Gummiauflage bei Wagenheber

Guten Tag allerseits,

ich möchte mir einen Rangier-Wagenheber kaufen (dazu natürlich Böcke, Keile, etc.) und habe festgestellt, dass bei den günstigen Modellen oft keine Gummi-Auflage dabei ist. Egal ob diese nun bei teureren Modellen dabei ist, oder ob man sich diese extra dazu kauft - es gibt scheinbar Unterschiede, die mir nicht klar sind:

Teilweise sind die Gummi-Auflagen mit Noppen versehen, teilweise haben sie einen schmalen Schlitz und teilweise einen breiten Schlitz. Was sind die Unterschiede bzw. welche Gummi-Auflage ist die richtige für Kleinwagen?

Und warum werden die überhaupt ohne Gummi-Auflage verkauft? Gibt es Anwendungsfälle, wo man die Gummis nicht benötigt?

Bei den Böcken entdecke ich auf den ersten Blick keine Gummi-Auflagen und die haben eine recht Charakteristische Y-Form, als ob die nur in einem bestimmten Winkel unter einer bestimmten Stelle stehen sollten. In einem Youtube-Video hat jemand aber Gummi-Matten zwischen Bock und Karosserie gelegt. Weiß jemand, wie das normalerweise gedacht ist?

Vielen Dank und viele Grüße
SchrauberAdjutant

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Mick-Mick schrieb am 15. April 2019 um 00:21:56 Uhr:



Ich weiß nur, wo und wie laut Bordhandbuch der Bordheber anzusetzen ist. An auf jeder Seite zwei markierte Stellen des Falzes, siehe Scan.

Und genau da setzt die Hebebühne auch an. Wie bereits mehrfach erwähnt gibt es keine anderen vorgesehenen Hebepunkte, die Punkte für Hebebühne und Bordwerkzeug sind identisch.

Zitat:

Aha. Und was ist an denen universell? Die haben dann wohl einen Schlitz, für den Falz, nicht?

An denen ist universell, dass sie rund und groß sind.

Der "Schlitz" im Bordwerkzeug dient einzig und allein dazu, das Anheben für "Laien" zu erleichtern, der Schlitz um den Falz stabilisiert das Bordwerkzeug.

Auf der Hebebühne braucht man das nicht, die Arme der Bühne arretieren in dem Moment wo sie sich vom Boden heben, deshalb verrutscht dann dort nix, auch wenn die Teller keinen Schlitz haben.

Mein Vorschlag:

Gehe einfach Mal in irgendeine Werkstatt und schau Dir das an, Du wirst sehen dass die Fahrzeuge immer und überall mit ganz normalen, flachen Gummitellern genau da angehoben werden, wo die Hebepunkte markiert sind.

Im Anhang übrigens ein Bild meines vorderen Hebepunktes. Dort wird das Auto sowohl wenn es auf der Bühne ist gehoben, als auch mit meinem Rangierwagenheber (ohne irgendeinen "Schutz"😉. Wie Du siehst, passiert an der Stelle genau gar nix, da ist nix verbogen, verkratzt oder verrostet.

Wie oben schon erwähnt, es ist ein Auto, nicht deine Freundin, da muss nix "in Watte gepackt" werden....

Hebepunkt.jpg
Hebepunkte Hebebühne
Hebepunkt Wagenheber
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Ich nehme bei den geschlitzten Scherenwagenhebern ein Stück alten Zahnriemen, die Rippen auf die Unterseite. Dieser alte Gummifetzen will sich seit Jahren nicht durchquetschen lassen, obwohl wir keine Kleinwagen fahren.

Bei meinen beiden Werkstattwagenhebern lege ich, wenn sie am Schwellerfalz angesetzt werden, zwei große Unterlagscheiben aus dem Holzbau rein und dann ebenfalls noch das Stück Zahnriemen. Die Krallen ragen dann noch über den Zahnriemen raus, falls sich das Fahrzeug auf dem Wagenheber bewegt.

