Gewindebuchse aus Schwinge ausbohren - WIE?

Moin,

der Hobbybastler und Kurpfuscher, "der wo" (Tribut an Klinsmann) der Verkäufer meiner just erworbenen Ducati ist, hat beim Demontieren des hinteren Schutzblechs offenbar die Gewindebuchse aus der Schwinge gebrochen und die Schraube, die noch drin steckte, einfach abgeflext: KLICK!

Was genau kann ich - wenn möglich ohne Demontage der Schwinge - Eurer Ansicht nach tun, um die vermurkste Buchse aus der Schwinge zu bekommen und eine neue einzusetzen, da ich gerne mit Schutzblech fahren möchte?

Wenn möglich bitte möglichst "deppenfreundlich" erklären, da ich sowas noch nie gemacht habe.

1.000 Dank vorab!

44 Antworten

nein.
das zum wulst verformte alu der hülse ist absolut formstabil.
man hat gar keinen ansatz da ran zu kommen!

ich hab die dinger hier. soll ich dir ein video davon drehen?
*scnr*

dremel das weg und klopps rein. darfst dich beim hersteller bedanken für den murks (vor allem wegen der vz. schrauben!).

tom

naja wenn du es schaffen solltest !!! die Hülse richtig zu verschweissen sodass sie auch halbwegs hält kannst du sie ja drin lassen und ne neue schraube reindrehen da sie ja dann (evtl) hält und wenn nich hast du das selbe problem wieder aber in der Theorie könnte es gehen wie es allerdings Praktisch ist kann ich nich so sagen weil ich es nicht vor mir sehe 🙂 🙂 🙂

@ tec-doc:
`tschuldigung dass ich mich schon wieder mal einmische: mir sieht das nach einer senkkopfnietmutter aus !? wegflexen oder -dremeln is also nich....

@ fourrure:
wenn die schwinge aus stahl ist, dann ist die einnietmutter i.d.r. aus edelstahl. stahlschraube + edelstahlmutter bedeudet meistens "big korossion", das gammelt regelrecht fest. den bund der mutter mittels wig anheften würde erstmal funktionieren. dann kannst du die in aller ruhe herausbohren. für m6 dm 9,1 und für m5 dm 7,1.
zuerst musst du allerdings versuchen die abgeschnittene schraube bissel abzubohren, damit du die mitte vom loch triffst. ich kleb die einnietmuttern bei uns im betrieb beim "setzen" immer zusätzlich mit loctite an, das hält dann auch ein mehrmaliges lösen und anziehen aus. besser ist natürlich anheften. die muttern lockern sich in den meisten fällen nur in hohlprofilen, weil man von der rückseite die bohrung nicht entgraten kann.

trau dich oder lass es eine person deines vertrauens machen....
gutes gelingen !
........bim

@schlimmsalabim: Warum soll der Plan mit dem wegdremeln des Kragens bei einer Senkkopfnietmutter nicht klappen? Was ist das anders?

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😛 ...weil schlimmsalabim nur den 125mm Flexeinsatz vom Dremel kennt und gern schweisst! 😉

Wie wär´s z.B. mit nem Fräser (gibts aber auch noch andere Möglichkeiten)? Das geht zucki-rucki und gut ist´s. Musst dann auch den Schweisspunkt nicht glattflexen und den Zug nicht nachlacken (nicht nur vom Punkt wegflexen>schweissen>heiss>Lack verfärbt oder gleich ab)....nun, so lös ich zumindest solche und ähnliche Probs idR.
Zudem durch das Schweissen das Profil innen fröhlich rosten wird....

Kann man natürlich auch wie beschrieben machen....(wenn die Niete aus Stahl ist...)
>Bohr doch mal die Schraube freihand gerade aus...
>wenn´s schiefgeht, ist dann das Gewinde der
verschweissten Nietmutter im A****
>Ggf. dann Ausdreher...wenn der abricht (was die gern machen)....
>bleiben die Schweisspunkte....flexen und lacken
>hast Du dann immer noch die alte Niete drinne
>nicht jeder hat ein Schweissgerät und wenn Du dich verbruzzelst, ist die Schraube auch gleich "fester"....

