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Gewährleistungspflicht nach Getriebeinstandsetzung

Hallo,

auch auf die Gefahr hin hier etwas OFF-TOPIC zu sein

(wie wär's mit einem neuen Unterforum RECHT ?) ,

vielleicht wissen hier einige Leute mir ähnlichen Erfahrungen

etwas Bescheid....

Ich habe folgenden Problemfall :

- Auto gebraucht gekauft (unter Gewährleistungsausschluss) von

privat im Oktober 2003, Fahrzeug ist ein Mercedes Benz

E-Klasse Bj93 mit 215Tkm.

- Getriebe wurde repariert von Fachwerkstatt Mai 2003, Rechnung

vorhanden, Laufleistung seit Instandsetzung ca. 10-15TKM

(10Tkm von mir + unbekannte Laufleistung seit Instandsetzung

bis Kauf durch mich, da Werkstattrechnung keinen km-Stand

ausweist)

- Getriebeschaden gestern am 29.12.03, Fahrzeug nicht fahrbereit

- Getriebeinstandsetzer ist am Wohnort der Verkäufers (Aachen) ansässig,

ca. 200 km von mir entfernt (Siegen)

- Getriebeinstandsetzer weigert sich, Fahrzeug auf seine Kosten

wieder instandzusetzen. er sagt a) Gewährleistungsfrist beträgt

6 Monate und nicht 2 Jahre b) nicht ich sondern höchstens der

frühere Besitzer des Autos hätte Gewährleistungsansprüche

c) es gäbe sowieso keinen Garantieanspruch, da er das Getriebe

nur "repariert" aber nicht "komplett überholt" hätte.

Verhandlung und Reden mit Werkstatt ist zwecklos, man sagte mir

"Gehen Sie zum Anwalt wenn Sie wollen, wir machen nix!"

Die Rechnung besagt "Getriebe teilweise demontiert und zerlegt, 5. Gang komplett erneuert" weiterhin sind die erneuerten Getriebeteile

(Synchronkörper, Nadellager, Zahnrad, Schaltmuffe, Getriebeöl etc.) einzeln aufgeführt. Rechnungsbetrag ca. 1100 Euro

Folgende Fragen :

- gilt eine Gewährleistung von 2 Jahren ?

- habe ich als Käufer Ansprüche gegen die Werkstatt, bzw.

gehen die Rechte des Verkäufers (Gewährleistung der

Werkstatt) mit Kauf auf mich über ? Wenn das mit dem Kauf

nicht automatisch der Fall ist, kann der Verkäufer mir die

Rechte abtreten (oder muss er sogar ?)

- Getriebe wurde instandgesetzt und Getriebe ist nun kaputt. Wie

verhält es sich da mit der Beweislast ? Sieht die Rechtssprechung

das nun automatisch als Verschulden der Werkstatt oder als

Materialfehler ODER muss ich per Einzelgutachten nachweisen,

dass z.B. der ausgetauschte Synchronring im Getriebe defekt

war ?

Ich war heute beim Anwalt, der sagte mir a) Getriebe sei Verschleissteil und man sollte sich nicht viel Hoffnung machen,

insbesondere mit Hinblick auf die Gesamtfahrleistung des Autos

b) zum Thema Gewährleistungspflicht und Übergang der Rechte

des Verkäufers auf den Käuder wusste er nicht Bescheid, wollte ich

informieren c) ich bekomme Auskunft von ihm in den nächsten Tagen.

Die Reparaturkosten betragen in freier Werkstatt mit überholtem Getriebe im Austausch ca. 1200-1500 Euro (800 Euro + Versand + Arbeitslohn), bei MB mit Neuteil vermutlich einige tausend Euro.

Was ist zu tun ? Besteht Aussicht auf Erfolg, rechtlich gegen die

Werkstatt vorzugehen ? Wenn wirklich ein Gewährleistungsanspruch

von mir besteht, muss ich ja Gelegenheit zum Nachbessern geben. Dies wurde mir ja von seiten der Werkstatt von vorneherein ausgeschlagen.