Die vorderen Rollen der Werkstattwagenheber stelle ich auf eine 10 mm-Stahlplatte, ca. 20 x 20 cm. So läuft der Wagenheber perfekt auch auf Betonsteinen oder sonst. porösem Untergrund und die Schwellerfalze oder Achsaufnahmepunkte werden nicht durch Spannung geschlaucht.

Welcher Zahnriemen eignet sich wohl am besten dafür? Gates, Conti, INA, Dayco ....?

Bei unseren Agilas A sind im "Handbuch" nur die Heberaufnahmen vor/nach den Radkästen aufgeführt.
Anhand der Aufnahme der Bordheber (Scherenheber) und der Bauchgefühl-Annahme, daß die Kraftübertragung nicht über den (dünnen Falz) sondern "natürlich" über eine ebene, breite Fläche erfolge, ging ich bislang davon aus, daß der Falz lediglich der Führung der Heberaufnahme dient und die Kraftübertragung tatsächlich über die hintere, breite Auflagefläche des Hebers und eine korrespondierende ebene Fläche hinter der Stelle des Falzes, an der der Heber anzusetzen ist, erfolgen würde. Daher hatte ich mir einen passenden (sich mittlerweile aber zerlegenden) Adapter aus Holz gebastelt, bei dem ein passender Holzklotz genau in die Aussparung hinter dem Falz paßt und dort die Kraft auf die ebene Stelle überträgt (zugleich liegt der Falz aber auch auf der Basis/Teller des Adapters auf).
Angeregt durch diese Diskussion habe ich mal die entsprechenden Stellen im "Handbuch" näher betrachtet - und siehe da, es hat den Anschein, als ob ich falsch liegen und die Kraftübertragung tatsächlich über den Falz erfolgen würde/solle, der Falz an den vorgesehenen Stellen also tatsächlich auf/in der Heberaufnahme, dem Heberteller, aufliegen solle. Was bedeuten würde, daß das vorgeschlagene Einfräsen/-sägen eines Schlitzes in den Heberteller jedenfalls nicht verkehrt wäre. Bzw. es nicht verkehrt wäre, den Heber so anzusetzen, daß der Falz in den vorhandenen Vertiefungen des Hebertellers liegt (denn hinsichtlich der Kraftübertragung wäre es ja egal, ob der Falz nur in der vorhandenen Vertiefung des Tellers oder in einem diese vertiefenden schlitz aufliegt). Auch wenn sich gefühlsmäßig nach wie vor alles in mir dagegen sträubt.
Aber gut, ich habe halt nun so einen Gummiadapter beim Chinamann geordert und werde diesen nach Erhalt ausprobiere. Vielleicht zerlegt er sich ja auch gleich ...

Img-20190410-120210-1

Zitat:

@Mick-Mick schrieb am 10. April 2019 um 12:19:51 Uhr:


...und siehe da, es hat den Anschein, als ob ich falsch liegen und die Kraftübertragung tatsächlich über den Falz erfolgen würde/solle, der Falz an den vorgesehenen Stellen also tatschlich auf der Heberaufnahme aufliegen solle...

Also ich weiß ja nicht...bei dem vergrößerten Ausschnitt könnte man meinen, dass die Falz das Gewicht trägt (sofern denn alles im richtigen Maßstab gezeichnet wurde). Auf dem unteren Teil im Bild sieht es jedoch so aus, als wäre die "Nut" tief genug, um die "Feder"-Falz aufzunehmen und somit den Schweller das Gewicht tragen zu lassen. Gewissheit wird da wohl nur der Praxis-Test mit dem beiliegenden Wagenheber bringen. Wenn man den richtig ansetzt, sieht man ja, welche Teile die Last tragen. Ich bekomme nämlich ehrlich gesagt auch Magenschmerzen, wenn ich derartige Konstruktionen sehe.

