Mazda 6 (GY/GG, 2003), Standgas schwankt im Gas-Betrieb
Hallo Motor-Talk-Community,
ich bin der Neue in Eurem Forum und hoffe, Ihr heißt mich mit meinem ersten Beitrag willkommen.
Zum Auto
Seit ca. einem Jahr besitze ich einen Mazda 6 Kombi (GY, 140 PS, BJ.2003), der 2006 mit einer Landirenzo-Omegas-Gasanlage nachgerüstet wurde (COD 616264001). Die Anlage wurde von der Firma Albrecht in Sankt Wendel eingebaut und bisher sind der Temperatursensor, ein Multiventil und ein Filter – jedoch vor meiner Zeit - getauscht worden.
Die LR-Anlage
Landirenzo Omegas (vollsequentielle) Flüssiggas-Anlage
Verdampfdruckmind./Druckregler IG1: E1367R010025
Gasverteiler Dosiereinr./Einspritzrail: E13-67R010233
Steuergerät: E367R016002
Tankbehälter 55 l: E20-67R01050
Tankarmatur E1367R010184
Gassabsperrventil E1367R010188
Jetzt zum Problem
Was mir seit Besitz des Autos aufgefallen ist - dem ich aber wenig Beachtung geschenkt habe – ist, dass das Standgas immer minimal schwankt, 100 U/m. Bisher war alles jedoch unauffällig.
Vor zwei Monaten gab es dann einen Hinweis vom Mazda-Motor-Steuergerät (Tacho-Motorsymbol), dass der Motor eine Fehlzündung hatte. Das wurde beim TÜV, bei der GAP gereseted und dann war wieder alles OK.
Seit einer Woche nun schwankt im Gasbetrieb das Standgas extrem, also von etwa 400 auf 1200 Touren, bis der PKW irgendwann ausgeht. Das Ganze passiert nicht im Benzinmodus. Auch auf der Autobahn bei konstanter Drehzahl merkt man Minimalruckler, als ob das Auto gelegentlich auf einem Zylinder zu wenig motorisiert ist.
Werkstattanfrage
Ich habe mal in meinem PLZ-Bereich herumrecherchiert. Leider sind die Gasmechaniker in dieser Gegend echt rar. Eine Werkstatt, die ca. 60km entfernt ist, hat mir einen Termin für Januar 2017 angeboten und Kosten in Höhe von 30,- für den Filtertausch und eine Inspektion mit Einstellungsfahrt usw. für 150,- €. Das finde ich stramm.
Lösungsansatz
Meine Idee ist es, den Filter, der seit 2013 drin und für ca. 40000km in Verwendung ist, zu wechseln? Kann man sich das als handwerklich geschickte Person zutrauen?
Über einen Hinweis wäre ich echt dankbar.
Meine Fragen:
1. Habt Ihr aus dem Stehgreif eine idee, was das sonst sein kann?
2. Kann ich mit handwerklichem Geschick und entsprechendem Werkzeug den Filterwechsel selbst vornehmen?
3.Sind die obigen Angabe (Landirenzo, COD 616264001) ausreichend um etwas zur Anlage zu sagen?
4. Habt Ihr eine Händler-Empfehlung im PLZ-Bereich 66123 Saarbrücken?
Über Tipps freue ich mich.
Danke und Grüße
HS
Beste Antwort im Thema
Wenn man so wenig Plan von der Materie hat, sollte man da garnichts selbstmachen.
Das System ist Stromlos normalerweise immer gesperrt, wenn alles dicht ist. Man kann die Filter also einfach tauschen. Bei der Flüssigphase zischt es halt kräftig, da die Leitung dann noch voll mit flüssigem Gas ist. Ich rate bei solch einer alten Anlage aber dringend davon ab, nur die Filter zu wechseln.
Auch wenn die Membrane noch dicht ist, kannst Du davon ausgehen, daß sie nach zehn Jahren knochenhart geworden ist und eh nicht mehr richtig funktioniert. Abgesehen mal von den anderen Komponenten.
44 Antworten
Hallo und danke für die Antwort.
Der Vorschrauber war ein Mazda-Autohaus und ein kein Privatmensch. Was hat er denn deaktiviert, den MAP-Sensor?