Wenn ich nun das Auto erstmal auf eigene Kosten in Reparatur gebe, dann wird ja das Getriebe ausgebaut und die

Schadensursache im Getriebe genau lokalisiert. Lohnt es sich,

an diesem Punkt einen Gutachter hinzuzuziehen, der bestätigt,

dass es z.B. an dem getauschten Synchronkörper lag ?

Fragen über Fragen, bin für jede Unterstützung dankbar, die mir oder meinem Anwalt weiterhelfen könnten...

 

gruss

Ralf

7 Antworten

lies mal das !!!

http://www.wer-weiss-was.de/theme68/article1059362.html#1059391

 

Zitat:

Sofern Abschluss des Werkvertrages nach dem 01-01-02 : 24 Monate Gewährleistung ( zuvor 6 Monate ). Betrifft jedoch nur tatsächlich ausgeführte Arbeiten und das dabei eingesetzte Material.

Ich kann nicht die Einspritzpumpe reklamieren, wenn zuvor der Auspuff ausgetauscht wurde. Aber das weißt du sicher selbst :-)

wenn´s hilft, meld dich noch mal

 

Rene

Zitat:

Original geschrieben von Rollipop

lies mal das !!!

http://www.wer-weiss-was.de/theme68/article1059362.html#1059391

 

Zitat:

Sofern Abschluss des Werkvertrages nach dem 01-01-02 : 24 Monate Gewährleistung ( zuvor 6 Monate ). Betrifft jedoch nur tatsächlich ausgeführte Arbeiten und das dabei eingesetzte Material.

Ich kann nicht die Einspritzpumpe reklamieren, wenn zuvor der Auspuff ausgetauscht wurde. Aber das weißt du sicher selbst :-)

wenn´s hilft, meld dich noch mal

 

Rene

Hallo,

prinzipiell ist das schon klar, aber da Werkstatt auf stur geschaltet het, muss ich in Vorleistung treten und dann klagen. Es gibt einige unklare Punkte :

a) "Ich kann nicht die Einspritzpumpe reklamieren, wenn zuvor der Auspuff ausgetauscht wurde. Aber das weißt du sicher selbst :-)" => Das ist klar. Bei mir wurden Teile des Getriebes erneuert (Synchronkörper, div. Zahnräder, etc.) und nun ist wieder ein Getriebeschaden da. Was genau am Getriebe kaputt ist, sieht men erst, wenn es aufgemacht wurde. Das alleine kostet schon einen Batzen Geld. Frage ist nun, sieht die Rechtssprechung das Getriebe als ein Teil an, welches nun unter Gewährleistung steht oder steht nur der getauschte Synchronkörper und die 2 getauschten Zahnräder unter der Gewährleistung ?

b) die Gewährleistung ist bei Verschleissteilen ausgeschlossen. Natürlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass das Getriebe KEIN Verschleissteil ist (insbesondere darf es nicht nach weniger als 20TKM verschlissen sein) aber ein technikunbegabter Jurist sieht das vielleicht anders (meine Anwältin kam auf den Trichter, dass Getriebe== Verschleissteil)

c) Beweislast : Bis 6 Monaten nach Reparatur wird einfach angenommen, die Werkstatt hat Mist gebaut -- oder sie muss das Gegenteil beweisen. Nach 6 Monaten muss ich beweisen, dass ein Materialfehler oder Arbeitsmangel bei Übergabe des Autos nach Reparatur vorlag.

Frage ist, kann ich das beweisen ??? Nein, kann ich nicht. Wie sollte ich ? Ich muss mich quasi drauf verlassen, dass der Richter nachher auch meiner Meinung ist, dass ein Getriebeschaden nach weniger als 20TKm und 7 Monaten eigentlich nur auf Pfusch oder Materialfehler zurückzuführen sein kann.

d) Zuguterletzt die Frage, wer hat Anspruch auf Gewährleistung, wenn das Auto verkauft wird. Die Reparatur wurde nämlich vom Vorbesitzer in Auftrag gegeben und zwar im MAI 2003. Verkauft wurde das Auto im SEPT. 2003 und der Schaden trat auf im Dez. 2003.

