (wenn man vom Kleinstwagensektor absieht) haben, wodurch sich der Effekt weiter minimiert.

Mir ist jedenfalls ein Motor der bei -5° problemlos anspringt lieber, als ein Motor dessen Öl vom Bordnetz auf +10° "erhitzt" wurde, und wegen der leeren Batterie nicht anspringt...

Um den Kaltstart (bestmöglich) zu vermeiden muss das Öl auf etwa 90° erhitzt werden. Das ist mit einer (vom Bordnetz gespeisten) Sonde in der Ölwanne nicht innerhalb kurzer Zeit möglich!

Zustimmung, deswegen sprach ich ja auch davon, daß kein Kaltstart verhindert wird, sondern nur die Warmlaufphase verkürzt wird, wenn überhaupt.

Die Firma Defa aus Schweden macht das mit ihrem "WarmUp"-System schon ganz gut, da hat man einen Stecker im Kühlergrill, der über ein Kabel an eine 230V~ Steckdose angeschlossen werden kann. Mit dieser Energieversorgung läßt sich über einen Tauchsieder das Kühlwasser erwärmen und evtl. ein Gebläse betreiben, so daß wenigstens schneller Wärme ins Fahrzeug einkehrt.

cheerio

Themenstarteram 19. Oktober 2007 um 20:04

Hallo,

Mit Sicherheit ist das "Warm-up"-System aus Schweden keine schlechte Lösung, wenn man vom Kostenfaktor mal absieht.

Der Nachteil: es gibt nicht immer und überall an jeder stelle Strom. Habe noch keine Fahrzeuge in dicht besiedelten Ortschaften mit zum Auto hin verlegten Stromkabel gesehen.

Die Batterie wird durch den verbrauch der Heizpatrone erst mal „angeregt“ das heißt: Beim starten nach der Aufwärmphase geht der Anlasser wesentlich einfacher, weil das Motoröl in seiner Konsistenz nicht mehr so zähflüssig ist. Jeder kennt den unterschied vom Anlassen des Motors bei + 10 grad oder -5 grad Frost

Man könnte die Heizpatrone auch extern über ein 12 Volt Netzteil laufen lassen, beim testen habe wir Temperaturen von über 40 grad erreicht, nach einer zeit von ca. 20 min.

Wie schon erwähnt: es ist nicht mit einer Standheizung oder ähnlichen teueren zu vergleichen sondern für die Vielzahl an Laternenparker die froh wären wenn es immer + 10 grad (oder mehr) wären.

Grüße: Schole1

Zitat:

Original geschrieben von schole1

 

Die Batterie wird durch den verbrauch der Heizpatrone erst mal „angeregt“ das heißt: Beim starten nach der Aufwärmphase geht der Anlasser wesentlich einfacher, weil das Motoröl in seiner Konsistenz nicht mehr so zähflüssig ist. Jeder kennt den unterschied vom Anlassen des Motors bei + 10 grad oder -5 grad Frost

Man könnte die Heizpatrone auch extern über ein 12 Volt Netzteil laufen lassen, beim testen habe wir Temperaturen von über 40 grad erreicht, nach einer zeit von ca. 20 min.

Wie schon erwähnt: es ist nicht mit einer Standheizung oder ähnlichen teueren zu vergleichen sondern für die Vielzahl an Laternenparker die froh wären wenn es immer + 10 grad (oder mehr) wären.

Grüße: Schole1

So ein Quatsch!

Schon mal berechnet, an welcher Stelle des Motors die "Wärme" schon wieder weg ist? 3-4 kg lauwarmes Öl gegen wieviel kg kaltes Metall? :D :D

Gruß

Franjo001

Aus Interesse habe ich gestern mal meinen Katalytofen (so ein Campingofen mit Benzin betrieben aus der ehemaligen Zone) angezündet, der erzeugt gut Hitze ohne Flamme, hab das Ding mit Deckel unter die Ölwanne gestellt für ne Dreiviertelstunde heute morgen... naja, so viel schneller war der Öldruck nicht da, und die gleiche Strecke, bis er auf Gas umgeschaltet hat (Wasser 30°C), war auch die gleiche.

Vielleicht ist es bei derben Minusgraden anders, aber das hab ich persönlich festgestellt.