Wie und wo kann ich denn das Klicken beim Umschalten lokalisieren? Meinst Du beim Umschalten von Benzin auf Gas und ist das das EV2-Magnetventil?
Danke
Deaktiviert sind "Hoher Druck" und EV2-Magnetventil (112), laut LR-Software. Der map-Sensor ist auch aktiviert.
So wie ich es im Forum gelesen habe, sollte ich prüfen, ob die Magnetventile am Tank und dem Verdampfer funktionieren bzw. beim Umschalten von Benzin auf Gas "knacken".
Genau. Wenn am Gastank das Klacken des Ventils hörbar ist funktioniert es auch mit ziemlicher Sicherheit ordnungsgemäß. Wenn da nichts zu hören ist und die Anlage läuft trotzdem, dann ist da was faul und es liegt wahrscheinlich immer Druck an.
Scheinbar gab es auch schon beim Vorschrauber Überdruckprobleme, da ja auch dort die Reaktion deaktiviert wurde.
Am besten Du lässt die Anlage vom Fachbetrieb überholen oder besuchst eine Schulung zum LPG-Umrüster. Rumfahren und hoffen, daß alles gut geht, würde ich damit so nicht. Solch eine lange Betriebsdauer übersteht eine Gasanlage eben nicht ohne Verschleiß.
Hi und danke nochmal,
also das Ventil am Gastank ist leider nur einmal zu hören. Nämlich wenn ich normal fahre, das Auto von Benzin auf Gas schaltet und dann schalte ich manuell (z.B. im Stand) auf Benzin. Da klackt es am Tank. Weiteres Hin- und Herschalten höre ich nicht. Dennoch wechselt der Cockpitschalter immer hin und her und blinkt dann wie üblich bei Gas.
Vorne im Motorraum höre ich nichts, außer das Uhrwerk-ähnliche Klappern des Gas-Injektroen-Rails, wenn ich auf Gas umschalte. Was ist das eigentlich, das Uhrwerkklappern?
CU
roger
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Magnetventile sind das - im LPG berührenden Zweig ist eine Kugel, die mittels Elektromagnet wegbewegt wird, so dass das LPG durch kann.
Du hast 2 davon:
1x am Tank
1x vor dem Verdampfer
Mit der Zeit verschmutzen - oder bei dem Wetter vereisen- die Kugeln - weswegen ich immer 2-T-Öl mit in den Tank gebe und allen Unkenrufen zum Trotz niemals mehr so ein Problem hatte.
Hallo und danke.
Ich weiß bereits, dass es zwei Magnetventile gibt und wo sie liegen.
Aber es kommt ein Uhrwerkgeräusch aus dem Injektoren-Rail, wenn ich auf Gas stelle. Das sind nicht die Magnetventile, oder?
Machts Du das Zweitakteröl in den Benzintank? Bevor ich was verwechsle.
Meinst Du, damit wird das Magnetventil am Gastank wieder gangbar? Wahrscheinlich nur das am Verdampfer...
Ich habe noch eine Valve-Lube-Anlage eingebaut... Reicht die vielleicht auch aus? Aber die wird wohl nur für die Eingangsventile sinnvoll sein-
Nein in den Gastank und das löst den Dreck und macht die Kugeln wieder gängig - bei beiden Magnetventilen.
Die Injektoren klackern - das ist aber völlig normal. Aber sogar das wird mit 2-T-Öl Zugabe leiser, je nach Injektor.
Aus meiner Erfahrung kenne ich nur Magnetventile mit Stößel, nix Kugel. Die Kugel steckt in den Rückschlagventilen. Die Injektoren sind oft ebenfalls Magnetventile, halt etwas kleiner.
Zu Deinem eigentlichen Problem, es könnte durchaus sinnvoll sein, die Injektoren zu reinigen. FlashLube reinigt nicht! Es soll die Auslassventile schützen.
Ich würde auch nochmal schauen, ob da keine undichten Unterdruckschläuche sind, im Zusammenspiel mit möglicherweise schlechter Zündung (die fällt im Benzinbetrieb eventuell noch nicht auf, da Benzin leichter zündet als LPG), Zündkerzen mal anschauen?
2T-Öl ins LPG zu bekommen, dürfte auch nicht so leicht sein, ein wenig bekäme man ja in den Tankadapter rein, ist das nicht zu wenig?