Ich kann heute Nachmittag mal nachsehen, wie es bei mir aussieht. In meinem Handbuch kann man das nicht ausreichend gut erkennen. Aber ich habe ein Bild gefunden, dass angeblich einen Wagenheber vom Aygo zeigt:

https://images.autoparts24.eu/images/processed/D/0071/i5/L545563A.jpg

Dort sieht es auch so aus, als würde die Falz nur zur Positionierung dienen. Aber wenn das Werkstätten seit Generationen falsch machen, haben sich die Hersteller darauf vermutlich in Form verstärkter Falzen eingestellt. Das es dann bei kleinen Tellern und ungünstigen Winkeln trotzdem Wegknicken kann, klingt für mich erstmal plausibel.

Zitat:

@SchrauberAdjutant schrieb am 10. April 2019 um 13:07:42 Uhr:


Aber wenn das Werkstätten seit Generationen falsch machen, haben sich die Hersteller darauf vermutlich in Form verstärkter Falzen eingestellt.

Da macht überhaupt niemand "etwas falsch". Die Fahrzeuge haben definierte Hebepunkte, die sowohl für Hebebühnen als auch für Wagenheber geeignet sind.

Der Stehflansch (Falz) verhindert beim "privaten" anheben ein Abrutschen, deshalb haben die Bordwagenheber quasi diese "U-Form" zum Anheben. Diese habe ich einfach auf den Rangierwagenheber "übertragen" und fertig.

Von zwischengebastelten Lösungen um da irgendetwas "zu schonen" halte ich nix, es geht primär um die Standsicherheit, und deshalb haben irgendwelche "Konstruktionen" aus Gummi oder Holz an der Stelle nix zu suchen, meiner Meinung nach...

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Ich hab nen Kumpel, der Eishockey spielt, der bringt mir immer wieder mal ein Schächtelchen voll Pucks

An den Pfalzen setzt man ja meistens auch nur den Bordwerkzeug Wagenheber an. Normalerweise hebt man den wagen aber an zentralen Hebepunkten mit der nötigen Festigkeit in der Karosserie an!! Daher machen die in den Werkstätten auch kein großes Zinober beim aufbocken mit einer Hebebühne.
Ich nehme seit gut 30 !!!! Jahren ein und das selbe stück Förderband Gummi, gut 15mm Dick so etwa 12cm2 mit ca 6-8 Einlagen Gewebe!! Ist noch nie was passiert und hält wohl noch die nächsten 30 Jahre.
Brauchte auch noch nie meinen Wagenheber " Modifizieren" ( hab einen Nike mit gut 580mm Hubhöhe )

Das ist doch gerade die Frage - WO setzen die Werkstätten ihre Heber an? Unsere Agilas hab ich noch nie auf eine Hebebühne gesehen - und soweit ich mich an andere Autos auf Hebebühnen erinnere war einfach der Arm mit einem Gummipuffer "unter" dem Auto, da ist nach einer Erinnerung nie etwas mit (speziell gefertigten) Puffern hinter einem Falz gefummelt worden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfalz

https://de.wikipedia.org/wiki/Falz

😉

Gruß
electroman

Zitat:

@Mick-Mick schrieb am 14. April 2019 um 00:34:57 Uhr:


Das ist doch gerade die Frage - WO setzen die Werkstätten ihre Heber an?

Diese Frage wurde doch jetzt bereits mehrfach beantwortet.

Die Fahrzeuge werden an den jeweils vom Hersteller vorgegebenen und markierten Punkten angehoben, eben genau da wo auch der Bordwagenheber angesetzt wird.

Zitat:

da ist nach einer Erinnerung nie etwas mit (speziell gefertigten) Puffern hinter einem Falz gefummelt worden.

Natürlich nicht, wozu auch? Dafür gibt es die universellen Gummiteller.

Das einzige, was man manchmal justieren muss auf der Bühne ist die Höhe des Tellers, manchmal sind die Schweller tief runtergezogen, dann muss man die Teller etwas höher stellen damit der Schweller oder dessen Verkleidung nicht auf dem Arm der Hebebühne aufliegt.

War z.b. bei meinem Corolla Verso so, da musste ich immer die Teller höher einstellen wenn ich damit auf der Bühne war.

Habe die letzten Jahre nen Puck verwendet, funktioniert wunderbar, der geht danach wieder Perfekt in die Ausgangsform zurück, wunderbar.