Mein Vorposter hat es ja erwähnt: Die Randbedingung, daß man eine geringe Menge Öl gegen eine sehr große Menge Metall hat, die nicht erwärmt, ist ein Problem; denn die Temperatur wandert doch vom höheren zum niedrigeren Niveau ab und geht verloren.

Ich mache das seit Jahren so, daß ich den Motor starte, und einen Moment warte, bis der Öldruck komplett da ist und jedes Lager sein Fett abgekriegt hat. Dauert ein paar Sekunden, und dann gehts. Wenn man ein Gehör fürs eigene Auto hat, kann man das sogar hören, wenn der Öldruck überall da ist. Und Verschleiß oder Ölbedarf hält sich eigentlich in Grenzen. Was an Defekten irgendwann auftritt, käme auch zustande, wenn das Öl die theoretischen 10°C gehabt hätte.

Eine Autobatterie ist ein hochstromfähiges Bauteil, und ein Anlasser ist auf etwa 250.000 Anlassvorgänge ausgelegt. Also müssen die das packen können. Meine Batterie ist bald 9 Jahre alt und macht das ohne Murren mit, wahrscheinlich auch, weil ich Langstrecke fahre.

cheerio

Ja, vom Prinip her wäre sowas bestimmt nicht schlecht. Hab mich erst gestern mit nem Kumpel über sowas unterhalten.

Als es Sonntagnacht das erste mal wieder gefroren hat, hab ich mich richtig erschrocken, als ich morgens den Motor gestartet hab. Hat sich angehört wie ein Trecker.

Oder man macht es so wie in Sibirien. Die stellen im winter erst nen Gasbrenner unter die Ölwanne um das Öl etwas zu "verflüssigen"

:D

Themenstarteram 24. Oktober 2007 um 20:30

Es kommt drauf an wie man mit Energie effizient umgeht, einen Wasserkocher mit einer Vailant Therme zu vergleichen macht auch keinen sinn. Die Motorölvorwärmung arbeitet so wie beschrieben, und ist 2005 das erste mal im MDR einfach – genial Vorgestellt worden das Interesse war sehr groß.

Lieder sind in Deutschland etliche Hürden zu nehmen, was man sich als Laie nicht vorstellen kann: (Patentamt, Gesetzesvorlagen, Genehmigungen, Bauamt, usw.)Hier noch mal der der MDR Link: www.mdr.de/einfach-genial/aktuell/2231888.html Beim MDR ist in der Beschreibung leider etwas falsch interpretiert worden: Wie mit einem Mini-Tauchsieder wird so das Öl schnell und trotzdem sicher auf Betriebstemperatur gebracht.

Ist natürlich falsch das Öl wird erwärmt aber nicht auf 90°!

ich halte das für nicht sinnvoll.

Das Problem ist das der komplette Motor auskühlt.

Sag mir mal wieviel Watt du in die Aufheizung investierst.

 

Das öl wird die Wärme sofort wieder abgeben idem es alles "aufheizt" wo es durchläuft.

 

Für mich ergibt das ganze keinen Sinn. Selbst wenn du es über nen längeren Zeitraum langsamer aufwärmst (um den wärmeübergang öl-motor etwas zu kompensieren macht es keinen Sinn

In Verbindung mit ner Standheizung die das Wasser aufheizt würde ich sagen ok das bringt was. Dann ist Öl und Wasser Warm.

Eine echte Schnapsidee, auf die man nur kommen kann, wenn man von Physik keine Ahnung hat.

Für die angestrebte Erwärmung ist eine Leistung von annähernd 500 W erforderlich. Das gibt kein Zigarettenanzünder her. Glücklicherweise, möchte man sagen, denn nach einer solchen Batteriefolter hätte man gute Chancen gleich mal den ADAC zur Starthilfe rufen zu dürfen.

Zum anderen wird die erzeugte Wärme zu einem erheblichen Teil wieder nach außen oder in den kalten Motorblock abfließen. Wenn das Öl dann nach dem anschließenden Transport durch die eiskalte Ölpumpe und die ebenso kalten Ölkanäle an den verschleißkritischen Schmierstellen ankommt, dürfte seine Temperatur wieder auf das Ausgangsniveau gesunken sein.

Fazit: Sinn- und nutzlos.

 

Gruß Wolfgang

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