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Irrtum der ungarischen Behörde? wie vorgehen?

Themenstarteram 1. Januar 2022 um 12:10

Zunächst ein frohes neues Jahr an alle!

Ich habe momentan ein kleines Problem mit einem Bußgeldbescheid und wüsste gerne eure Meinung und eventuell sogar Erfahrungen in einem solchen Fall.

Vor wenigen Tagen habe ich ein Einschreiben aus Ungarn erhalten mit einem Bußgeldbescheid. Ich soll knapp 30.000 Forint zahlen, da das Kennzeichen meines Anhängers mitte Dezember in Budapest geblitzt wurde. (ca 80 statt 50). In dem (seriös wirkenden) Schreiben ist die Marke, die Type meines Hängers angeführt und natürlich mein Wohnort.

zur Info - ich wohne in Österreich ca. 2 Autostunden von Budapest entfernt.

Nun ist es aber so, dass dies absolut nicht möglich ist, da mein Anhänger seit ca 3 Monaten unbenutzt auf einem - derzeit nicht zufahrbarem - Grundstück geparkt ist (mit Radschloss) und nicht benutzt wurde. Er wurde nicht hergeborgt und nicht entwendet. Mein erster Gedanke: Mist - jemand hat das Kennzeichen heruntergestohlen. Bin natürlich sofort zum Anhänger gefahren aber das Kennzeichen war noch drauf.

Okay, zumindest mal etwas erleichtert, da mit dem Kennzeichen in Ungarn nicht weiter Schindluder betrieben werden kann.

Mein nächster Weg führte mich zur Österreichischen Polizei, wo sich 3 Beamte wirklich freundlich und ausgiebig Zeit genommen haben und das Schreiben durchgelesen haben.

Dort legte man mir nahe per Mail Einspruch zu erheben, was ich gleich darauf getan habe (noch keine Antwort erhalten)

Die Polizisten sagten mir, ich solle das Geld keinesfalls einfach bezahlen konnten aber auch nicht viel mehr machen.

Ein Fake, bzw. eine Betrugsmasche konnten die Polizisten ausschließen.

Es liegt nun der Verdacht nahe, dass das Kennzeichen verwechselt wurde.

Es hat das Format MA-XXXZZ - wobei 'X' für Ziffern und 'Z' für Buchstaben stehen.

Kennzeichen mit dem selben Format gibt es m.W. auch in der Slowakei.

Angenommen mein Kennzeichen ist: MA-123AB und in der Slowakei exisitiert genau das selbe Kennzeichen, dann wäre es ja theoretisch möglich, dass meines mit diesem verwechselt wurde.

(aus Datenschutzgründen habe ich das oben genannte Kennzeichen natürlich frei erfunden!)

Ich habe nun in der Mail meine Unschuld beteuert. Meine Freundin kann bezeugen, dass ich an besagtem Tag zu Hause war (ich kann mich sogar noch gut an den Tag erinnern, da wir da den Installateur im Haus hatten...)

Nun würde ich gerne hören wie ich weiter vorgehen soll oder ob jemandem etwas Ähnliches bereits passiert ist.

Wisst ihr ob immer Blitzerfotos gespeichert werden? Darauf würde man ja dann eindeutig sehen, dass es nicht mein Hänger ist.

Versteht mich nicht falsch - 30.000 Forint, also rund 80€ täten mir nicht weh ... zahlen will ich sie trotzdem nicht. Da geh ich lieber mit meiner Freundin nett essen....

 

Ich danke herzlichst.

 

 

 

 

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12 Antworten

Woher kennen die ungarischen Behörden die Marke und Typ deines Anhängers? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen zweiten Anhänger gleichen Typs mit identischem Kennzeichen gibt?

Hallo, hast du ein Bild des Hängers beigefügt? Je nach Art des Blitzers wäre es auch ohne Bild unglaubwürdig, das der bspw. rückwärts innerorts fährt.

Themenstarteram 1. Januar 2022 um 12:51

@hydrou die polizei in Ö. hat gemeint, dass sie sämtliche Daten über das Kennzeichen haben. Hab ich mich unklar ausgedrückt? sorry, das soll kein Angriff sein - hoffe habe alles verständlich formuliert

@Knergy ja foto meiens hängers mit sichtbarem Kennzeichen habe ich an die Mail beigefügt!

.

.

.

mein Gedankengang:

Es existiert ein slowakischer PKW mit dem selben Kennzeichenformat wie meins. Also Beispielsweise

mein Anhänger: MA-123AB

slowakischer PKW der tatsächlich zuschnell gefahren ist: MA-123AB

und bei der Bild-Text umwandlung bzw. beim eintippen ins System wurde eben der Fehler gemacht und es wurde nicht Slowakei, sondern Österreich ausgewählt.

Wo ist denn das Problem?

Einfach Einspruch erheben, um Prüfung und Zusendung des Blitzerfotos bitten. Das kostet lediglich eine eMail und die Dinge nehmen ihren Gang, die Ungarn sind da recht flott. Alles weitere ist verschwendete Energie.

Ich würde formlos per E-Mail Widerspruch erheben und mitteilen, dass dein Anhänger zur fraglichen zeit nicht in Ungarn war und du den Vorwurf daher bestreitest.

Weiterhin bittest du um Übersendung des besagten Blitzerfotos.

Dann wartest du ab, was passiert.

gibt es ein Blitzerbild aus dem eindeutig dein Anhänger zu sehen ist?

Er hat doch bereits geschrieben, dass er eine Mail mit Foto versandt hat. Und dass er nicht weiß, ob es Blitzerfotos gibt.

Üblicherweise steht auf solchen Bescheiden, wie Einspruch zu erheben ist. Wenn du das so gemacht hast, wie dort vorgesehen - abwarten.

Ich hatte einen vergleichbaren Fall vor Jahren - irgendeine Straftat unter angeblicher Beteiligung meines Anhängers (lt. Kennzeichen). Nach Mitteilung, dass es sich um einen Anhänger mit Kennzeichenschild hinten handelt, habe ich nichts mehr davon gehört. War allerdings in Deutschland.

Fordere ein Bild an, die müßten doch eines haben.

Ähnliches ist mir bei und aucch schon passiert. Angeblich bin ich mit meinem Motorrad in Vorarlberg auch zu schnell gefahren, war damit aber nie in Vbg. Eine Mail und ein kurzes Telefonat und die Sache war geklärt. Einige Tage ist dann noch ein Entschuldigungsmail von der BH gekommen - war ein Zifferndreher.

Wenn ein Irrtum vorliegt, wird man das anhand des versandten Fotos des Anhängers feststellen.

Woanders lese ich, dass jedem dieser Bescheide ein Einspruch Formular beigelegt sei.

Jetzt einfach mal die Antwort aus Ungarn abwarten. Alles Andere wäre reine Spekulation und Kaffeesatzleserei.

Der bei MT sehr aktive User und Moderator "andyrx" hat sehr gute Verbindungen nach Ungarn ;). Der kann eventuell helfen oder hat zumindest einen guten Tipp.

Unser Pferdeanhänger ist wohl auch mal in Berlin bei Rot über eine Ampel gefahren so lautete zumindest die Anschuldigung.

 

Nach der Erklärung das das Kennzeichen zu eine Anhänger gehört, haben sie den Fehler wohl eingesehen.

 

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