Es gibt verschiedene Bauformen, da hast du sicher Recht - ich hab mich jetzt an was Älteres, das ich mal zerlegt hatte, erinnert.
Die häufigste Bauform sollte heute diese sein:
http://images.google.de/imgres?...
Das ist ein Schieber - ändert aber an der Funktionsweise von 2-T-Öl nix.
Manche haben auch Membranventile verbaut, die ich persönlich für LPG ungeeignet empfinde.
Und ich bring das 2-T-Öl per Eigenbauadapter (PVC-Schlauch mit altem Adapter auf einer und Autoventil auf der anderen Seite) + Druckluft vor dem Tanken in den Tank.
Allerdings ist mein Adapter grösser, da ich 50 ml Additiv + 10 ml 2-T-Öl auf 47 Liter LPG einbringe.
Die eher homöopathische Menge 2-T-Öl macht keinerlei Probleme in der Verbrennung, sorgt aber seit Jahren für absolut störungsfreien Lauf aller Komponenten.
Allerdings kann nach den ersten Tankvorgängen der/die Filter zusetzen, da der gesamte Dreck von Tank und Leitungen und Verdampfer gelöst und Richtung Injektoren transportiert wird.
Bei Injektorenproblemen hab ich auch schon 200 ml 2-T-Öl hinzugegeben und nur 5-10 Liter LPG zugetankt, so dass die Menge Öl besser wirkt - so sollte man allerdings keine hohen Motorbelastungen und auch nicht immer rumfahren.
Achja, ich hatte mal das Magnetventil am Multiventl von Tomasetto auseinander gebaut, der Stößel hat da recht viel Spiel, da müsste schon ordentlich Dreck reinkommen, damit der Klemmen kann. Vielleicht fängt man mit einer einfachen Injektorreinigung an?
Nö, mit einer Diagnose sollte man anfangen..
Wenn ein Magnetventil klemmt, kommt kaum oder kein Gas am Verdampfer an, das ist leicht zu diagnostizieren.
Wenn ein Injektor defekt ist, kann er zuviel Gas reinlassen oder zu wenig.
Mit guter Software kann man das sehr schnell diagnostizieren, da die Injektoren einzeln schaltbar sind.
Oha, OK und danke an alle.
Das hört sich schon umfangreich an und der Weg zu einer LPG-Werkstatt ist für mich wohl unumgänglich.
Ich fasse mal zusammen:
1. Alle Injektoren per Software prüfen und ggf reinigen.
2. Die beiden Magnetventile gangbar machen.
3. Appartur organisieren, mit der man 2-Takter-Öl in den Landirenzo-Gastank geben kann.
4. Filter tauschen oder damit warten, bis durch das 2TÖL ale Unreinheiten im alten Filter stecken blieben und dann tauschen.
PS: Bei meinem Auto scheint das Magnetventil in offenem Zustand zu klemmen, da der Gasbetrieb ja funktioniert und nur ein Fehler im Gasbetrieb angezeigt wird. Ein Klacken konnte ich auch nicht wahrnehmen. Das Umschalten Gas><Benzin scheint auch zu funktionieren.
Zitat:
@Heidschucke schrieb am 15. Januar 2017 um 10:24:01 Uhr:
PS: Bei meinem Auto scheint das Magnetventil in offenem Zustand zu klemmen, da der Gasbetrieb ja funktioniert und nur ein Fehler im Gasbetrieb angezeigt wird. Ein Klacken konnte ich auch nicht wahrnehmen. Das Umschalten Gas><Benzin scheint auch zu funktionieren.
DAS wäre brandgefährlich!!!!
Im Falle eines Unfalls würde unkontrolliert Gas ausströmen! Also schleunigst machen - hier kann man nur dazu raten das Multiventil am Tank manuell zu schliessen (Rändelschraube) und nicht mehr mit Gas fahren.
Hallo und danke!
Der Wagen wurde gerade erst getüvt und der TÜV-Mensch ist auch am Tank tätig gewesen. Wieso ist das nicht Teil der Prüfung?
Das Ventil klackte bei meiner Prüfung nur einmal, nämlich beim manuellen Umschalten von Gas auf Benzin. Ich frage mich nur, warum es danach nicht mehr geklackt hat. Irgendwas stimmt da nicht.
Ich drehe den Gastank vorsichtshalber dann ab.