@schlimmsalabim
`tschuldigung angenommen 😉

Rein funktional ist das schon richtig, kein Thema. 😉
Imho gehts halt einfacher und mit weniger Risiken....ist halt auch ein Schwingenzug und kein LKW Rahmen 😉

*allesmitaugenzwinkernundnichtpersönlich*

Ist das der Zustand, der mich dort erwartet...? KLICK!

sorry...also ich bin natürlich davon ausgegangen, dass eine neue nietmutter eingesetzt wird..... hab ich nur vergessen hinzuschreiben 🙂

außerdem bezweifle ich herzhaft, dass die schwinge von innen konserviert ist - also ist das thema mit der korossion hinfällig. die stelle nachlacken sollte wohl ebenfalls wegfallen - wird doch abgedeckt von dem halter ?!
und: anschweißen geht auch OHNE zusatzwerkstoff und es gibt eine flächenbündige bzw. eine leicht eingefallene schweißnaht. dann noch etwas: schraubverbindungen va/va und stahl/va "fressen" sehr schnell. im metall- und stahlbau wird deswegen graphitfett (graphitkolloidpaste) verwendet um das zu verhindern.
der "dr. swift" hat schon geschrieben wo du hingehen solltest.

@ fourrure: ich steh eben auf kurz und schmerzlos. mit "spielzeugen" hab ich nichts am hut. ich "behandle" ab und zu nebenberuflich motorradfahrer, in erster linie jedoch enduro- und crossfahrer, weil gleich um die ecke vom betrieb eine "geduldete" strecke ist. dein fall würde ein sixpack kosten 🙂 und hinterher auch noch ordentlich aussehen.

@ tec-doc: ich kanns ja auch nicht ändern, ist eben mein beruf.... und: ich meinte natürlich die ganze nietmutter ausbohren ! und: ja, ich schweiße gern und oft - vorwiegend "schmucknähte".
125`flex ? ....spielzeug.... 😉

nochmal @ fourrure: wenn du mir die unkosten erstattest und einen "pfand" für das werkzeug gibst, dann kann ich dir selbiges plus einziehmutter für eine gewisse zeit zukommen lassen. musst nur sagen welches gewinde und natürlich die mutter selbst ausbohren.

greetz aus "randtschechien" !
- früher hieß das randtschechei, aber darüber rege ich mich schon lange nicht mehr auf.

Moin Schlimmsalabim...! Dein Angebot, gegen ein Sixpack den Job zu übernehmen würde ich gerne und sofort annehmen, da ich weder Schweißen kann noch bislang durch fundierte Flex-, Dremel- oder Ausbohrkenntnisse verblüfft habe.

Aber: Wo genau ist Rand-Tschechien? Süd-östliches Sachsen?

naja, so mehr oder weniger jedenfalls.
sagt man halt so, einige zumindest.
und außerdem heißt das randtschechei 🙂 !!!!
erzgebirge, am fuße des....
da wo`s heute gehagelt hat.

Uiii! Ein Rätsel! Gibts dafür auch nen Sixpack? 😉

@schlimmsalabim
Ich seh schon, im Grunde verstehen wir uns 😉

Na dann will ich auch mal...