Rein gefühlsmässig fühle ich mich im Recht. Ich frage mich nur, ob ich es auch durchsetzen kann.... oder ob ein Richter die Angelegenheit doch anders sieht.

Dein Anwalt(in) sollte sich mal bei eurer zuständigen

"Innung des Kraftfahrzeuggewerbes" kundig machen.

Die wissen da sicher am besten bescheid mit Verschleissteil u.s.w.

Rene

Abschätzung reiner Arbeitslohn

 

Hallo,

Frage an die Mechaniker :

ich würde gerne noch eine Abschätzung der Kosten haben,

die bei einer Reparatur auf mich zukommen. Kosten für überholtes Austauschgetriebe habe ich schon (750 Euro),

mir fehlt noch eine grobe Abschätzung der reinen Arbeitszeit.

Also alte Kupplung+Getriebe raus, neue Teile rein. Weiss jemand wieviel Arbeitseinheiten (in Stunden) dafür normalerweise angesetzt werden bei dem Auto ? Ist 3-4 Stunden à 50 Euro == 150-200 Euro ausreichend ?

Ich weiss dass es bei meinem alten 50PS 1'er Golf vor Jahren deutlich schneller ging und dass es beim VW vr6 ca. 4-5 Stunden dauert. Für das Auto hier 124'er 145kw, Handschalter 5Gang Bj93 habe ich keine Ahnung, wie aufwendig das ist... In der besagten Rechnung des Getriebeinstandsetzers sind pauschal 250 Euro für Arbeit

ausgeweisen, Rest ist Material. Da dies auch die Instandsetzung des alten Getriebes umfasste, sollte

mein o.g. Wert doch OK sein, oder ?

 

Gruss

Ralf

am 1. Januar 2004 um 16:21

ich denke mal, das man die so ca. 80-90 AW verrechnet bei MB. das ist nur geschätzt! wenn dus genau wissen willst, dann schick mir mal deine Fahrgestell- Nummer, dann gucke ich mal in den rechner im Betrieb!

andreas.hack@hack-auto.de

Themenstarteram 1. Januar 2004 um 17:34

Hallo Andreas,

entspricht 1 AW = 5 Minuten ?

Das wären dann 400-500min = 6,6-7,5 Stunden ....

Für 'nen Hobbyschrauber beim 1. oder 2. Versuch, OK,

da ist das Wochenende weg, aber sind 7 Stunden nicht

etwas heftig für einen "Profi" ?

Gruss

Ralf

am 1. Januar 2004 um 17:49

Zitat:

Original geschrieben von rasti

Hallo Andreas,

entspricht 1 AW = 5 Minuten ?

Das wären dann 400-500min = 6,6-7,5 Stunden ....

Für 'nen Hobbyschrauber beim 1. oder 2. Versuch, OK,

da ist das Wochenende weg, aber sind 7 Stunden nicht

etwas heftig für einen "Profi" ?

Gruss

Ralf

ja, ein aw ist 5 min. (12 AW=1std)

die zeit von 6,6-7,7 stunden kommt schon ungefähr hin. da man auch je nach getriebe auch wieder die Bremsanlage entlüften muss (da man bei einigen Getrieben den Kupplungszylinder ausbauen muss). dann noch Getriebeölstand kontrollieren, und so weiter! bei Mb sind die Aw´s immer grosszügig bemessen! die AW´s sind aber vom hersteller vorgeschrieben, das muss aber nicht unbedingt bedeuten, das man wirklich so lange braucht!

 

aber wenn du mir dine Fahrgestellnummer mal zumailst, kann ich es dir genau sagen! kann auch sein das ich mich um ein paar AW verschätzt habe, da man ja nicht alle tage ein schaltgetriebe von nem 210er ausbaut!

gruß andreas!

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