Habe mir jetzt einen "vorgeformten" besorgt, der besser im Teller liegt, dadurch bleibt der sogar beim Transport vom Wagenheber da drinne liegen, sehr angenehm.

Ich würde mein Auto nie einfach an irgendeiner Falz aufbocken, die Karre ist 20 Jahre alt, und als ich die Hohlräume mit Seilfett bearbeitet habe, hat es aus der Falz heraus getropft.

Am ehesten noch an den verstärkten Punkten, doch selbst die beanspruche ich nicht.
Ich bocke immer am Fahrwerk auf, meistens direkt am Achsträger.

Wobei ich mittlerweile am liebsten auf Auffahrrampen auffahre, dann noch ein Stück anhebe, Rechts und Links die Böcke drunter = Fertig, geht am schnellsten

Zitat:

@3DamX1 schrieb am 14. April 2019 um 17:09:39 Uhr:


.........................................
..........................................

Wobei ich mittlerweile am liebsten auf Auffahrrampen auffahre, dann noch ein Stück anhebe, Rechts und Links die Böcke drunter = Fertig, geht am schnellsten

Nachteil von der Rampe: Im Bereich der Schräge behindert diese.

Siehe Skizze:

Viele Grüße

quali

Auffahrrampe

Zitat:

@quali schrieb am 14. April 2019 um 18:09:30 Uhr:



Zitat:

@3DamX1 schrieb am 14. April 2019 um 17:09:39 Uhr:


.........................................
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Wobei ich mittlerweile am liebsten auf Auffahrrampen auffahre, dann noch ein Stück anhebe, Rechts und Links die Böcke drunter = Fertig, geht am schnellsten

Nachteil von der Rampe: Im Bereich der Schräge behindert diese.

Siehe Skizze:

Viele Grüße

quali

Irgendwie ist Heute der Tag der Unaufmerksamen...

Ich zitiere mich selbst
"Wobei ich mittlerweile am liebsten auf Auffahrrampen auffahre, dann noch ein Stück anhebe, Rechts und Links die Böcke drunter = Fertig, geht am schnellsten"

Nun überleg mal wieso ich "Noch ein Stück anhebe" und dann Böcke drunter stelle🙄

Weils anders nicht funktioniert, du kannst die Auffahrrampen nicht entfernen wenn das Fahrezeug drauf steht 🙁

/Ironie off

Das bequemste und schnellste ist immernoch eine Hebebühne :d

Zitat:

@frestyle schrieb am 14. April 2019 um 19:54:53 Uhr:


Weils anders nicht funktioniert, du kannst die Auffahrrampen nicht entfernen wenn das Fahrezeug drauf steht 🙁

/Ironie off

Das bequemste und schnellste ist immernoch eine Hebebühne :d

Wenn man die Möglichkeit hat, ohne eigene Garage hab ich die nicht😛

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. April 2019 um 11:53:06 Uhr:



Zitat:

@Mick-Mick schrieb am 14. April 2019 um 00:34:57 Uhr:


Das ist doch gerade die Frage - WO setzen die Werkstätten ihre Heber an?

Diese Frage wurde doch jetzt bereits mehrfach beantwortet.

Die Fahrzeuge werden an den jeweils vom Hersteller vorgegebenen und markierten Punkten angehoben, eben genau da wo auch der Bordwagenheber angesetzt wird.

Ich habe keine Ahnung, welche Punkte Opel beim Agila angibt. Ich weiß nur, wo und wie laut Bordhandbuch der Bordheber anzusetzen ist. An auf jeder Seite zwei markierte Stellen des Falzes, siehe Scan. Und da gibt es auch keine anderen Punkte etwa im Sinne der Verdickung oder Verbreiterung des Falzes.

Zitat:

da ist nach einer Erinnerung nie etwas mit (speziell gefertigten) Puffern hinter einem Falz gefummelt worden.[/quote
Natürlich nicht, wozu auch? Dafür gibt es die universellen Gummiteller.

Aha. Und was ist an denen universell? Die haben dann wohl einen Schlitz, für den Falz, nicht?

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