Ich hatte ne Zeit lang beruflich mit Einnietmuttern zu tun und weiß aus Erfahrung folgendes:
Dreht sich so ein Ding erstmal, dann ist das Mist. Ist das ganze so wie auf dem Bild (Senkkopf, Gebogenes Profil, vermutlich von beiden Seiten zu) hat man nen echtes Problem!
Eine elegante Möglichkeit den Mist wieder heile zu bekommen gibt es nicht! Klar, man kann alles mögliche versuchen. Mal zu den Grundlagen:
Vermutlich ist die Mutter aus Stahl, dazu noch dickwandiger als das Profil in dem es drinsteckt. Es gibt keine Möglichkeit den Müll nach oben herauszubekommen. Man kann die nachnieten, dazu muss natürlich das Gewinde raus und das geht ja nich. Falls ihr das doch rausbekommt, so geht das nachnieten mit einfachen Mitteln:
Auf ne Schraube (min 8.8) ne Mutter aufschrauben bis genug Gewinde rausschaut. Beides in die Einnietmutter drehen, Schraubenkopf festhalten und die Mutter gegen die Einnietmutter drehen. Aber mit Schmackes, sonst wird das nix.

Wenns mein Moped wär würde ich mir eine von 2 Möglichkeiten aussuchen:
Entweder den ganzen Mist bündig schleifen, ne ganz normale Mutter aufschweißen (vorher passende Schraube reindrehen, sonst ist das Gewinde hin), exakt passende Schraube schnitzen und alles wieder zusammenbasteln.
Oder alles so lassen wie es ist und nen neuen Halter konstruieren, evtl nach dem "Schellenprinzip".

Wie gesagt, ne elegante Möglichkeit gibt es nicht...

Chrom

Mit einem passendem Kugelfräser (seitlich ansetzten, nicht von oben, dann kann sich nichts mitdrehen) geht der Senkkragen weg. Einfach, effektiv, sauber (auch wenn so ein Dremel ein "Spielzeug" ist 😉 )

Wenn am Halter noch Platz ist, kann man auch einfach auf beiden Seiten versetzt ein neues Loch bohren, Mutter setzten und auf die "alten" Löcher den Schraubenkopf pappen 😉
>Optik passt

Im Fall meiner Schwinge muss man wohl damit rechnen, dass die schadhafte Nietmutter, wenn sie in das Innere der Schwinge gestoßen würde zunächst in Pfeilrichtung (siehe Bild!) fallen würde und dann entweder vor der zweiten Nietmutter (erster roter Strich) oder aber spätestens vor der Schweißnaht zum unteren Profil (zweiter roter Strich) liegen bleiben würde, richtig?

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Man muss wohl davon ausgehen, dass es zwischen dem oberen und unteren Profil keine innere Verbindung gibt, sondern dass dort einfach Profil auf Profil geschweißt wurde, so dass die Öffnung des oberen Profils auf der geschlossen Wand des unteren Profils sitzt, richtig?

Eigentlich dürfte doch die in das obere Schwingen-Profil gestoßene Niete in dem Profil - abgesehen von einem Klappergeräusch - keinen Schaden anrichten, oder...?

Völlig korrekt!
Sprüh aber dennoch (dickes) Wachs rein (PVC Steinschlagschutz mit Sprühröhrchen geht auch > bessere Fixierung, aber weniger Rostschutz), dann klappert und rostet auch nichts. Übrigens hat das Profil innen sehrwohl einen Korrossionsschutz. Wird das vernachlässigt, läuft im harmlosesten Fall irgendwo immer die braune Rostbrühe raus >siehe Kawasaki Z750 ab Werk 😉
Schweissstellen rosten ja allgemein auch noch heftiger. Ein "Schaden" ist natürlich eine Frage der Zeit...aber das lässt sich ja einfach und billig vermeiden 😉

Wie wäre es denn mit folgendem Plan:

1.) Schadhafte Nietmutter durch Loch in Schwinge drücken;

2.) Loch so weit ausbohren, dass schadhafte Nietmutter mit Draht, Magnet, Pinzette, Geduld wieder aus Schwinge geholt werden kann;

3.) Neue passende Nietmutter einsetzen;

4.) Hohlraum konservieren;

5.) Schutzblech montieren;

6.) Glücklich sein;

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